Tagesschau: Ford bevestigt komst nieuwe Focus RS

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+++ 4 Monate vor dem Chefwechsel bei AUDI ist eine Einigung mit den deutschen Arbeitnehmern über die Sparziele des Vorstands nicht in Sicht. Während das Management um den scheidenden chef Bram Schot mit den Arbeitnehmervertretern über den Abbau Tausender Stellen reden wolle, bestehe der Betriebsrat auf Vereinbarungen zum anderweitigen Einsatz von nicht mehr benötigten Arbeitskräften, sagten 2 mit den Gesprächen vertraute Personen. Audi kämpft mit schleppenden Geschäften, der teuren Umstellung auf Elektrofahrzeuge und den Folgen des Dieselskandals. Auf Geheiß des Mutterkonzerns Volkswagen soll Schot mit einem harten Sparkurs die Grundlage dafür schaffen, dass sein Nachfolger Markus Duesmann Audi wieder zu alter Stärke führt. Der frühere BMW Manager übernimmt das Steuer im April. In den Verhandlungen ist von 4.000 bis 5.000 Stellen die Rede, die Audi streichen wolle. Der Autobauer beschäftigt in Deutschland 61.000 Menschen. Der Vorstand hat bereits öffentlich erklärt, dass ein Abbau durch Fluktuation und Altersteilzeit geplant sei. Betriebsbedingte Kündigungen sind aufgrund einer Vereinbarung bis 2025 ausgeschlossen. Ob diese Regelung verlängert werde, sei in den laufenden Gesprächen ebenfalls umstritten, sagten die Insider. Audi lehne eine Forderung der Arbeitnehmer ab, die Beschäftigungsgarantie bis 2030 fortzuschreiben. Der Autobauer wolle die Kapazität seiner beiden deutschen Werke um jeweils 100.000 Fahrzeuge verringern. Unternehmen und Betriebsrat äußerten sich nicht zum Verlauf der Gespräche. Audi bekräftigte lediglich, das Management strebe unverändert einen Abschluss bis Jahresende an. Beiden Seiten läuft die Zeit davon: Im kommenden Jahr gehen außer Schot auch die Vorstände Alexander Seitz (Finanzen) und Wendelin Göbel (Personal). Während Schot und Göbel den Konzern verlassen, wechselt Seitz zur Schwestermarke Volkswagen. Audi will seine Fertigung im brasilianischen Konzern-Werk São Jose dos Pinhais im Jahre 2021 vorübergehend einstellen. Audi will damit auf die aktuell schwierige Nachfrage in den südamerikanischen Staat regieren. “Es wird eine Zeit ohne Produktion geben, die voraussichtlich etwa ein Semester dauern wird”, so Johannes Roscheck, CEO von Audi in Brasilien, “während des Inovar-Auto-Anreizsystems, das 2017 endete, entstanden neue Premium Autohersteller mit einer Kapazität von 25.000 Autos pro Jahr, aber auf dem gegenwärtigen Markt ist es schwierig, Lieferanten im Land zu überzeugen, wenn die Volumen bei weniger als 10.000 Einheiten pro Jahr liegen”. Der Autohersteller hat bisher keinen festgelegten Termin für den Start der lokalen Produktion des Q3 der nächsten Generation und auch die A3 Limousine soll dort gefertigt werden. Roscheck bestritt jede Möglichkeit von Entlassungen und sagte, dass die Mitarbeiter einen Ausbildungskurs in Gyor/Ungarn besuchen würden. Laut IHS produzierte Audi im vergangenen Jahr im Volkswagen Werk São Jose dos Pinhais insgesamt 6.536 Einheiten der A3 Limousine und des Q3. Die kombinierte Stückzahl der beiden Modelle soll 2019 auf 2.522 Einheiten und 2020 auf 2.019 Einheiten sinken, wobei die Fertigung bereits im dritten Quartal ausgesetzt wird. Das Werk in São Jose dos Pinhais produziert auch die Volkswagen Modelle Fox, Golf und T-Cross. Duesmann word als neuer die Audi Vorstandschef übernimmen. Der 50-Jährige werde den erst zu Jahresbeginn berufenen Vorstandsvorsitzenden Bram Schot im kommenden April ablösen. Ebenfalls am 1. April rücken auch Dirk Große-Loheide als Beschaffungsvorstand und Sabine Maaßen als Vorständin für Personal und Organisation in das Führungsgremium von Audi auf. VW-Konzernchef Herbert Diess sagte zum Wechsel im Audi Vorstand: “Jetzt kommt es für den neuen Vorstandsvorsitzenden Markus Duesmann und sein zukünftiges Team darauf an, Vorsprung durch Technik zur unmissverständlichen Handlungsmaxime bei Audi zu machen. Dies muss der Anspruch der Audi-Führung sein. Bram Schot und seinen Kollegen danke ich für ihre Leistung”. +++

