Tagesschau

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+++ Volkswagen will auf der Automesse in Paris Ende September mit einem Konzeptfahrzeug einen Vorgeschmack auf künftige ELEKTRO Autos geben. “Es ist eine neue Raumökonomie möglich, außen etwas kleiner als ein Golf, innen groß wie ein Passat, elektrisch angetrieben mit einer Reichweite von 400 bis 600 Kilometern”, sagte VW Markenchef Herbert Diess der Wirtschaftswoche.

Die Betriebskosten seien deutlich unter denen heutiger Fahrzeuge. Die Verkaufspreise sollten vergleichbar mit gut ausgestatteten VW Dieselfahrzeugen sein. Bisher sind Elektroautos in Deutschland kaum gefragt, weil sie teurer als Wagen mit Verbrennungsmotor sind und meist eine deutlich geringere Reichweite haben, oft weniger als 100 Kilometer. Der Volkswagen Konzern hat eine Offensive mit Elektroautos angekündigt und plant mehr als 30 neue Modelle bis zum Jahr 2025. Die Kernmarke VW, die derzeit unter der Diesel-Affäre leidet, hat sich davon 20 neue Elektroautos bis zum Jahr 2020 vorgenommen, wie ein Sprecher bekräftigte. Markenchef Diess wiederum sagte weiter, für die batteriebetriebenen Fahrzeuge seien auch neue Werke geplant. Die Standorte richteten sich nach den Märkten Vereinigte Staaten, Europa und China. Eine Fabrik in Nordamerika sei dabei eine Option. Diess warnte in dem Interview zudem die Autoindustrie davor, sich in der Batterietechnik völlig von den Herstellern in Asien abhängig zu machen. “Aus volkswirtschaftlicher Sicht könnte man daher überlegen, welche Konstellationen aus Zulieferern, Forschungsinstituten und anderen Partnern man bündeln kann, um diese Technologie für die deutsche und europäische Autoindustrie zu sichern”. Das passt dazu, dass auch Kanzlerin Merkel vor nicht allzu langer Zeit Batterietechnik als Schlüsseltechnologie bezeichnet hatte, die in Europa angesiedelt sein und bleiben müsse. Unterdessen hat die Deutsche Post nun angekündigt, sie wolle ihren Elektro Transporter im kommenden Jahr auch auf dem freien Automarkt anbieten. “Wir wollen ab nächstem Jahr in den Verkauf an Dritte einsteigen”, so ein Sprecher. Der Bonner Konzern prüft bereits seit Monaten, ob er seinen selbst entwickelten Street Scooter, der in der Zustellung zum Einsatz kommt, verkaufen soll. Post Vorstand Jürgen Gerdes hatte gesagt, es gebe immer wieder Nachfrage nach dem Fahrzeug, zum Beispiel von Handwerkern. Nach einem Bericht desSpiegel will die Post schon in Kürze in die Massenproduktion der Fahrzeuge einsteigen. In der posteigenen Fabrikation plane das Unternehmen den Bau von bis zu 10.000 Autos pro Jahr und Schicht. Gerdes hatte angekündigt, der Konzern wolle seine Flotte von Elektroautos deutlich vergrößern und peile langfristig eine komplette Umstellung auf die umweltfreundlichen Fahrzeuge an. “Wir werden einen sehr, sehr robusten Schritt Richtung 2020 machen”,  hatte er Ende Juli gesagt: “Ich kann mir vorstellen, dass wir die komplette Flotte umstellen”. +++

+++ Vans haben es heutzutage schwer, immer häufiger werden sie durch schickere SUVs ersetzt. So ergeht es auch dem FORD C-Max: Der Nachfolger trägt das flott geschwungene Dach nur 1,60 Meter hoch und nennt sich frech CUV; wobei das ‘C’ für ‘Coupé’ steht. Den Radstand dürfte der Kopfverdreher vom Grand C-Max (2,79 m) übernehmen, kurze Überhänge sollen die Länge auf circa 4,55 Meter beschränken. Es bleibt zwar bei nur 2 Sitzreihen und konventionell angeschlagenen Türen, aber die schlankere Architektur und die neue Sitzanlage macht das CUV fast so geräumig wie eine Großraumlimousine. Die Technik des auf Wunsch mit Allradantrieb und als Plug-in-Hybrid lieferbaren Neuzugangs stammt im Prinzip vom Focus-Nachfolger. Mittelfristig soll ein als Weltauto angedachter Crossover mit Elektroantrieb das Portfolio ergänzen. Die Preise dürften knapp unter 26.000 Euro starten. +++

