Tagesschau

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+++ Nachdem Michael Schwekutsch seinen Job bei Tesla Mitte März 2019 aufgegeben hat, hat APPLE zugegrieffen und den Spezialisten für elektrische Antriebe verpflichtet. Apple hat den Spezialisten für elektrische Antriebe, Michael Schwekutsch, verpflichtet und gibt damit Spekulationen über die Autopläne des iPhone-Konzerns neue Nahrung. Michael Schwekutsch war bis zuletzt im Rang eines Vizepräsidenten für die Entwicklung von Antrieben und Batteriepacks beim Elektroautobauer Tesla zuständig. Jetzt arbeitet er für die Spezialprojekte-Gruppe von Apple. Das Autoprojekt von Apple, das den Codenamen Titan bekam, ging bereits durch mehrere Phasen. Zunächst entwarf der Konzern Prototypen eines eigenen Elektroautos, dann wurde der Schwerpunkt auf die Entwicklung von Systemen zum autonomen Fahren gelegt. Aktuell sind von Apple zu Roboterwagen umgebaute Lexus RX 450h auf Testfahrten im Silicon Valley unterwegs. Jüngst weckte Apple mit dem Abbau Dutzender Stellen in dem Bereich erneut Zweifel an dem Projekt. Die Testfahrten gingen danach aber weiter. +++

+++ ASTON MARTIN arbeitet fleißig an der Erweiterung seiner Modellpalette. Ein neuer Sportwagen könnte Valen heißen. Valkyrie, Valhalla und jetzt Valen: Aston Martin hat noch eine ganze Reihe von Sportwagen in Planung. Jetzt haben sich die Briten mit Valen erneut einen Modellnamen patentrechtlich schützen lassen. Eine Patentanmeldung bedeutet zwar noch nicht, dass der Markenname später auch verwendet wird. Aber zumindest lässt sie Raum für Spekulationen. Dass der RB003 Valhalla heißen wird, wenn er das Serienstadium erreicht, gilt als sicher. Varekai hatten die Briten sich auch schützen lassen. Dieser Name wurde lange für den kommenden SUV gehandelt; der wird jetzt aber doch DBX heißen. In Genf wurde zudem noch das Vanquish Vision Concept vorgestellt, das aber später vermutlich Vanquish heißen wird. +++

+++ Der AUDI Betriebsrat hat den Vorstand unter Bram Schot scharf kritisiert. Der Vorstand habe dem Betriebsrat eine Giftliste mit geplanten Einsparungen vorgelegt. Aber er habe keine Zukunftsstrategie, in der E-Mobilität, Batterie- und Brennstoffzellen, Carsharing und der Wandel zum Mobilitätsdienstleister verankert seien, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Jörg Schlagbauer auf einer Betriebsversammlung in Ingolstadt. “Wir können noch nicht nachvollziehen, wie wir Audi mit diesen Mitteln wieder an die Spitze bringen wollen”, sagte Schlagbauer. “Die Zeit der schönen Worte und großen Reden ist vorbei. Jetzt müssen Perspektiven und verlässliche Entscheidungen her!” Schot will mehrere tausend Stellen streichen und Audi nach einem schwachen Jahr mit Einsparungen und Elektroautos wieder auf Kurs bringen. Die Nachtschicht im Stammwerk Ingolstadt wird im Mai eingestellt. Für die 61.000 Audi Beschäftigten in Ingolstadt und im württembergischen Neckarsulm gilt noch bis 2025 ein Kündigungsschutz. Schlagbauer forderte eine Verlängerung bis 2030, mehr Mitbestimmung und eine bessere Zusammenarbeit der Unternehmensleitung mit IG Metall und Betriebsrat. Die VW Tochter brauche endlich einen klaren Kurs. Betriebsratschef Peter Mosch sagte: “Mit der Verunsicherung der Belegschaft muss jetzt Schluss sein!” +++

+++ Ab dem kommenden Jahr wird es in Europa neue CRASHTEST Standards geben. Es ist einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit für die Auto-Insassen. Die neuen Standard treten nächstes Jahr in Kraft. Viele Autos seien inzwischen mit Blick auf den Schutz der eigenen Insassen optimiert worden. Jetzt werde auch bewertet, was Autos im Fahrzeug des Unfallgegners anrichten, etwa beim Zusammenstoß eines SUV mit einem Kleinwagen. Die Unfallforschung zeige, wie wichtig kompatible Knautschzonen für beide Seiten sei: ‘Partnerschutz leistet auch einen großen Beitrag zu mehr Eigenschutz’. Außerdem setzen die europäischen Autoclubs und Behörden bei ihren Crashtests ab 2020 eine neu entwickelte Dummy-Puppe ein, die die häufigen Brust- und Bauchverletzungen viel besser demonstrieren kann. Die Autobauer nähmen ihre Airbags und Gurte jetzt unter die Lupe. Ein Schritt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr stellt ab 2020 auch die neue Vorschrift der EU zur Fahrerbeobachtung vor. So müssen ab dem nächsten Jahr alle Neuwagen über eine Müdigkeitserkennung verfügen. +++