+++ BMW plant nächstes Jahr mehr als doppelt so viele Luxusautos zu verkaufen wie im vergangenen Jahr. Die Nachfrage in dieser Klasse steige weltweit, und BMW habe sein Angebot mit dem SUV X7 und der neuen 8er-Baureihe stark ausgeweitet, sagte Finanzchef Nicolas Peter. Im vergangenen Jahr habe BMW gut 65.000 Luxusautos verkauft, im laufenden Jahr dürften es über 110.000 werden und nächstes Jahr 135.000 bis 140.000. Die Ausweitung des Luxussegements mit seiner vergleichsweise hohen Gewinnmarge sei ein wichtiger Baustein, um die Rendite grundsätzlich weiter im Korridor von 8 % bis 10 % des Umsatzes halten zu können. Denn “die Elektrifizierung gibt es nicht umsonst”, sagte Peter: Die Investitionen seien hoch, “und wir verdienen weniger Geld mit einem X5 Hybrid als mit einem X5 Diesel”. Die Personalkosten, die knapp die Hälfte der Gesamtkosten des Konzerns ausmachen, müssten ebenfalls gesenkt werden. Bis Ende 2020 werde es zwar keinen Stellenabbau geben. Aber der Personalaufbau im neuen Werk in Mexiko und im Batteriezentrum bei München müsse an anderer Stelle durch Personalabbau wieder ausgeglichen werden, sagte Peter. Nicht jede freie Stelle werde nachbesetzt, über die 40-Stunden-Verträge werde verhandelt, und BMW werde den Mitarbeitern auch nicht mehr doppelt so hohe Jahresprämien zahlen wie die Konkurrenz. Mit Blick auf den möglichen harten Brexit zum 30 Oktober schließt BMW sein Mini Werk in Oxford einige Tage vor- und nachher. Anschließend soll die Produktion rasch weiterlaufen, im November soll dort ja der erste vollelektrische Mini vom Band laufen. Ab November fällige Zölle würde BMW zum Teil an die Kunden weitergeben: “Die Modelle aus Oxford werden teurer werden. Der Plan liegt in der Schublade”, sagte Peter. Auf Fragen zur Zukunft dieses Kleinwagens stellte er klar: “Mini ist ein strategischer Teil von BMW”. Laut einem Medienbericht muss Vertriebsvorstand Pieter Nota damit rechnen, dass sein Vertrag 2020 nicht verlängert wird. Der neue BMW Chef Oliver Zipse haben während eines Treffens mit Führungskräften mit seinen Vorstellungen eines schlagkräftigen Vertriebs Nota angezählt, hieß es demnach. Als Favorit für die Nachfolge von Nota gelte der Amerika-Chef Bernhard Kuhnt, aber auch der in China tätigte Manager Jochen Goller sei ein Kandidat. Offiziell hält sich BMW an die Sprachregel, die Vorstandschef Oliver Zipse zur Frage etwaiger personeller Veränderungen im Vorstand ausgegeben hat: “Das ist gegenwärtig kein Thema”. Zipse führt den Konzern erst seit Mitte August, nachdem Vorgänger Harald Krüger sein Amt abgegeben hatte. Er muss den Branchenwandel meistern und ein Sparprogramm umsetzen. So verlangt der Wandel hin zu Elektromobilität von den Autobauern aber auch hohe Investitionen, während gleichzeitig die Nachfrage nach Autos wegen der trägeren globalen Konjunktur schwächelt. Hier schlug sich BMW aber zuletzt noch recht gut, auch dank seines SUV-Angebots. +++

+++ Tesla hat nach Angaben seines Chefs Elon Musk bis zum Samstag 146.000 Bestellungen für sein neues Modell erhalten, trotz einer peinlichen Panne während der Präsentation des sogenannten CYBERTRUCK . Als Chefdesigner Franz von Holzhausen eine Eisenkugel gegen eine der angeblichen Panzerglasscheiben von Teslas Cybertruck Prototypen geschmissen hatte, war die Scheibe zersplittert. Dasselbe passierte bei einem zweiten Eisenkugel Wurf auf den Elektro Pick-up. “Es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten”, versuchte Musk daraufhin, die Situation zu retten. Die 146.000 Bestellungen seien eingegangen, ohne dass der Konzern Werbung für den Cybertruck geschaltet habe, betonte der Tesla Chef. Die meisten Vorbesteller hätten sich für die 2 oder 3 Motor Variante des Wagens entschieden. Tesla will Ende 2021 mit der Produktion beginnen. Durch sein futuristisches Design erinnert der Cybertruck manche mehr an einen Kampfjet als an einen klassischen Pick-up. Den Basispreis setzte Tesla diesmal bei knapp rund 36.000 Euro vor Steuern an. In der Topausführung mit drei Motoren steigt der Preis aber schon auf rund 63.000 Euro. Die Standardversion des Cybertrucks soll eine Reichweite von gut 400 Kilometern haben und kommt Tesla zufolge aus dem Stand in 6,5 Sekunden auf 100 km/h. Das Topmodell soll sogar nur 2,9 Sekunden brauchen und bis zu 800 Kilometer weit durchhalten. Wer einen Cybertruck für sich reservieren möchte, muss dafür zunächst 100 Euro bei Tesla hinterlegen. Aktuell bereitet die Firma die Markteinführungen des Kompakt-SUV Modell Y und eines Elektro-Sattelschleppers vor. +++

