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Tagesschau    24-04-2015 11:00

+++ Der offiziellen Vorstellung der zweiten Generation des BMW X1 ist auf der IAA in Frankfurt, 15. bis 27. September 2015. Die neuen Scheinwerfer schauen grimmiger drein, die Nieren sind breiter und die Motorhaube reicht bis an den Grill heran und ist entsprechend ausgeschnitten. Am Heck sind die Rücklichter weiter in die hinteren Seitenteile gezogen. Sie erinnern an die Heckleuchten des 2er Active Tourer. Auf den ersten Blick keine tiefgreifenden Änderungen also, der X1 wirkt nur etwas kräftiger. In China wird es eine Xdrive 25 Li geben. Das ist die neue, siebensitzige Langversion. Unter dem Blech gibt es gravierende Neuerungen: Der X1 startet als zweiter BMW nach dem 2er Active Tourer auf der UKL-Plattform mit Frontantriebs-Layout (Allradantrieb auf Wunsch oder abhängig von der Motorisierung). Zuvor lieferte der hinterradgetriebene 1er die Technik für den X1. Der modulare Baukasten, ähnlich der MQB-Plattform von VW, unterteilt sich dabei in die Gruppen UKL1 (für BMW 1er und Mini) und UKL2 (für BMW X1 und Mini Countryman). Dieser Schritt spart einerseits Kosten, denn der aktuelle X1 basiert noch auf der deutlich teureren Heckantriebs-Plattform des BMW 3er der Generation E90 (die Motoren stammen vom 1er). Andererseits ermöglichen die quer eingebauten Motoren eine bessere Innenraumausnutzung, sprich mehr Platz für die Passagiere. Und das Ganze bei kompakteren Abmessungen. Wer über die Motoren spekulieren will, sollte also auch mal zum 2er Active Tourer und zum neuen Mini schielen, wo neben starken Vierzylinder-Turbos vor allem die 1,5 Liter großen Dreizylinder-Aggregate eine Rolle spielen. Diese können auf Wunsch mit einer Sechsgangautomatik kombiniert werden, die Vierzylinder sogar mit einer Achtgangautomatik. Einen Schock werden die Kunden angesichts der Dreizylindermotoren nicht mehr bekommen. Mit der Einführung dieser sparsamen Motoren hat BMW die Kunden sehr schonend, weil lange im Voraus, konfrontiert. Längst ist bekannt, dass bald sogar der neue BMW 5er mit Dreizylinder-Antrieben ausgestattet wird. Und nicht zuletzt nutzt auch der mit Begeisterung empfangene Hybrid-Sportwagen BMW i8 einen Dreizylinder-Verbrenner (neben einem Elektromotor). Sechszylinder entfallen komplett, das ist allerdings keine Neuigkeit, sondern schon beim aktuellen Modell Realität. +++ MAZDA macht die Euro-Schwäche zu schaffen. Ungünstige Wechselkurseffekte im Europa-Geschäft aber auch in Australien und Thailand ließen den operativen Gewinn im vergangenen Quartal überraschend kräftig um 11,5 Prozent auf umgerechnet 392 Millionen Euro sinken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit blieb der Gewinn von knapp 1,6 Milliarden Euro im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 hinter dem Ziel des Managements zurück. Auch die Wirtschaftskrise in Russland belastete das Exportgeschäft. Für das laufende Jahr rechnet Mazda nun mit einem leichten Gewinnanstieg von 3,5 Prozent. Allerdings dürfte der Konzern dann weniger als seine heimischen Rivalen von der Yen-Abwertung zum Dollar profitieren, die japanische Produkte in den USA günstiger macht. Hintergrund ist, dass viele Fahrzeuge für den US-Markt in einer neuen Fabrik in Mexiko hergestellt werden und so der Währungseffekt verpufft. +++ MERCEDES-BENZ wird auf der IAA das C-Coupé präsentieren. Um im Kampf gegen Audi A5 oder BMW 4er mithalten zu können, legt Mercedes das C-Coupä auf und positioniert das Modell wie bei der Konkurrenz auch deutlich über den Limousinen. Die Einordnung erfolgt jedoch nicht nur marketingtechnisch, tatsächlich fällt das C-Coupé und auch später das davon abgeleitete Cabrio ab 2016 größer aus, der Radstand wächst, die Silhouette wirkt flacher. Optisch orientiert sich der C-Coupé an seinem großen Bruder, dem S-Klasse Coupé. Die Rückleuchten fallen schmal, das Dach natürlich coupéhaft aus. Letzteres wird wohl zu einigen Einschränkungen für die hinteren Passagiere führen. Dafür kommen Fahrer und Passagiere aber in den Genuss der neuesten Innovationen: Luftfederung, Neustufenautomatik, Stereokamera sowie diverse Fahrassistenten. Auch Motorseitig wird die sportliche eingestellte C-Klasse-Coupé Version nicht gerade mit Basismotorisierungen glänzen. Für die Top-Modelle und die AMG-Versionen inklusive einer C450 AMG Sport-Version hält Mercedes sogar das digitale Cockpit aus der S-Klasse bereit. +++ Genau zehn Jahre nach dem ersten NISSAN GT-R greift 2018 der Nachfolger die Porsche