+++ Das nennt man wohl einen Volltreffer: 4 Monate nach dem Start ist der F-Pace bereits das bestverkaufte JAGUAR Modell und lässt selbst den Richtung Volumen getrimmten XE hinter sich. Passt ein SUV zur Marke Jaguar, darf sich eine Sportluxusmarke mit dieser Tradition modellseitig in die Höhe entwickeln? Die Diskussionen im Vorfeld waren intensiv, die Antwort vom Markt kommt schnell und eindeutig: in den ersten vier Monaten nach dem Marktstart wurden von F-Pace fast 15.000 Einheiten verkauft. Jaguar greift mit dem F-Pace den BMW X4 und den Porsche Macan an. Der Brite hat das Zeug, dem fahrdynamischen deutschen Premiumduett das Leben richtig schwer zu machen. Das ist nicht nur der beste Jaguar Modellstart aller Zeiten, das Fahrzeug  hat auch einen ganz erheblichen Anteil, dass die britische Edelmarke in den ersten 7 Monaten des Jahres um 68,5 Prozent auf 74.858 zugelegt hat. Damit ist man in absoluten Zahlen immer noch deutlich hinter Konzernschwester Land Rover (261.194 Einheiten; +14,5 %). Das Duo F-Pace und der noch ziemlich neue XE haben der Katze aber deutlich auf die Sprünge. Angesichts der Zuwächse bei beiden Marken und in fast allen Kernmärkten der Welt, hat das IHS Automotive die Absatzprognose für JLR trotz der Unsicherheiten durch Austritt Großbritanniens aus der EU angehoben. Im laufenden Jahr erwartet Analyst Ian Fletcher nun einen Zuwachs um 19 Prozent auf rund 575.000 Einheiten und in den folgenden Jahren einen weiteren Anstieg bis auf etwa 730.000 Einheiten im Jahr 2020. +++