+++ Um Mittel freizuschaufeln für die Investitionen der Zukunft, konzentriert DAIMLER sich zunächst auf die Verwaltung. “Wir müssen an die bestehenden Kosten ran, um Mittel freizuschaufeln für die Investitionen der Zukunft”, sagte personalvorstand Wilfried Porth mit Blick auf den anstehenden Umbau hin zur Elektromobilität. “Im Moment liegt der Fokus sicher stärker auf der Verwaltung als auf der Produktion”. Daimlers scheidender Vorstandschef Dieter Zetsche hatte bei der Bilanzpressekonferenz Anfang Februar “Gegenmaßnahmen” angekündigt um die Profitabilität der Pkw-Sparte wieder zu steigern. Auch BMW und Volkswagen haben schon Sparprogramme ausgerufen. Die Autobauer stehen wegen des Umbaus hin zur Elektromobilität vor Milliardeninvestitionen, die sie gegenfinanzieren müssen. VW will sogar Stellen streichen, BMW in den kommenden 4 Jahren €12 Milliarden sparen. Soweit ist man bei Daimler noch nicht. Es gebe viele kleine Signale, die in der Summe etwas ausmachten, sagte Porth. “Beispielsweise weniger Berater, weniger Reisen, weniger Papier und Bewirtungen bei Meetings, höhere Effizienz”. Wie viel Geld Daimler damit sparen will, wollte er nicht sagen. Besonders bei den Reisekosten sieht er Potenzial. “50 Prozent Kostensenkung halte ich hier für machbar”, sagte Porth. “Sie müssen sehen: Einmal nach Berlin fliegen, kostet nicht die Welt”, doch dies multipliziere sich schnell. Die Ausgaben für Reisen waren zuletzt aus dem Ruder gelaufen. Daimler hatte im Zuge von Kulturwandel und Bürokratieabbau erst vor nicht allzu langer Zeit die Genehmigung Verfahren vereinfacht. Dabei dürften durch den Wandel hin zur Elektromobilität auch in der Produktion bei Daimler künftig Aufgaben wegfallen. Ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, hängt nach den Worten von Porth davon ab, wie viele E-Autos Daimler in Zukunft verkauft und wie viel davon selbst produziert wird. “Wenn man das mit kühlem Kopf und guter Planung anschaut, den demografischen Wandel und die natürliche Fluktuation miteinbezieht, sehen wir das Thema als absolut beherrschbar an”, sagte Porth. Betriebsbedingte Kündigungen sind für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland ohnehin auf Jahre ausgeschlossen. Der Daimler Konzern plant nach der Zustimmung der Hauptversammlung im Mai eine Neuaufstellung der 3 Bereiche Pkw, Lkw und Dienstleistungen unter einer Holding. Stimmen die Mitarbeiter zu, erhalten sie eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2029. +++

+++ Die Zulassungszahlen für DIESEL Fahrzeuge steigen wieder. Das liegt indes vor allem daran, dass die Hersteller hohe Rabatte für Selbstzünder gewähren. Insbesondere Volkswagen Händler böten ihren Kunden zusätzliche Preisnachlässe an, wenn sie zum entsprechenden Diesel Modell griffen, schreibt der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. So werde auf den einschlägigen Internet Portalen beispielsweise ein Golf Variant in der Diesel Ausführung mit einem Rabatt von 28,8 % auf den Listenpreis angeboten, während ein vergleichbarer Benziner nur 14,7 % günstiger sei als auf der Liste. Ähnliches gelte für den Tiguan, während der auf sein Produktionsende zulaufende 3er BMW in beiden Motorisierungsarten mit rund 25 % Preisnachlass angeboten werde. Etliche Hersteller haben auch ihre Abwrack oder Eintausch Prämien an den Erwerb eines neuen Diesel Autos gekoppelt. Diese Angebote litten allerdings unter den geringen Restwerten der gebrauchten Diesel, die eingetauscht werden sollen, so die Studie. Allgemein sieht Dudenhöffer das Rabattniveau auf dem deutschen Automarkt weiterhin als hoch an. So habe sich die Zahl der offen beworbenen Sonderaktionen zwar leicht abgesenkt, gleichzeitig sei aber der dort angebotene Kundenvorteil im Schnitt leicht auf 16,3 % gestiegen. Die Quote der auf Händler und Hersteller selbst zugelassenen Wagen sank um 1,5 Punkte auf 29,2 %. Diese Autos aus den so genannten Eigenzulassungen werden zu weniger transparenten ‘Hauspreisen’ vermarktet. +++

