Tagesschau

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+++ Der heiß ersehnte neue BMW 5er Touring (G31) zeigt sich auf der Detroit Auto Show 2017. Die frisch präsentierte Limousine nimmt so manche technische Finesse vorweg! Aus internationaler Sicht mag die 5er Limousine zwar interessanter sein, aber für deutsche Kunden ist der Touring (BMW-intern G31) die spannendere Variante, und die feiert voraussichtlich auf der Detroit Auto Show 2017 (8. bis 22. Januar 2017) ihre Premiere. Es spricht einiges dafür dafür, dass sich der Anteil des Praktikers in der nächsten Generation noch vergrößern könnte – in der letzten Baureihe lief gut zwei Drittel aller deutschen 5er als Touring vom Band. An diesem erfolgreichen Grundkonzept wird sich auch im kommenden Jahr nichts ändern. Wie bisher gibt sich der neue Touring mit seiner relativ schräg stehenden Heckscheibe weniger kantig als die Konkurrenz aus Stuttgart, kann im Gegenzug aber auch nicht ganz so viel Stauraum bieten. Mit dem vielseitiger nutzbaren Laderaum bei gleichbleibender Agilität hat der 5er Touring genügend Argumente an Bord, um allen Kunden mit etwas größerem Platzbedarf ein paar Monate zusätzliche Wartezeit abzuringen. Dass neben Alltagstauglichkeit auch Dynamik beim neuer 5er eine wichtige Rolle spielt, konnte ich bereits vor einigen Monaten anhand der Testfahrten auf der Nürburgring Nordschleife erahnen. Als Spitzenmotorisierung ist ein mehr als 600 PS starker 4,4-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung geplant. Kräftigster Diesel wird ein 408 PS leistender Sechszylinder mit gleich vier Turboladern. Das maximale Drehmoment beträgt 800 Newtonmeter! +++

+++ Die britische Führung setzt in den Verhandlungen mit der EU auch auf Unterstützung der wichtigen deutschen Autoindustrie. Ihr oberster Lobbyist macht nun eine klare Ansage. Der britischen Autobranche stehen schwere Zeiten bevor, wenn das Vereinigte Königreich den Zugang zum Europäischen Binnenmarkt verlieren sollte. Außerdem würden Hersteller Produktion an Standorte mit niedrigen Kosten verlagern, zumal nach Ost-Europa. Diese Einschätzung hat nun der oberste deutsche Autolobbyist Matthias Wissmann geäußert. “Wenn es einen ‘harten BREXIT‘ gibt, werden wir eine Wendung in Richtung Zentral- und Südosteuropa bekommen”, sagte er. Gerade Länder wie Polen oder die Slowakei seien sehr attraktive. Dort seien die Löhne niedrig und sie sind Mitglied der EU. Wissmann, der einmal Verkehrsminister in Deutschland war, sagte auch: Kein Autohersteller würde im derzeitigen Klima in Großbritannien investieren. “Umso länger die Periode der Ungewissheit andauert, umso länger werden die Menschen sich mit Investitionen zurückhalten”. Wenn es um Großbritannien und die Europäische Union gehe, stellte Wissmann schließlich fest: “Das Vereinigten Königreich ist ein wichtiger Markt für uns, aber der EU-Markt ist noch sehr viel wichtiger”. Deutschland Priorität müsse sein, die EU der 27 zusammen zu halten. Dass gerade ein Vertreter der deutschen Automobilindustrie solche Töne anschlägt, ist brisant. Wie zu hören ist, spekuliert die britische Führung um Premierministerin Theresa May offenbar auch darauf, dass etwa die deutsche Auto-Industrie schon helfen werde, gegenüber den Briten Zugeständnisse herbeizuführen – aus eigenem Interesse und zumal angesichts der im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahl in Deutschland. Auch wurde in der britischen Regierung darüber gesprochen, ob für wichtige Branchen besondere Vereinbarungen getroffen werden könnten; darunter auch für die Autoindustrie, die in Britannien in den vergan genen Jahren eine Renaissance erlebte. Autobranchen-Vertreter Wissmann sagte hingegen nun unmissverständlich: “Wenn das Vereinigte Königreich nicht dasselbe Schicksal erleiden möchte wie Italiens Autobranche, muss ihm wichtig sein, vollen Zugang zum Binnenmarkt zu behalten”. +++