+++ NORWEGEN will im Kampf gegen den Klimawandel drastische Maßnahmen ergreifen: Wenn es nach der Regierung geht, sollen ab dem Jahr 2025 keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr zugelassen werden. Damit soll der Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen verringert werden. Das ist ein wichtiger Punkt im Nationalen Transportplan, der derzeit im Land heftig diskutiert wird. Der Transportsektor ist für ein Drittel des Kohlendioxid Ausstoßes in Norwegen verantwortlich. Auch andere Verkehrsträger sollen umgekrempelt werden: Nach dem Jahr 2030 sollen alle neuen Schiffe und Fähren abgasfrei sein, im Flug- und im Schwerlastverkehr soll mehr Biotreibstoff eingesetzt werden. Das Land mit etwas mehr als 5 Millionen Einwohnern ist in Sachen E-Mobilität bereits führend. In keinem anderen Staat in Europa werden gemessen an der Bevölkerung so viele Elektroautos verkauft. 15 Prozent aller neu zugelassenen Personenwagen fahren mit Strom. Und es sollen noch viel mehr werden. Norwegen, dank großer Öl und Gas Vorkommen reich geworden, gewinnt nahezu 100 Prozent seines Stroms aus umweltfreundlichen Quellen: Wasser und Wind. Die Anschaffung von Elektroautos wird in Norwegen bereits seit Jahren gefördert mit Steuererleichterungen und Abgabenfreiheit. Das hat den Verkauf solcher Fahrzeuge angekurbelt. Der Staat hat infolgedessen geschätzt 2,3 Millionen Kronen (243 Millionen Euro) weniger Steuern eingenommen, weshalb die Regierung nun in der Zwickmühle ist: Soll sie den Wandel weiter finanziell unterstützen oder sind die Teslas & Co. inzwischen auch ohne Zuschüsse attraktiv? Das Hauptproblem der mit Strom betriebenen Fahrzeuge ist die Batterie. Mit einem Nissan Leaf für rund 200.000 norwegische Kronen (21.000 Euro) kommt man ungefähr 200 Kilometer weit, Teslas Model S für rund 900.000 Kronen muss nach 500 Kilometern an die Steckdose. Und die sind nicht immer so leicht zu finden. Louise Brunborg-Nåss hat damit schlechte Erfahrungen gemacht. Die 38 Jahre alte Norwegerin hat sich vor ein paar Monaten ein gebrauchtes E-Auto gekauft und wäre fast damit stehen geblieben. “Ich war völlig verzweifelt”, erzählt die dreifache Mutter. Mit Glück erreichte sie doch noch eine andere Ladestation. Doch seitdem hat sie “rekkevideangst”, Reichweitenangst. Ihr Elektroauto nimmt sie nun fast nur zum Einkaufen und wenn die Söhne zum Fußballtraining gebracht werden müssen. Längere Fahrten unternimmt die Familie im Zweitwagen, einem Diesel. “Ich glaube nicht, dass Elektroautos die Zukunft sind”, sagt der Autoverkäufer Hans-Petter Kleven. Der Volvo-Fachmann schätzt eher, dass Hybridautos und Wasserstoff-Fahrzeuge sich auf Dauer durchsetzen werden. “Man muss einfach zu viel planen mit einem Elektroauto. Das ist einfach nicht praktisch”. Auch Nils Sødal vom Automobilclub NAF meint, bevor Norwegen die Autos mit Verbrennungsmotor verbannt, müsse noch einiges geschehen. “Es müssen noch mehr Ladestationen gebaut werden, vor allem für Wasserstofffahrzeuge”. Für die gebe es bislang kaum Tankstellen. Außerdem müssten die Batterien der Stromer besser werden und größere Reichweiten zulassen. “Doch da bewegt sich was”, ist Sødal sicher. Die Batterien würden immer leistungsfähiger. Nissan kündigte an, die nächste Generation Leaf werde eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Umstellung auf umweltfreundliche Fahrzeuge gelingt, ist aber nach Ansicht des Verkehrsexperten, dass die steuerlichen Vorteile für Elektroautos bestehen bleiben. Dass dem Staat damit hohe Einnahmen verloren gehen, müsse man einfach akzeptieren. Auch im Nationalen Transportplan wird empfohlen, dass Fahrzeuge mit geringen oder keinen Abgasen steuerlich gefördert werden. Doch die Regierung aus Konservativen und Liberalen plant bereits den Ausstieg. “Die 4 nichtsozialistischen Parteien sind sich einig, dass die Steuervorteile für Null-Emissionsfahrzeuge nach 2017 schrittweise zurückgenommen werden”, sagt Nikolai Astrup, der Leiter des Transportkomitees im Parlament. Angedacht sei, die Kfz-Steuer ab dem Jahr 2018 wieder einzuführen und die Befreiung von der Mehrwertsteuer durch einen einmaligen Zuschuss zu ersetzen, der nach und nach reduziert wird. Die freie Fahrt auf den Busspuren ist in einigen Städten bereits jetzt eingeschränkt. Ob Elektroautos weiter kostenlos parken können, sollen die Kommunen selbst entscheiden können. Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Plan ins Parlament eingebracht werden. +++