+++ Bei FORD Europa läuft es nicht rund. Zuletzt gab es rote Zahlen, die USA Zentrale ist unzufrieden mit ihrer Tochterfirma. Nun zückt das Management den Rotstift, und muss das der Belegschaft erklären. Ein Arbeitnehmervertreter übt sich in Optimismus. Der oberste Arbeitnehmervertreter von Ford Europa, Martin Hennig, hat die Hoffnung bekräftigt, dass das Sanierungsprogramm in seinem Unternehmen weniger drastisch ausfällt als geplant. “Wenn wir in den nächsten 2 Jahren zumindest ein bisschen in die Gewinnzone kommen, wird niemand mit harten Bandagen Personal abbauen wollen”, sagte Hennig. Unlängst war bekannt geworden, dass die Chefetage mehr als 5.000 Stellen bei Ford Deutschland streichen will. Hierbei setzt man auf Abfindungen und ein Vorruhestandsprogramm. Derzeit hat Ford hierzulande eine Stammbelegschaft von rund 24.000, hinzu kommt noch eine nicht publizierte Zahl an Leiharbeitern; der Sparkurs soll Stammbelegschaft und Leiharbeiter treffen. Die Zahl von 5.000 Jobs liege zwar weiterhin auf dem Tisch, aber zugleich würden intensiv andere Kostenblöcke unter die Lupe genommen, sagte Hennig. “Es geht nicht um reinen Personalabbau, sondern um die Gesamtkosten, also auch um die Strukturkosten, ob Verwaltung oder Material”. Hennig betonte: “Nur Stellenabbau bringt niemandem etwas”. In Arbeitsgruppen gehe man daher die ganze Kostenstruktur von Ford Europa durch und wolle die Situation verbessern. Zwar sei wegen des Strukturwandels in der Autobranche umfassender Stellenabbau nicht zu vermeiden, dieser könnte aber möglicherweise über die nächsten Jahre gestreckt werden, sagte Hennig. Ford Deutschlandchef Gunnar Herrmann stelt den eingeschlagenen Kurs als unbedingt notwendig dar, um wieder zu nachhaltig profitablem Wachstum zu kommen. Vor der Belegschaft musste der Manager mitunter herbe Kritik einstecken, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Es mangele an langfristigen Perspektiven, wurde moniert. Neuigkeiten gab Herrmann nicht bekannt. Im Gegensatz zum US Mutterkonzern schrieb Ford Europa 2018 rote Zahlen, auch in den Jahren davor gab es in Europa immer wieder Defizite. Wie viele Stellen in Köln und in Saarlouis im Einzelnen wegfallen, ist noch unklar; dies hängt auch von der Bereitschaft unter den Mitarbeitern ab, das Angebot der Chefetage anzunehmen und ihren Hut zu nehmen. In Saarlouis steht die Fertigung des C-Max vor dem Aus; dadurch würde 1 von 3 Schichten wegfallen. Angesichts gesunkener Nachfrage nach diesem Modell zeigt auch die Arbeitnehmerseite grundsätzlich Verständnis zu diesem Schritt, sie fordert zugleich von der Chefetage aber eine Stärkung des Standorts im Saarland: der überarbeitete Focus soll dort gebaut werden. +++