dieser Welt an. Und das Sport-Monster, wegen der Biturbo-Allradkraft mit dem Spitznamen "Godzilla" versehen, soll noch bedrohlicher werden. Zum V6-Frontmotor wird es mindestens noch eine Elektromaschine geben, was für eine Systemleistung von über 700 PS sorgen soll. Das Design des 2+2-Sitzers wird noch kantiger. Einen optischen Vorgeschmack auf den kommenden Nissan GT-R hatte Nissan 2014 in Goodwood gegeben. Dort feierte das Concept 2020 Vision Gran Turismo Premiere, das speziell für das Playstation-Spiel Gran Turismo 6 entworfen wurde. Von der radikal gezeichneten Studie wird allerdings lediglich das eine oder andere Design-Feature übernommen. Wichtig für die kommende Generation ist eine Gewichtskur. Mit knapp 1,8 Tonnen ist das aktuelle Modell ein zu schwerer Brocken. Die Konkurrenten von McLaren, Porsche und Ferrari bringen bis zu 400 Kilogramm weniger auf die Waage. +++ Beim Absatz macht OPEL Fortschritte, doch unterm Strich steht weiterhin ein Millionenverlust. Das belegen die jüngsten Quartalszahlen des Mutterkonzerns General Motors (GM). In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres hat die europäische Tochter des amerikanischen GM-Konzerns einen Verlust von 239 Millionen Dollar (rund 186 Millionen Euro) einfahren. Damit verbessert Opel das Ergebnis leicht, im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 284 Millionen Dollar angefallen. Doch zwei Umstände dürften die Freude trüben: Zum einen sind im Verlust des Vorjahres auch rund 200 Millionen Dollar Restrukturierungskosten aus der Schließung des Bochumer Werks enthalten. Obwohl diese Restrukturierungskosten im aktuellen Quartal wegfallen, konnten die Verluste nicht in gleichem Umfang gesenkt werden. Zum anderen wurden die Kosten für den Rückzug aus Russland nicht ins operative Ergebnis eingerechnet. Diese beziffert GM im ersten Quartal auf 400 Millionen Dollar. Trotz der jüngsten Millionenverluste bleibt Opel-Chef Neumann in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter optimistisch: "Dass wir unsere Verluste reduziert haben, bringt uns unserem nächsten großen Ziel näher: 2016 wieder profitabel zu werden". Man habe zum neunten Mal in Folge die internen Quartalsziele übertroffen. Rückenwind erwartet Opel von einer runderneuerten Modellpalette im Kleinwagen-Segment und dem neuen Astra, der im Herbst seine Premiere feiert. Im ersten Quartal konnte Opel nahezu 280.000 Fahrzeuge (plus 3,1 Prozent) verkaufen und den Marktanteil auf 5,83 Prozent verbessern. "Es war keine leichte Aufgabe, denn der träge europäische Automobilmarkt und der Absatzeinbruch in Russland haben es uns sehr schwer gemacht", so Neumann weiter. Der Russland-Absatz der beiden GM-Töchter war in den ersten Monaten des Jahres um 74,6 Prozent eingebrochen. Gemeinsam hatten Opel und Chevrolet landesweit nur noch einige tausend Autos verkauft. Darum hatte Opel-Chef Neumann vor wenigen Wochen in einem Interview mit dem Handelsblatt angekündigt, sich nahezu komplett aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Die Produktion im Werk Sankt Petersburg soll komplett stillgelegt werden. Den meisten russischen Händlern soll der Vertrag gekündigt werden. Trotz zusätzlicher Belastungen konnte GM den Konzerngewinn im ersten Quartal insgesamt deutlich steigern. Unterm Strich fuhr der amerikanische Autobauer einen Gewinn von 945 Millionen Dollar, bei weltweit 2,4 Millionen verkauften Autos. Im Vorjahreszeitraum waren es wegen hoher Sonderlasten durch den Skandal um defekte Zündschlösser nur 125 Millionen Dollar gewesen. An der Börse standen GM-Aktien am Donnerstag dennoch unter Druck und verloren mehr als drei Prozent an Wert. Das Quartalsergebnis des Konzerns fiel schwächer aus als am Markt erwartet. Zudem sank der Umsatz um 4,5 Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar. GM hat auch große Probleme in Südamerika. +++ Europas drittgrößter Autokonzern RENAULT hat im ersten Quartal dank anziehender Verkäufe in Europa unerwartet viel Umsatz gemacht. Der Erfolg neuer Modelle hierzulande habe die Schwäche in Ländern wie Russland und Brasilien ausgleichen können, teilte der Konzern am Donnerstag mit. In den ersten drei Monaten seien die Erlöse konzernweit um knapp 14 Prozent auf 9,39 Milliarden Euro gestiegen. Besonders gefragt bei den Europäern waren dem Konzern zufolge die Kompaktmodelle Clio und Twingo sowie der Geländewagen Captur. Optimistischer schätzt Renault nun die Entwicklung des europäischen Automarktes ein. Die Franzosen gehen nun von fünf Prozent Wachstum