+++ Erlkönig Fotografen haben den kommenden Volkswagen POLO wieder erwischt; in der Basisversion mit Stahlfelgen (bislang wurde nur die vermeintliche GTI Variante gesichtet). Überraschend, denn normalerweise testet VW seine Erlkönige streng abgeschirmt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beim Wolfsburger Kleinwagen wird sich in Zukunft einiges ändern. Die flache Motorhaube und die ausgeprägte Schulterlinie des Erlkönigs deuten auf eine frische und eigenständige Karosserie des neuen Polo hin; davon dürfte auch das kommende Polo-SUV profitieren. Die Dachlinie der sechsten Generation ist vergleichsweise flach, dadurch wirkt der Wagen sportlicher. Zudem kaschiert die neue Formensprache, dass der Polo erstmals die Viermeter-Marke knackt. Manche Polo Kunden wären möglicherweise lieber beim kleineren Format geblieben, doch VW kann sich keinen Stillstand leisten: auch die Nachfolger von Fiesta und Corsa versprechen mehr Platz und Präsenz. Der VW Polo VI soll auf dem Genfer Salon 2017 enthüllt werden. Die Produktion beginnt im Frühsommer, die Auslieferung startet nach den Werksferien im August. Analog zum Golf wechselt auch der kleinere Bruder auf die modernere Modulplattform, MQB (“Modularer Querbaukasten”) genannt. Die ist zwar aufwendiger und teurer, doch die hohen Stückzahlen und der Fertigungsverbund dürften den Mehraufwand in Grenzen halten. Während der Golf VII nach der Umstellung auf die neue Plattform fast 100 Kilo leichter war, liegt die Vorgabe für den neuen Polo bei 70 Kilo. Das Raumangebot profitiert nicht nur vom längeren Radstand, sondern auch von der umgestalteten Bodengruppe mit einer kompakteren Radaufhängung. Auch die neuen Sitze wiegen weniger. Gleichzeitig steht eine verbesserte Crashsicherheit im Fokus der Ingenieure. Auch der Vertrieb will die Kosten klein halten: Nicht mehr im Angebot sind ab Modelljahr 2018 der CrossPolo und der Blue GT. Der Nachfolger des CrossPolo heißt T-Roc und ist ein weitgehend eigenständiges SUV. Innen handelt es sich beim Polo VI im Prinzip um einen Golf mit zusätzlichem Pep, frischeren Farben und moderneren Oberflächen. Die Ausführung für Behörden und Mietwagenfirmen profitiert zwar kaum von der Rundum-Frischzellenkur, doch Privatkunden können künftig viele Oberklasse-Extras bestellen; so wie Opel das bei Astra und Corsa mit Erfolg vorgemacht hat. Die Liste der Verführungen ist lang. Neu im Angebot: LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Kessy (Zugang und Motorstart schlüssellos), alle gängigen Assistenzsysteme, das im neuen Audi TT erstmals gezeigte Active Info Display, Adaptiv-Fahrwerk mit größeren Rädern, Einparkautomatik und das R-Line-Paket. Nach wie vor tabu bleibt ein Allradantrieb. Warum? Weil der 4Motion-Anteil selbst beim Golf nur schlanke 3,5 Prozent ausmacht. Allerdings taugt die neue Plattform prinzipiell für Allrad; und das Polo-SUV T-Roc bekommt ihn auch. Zwar erwartet VW auch hier keine riesigen Stückzahlen, ein SUV ohne Vierradantrieb kommt aber dennoch nicht infrage. In die Kategorie “bis auf Weiteres nicht lieferbar” fallen alternative Antriebe wie ein Plug-in-Hybrid und der E-Motor. Mittelfristig denkt VW aber über einen relativ günstigen Parallelhybriden (HEV) nach, der den Mixverbrauch mit seinem rund 10 kW starken Elektrobaustein von 5,0 auf 4,5 Liter drücken soll. Weil man damit kaum einen Voltverächter hinter dem Stromkasten hervorlockt, will VW in einem zweiten Schritt eine viel kräftigere E-Maschine einbauen, die in der Spitze kurzzeitig 65 oder sogar 100 Kilowatt mobilisiert. Der Vorteil: Im Normalbetrieb macht der Dreizylinder das Tempo, doch bei Bedarf verdoppelt sich schlagartig das Drehmoment und der Doppelherz-Polo geht ungefähr ab wie ein Golf GTI. Aktuell steht der Polo mit 14 verschiedenen Motorisierungen und vier unterschiedlichen Hubräumen im Prospekt. Ab 2017 fallen sämtliche 1,4 Liter Aggregate, die 1,2 TSI Maschinen und der 1,8 Liter GTI aus dem Programm. Stattdessen werden kleine Benziner großgeschrieben. Sie ahnen es, wir sprechen vom 1,0 Liter Motor mit 3 Zylindern, der in vier Leistungsstufen mit 65, 75, 95 und 115 PS für mehr Effizienz sorgen soll. Ebenfalls durch Abwesenheit glänzen die BlueMotion TSI und Blue TSI Derivate. Die beiden stärksten Benziner sind künftig der 1,5 TSI mit 150 PS und der neue 2,0 GTI, der mit seinen 200 PS noch lange nicht ausgereizt ist. Gerüchte, dass im kommenden Polo keine Dieselmotoren mehr angeboten werden, entbehren jeder Grundlage. Ganz im Gegenteil: Die 1,4 Liter 3 Zylinder werden durch sparsamere und durchzugskräftigere 1,6 Liter 4 Zylinder ersetzt, die es auf 80 und 95 PS bringen. Gemeinsam mit einer effizienteren Abgasreinigung will VW so das Schmuddel Image des Selbstzünders loswerden. Zum Marktstart setzt VW wie schon beim Golf nur auf einen einzigen alternativen Antrieb: Erdgas. Der 1.0 TGI genannte Motor, ein Dreizylinder mit 90 PS, soll in der CO2-Bilanz nicht schlechter als ein Hybrid sein. Ziemlich viel neue Technik also; trotzdem will VW die Preise sogar leicht senken. Der neue Polo soll kunftig bei etwa 14.100 Euro starten, derzeit geht es bei 14.100 Euro los. Geld will VW vor allem mit Extras aus der Aufpreisliste verdienen, nicht mit dem Mehr an Blech. Das kostet ja eh fast nichts. +++