+++ Daimler will in seinem MERCEDES-BENZ Werk in Sindelfingen künftig auch das SUV Modell GLC vom Band rollen lassen. Das soll den Standort besser auslasten und für die Zukunft sichern. Im Werk Sindelfingen stellt Daimler künftig eine zusätzliche Baureihe her. Ab dem Jahr 2022 wollen die Stuttgarter den Mercedes-Benz GLC neben den bereits bestehenden Standorten auch dort fertigen. In Sindelfingen werden auch S- und E- Klasse hergestellt. Damit kommt nun ein volumenstarkes Modell hinzu, das dabei hilft, das Werk dauerhaft auszulasten, sagte Werksleiter Michael Bauer. Außerdem, verkündet der Hersteller, werde das Werk an das weltweite Produktionsnetzwerk angeschlossen, in dem Nachfrageschwankungen zwischen den einzelnen Werken ausgeglichen werden können. Mit der Produktion eines SUVs sichere sich der Standort ein stabiles zweites Standbein, sagte Betriebsratschef Ergun Lümali. Bisher wird der GLC nur in Bremen sowie in China gebaut; dort aber nur für den chinesischen Markt. Konkrete Angaben zu den Investitionen, die in Sindelfingen geplant sind, wollte Bauer noch nicht machen. Lümali sprach von einem dreistelligen Millionenbetrag. In dem Werk arbeiten laut Daimler rund 25.000 Menschen. 2018 liefen hier etwa 310.000 Autos vom Band. Die Fertigung des GLA, der aber nicht komplett in Sindelfingen gebaut wird, läuft den Angaben zufolge Ende des Jahres aus. +++

+++ Die BMW Group hat heute (1. April 2019) mit dem einmonatigen Stillstand ihrer MINI Produktion in Oxford begonnen. Unter anderem wird die Lackieranlage überholt und die Produktion für den elektrischen Mini vorbereitet. Das Herunterfahren der Produktion hätte an sich im August stattfinden sollen. Es wurde jedoch beschlossen, den Standort für die Herstellung der elektrischen Variante des Mini vorzubereiten und seine Lackiererei im April zu aktualisieren, um Störungen im Falle eines harten Brexit nach Ablauf der Frist nach Artikel 50 vom 29. März zu vermeiden. “Der Wartungszeitraum bleibt im gesamten April erhalten”, so Sprecher Steve Wrelton, “das ist es, was unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter über viele Monate geplant haben und es ist fest in unserer Geschäftsplanung verankert”. Eine kurzfristige Verlängerung, damit die britische Regierung und das House of Commons die Auseinandersetzung weiter debattieren können, hat jedoch dazu geführt, dass die BMW Group weitere Maßnahmen ergriffen hat. Im Falle eines No-Deal Brexit wäre eine vorübergehende Schließung des Oxford Werkes und ein zweiwöchiger Stillstand im Rolls-Royce Werk in Goodwood denkbar. +++

+++ Ford hat offenbar den Hybrid V8 im MUSTANG aus der Planung genommen. Grund dafür soll eine vorgezogene rein elektrische Version sein, die den Namen Mach-E tragen könnte. Sofern der nicht anderweitig vergeben wird. Gerade als sich die Musclecar Fangemeinde mit dem Gedanken eines elektrifizierten Mustang angefreundet hatte, streicht der Hersteller den Hybrid Entwurf aus der Planung. CEO Jim Hackett will die Hybrid Version aussetzen, um schneller mit einem rein elektrischen Mustang auf den Markt zu kommen. Deshalb sollen im Werk in Flat Rock (USA) nicht wie ursprünglich geplant ein autonom fahrendes Hybridfahrzeug und ein Elektro SUV gebaut werden. Stattdessen sei eine komplett neue Generation rein elektrischer (aber nicht autonom fahrender) Fahrzeuge dort in der Pipeline, weswegen ein Investment von 850 Millionen Dollar veranschlagt wurde. Aktuell werden in Flat Rock noch der Mustang und der Lincoln Continental gebaut. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Ponycar Ikone vom Verbrennungsmotor verabschiedet. Der Mustang mit V8 darf dort weiterhin von einem separaten Band laufen. Ein vom Mustang inspiriertes Performance Elektro SUV soll unterdessen in Cuautitlan gebaut werden. Ob nun das Crossover Modell oder der E-Mustang den Namen ‘Mach-E’ tragen werden, ist unklar. Zumindest hat sich das Unternehmen diesen Titel gesichert. Die Bezeichnung ‘Mach 1’ ist aus dem Rennen, nachdem Marken-Fans harsche Kritik an dem Vorhaben geäußert hatten, diesen traditionellen Namen an ein elektrifiziertes Auto zu heften. Eine Patent Anmeldung des Hybrid V8 wurde bereits im Juli 2017 von Ford unter der Nummer 1000002796733 und dem Titel ‘Twin motor drive system for hybrid vehicle’ eingetragen; also ein Hybrid System mit 2 Elektromotoren. Das System ist mit einem konventionellen längseingebauten Motor gekoppelt. Der Verbrennungsmotor leitet seine Kraft an die Hinterräder. Neben dem Verbrenner im Bug sind 2 Elektromotoren verbaut, die via Untersetzungsgetriebe die beiden Vorderräder antreiben. Die Patentschrift sieht für dieses System beliebige Verbrennungsmotoren vor, die jedoch längs eingebaut sein müssen. Im Patentbild ist ein V8-Motor zu sehen. Bereits Ende 2018 hatte Ford in einem Video ‘The Future is Build’ unter anderem einen Mustang mit blauem Logo und blau illuminiertem V8 gezeigt. Auch hatte Ford angekündigt, dass der Mustang “Hybrid V8 Power mit mehr Drehmoment im unteren Bereich” liefern soll. Nun scheint dieses Vorhaben hinfällig. Ob eine rein elektrische Version des Mustang auch auf dem europäischen Markt zu haben sein wird, ist bislang nicht bekannt. +++