+++ Den Titel als “günstigstes SUV in Deutschland” trägt der DACIA Duster schon seit Jahren. Und das mit wachsendem Erfolg: In den ersten 10 Monaten des Jahres 2019 wurden in Deutschland bereits 24.165 Exemplare des Kompakten verkauft; mehr als im gesamten Jahr 2018. Wie der deutsche Importeur weiter mitteilt, war mehr als jeder Dritte neu zugelassene Dacia ein Duster. Bei Privatkunden kommt der Bestseller besonders gut an, ihr Anteil liegt bei 73,7 % oder 17.815 Einheiten. “Das entspricht einem Marktanteil von mehr als 9 % im Privatsektor bei den SUV Modellen des C-Segments”, heißt es. +++

+++ Stuart Rowley, Präsident und Chief Executive Officer FORD of Europe, spricht im Interview über die Elektrifizierung der Modellpalette, die Nutzung des Volkswagen MEB, den Trend zum Crossover sowie den kommenden Focus RS. Frage: Aktuell sind die Absatzzahlen bei Ford vielversprechend. Wie können Sie das weiterführen? Antwort: “Ich würde nicht sagen, dass es großartig läuft. In Deutschland sind die Zahlen gut und im Rest von Europa machen wir Fortschritte. Wir befinden uns mitten in einem Transformation Prozess, den wir Anfang des Jahres angekündigt haben. Daher befinden wir uns in Europa in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern und besprechen die Details, sind dabei auf einem guten Weg. Die Hälfte des Weges liegt aktuell hinter uns, das so genannte Reset-Programm läuft bis Ende 2021”. F: Was passiert dabei noch? A: “Man sieht bereits an unseren Geschäftszahlen, dass der Prozess erste Früchte trägt. Wir strukturieren das Europa Geschäft dahingehend um, dass wir drei Geschäftsbereiche aufbauen: Nutzfahrzeuge, Pkw und Import-Fahrzeuge. Die darin zusammengefassten Baureihen müssen jeweils eigenständig als Geschäftsmodell funktionieren. Dann steht der Modellwechsel beim Kuga an, der Puma startet, die ersten Explorer PHEV kommen nach Europa. Und dann kommt nun noch der Mustang Mach-E. Insgesamt bekommen wir also 4 neue SUV. Der Marktanteil in Deutschland wächst, speziell der Focus Turnier kommt gut an. Jetzt denken wir gerade intensiv über die nächste Generation an Ford Modellen nach, also jene, die ab 2023 starten. Dabei stellen wir uns die Frage, für was die Marke steht, welche Ziele wir mit den Fahrzeugen verfolgen. In Europa beispielsweise waren wir immer einer von vielen Volumenherstellern mit einem Marktanteil von rund acht 8 %. Das hat sich entzerrt, darüber müssen wir uns keine Gedanken machen. Wir sind nun der einzige US-Hersteller in Europa. Wie also machen wir uns das zu Nutze? Was erwarten die Kunden von uns? Die Antworten darauf fließen dann in die Produktplanung mit ein, beispielsweise in den ersten in Europa produzierten Pkw mit batterieelektrischem Antrieb, aber natürlich auch in die Hybrid und Plug-in Hybrid Modell”. F: Wo soll das Elektro Modell gebaut werden? A: “Wir haben noch nicht entschieden, wo der gebaut wird. Wir haben ja Werke in Valencia, Köln, Saarlouis, Craiova. Jetzt geht es darum, wie sie dieses Auto vom Wettbewerb unterscheiden soll”. F: Die Differenzierung wird aber schwierig, wo es doch den Modularen Elektrifizierungs Baukasten (MEB) von VW nutzt…? A: “Ja, wir nutzen den MEB von VW, den Rest entwickeln wir aber eigenständig in Köln”. F: Und dieses Modell soll helfen den Marktanteil in Europa zu erhöhen? A: “Nein, wir planen nicht vorrangig, unseren Marktanteil erheblich zu steigern. Uns geht es nun darum, die Ertragsseite zu verbessern. Das Ziel ist eine Marge von 6 %, unser gesamtes Geschäftsvolumen liegt derzeit bei €30 Milliarden in Europa”. F: Hinsichtlich der Marge dürften Modelle wie der Explorer und der Mach-E aufgrund ihres komplexen Antriebes aber nicht viel nützen, oder? A: “Ich bin mir sicher, dass uns der Explorer PHEV und der Mach-E hinsichtlich der Marge sehr wichtige Produkte sind, auch wenn sie kein großes Volumen machen werden. Darüber hinaus helfen sie uns natürlich sehr beim Erreichen unserer CO2-Ziele”. F: Ford schafft also die 95 Gramm pro Kilometer? A: “Unser Plan ist zunächst, 2020 die 98 Gramm Marke zu erreichen. Das ist der für uns von der EU vorgegebene Übergangswert. Dabei helfen uns die Fahrzeuge mit elektrifizierten