+++ Der Autobauer PORSCHE hat im Juli deutlich weniger Autos verkauft. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge auf 19.300, das waren 1.400 weniger als im Juli 2015, wie aus einer VW Mitteilung hervorgeht. Die VW-Tochter Porsche begründete das Minus damit, dass sich die Lieferung eines Bauteils für Navigationssysteme verzögert habe. Porsche hat ein kräftiges Wachstum hinter sich, das zuletzt aber deutlich abgeflacht ist. Im Gesamtjahr 2015 konnten die Verkäufe noch um 19 Prozent auf 225.000 Fahrzeuge hochgeschraubt werden, doch im Zeitraum Januar bis Juli 2016 war es nach VW Angaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch ein Zuwachs von 1,9 Prozent (auf rund 137.000). Im VW Konzern ist der Sport- und Geländewagenbauer der große Gewinnbringer, neben Ferrari ist das Stuttgarter Unternehmen der profitabelste Autobauer der Welt. +++

+++ Die US-Riesen Ford und General Motors gehörten in der ersten Jahreshälfte 2016 zu den PROFITABELSTEN Autoherstellern der Welt. Vor allem auf ihrem Heimatmarkt verkauften sie Wagen mit großen Gewinnspannen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Analyse des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Sie erzielten eine operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 8,7 (Ford) beziehungsweise 8,6 Prozent (General Motors), wie Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer berichtete. Der VW Konzern und Toyota verkauften zwar mehr Autos als die Amerikaner und konnten so von Größenvorteilen profitieren. Vor allem wegen der teuren Fertigung bei der Hauptmarke VW und Problemen bei der Konzerntochter Seat blieb das Geschäft der Wolfsburger aber mit 4,5 Prozent margenschwach. Die Konzernmarken Porsche, Audi und Skoda schnitten deutlich besser ab. Auch die Premium-Hersteller BMW (9,5 Prozent Ebit-Marge) und Mercedes (7,9 Prozent) verdienten ordentliches Geld. Am profitabelsten blieb freilich die Sportwagenschmiede Ferrari, die pro Fahrzeug 56.000 Euro verdient hat und so auf eine Marge von 18 Prozent kommt. +++

+++ Auf VOLKSWAGEN kommt in den Vereinigten Staaten neben viele Milliarden Dollar umfassende Entschädigungszahlungen möglicherweise auch ein Strafverfahren zu. An dessen Ende könnte ebenfalls eine hohe Geldstrafe stehen. Ermittler der Staatsanwaltschaft und des amerikanischen Justizministeriums hätten ausreichend Belege dafür gesammelt, dass sich VW mit der Manipulation der Abgaswerte eines “kriminellen Fehlverhaltens” schuldig gemacht habe, berichtete das Wall Street Journal. Dies könne zu einer strafrechtlichen Anklage und “beträchtlichen finanziellen Strafen” führen. Die Zeitung schrieb von 1,2 Milliarden Dollar. Justiz und das Unternehmen in den Vereinigten Staaten wollten den Bericht zunächst nicht kommentieren. Der VW Konzern erklärte, er sei “bemüht, das Vertrauen unserer Kunden, Händler, der Regulatoren und der amerikanischen Öffentlichkeit zurückzugewinnen”. Ein Sprecher des Justizministeriums in Washington lehnte jeden Kommentar ab. Die ersten Gespräche hätten zwischen Vertretern von Volkswagen und des Justizministeriums in Washington stattgefunden, sagten am Montag zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen war in Amerika aufgeflogen. Dort verhandelt der Dax-Konzern mit den Behörden über eine Lösung für Hunderttausende Autos. Der mittlerweile wieder größte Autohersteller der Welt muss in den Vereinigten Staaten schon mehr als 15 Milliarden Dollar zahlen. Ein Bezirksgericht in San Francisco gab zuletzt grünes Licht für diesen Vergleich mit amerikanischen Behörden und Hunderten Privatklägern. Weitere Klagen von Investoren stehen aber noch im Raum, zudem eben die strafrechtlichen Ermittlungen. Für letztere hatte der japanische Wettbewerber Toyota in den Vereinigten Staaten im Jahr 2014 wegen technischer Probleme eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Dollar geleistet. +++

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