in diesem Jahr aus und nicht mehr nur von zwei Prozent. +++ VOLKSWAGEN Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch versucht derzeit eine Mehrheit für die Ablösung von VW-Chef Martin Winterkorn zu organisieren. Dies geht aus einem Bericht des NDR und der Nachrichtenagentur dpa vom Donnerstag (23.4.2015) hervor. Piëch dementierte den Bericht jedoch umgehen. Offenbar fühlt sich Piëch nicht an die Entscheidung des Aufsichtsrats-Präsidiums vom Donnerstag (17.4.2015) gebunden. Das Gremium hatte - offenbar mit 5:1 Stimmen gegen Piëch - dem VW-Vorstandvorsitzenden uneingeschränkt das Vertrauen ausgesprochen und die anstehende Vertragsverlängerung nach 2016 befürwortet. An diese Entscheidung, so der NDR, fühlt sich Piëch offenbar nicht gebunden. Er versuche innerhalb seiner Familie eine Mehrheit für die Absetzung Winterkorns zu erreichen. Noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai will der 77-Jährige über einen neuen Kandidaten abstimmen und Winterkorn damit vorzeitig ablösen lassen. Als neue Protegés gelten Porsche-Chef Matthias Müller und Skoda-Boss Winfried Vahland. Als strategischer Schlüssel für die Eil-Ablösung von Winterkorn gilt eine "einheitliche Position der Familien Porsche und Piëch", so der NDR. Haben sich bisher die Belegschaftsvertreter und das Land Niedersachsen gegen eine Ablösung Winterkorns ausgesprochen, so sei es nicht sicher, ob sich diese Parteien bei einer einheitlichen Haltung der Eigentümerfamilien Piëch/Porsche an Winterkorn festhalten werden. Ungeachtet der Präsidiumsentscheidung galt in Branchenkreisen Martin Winterkorn als angezählt, niemand glaubte, dass VW-Patriarch Piëch seine Niederlage in dem Führungsstreit hinnehmen würde. Unterdessen hat Piëch gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" dementiert, er betreibe die Ablösung Winterkorns. "Herr Winterkorn und ich haben uns vergangene Woche ausgesprochen und uns auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt", sagte er. "Ich betreibe seine Ablösung nicht". Rückblende: Das Präsidium des VW-Aufsichtsrates hatte am 17.4.2015 nach einer langen Sitzung eine kurze Erklärung abgegeben: "Das Präsidium des Aufsichtsrates der Volkswagen AG stellt fest, dass Professor Dr. Martin Winterkorn der bestmögliche Vorsitzende des Vorstands für Volkswagen ist. Das Präsidium legt großen Wert darauf, dass Herr Professor Dr. Winterkorn seine Funktion als Vorsitzender des Vorstands auch weiterhin so aktiv und erfolgreich wie bisher verfolgt und hat hierbei die uneingeschränkte Unterstützung des Gremiums. Das Präsidium wird dem Aufsichtsrat jetzt vorschlagen, den Vertrag von Herrn Professor Dr. Winterkorn in der Februar-Aufsichtsratssitzung des Jahres 2016 zu verlängern". Am 16. April 2015 hatte das Präsidium des Aufsichtsrats getagt, um sich in der aktuellen Führungskrise zu besprechen. Zuvor hatte Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piëch Winterkorn in einem Interview indirekt das Vertrauen entzogen. Trotzdem wollte Winterkorn nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) "um eine Verlängerung seines 2016 auslaufenden Vertrages kämpfen". Während er am Donnerstagvormittag noch 2 VW-Werke besuchte, sagte der 67-Jährige für den Nachmittag Termine in der Politik ab und flog zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) nach Österreich, wo das Kontroll-Gremium in Salzburg am Familiensitz der Porsches getagt hat. Das Präsidium des Aufsichtsrates besteht aus 6 Personen; den Vorsitz führt der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch, Stellvertreter ist Berthold Huber von der IG Metall. Des Weiteren gehören der Sprecher der Porsche-Familie Wolfgang Porsche, der Ministerpräsident von Niedersachsen Stephan Weil sowie der Konzernbetriebsrats-Chef Bernd Osterloh und dessen Vize Stephan Wolf dazu. Martin Winterkorn ist ein Ziehsohn und Duz-Freund von Piëch und galt bisher als möglicher Nachfolger auf dem Chef-Posten des Aufsichtsrates. Die Erklärung des Aufsichtsrats-Präsidiums wurde als eine deutliche Niederlage für Piëch gewerten. Nicht nur die Arbeitnehmer-Seite im Aufsichtsrat stand zu Winterkorn, auch Wolfgang Porsche stellte sich hinter den erfolgreichen Manager. Weiter unklar sind die Beweggründe für die Öffentliche Distanzierung von Piëch zu Winterkorn. Immer wieder wird als möglicher Grund das schlechte US-Geschäft genannt; auf der anderen Seite hat Winterkorn seit seinem Amtsantritt den Umsatz des Konzerns verdoppelt. +++

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