Antriebssträngen”. F: Wo liegt Ford jetzt? A: “Vergleichen mit letztem Jahr, liegen wir etwa 20 % darunter. Genaue Zahlen kommunizieren wir nicht”. F: Neben den 14 elektrifizierten Modellen bis 2021: Wie viele rein elektrische Fahrzeuge wollen Sie auf den Markt bringen? A: “Jetzt kommen erst einmal der Mach-E, 2021 dann der Elektro-Transit und danach das Fahrzeug, über das wir eben gesprochen haben. Auf dessen Basis könnte noch ein weiteres dazu kommen. Dann gäbe es ja noch die Möglichkeit aus dem weltweiten Angebot Modelle hinzuzunehmen. Diesbezüglich ist aber noch nichts entschieden”. F: Plant Ford auch in Europa, klassische Karosserieformen auszusortieren? A: “Der Schritt, sich in den USA auf Crossover-Modelle zu konzentrieren, war notwendig. Und auch in Europa ist der Trend zu diesen Fahrzeugen klar erkennbar. Im Focus Segment ging der Absatz um 10 % nach unten, zugleich wachsen die Segmente, in denen Puma und Kuga starten”. F: Und was passiert darüber? A: “Unsere Modelle werden erst etwa in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts ersetzt. Was also wollen die Kunden dann? Das Segment ist praktisch nicht mehr existent. Welche Kunden wollen wir also ansprechen und was sind deren Anforderungen? Welches Package, welche Dienstleistungen, welche Antriebe? Es wäre also nicht klug, zuerst vom Design aus zu starten. Klar ist allerdings schon jetzt: Die Kunden willen höher sitzen. Sehen Sie, was ist denn der Puma? Ein SUV? Ein Pkw? Ich denke, es ist die moderne Interpretation eines Autos. Das Segment von Mondeo, Galaxy und S-Max schrumpft nun mal. Dennoch haben wir sie jüngst aufgewertet, unter anderem mit einem Hybrid Antriebsstrang. Was danach kommt? Darüber diskutieren wir gerade”. F: Jetzt startet gerade der Focus ST. Wann kommt der RS? Immerhin hat diese Variante Kult-Status. A: “Bei den RS Modellen haben wir eine lange Tradition. Aber auch unsere ST Varianten sind fantastische Modelle. Aber es wäre natürlich verwerflich, die RS Marke nicht weiterzuführen”. +++

+++ Michael Lohscheller hat OPEL zurück in die Gewinnzone geführt. Im Interview spricht der Opel-Chef über den neuen Corsa, die Fusionsgespräche zwischen PSA und FCA und darüber, weshalb eine Technologieoffenheit wichtig ist. Lohscheller sieht im Falle einer Fusion keine Schwächung von Opel. “Die Stärken der verschiedenen Marken der Groupe PSA und von FCA würden noch besser zur Geltung kommen können, sowohl was die Märkte angeht, als auch die verschiedenen Marktsegmente”, sagte er. Wie der Manager hinzufügte, “wäre ein fusioniertes Unternehmen für die Zukunft noch stärker aufgestellt. Davon könnten alle Marken profitieren”, so Lohscheller. “Opel hat in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren gezeigt, wozu es in der Lage ist: Wir haben das Unternehmen aus den tiefroten in die schwarzen Zahlen zurückgeführt. Und wir werden unseren Weg weiter gehen”, so der Opel Chef. Frage: Herr Lohscheller, Sie haben den neuen Opel Corsa in den Handel gebracht. Welche Rolle spielt das Modell in Ihrem Portfolio? Antwort: “Eine wichtige, und das aus mehreren Gründen. Er ist eines unserer meist verkauften Modelle. Der neue Corsa wird uns deutliche Impulse verleihen. Zudem kommt diesem Auto auch für mich persönlich eine wichtige Bedeutung zu”. F: Weil es das erste Auto ist, was Sie als Opel Chef auf den Weg gebracht haben? A: “Ja, der Corsa ist das erste Modell, das in meiner Zeit als CEO entstanden ist. Und vor allem ist es das erste Modell, das entwickelt wurde, seitdem Opel Teil der Groupe PSA ist. Gleich nach der Bekanntgabe der Übernahme haben wir die Entscheidung getroffen, den noch auf globaler GM Architektur weitgehend entwickelten Corsa zu stoppen und ihn auf die elektrifizierbare PSA-Plattform zu stellen”. F: Wieso diese Entscheidung? “A: Der neue Corsa sollte gleich auf unserer neuen Konzern Plattform entstehen. Denn sie ist auf europäische Kundenbedürfnisse maßgeschneidert, sie erlaubt uns viele Synergien und vor allem auch, unseren Bestseller rein elektrisch anbieten zu können. Es gibt kaum ein Unternehmen, das in nur 2 Jahren ein komplett neues Auto auf die Straße bringt. Ich finde, dass der neue Corsa ausgesprochen gelungen ist, sei es nun beim Design, beim Innenraum oder auch beim