+++ HYUNDAI will sein Europa-Geschäft mit einer neuen Bank für die Autofinanzierung stärken. Die Bankzentrale werde in Frankfurt sein und im Dezember ihre Arbeit aufnehmen, teilte der Finanzierungsarm der südkoreanischen Hyundai Motor-Gruppe, Hyundai Capital Services, mit. Mit der Hyundai Capital Bank Europe (HCBE) soll der Verkauf von Autos der Konzernmarken Hyundai und Kia gefördert werden. Zusammen mit Kia Motors ist Hyundai Motor der weltweit fünftgrößte Autobauer. Die Europäische Zentralbank hatte den Angaben zufolge nach der Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 23. September die Lizenz für die neue Bank erteilt. Diese soll aus der Hyundai Capital Germany GmbH hervorgehen, die die Südkoreaner bereits 2010 gemeinsam mit der Santander Consumer Bank AG für die Autofinanzierung gegründet hatte n. Geplant seien in Zukunft auch Banken in Spanien, Frankreich und Italien, wobei das Haus in Frankfurt als Europa-Hauptquartier dienen soll, sagte eine Sprecherin. +++

+++ MERCEDES verpasst dem GLA ein Facelift – nach der A-Klasse und dem CLA im März 2016, wird im Laufe des Jahres auch der SUV angepasst. Der aufgefrischte Mercedes GLA startet im Frühjahr 2017. Die aktuelle Baureihe X156 wurde 2013 auf der IAA präsentiert und Mitte 2014 in Deutschland eingeführt. Jetzt muss sich das Modell einer kleinen optischen Überarbeitung unterziehen. Wobei das Facelift sich lediglich auf die Optik des Modells beschränkt und weitgehend von der gelifteten A-Klasse vorbestimmt wird. Als wichtigste Änderungen sehen wir neue Hauptscheinwerfer, hier wird konmplett auf LED-Technik umgerüstet. Auch am Heck erhalten die Lampen einen neue Grafik. An der Front prangt zudem ein veränderter Stoßfänger, der etwas mehr zugespitzt ist, zudem überarbeitet Mercedes den Grill ein wenig und lässt auch der veränderten Heckschürze neue Endrohrblenden hervorlugen. Insgesamt soll der Offroad-Charakter des GLA deutlicher herausgearbeitet werden. Im Inneren wird sich kräftig bei der A-Klasse bedient. Neue Materialien, ein modifiziertes Kombi-Instrument, mehr Chrom sowie optional ein größerer Bildschirm gehören zur Auffrischung dazu. Neu im GLA wird auch eine 360-Grad-Überwachung per Kamera sein. Und antriebsseitig? Hier hat Mercedes bereits Mitte 2015 aufgerüstet. Der 2,1-Liter-Diesel im GLA 220d kommt auf 177 PS, die AMG-Version erhält 381 PS und 475 Nm. +++

+++ Der neue OPEL Insignia kommt in 2017 mit modernster Technik, reduziertem Gewicht, mehr Platz und weiterhin fairem Preis. Opel will den Insignia so zu einem der attraktivsten Mittelklasse-Vertreter machen. Genutzd wird die neue GM-Architektur P2xx, die für ein deutlich reduziertes Gewicht und eine bessere Raumausnutzung steht. Über 100 Kilogramm weniger als bisher wird der neue Insignia auf die Waage bringen, die Zeiten des Übergewichts gehören damit der Vergangenheit an. Profiteure der Diät sind in erster Linie Fahrdynamik und Verbrauch, auf längere Sicht aber auch der Verschleiß vieler Bauteile. Und trotz nahezu identischer Abmessungen wird der Opel spürbar mehr Platz für Passagiere und Gepäck bieten, weil die Größe des Innenraums endlich den vom Exterieur geschürten Erwartungen entspricht. Dass der Rüsselsheimer zudem mit einem deut lich aufgefrischten Paket von Sicherheits- und Assistenzsystemen an den Start gehen und dabei auch die neue Astra-Generation übertrumpfen wird, versteht sich von selbst. Das IntelliLink-System ermöglicht die komfortable Steuerung zahlreicher Smartphone-Funktionen direkt über den großen Touchscreen, dank OnStar haben Insignia-Fahrer ständig einen Concierge-Service auf Abruf in der Hinterhand. Neue Assistenzsysteme und die Matrix-LED-Scheinwerfer runden das Hightech-Paket ab, das den neue Insignia an die Spitze der Mittelklasse bringen soll. Im Rahmen des Modellwechsels wird auch die Motorenpalette der Opel gründlich überarbeitet, gemeinsam mit dem Leichtbau-Konzept sollen die neuen Turbo-Vierzylinder mit 1,4 (Benziner) und 1,6 (Diesel) Liter Hubraum für erheblich niedrigere Norm- und Praxisverbräuche sorgen. Der große 2,8 Liter V6-Turbo am oberen Ende des Programms wird gestrichen. Alles andere als Downsizing betreiben die Rüsselsheimer im Gepäckraum, vor allem der Sports Tourer genannte Kombi soll künftig mehr Platz bieten. Der weiterhin 4,90 Meter lange Praktiker soll dank effektiverer Raumausnutzung rund 1.600 Liter Stauraum bieten, gleichzeitig sollen die Passagiere in der zweiten Reihe von zusätzlicher Beinfreiheit profitieren. Opel nimmt damit zwei wesentliche Kritikpunkte am ersten Insignia Sports Tourer in Angriff und könnte so den Grundstein dafür legen, dass die zweite Generation deutlich mehr Kunden anspricht. Bis zum Marktstart des Kombis müssen sich Interessenten allerdings noch bis Herbst 2017 gedulden, die Fließheck-Limousine kommt rund ein halbes Jahr früher. +++