+++ NISSAN fährt die Produktion in seinem Werk in Barcelona deutlich herunter. Durch den Einschnitt fallen 600 Arbeitsplätze weg. Gleichzeitig kündigte der japanische Autobauer eine Umstrukturierung und Investitionen in Höhe von €70 Millionen an. Dass das Aus für den Pulsar nicht ohne Auswirkungen auf die Autofabrik des japanischen Herstellers in Barcelona bleiben würde, war klar. Nun ist es amtlich: In einer Mitteilung zur Neustrukturierung des Werks kündigt Nissan eine deutliche Produktionskürzung an. Die Auswirkungen auf die Belegschaft sind gravierend. 600 von rund 3.500 Arbeitsplätzen werden gestrichen. Auf die schlechten Nachrichten von Nissan Motor Iberica reagierten die sonst so kampfeslustigen spanischen Gewerkschaften relativ gelassen. Grund: Gleichzeitig zur Produktionskürzung gab es ein Bekenntnis für den langfristigen Fortbestand des Werks. Untermauert wurde dieses mit einer Investitionszusage in Höhe von 70 Millionen Euro. Die Mittel fließen weitgehend in den Bau einer neuer Lackiererei. Zudem weise die Belegschaft einen relativ hohen Altersducrhschnitt auf, so dass ein Großteil der Jobstreichungen über Alterteilzeitlösungen aufgefangen werden könne. Auslöser für die Einschnitte im Werk ist die Einstellung des Pulsar nach nur knapp 5 Jahren Produktionszeit. Zudem ist das Werk von der Entscheidung betroffen, den Diesel aus dem Motorenprogramm des NV200 zu streichen. Zahlen zur Produktionsentwicklung nannte Nissan nicht. Das Analysehaus IHS Markit geht davon aus, dass die Fertigungszahlen von 105.400 Einheiten im Jahr 2016 auf knapp über 71.100 im laufenden Jahr und nur noch 58.300 Einheiten im Jahr 2020 sinken werden. Perspektivisch will man sich in dem Werk auf die Produktion von Pickups konzentrieren. +++