Fahrwerk. Er ist ein echter Opel und demokratisiert Premiumtechnologien, wie Massage Sitze und LED Matrix Licht. Ich bin stolz darauf, was der gesamten Mannschaft hier in der Kürze der Zeit gelungen ist. Wir haben den Corsa in Rekordzeit und mit qualität entwickelt und auf die Straße gebracht. Und es geht in diesem Tempo weiter: Das werden wir beim neuen Mokka noch deutlicher sehen”. F: “Der PSA Konzern spricht gerade mit FCA über eine Fusion. Sehen Sie dadurch die Stellung von Opel geschwächt? A: “Keineswegs. Durch den Zusammenschluss würde der viertgrößte Automobilkonzern der Welt entstehen mit einem Jahresabsatz von 8,7 Millionen Fahrzeugen. Die Stärken der verschiedenen Marken der Groupe PSA und von FCA würden noch besser zur Geltung kommen können sowohl was die Märkte angeht, als auch die verschiedenen Marktsegmente. Im aktuell enorm disruptiven Umfeld mit großen Herausforderungen (Elektromobilität, Konnektivität, alternative Mobilitätskonzepte und autonome Mobilität) wäre ein fusioniertes Unternehmen für die Zukunft noch stärker aufgestellt. Davon könnten alle Marken profitieren. Opel hat in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren gezeigt, wozu es in der Lage ist: Wir haben das Unternehmen aus den tiefroten in die schwarzen Zahlen zurückgeführt. Und wir werden unseren Weg weiter gehen”. F: Die Kaufprämie für Elektroautos wird für Autos unter €40.000 auf €6.000 erhöht. Ist es wirklich Aufgabe der Politik, den Absatz von E-Autos in dieser Form zu steigern? A: “Ich denke, dass eine solche Kaufprämie in der Übergangsphase hilft, der Technologie einen Anschub zu geben. Aber ich glaube nicht, dass das für immer so sein kann. Nachdem es der Industrie gelungen ist, auch Elektroautos im Volumensegment zu erreichbaren Preisen auf den Markt zu bringen, geht es nun darum, die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Denn es ist ein Hemmnis für den Absatz von E-Autos, wenn die Kunden nicht wissen, wo sie ihr Auto laden können”. F: Die Bundesregierung hat sich ja zum Ziel gesetzt bis zum übernächsten Jahr 50.000 neue Ladestationen zu schaffen. Ist das ein realistisches Ziel? A: Es ist erst einmal wichtig, dass Ziel konsequent anzugehen. Ich glaube, alle müssen mithelfen. Um die E-Mobilität voranzubringen, brauchen wir einen gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss. Dazu gehört beispielsweise auch, dass das Eigentums- und Mietrecht entsprechend geändert wird. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Das sieht man in Rüsselsheim, wo wir mit Partnern 1.300 Ladestationen aufbauen. Solche Initiativen brauchen wir noch mehr. Denn das größte Hemmnis für die Elektromobilität ist nach wie vor die Ladeinfrastruktur”. F: Warum beteiligen Sie sich dann nicht an Ionity? A: “Wir haben uns für andere Projekte wie das in Rüsselsheim entschieden. Zugleich werden wir dafür sorgen, dass es bei allen Opel-Händlern in Europa Ladestationen gibt”. F: Über wie viele Opelhändler sprechen wir? A: ” In Europa haben wir rund 3.800 Vertriebsstandorte, in Deutschland gut 1.100. Das sind beachtliche Zahlen”. F: Sie bringen im Frühjahr den Corsa-e auf den Markt. Er kostet knapp unter 30.000 Euro. Kann man bei einem Auto für diesen Preis wirklich von einem Volkselektroauto sprechen, wie Sie es getan haben? A: “Ich denke schon, dass der Corsa-e ein Elektroauto für sehr viele Menschen ist. Zieht man von diesem Preis noch die Umweltprämie ab, dann sind wir in einem Bereich, der für viele Kunden erschwinglich ist. Wir sprechen beim Corsa-e auch nicht von einem Auto, das kaum Ausstattung hat. In Gegenteil: Der Corsa-e ist sehr gut ausgestattet. Hinzu kommt, dass Elektroautos bei den Betriebs- und Unterhaltskosten deutlich günstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren”. F: “Wie viele Elektrofahrzeuge müssen Sie ab 2020 absetzen, um die Flottenziele der EU von 95 g/km bis 2021 zu erreichen? A: “Das kommt auch ganz drauf an wie zum Beispiel der Benziner beim Corsa oder der Diesel läuft, die auf CO2 Werte von unter 100 g/km bzw. unter 90 g/km beim Diesel kommen. Mit unserer Modellpalette werden wir es schaffen, die CO2-Vorgaben zu erreichen, mit welchem Mix auch immer”. F: Sie bringen mit dem Grandland X auch einen Plug-in-Hybrid auf den Markt. Welche Rolle spielt diese Technologie für Sie? A: “Sicherlich haben alle Antriebe Vor- und Nachteile. Doch der Kunde bekommt beim Plug-in-Hybrid das Beste aus beiden Welten. Von daher glaube ich, dass der Grandland X PHEV gut ankommen wird”. F: Sie sind also ein Freund der Technologieoffenheit? A: “Absolut, weil die Menschen sich bei ihren individuellen Mobilität nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu fahren haben. Unsere Kunden sollen das auch künftig selbst entscheiden”. F: Welche Rolle spielt für Sie die Brennstoffzelle? A: “Eine wichtige. Wir sind gerade dabei, die Entwicklung der Brennstoffzelle mit dem Zafira Life fortsetzen. Wir haben auf diesem Gebiet in der Vergangenheit umfangreiche Erfahrungen gesammelt haben (nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis) auf denen wir jetzt aufbauen. Der Brennstoffzelle kommt für uns im Nutzfahrzeugbereich eine große Bedeutung zu. Innerhalb des PSA-Konzerns ist das Kompetenzzentrum für dieses wichtige Zukunftsthema in unserem Entwicklungszentrum in Rüsselsheim angesiedelt”. +++

+++ Taycan-Kunden müssen sich wohl noch etwas gedulden: PORSCHE bestätigte dass sich die Auslieferung der ersten Fahrzeuge verschiebt. Schuld daran sei die hohe Komplexität des E-Sportwagens. Die ersten Käufer des Elektrosportwagens werden einige Wochen länger auf ihre neuen Autos warten müssen als ursprünglich gedacht. Aufgrund der “hohen Komplexität” gehe man von einer Verschiebung der Liefertermine um 8 bis 10 Wochen aus, bestätigte Porsche. Zuvor hatte Medien von einer entsprechenden Information des Herstellers an Kunden in Norwegen berichtet. “Der Wagen ist ein von Grund auf neu entwickeltes Produkt, das in einer komplett neuen Fabrik produziert wird”, teilte Porsche weiter mit. Man bedauere die Verzögerung sehr und setze alles daran, sie so gering wie möglich zu halten. Porsche hatte den Taycan Anfang September präsentiert und den Marktstart in den USA noch in diesem Jahr angekündigt. Dabei bleibe es auch, betonte ein Sprecher auf Nachfrage. In Europa und Asien soll der Taycan 2020 ausgeliefert werden. +++

+++ Die Groupe PSA weihte ihre Montagelinie für elektrifizierte Antriebsstränge im Werk Trémery in Lothringen ein. Die neue Linie soll im Jahr 2020 eine Produktionskapazität von 120.000 und 2021 von 180.000 Einheiten erreichen. Das Werk Trémery ist Teil des Produktionszentrums Trémery-Metz, das mit rund 4.000 Mitarbeitern der führende Arbeitgeber aus dem Privatsektor in Lothringen ist. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1979 wurden dort nahezu 50 Millionen Verbrennungsmotoren, Benzin und Diesel, hergestellt. Die Installation der Montagelinie für elektrifizierte Antriebsstränge erfolgte in knapp 10 Monaten. Die Groupe PSA montiert dort nun auch elektrifizierte Antriebsstränge, die in den vollelektrischen Modellen der Groupe PSA eingebaut werden. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die neue Montagelinie im Jahr 2020 über eine Produktionskapazität von 120.000 Einheiten verfügen und aufgrund ihrer flexiblen Konzeption im Jahr 2021 180.000 Einheiten erreichen. Dank dem im Jahr 2017 mit Nidec Leroy-Somer eingegangenen Joint Venture Nidec-PSA emotors soll das Werk Trémery schlussendlich 900.000 Elektromotoren produzieren können. Mit der Montagelinie für elektrifizierte Antriebsstränge ist Trémery derzeit weltweit das einzige Werk der Groupe PSA, das alle Arten von Antriebssträngen produzieren kann. Die in Trémery und Metz gefertigten Verbrennungsmotoren und Getriebe werden in den Fahrzeugen der fünf PSA Marken verbaut. Im Jahr 2018 stellte das Zentrum 1.750.000 Verbrennungsmotoren und 982.000 Getriebe her. Dank der Herstellung der elektrifizierten Antriebsstränge sei das Werk nun ein Symbol der Energiewende der Groupe PSA, hört man vom Unternehmen. Yann Vincent, Executive Vice President, Manufacturing & Supply Chain bei der Groupe PSA: “Wir haben vor Jahren die Entscheidung getroffen, in die Energiewende zu investieren und unsere Werke flexibler zu gestalten, was sich auch am Werk Trémery zeigt”. Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est: “Wir werden als Region mit der Industrie und der Groupe PSA zusammenarbeiten, um Arbeitsplätze zu sichern und ein Modell eines nachhaltigen und umweltfreundlichen Unternehmens zu schaffen. Ziel ist es, die Wirtschaft der Zukunft aufzubauen.”Die Marken der PSA bieten derzeit 4 vollelektrische Modelle an: den Peugeot e-208, den Peugeot e-2008, den DS 3 Crossback E-Tense sowie den Opel Corsa-e. Bis 2025 sollen alle Modelle der Groupe PSA in einer vollelektrischen oder Plug-in-Hybrid-Version erhältlich sein. +++