+++ NORWEGEN geht in Sachen Umweltschutz gern voran. In 2025, also in 6 Jahren, sollen in dem skandinavischen Land nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden. Große Pläne, doch deutsche Autobauer kommen bei der Lieferung von E-Autos kaum hinterher. Norwegens Elektro-Autoverein ist in Feierlaune: Im vergangenen Jahr wurden mehr als ein Drittel aller neu zugelassenen Fahrzeuge in dem Land elektrisch angetrieben. Und das sei noch lange nicht das Ende, versichert Sprecher Petter Haugneland: “Für dieses Jahr erwarten wir, dass der Anteil reiner Nullemissionsfahrzeuge 50 % ausmachen wird. Das wird ein neuer Meilenstein”. Als die norwegische Regierung vor 3 Jahren ankündigte, sie wolle ab 2025 nur noch emissionsfreie Neuwagen zulassen, sorgte das weltweit für Schlagzeilen; so mancher bezweifelte, dass dies machbar ist. Heute scheint das Ziel in Reichweite. “Wenn wir dieses Jahr 50 % erreichen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir bis 2025 die 100 % schaffen”, meint Haugneland. Die Umstellung von Autos mit Verbrennungsmotor auf strombetriebene (auf Norwegisch: Elbil) ist ein wesentlicher Beitrag Norwegens, die Klimaziele von Paris zu erreichen. Weil das Land seinen Strom zu rund 95 % aus Wasserkraft gewinnt, eignet es sich hervorragend für die Vorreiterschaft in Sachen Elektromobilität. Dank staatlicher Subventionen sind Elektroautos sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb oft billiger als Verbrenner. Und: Norwegen hat im Gegensatz zu Deutschland keine Autoindustrie, auf die es Rücksicht nehmen muss. Aber angewiesen ist man auf die Branche in Sachen Elektro-Autos. “Wir haben eine extrem große Nachfrage und für viele Modelle gibt es lange Wartelisten, besonders für die großen mit einer langen Reichweite”, sagt Haugneland. Wenn die Industrie nicht nachkomme, sei das Ziel für 2025 in Gefahr. “Wir rechnen damit, dass in diesem Jahr 75.000 neue Elektroautos zugelassen werden”, fügt sein Kollege Ståle Frydenlund hinzu. Sein Eindruck: Einige Autobauer in Europa halten ihre emissionsfreien Fahrzeuge mit Absicht bis zum nächsten Jahr zurück. Denn ab 2020 gilt ein strengerer EU-Flottengrenzwert von 95 gram CO2 je km für alle neu zugelassenen Autos. Der Volkswagen Konzern wies den indirekten Vorwurf aus dem Norden zurück: Erst Ende 2019 werde die erste E-Auto Fabrik in Zwickau wirklich “massenfähig” sein, erklärte er. Die Nachfrage sei größer als das Angebot. Die Vorstellung, Autos zurückzuhalten, findet man abwegig. Doch einige Autohändler in Oslo sind schon fast verzweifelt. “Die meisten Kunden müssen bis zu 2 Jahre warten, bis sie ihr Auto bekommen”, klagt Hallgeir Olsen, Verkäufer beim Kia Autohaus Bertel O. Steen. “Wir können die Nachfrage nicht befriedigen, wir bekommen nicht genügend Autos geliefert”. 7.000 Norweger stünden allein für den e-Niro auf der Warteliste. Nur 2.000 Kunden könnten damit rechnen, ihren Wagen im Laufe des Jahres zu erhalten. Inzwischen würden Plätze auf Wartelisten im Internet verkauft: für €5.000 rückt man auf der Liste nach oben. Auch für andere Modelle gebe es Wartelisten. Die Schuld tragen nach Auffassung Olsens die Autobauer: “Die wollen uns lieber Benziner und Diesel anstelle von Elektroautos verkaufen und deshalb produzieren sie weniger”, meint er. Die Autobranche trage dazu bei, dass die Umstellung auf grüne Energie mit E-Fahrzeugen verlangsamt werde. Bei Møller bil, der Hauptvertretung für Volkswagen und Audi in Norwegen, sieht man die Lage nicht ganz so dramatisch. “Im letzten Jahr hat es Lieferprobleme gegeben”, räumt Sprecherin Anita Svanes ein. Doch die Wartezeiten hätten sich inzwischen normalisiert. Auch BMW versichert, neue Wagen würden nach 2 bis 3 Monaten geliefert. Tatsächlich hatte VW 2018 zwischenzeitlich mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen und fuhr die e-Golf Produktion auf täglich 160 Autos hoch. Vor allem aber setzen die Wolfsburger auf die vollelektrische ID Modellfamilie: Ende 2019 beginnt die Produktion in großem Stil in Zwickau. VW Chef Herbert Diess warb unlängst gar dafür, dass die Branche sich auf batteriebetriebene E-Autos konzentrieren solle, anstelle anderer Varianten mit Brennstoffzelle oder synthetischen Kraftstoffen. Er setzt alles auf eine Karte: “Wir müssen uns fokussieren. Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole”. Das aber dürfte Jobs kosten: Diess geht davon aus, dass beim Zusammenbau der E-Autos im Vergleich mit Verbrennern ein Drittel weniger Arbeit anfällt. Der bei der Kernmarke Volkswagen fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter kündigte jüngst an, dass in den nächsten 5 Jahren zusätzlich 5.000 bis 7.000 Stellen wegfallen. Damit soll finanzieller Spielraum gewonnen werden, um zusätzliches Geld in Zukunftstechnologien stecken zu können. Und die Norweger? Die sind unzufrieden: “Für die deutschen Autobauer ist das ‘Elbil’ immer noch der typische Zweitwagen oder das Stadtauto, mit dem man zum Einkaufen fährt”, meint Haugneland. Doch in Skandinavien gehe die Entwicklung in eine andere Richtung, die naturverbundenen Norweger wollten einen Allradantrieb mit großer Reichweite und eine Anhängerkupplung. “Ich empfehle den deutschen Autobauern die Entwicklung in Norwegen genau zu beobachten. Wir sind der ideale Testmarkt, der zeigt, wo es hingeht”, betont er. +++