+++ Der Volkswagen Vorstandsvorsitzende Herbert Diess sieht den Bau eines TESLA Werks in Brandenburg entspannt: “Das ist eine gute Entscheidung für den Standort”. Insgesamt könnte Tesla in Deutschland den Wettbewerb in Sachen E-Mobilität befeuern, bei der konsequenten Umsetzung der Elektromobilität sei Tesla für VW ein “Maßstab” und “Vorbild”. “Ich glaube, dass Elon Musk den Austausch mit der starken deutschen Automobilindustrie sucht”, sagte Diess zu den Beweggründen der Standortentscheidung. Kooperationsprojekte zwischen Volkswagen und dem US-Hersteller von Elektrofahrzeugen seien nicht geplant. Volkswagen kündigte Investitionen von knapp €60 Milliarden für die Bereiche E-Mobilität, Hybridantriebe und Digitalisierung zwischen 2020 und 2024 an. Ein Schwerpunkt ist die Produktion reiner Elektrofahrzeuge. Tesla hatte angekündigt eine Fabrik für Elektroautos in Grünheide bei Berlin zu bauen. Für den geplanten Bau einer Fabrik des E-Autobauers Tesla in Grünheide nahe Berlin setzt Brandenburger Landesregierung eine Taskforce ein. Sie soll an diesem Freitag die Arbeit aufnehmen. Für das Unternehmen und die Beteiligten in der Kommune, dem Landkreis und den Ministerien wird es in dem Gremium Ansprechpartner geben. Die Taskforce soll die Ansiedlung von Tesla in Brandenburg unterstützen. Der kleine Ort Grünheide nahe der Bundeshauptstadt könnte mit der angekündigten Ansiedlung von Tesla in die erste Liga der Autohersteller aufrücken. Zudem erhofft sich die Region, dass sich in der Nähe weitere Firmen ansiedeln. Tesla Chef Elon Musk hatte jüngst überraschend angekündigt, €4 Milliarden in eine Gigafactory nahe der Autobahn A10 in Grünheide zu investieren. Über 3.000 Arbeitsplätze sollen in der ersten Ausbaustufe entstehen, am Ende können es 8.000 sein. Bereits im ersten Quartal 2020 sollen die Bauarbeiten starten. Der Produktionsstart ist für 2021 angesetzt. Zunächst soll in Grünheide der künftige kompakte Cross-over Model Y sowie auch Batterien und Antriebe gebaut werden. +++

+++ Weltweit lieferte der VOLKSWAGEN Konzern im Oktober 949.800 Fahrzeuge aus und steigerte sich damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,2 %. In den ersten 10 Monaten 2019 kam es gesamt zu 8,96 Millionen Auslieferungen; ein Minus von 0,2 % zum Vorjahr. Mit nahezu 950.000 ausgelieferten Fahrzeugen kann der Mehrmarken Konzern im Oktober Boden zum relativ schwachen Vorjahresmonat gut machen. Besonders stark fallen die Zuwächse in Europa aus, wo die Umstellung auf den WLTP Verbrauchszyklus die Auslieferungen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum dämpfte. So wurden in der Region Europa 370.700 Fahrzeuge ausgeliefert; ein Plus von 25,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für Westeuropa gibt Volkswagen gar ein Plus in Höhe von 30,7 % an. Insbesondere in Deutschland lag der Zuwachs bei 41,5 %. Trotz des rückläufigen Gesamtmarkts in der Region Asien-Pazifik konnte der VW-Konzern dort 413.300 Fahrzeuge ausliefern; ein Plus von 5,6 %. Treiber dieser positiven Entwicklung sei China als größter Einzelmarkt des Konzerns, hört man vom Unternehmen. In China konnte der Konzern 389.300 Fahrzeuge ausliefern; den Zuwachs beziffert Volkswagen mit 6,6 %. In Südamerika gingen die Auslieferungen gegenüber dem Vormat um 1,2 % zurück. “Die Marken des Volkswagen Konzerns haben bei den Auslieferungen im Oktober eine starke Performance gezeigt. Wir haben in allen Kernregionen besser abgeschnitten als der Markt und unseren Marktanteil damit weiter erheblich ausgebaut, besonders in unserem größten Markt China. Erfreulich ist auch, dass wir in unserem Heimatmarkt Deutschland spürbar jenseits der WLTP-bedingten Rückgänge vor einem Jahr zugelegt haben”, so Christian Dahlheim, Leiter Volkswagen Konzern Vertrieb. Zuletzt konnte Volkswagen regelmäßig gute Zahlen vorlegen. Doch spurlos geht die schwächelnde Konjunktur auch an den Wolfsburgern nicht vorbei. Für 2020 dämpft der Konzern nun die Erwartung. Im Fall von Volkswagen macht so etwas direkt einen zweistelligen Milliardenbetrag aus. Die schwache Branchenlage geht auch am zuletzt gut laufenden Geschäft des weltgrößten Autobauers Volkswagen nicht vorbei. Der Konzern wird bei den Aussichten für das kommende Jahr vorsichtiger, Umsatz und Gewinn werden weniger stark steigen als zunächst geplant, wie das Management um Konzernchef Herbert Diess und Finanzvorstand Frank Witter in einer Telefonkonferenz mit Analysten einräumte. Die Aktie der Wolfsburger sackte zu Wochenbeginn ab. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs jedoch um 30 % erhöht. Diess sagte, großes Wachstum werde es auch kommendes Jahr im Markt nicht geben. Witter fügte hinzu, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Automarkt hätten sich geändert: “Das Beste der Party ist vorbei”. Die mittelfristige Geschäftsplanung aktualisiert VW jährlich mit den Ergebnissen der 5-jährigen Investitionsplanungsrunde, die der Konzern am Freitag beschlossen hatte. Den regulären Ausblick für das Jahr 2020 will Volkswagen mit dem Geschäftsbericht im März veröffentlichen. Beim Umsatz plant Volkswagen in 2020 nun nur noch ein Wachstum von mindestens 20 % zu demjenigen von 2016 ein. 2016 hatte VW gut €217 Milliarden Umsatz gemacht, davon ausgehend kalkulieren die Wolfsburger nun mit mindestens knapp €261 Milliarden Erlös im kommenden Jahr. Vorher hatte Volkswagen mit einem Wachstum von mindestens 25 % über den Zeitraum gerechnet; das wären noch rund €10 Milliarden mehr gewesen. VW achtet nach dem Dieseldebakel mit manipulierter Abgassoftware, das bis dato mehr als €30 Milliarden an Kosten verursacht hat, vor allem aufs Kostensparen und die Vermeidung unnötiger Investitionen. Den Absatz zu pushen, stehe auf der Prioritätenliste nicht mehr ganz oben, sagte Witter. Diess tritt wegen der ab kommendem Jahr strengeren CO2 Abgasregeln in der EU mit der Elektrooffensive die Flucht nach vorn an und will VW damit auch ein grüneres Image verleihen. Für beide Jahre sei man zuversichtlich, die CO2 Ziele einzuhalten, sagte Diess. 2020 sei es nötig, dafür rund 4 % der Autos als Elektroautos zu verkaufen, im Jahr danach wolle VW den Anteil auf 8 % verdoppeln. Um die nötigen Milliarden für die neuen Antriebe und neue Technik freizuspielen, muss VW an vielen Ecken und Enden knapp kalkulieren und will unter anderem Stellen abbauen. In den kommenden fünf Jahren sind €60 Milliarden für Elektromobilität, Vernetzung und Software vorgesehen; rund 40 % des gesamten Investitionsbudgets. Ausgehend vom geringeren Umsatzwachstum wird im kommenden Jahr aber nun auch weniger Gewinn bei Volkswagen übrigbleiben. Das Renditeziel für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen bleibt bei 6,5 % bis 7,5 %. Fraglich sind die Renditepläne bei der Premiumtochter Audi. Diese im kommenden Jahr zu erreichen, werde anstrengend und womöglich lande man am Ende noch nicht ganz im Bereich von 9 % bis 11 % Umsatzrendite, sagte Witter. Audi leidet an einer Absatzflaute und fällt derzeit weiter hinter die Rivalen Mercedes-Benz und BMW zurück. Die Werke sind nicht ausgelastet, was die Ingolstädter teuer zu stehen kommt. Im April wird der ehemalige BMW Manager Markus Duesmann das Amt als neuer Audi Chef antreten. Auch die Gewinn Aussichten in China schätzt VW nun vorsichtiger ein. Seit über einem Jahr schwächelt der wichtigste Einzelmarkt vor allem bei den Massenmodellen, bei denen VW im Land Marktführer ist. Zwar steht Volkswagen besser da als so mancher Konkurrent, aber ursprünglich hatten sich die Wolfsburger auch hier für das nächste Jahr mehr ausgerechnet, wie Witter einräumte. China steht bei der Kernmarke Volkswagen für rund die Hälfte aller Auslieferungen, im Konzern für rund 40 %. Im Management des Volkswagen Konzerns gibt es weitere Änderungen. So tauscht der bisherige Finanzvorstand von Audi, Alexander Seitz (57), zum 1 März 2020 seinen Posten mit dem Finanzvorstand der Marke Volkswagen, Arno Antlitz (49). Außerdem bestätigte VW, dass der Einkaufschef von BMW für Nordamerika, Murat Aksel (47), zum 1. Juli 2020 Beschaffungsvorstand von Volkswagen werden wird. +++

 

 

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