+++ Bis Jahresende werden in der Getriebe und Motoren Fabrik von OPEL in Wien-Aspern 350 bis 400 der insgesamt knapp 1.200 Stellen gestrichen. Grund ist das “Auslaufen eines Getriebe Großauftrags”, sagte den Angestellten-Betriebsratobmann Franz Fallmann. Damit geht rund jeder dritte Arbeitsplatz an dem Standort in Wien verloren. Der Standort soll jedoch weitergeführt werden, derzeit befindet sich sogar eine neue Produktionslinie im Aufbau. Opel Eigentümer PSA bestätigte die geplanten Kürzungen. Die Stellen sollen demnach noch heuer gestrichen werden. Im Rahmen des Opel Strategieplans Pace erhöhe man “die Effizienz in allen Produktionswerken”, so die PSA Gruppe. +++

+++ PSA Chef Carlos Tavares drückt bei der Rückkehr auf der US Markt aufs Tempo. Statt wie ursprünglich geplant im Jahr 2026 soll es bereits in “3 bis 4 Jahren” soweit sein. Möglich wird die Beschleunigung auch durch Opel Wissen. Der französische Autobauer kommt mit seinen Vorbereitungen für das US Comeback offenbar schneller voran als ursprünglich geplant. Hatte es vor gut einem Jahr geheißen, man peile den Neustart in Nordamerika für 2026 an, sagte Tavares dass man bereits in 2022 oder 2023 soweit sein wolle. Wesentlicher Grund für die deutlich schnellere Entwicklung ist das Knowhow über Zulassungs Bestimmungen in den USA, das man mit der Übernahme der einstigen General Motors Tochter erhalten habe. Zudem, so Tavares, seien inzwischen erfolgte Kundenbefragungen positiv verlaufen. Zunächst will der französische Autokonzern mit der Marke Peugeot in Nordamerika starten, erste Modellversuche mit einem Fahrdienst laufen bereits. Dabei wolle man mit einem möglichst breiten Modellportfolio auftreten, um große Käuferschichten anzusprechen. Derzeit ergründet PSA die optimalen Vertriebswege für Nordamerika, eine zentrale Rolle dabei werde der online-Verkauf spielen. Tavares betonte in dem Interview aber auch, dass für die Entscheidung zum Markteintritt in Nordamerika Profitabilität oberste Priorität habe. +++

+++ In STUTTGART gilt das Diesel Fahrverbot seit dem heutigen Montag auch für die Bewohner der Stadt. Diese waren bislang davon ausgenommen. Jetzt dürfen auch sie nicht mehr mit älteren Diesel Fahrzeugen mit der Abgasnorm Euro 4 oder schlechter in der Stadt fahren. Neuere Autos mit einem Euro 5 Diesel sind bislang nicht betroffen. Mitte des Jahres will das Land Baden-Württemberg prüfen, ob sich das ändern muss. Noch versucht es aber, das zu verhindern. Ende Februar waren in Stuttgart rund 18.500 Dieselautos mit der Abgasnorm Euro 4 oder schlechter registriert. Doch nicht für alle davon gilt nun das Fahrverbot. Denn für Besitzer von Euro 4 Dieseln gibt es in der Landeshauptstadt zahlreiche Ausnahmen: für den Lieferverkehr, Handwerker sowie für Krankenwagen, Polizei und Katastrophenschutz. Für Wohnmobile, Reisebusse oder Arztbesuche können zudem Ausnahmen beantragt werden, außerdem können Pendler unter bestimmten Umständen eine bekommen. Auch Eltern und Großeltern, die Kinder zur Schule oder Kita bringen, sollen künftig Anträge stellen können. Für Auswärtige gelten die Fahrverbote schon seit Jahresbeginn. Damit sollen die Stickstoffdioxid Werte in der Luft gesenkt werden, die seit Jahren die von der EU vorgegebenen Grenzen überschreiten. Unterdessen ist am vorletzten Tag des Feinstaubalarms in Stuttgart der Feinstaubwert im erlaubten Bereich geblieben. An der besonders belasteten Messstelle am innenstadtnahen Neckartor wurde am Sonntag eine Feinstaubkonzentration von 37 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, wie aus vorläufigen Zahlen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) vom Montag hervorgeht. Damit blieb die Luftbelastung unter dem nach EU Recht zulässigen Grenzwert von 50 Mikrogramm. Seit Alarmbeginn am vergangenen Mittwoch wurde der EU-Grenzwert in der Landeshauptstadt nicht überschritten. Die Feinstaubsaison endet am 15. April. +++

+++ TESLA hat seine Mitarbeiter über die jüngst kommunizierten Schließungspläne der Stores informiert und das Vorhaben konretisiert. Zudem hat der Elektroautobauer sein Angebot zur Übernahme des Kondensatorenunternehmens Maxwell Technologies erweitert. Tesla Chef Elon Musk hat eine Mail bezüglich der Schließungspläne des Unternehmens an seine Mitarbeiter geschickt. “Läden mit einer hohen Besuchsquote, die zu erheblichen Umsätzen führen, werden mit Sicherheit nicht geschlossen. Das macht keinen Sinn, außer in seltenen Fällen, wo die Miete absurd hoch ist. Außerdem wird Tesla weiterhin Geschäfte auf der ganzen Welt eröffnen, die die oben genannten Kriterien erfüllen”. Filialen mit niedrigen Besuchsraten und geringen Verkäufen würden schrittweise geschlossen. “Dies ist vergleichbar mit Saatgut auf unfruchtbarem Boden. Es gibt keinen vernünftigen Weg, diese Läden offen zu halten”, so Musk, “die oben genannten Prinzipien gelten auch für das Verkaufsteam. Niemand, der einen wesentlichen Beitrag zur Nachfragesteuerung leistet, wird entlassen. Das wäre sinnlos. Ich werde mein Bestes tun, um Probleme zu lösen, wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde”. +++

+++ Die VOLKSWAGEN Sparte für leichte Nutzfahrzeuge setzt auf eine Allianz mit dem US Autobauer Ford bei Roboterautos. Die Verhandlungen über eine Beteiligung an der für autonomes Fahren zuständigen Ford Tochter Argo seien auf einem guten Weg. Die Volkswagen Sparte für leichte Nutzfahrzeuge setzt auf eine Allianz mit dem US Autobauer Ford bei Roboterautos. Die Verhandlungen über eine Beteiligung an der für autonomes Fahren zuständigen Ford Tochter Argo seien auf einem guten Weg, sagte Thomas Sedran, Chef der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Gleichzeitig werde der Wandel vom reinen Autohersteller zum Mobilitätsdienstleister mit Milliardeninvestitionen vorangetrieben: 2019 sollten €1,8 Milliarden in die Entwicklung neuer Mobilitätsdienste, den Umbau der Werke und neue Produkte fließen. Mit Blick auf eine Beteiligung an Argo erklärte Sedran, denkbar sei auch eine gemeinsame Gesellschaft, die Mobilität als Dienstleistung in den USA, Europa und anderen Regionen anbiete. Volkswagen wolle die konzernweite Entwicklung für das autonome Fahren in Hannover bündeln. Ford und VW hatten sich Mitte Januar auf die gemeinsame Entwicklung von Transportern und Pick-ups verständigt. Geprüft werden sollte auch eine mögliche Zusammenarbeit bei Elektromobilität, autonom fahrenden Autos und Mobilitätsdiensten. Für die geplante Allianz von VW mit Ford seien erste Verträge geschlossen; darunter für den Nachfolger des Amarok, sagte Sedran. Weitere Schritte sollten noch 2019 folgen. Transporter für Gewerbekunden könnten ebenso dazu zählen wie ein City-Van. Dem Vernehmen nach könnten die Transporter-Varianten des “Bullis” bei Ford in der Türkei gebaut werden. Zusammen haben beide Unternehmen 2018 insgesamt rund 1,2 Millionen leichte Nutzfahrzeuge abgesetzt. Volkswagen Nutzfahrzeuge lieferte im vergangenen Jahr rund 500 000 Fahrzeuge aus; ein Plus von 0,4 %. Sedran erklärte, ab 2025 sollten 80 % der leichten Nutzfahrzeuge von VW elektrifiziert sein, das schließe Hybride ein. Langfristig werde auch der Brennstoffzellenantrieb mit Wasserstoff weiter verfolgt, der für die großen und schweren Nutzfahrzeuge gerade auf langer Strecke sinnvoller sei als Batterien. Konzernchef Herbert Diess hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, dass die Autobauer sich allein auf batterieelektrische Antriebe konzentrieren sollten. Das Werk in Hannover soll künftig auch E-Autos fertigen: in 2022 startet der Elektro-‘Bulli’ ID Buzz. Das kostet Arbeitsplätze, soll aber über Altersteilzeit geregelt werden. In Hannover könnten dem Vernehmen nach bis zu 4.000 Stellen gestrichen werden. Allerdings wurde eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 vereinbart. +++

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