+++ Der Autobauer PEUGEOT Citroën (PSA) will im kommenden Jahr mehr als 2.000 Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Dazu sollten Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden, zudem solle es freiwillige Abfindungsangebote geben. In interne Dokumente betone das Management, dass Peugeot angesichts des Brexit und der rückläufigen Absatzzahlen bei Dieselfahrzeugen “vorsichtig” bleiben müsse. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Ende 2015 waren bei Peugeot in Frankreich gut 78.000 Menschen beschäftigt. Seit Anfang 2013 seien 17.000 Arbeitsplätze weggefallen, hieß es weiter. Peugeot hat derzeit unter einem schwächelnden Heimatmarkt zu leiden. Zudem hob das Unternehmen in Großbritannien zuletzt die Preise an, um den Kursverfall des britischen Pfunds zu kompensieren. In 2014 war Peugeot beinahe kollabiert und musste mit Staatshilfen gerettet werden. Seitdem versuchen die Franzosen, ihre Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern. Die Sanierung trägt Früchte: Im ersten Halbjahr verdiente das Unternehmen so gut wie nie zuvor. +++

+++ TESLA hat deutsche Behörden-Kritik zurückgewiesen, der Name ‘Autopilot’ für sein Fahrassistenzsystem sei irreführend. “Wir haben großes Vertrauen zu unseren deutschen Kunden und uns sind keine von ihnen bekannt, die die Bedeutung missverstanden hätten”, erwiderte das US-Unternehmen in einer Antwort auf den am Wochenende bekanntgewordenen Brief des Kraftfahrt-Bundesamtes. Tesla sei aber bereit, dazu eine Umfrage durchzuführen. Das Bundesamt schrieb an Tesla: “Um Missverständnissen und falschen Kundenerwartungen vorzubeugen, fordern, wir den irreführenden Begriff Autopilot bei der Bewerbung des Systems nicht mehr zu nutzen”. Zudem schrieb die Behörde auch die Tesla-Fahrer an. Tesla konterte, das Unternehmen habe stets betont, dass die Fahrer beim Einsatz des Systems den Überblick und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten müssten. Auch in der Luftfahrt werde als Autopilot ein Unterstützungssystem bezeichnet, das unter Aufsicht des Piloten arbeite. Die Warnung vom KBA sei “besonders ironisch mit Blick auf die berühmte deutsche Autobahn”, erklärte Tesla. “Glauben sie, dass die Deutschen das auch missverstehen?” Teslas System kann – ähnlich wie Assistenz-Technik anderer Hersteller – unter anderem die Spur und den Abstand zum vorderen Fahrzeug halten. Im Mai war ein Fahrer in Florida ums Leben gekommen als sein Tesla mit eingeschaltetem Autopilot-System unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Straße querte. Der Fahrer hatte nicht versucht, zu bremsen. Im Internet gab es auch immer wieder Videos von Leuten, die die Kontrolle über das Fahrzeug komplett dem ‘Autopilot’ Assistenten überließen. In den USA kritisierte die einflussreiche Test-Organisation Consumer Reports nach Bekanntwerden des Unfalls im Juli, der Name ‘Autopilot’ sei verwirrend, weil er Fahrern ein falsches Gefühl der Sicherheit gebe. Bei der jüngsten Software-Aktualisierung verschärfte Tesla die Sicherheits-Maßnahmen: Nach dreimaliger missachteter Aufforderung, die Hände wieder auf das Lenkrad zu legen, schaltet sich das System ab und kann erst nach dem Parken wieder aktiviert werden. +++

+++ Wie können Verbraucherverbände stellvertretend für mehrere Kunden Schadenersatz Ansprüche geltend machen? Das will die Bundesregierung klären, um im Zuge der VOLKSWAGEN Abgasaffäre die Klagerechte von Verbrauchern gegenüber Unternehmen zu stärken. Dabei geht es um Musterklagen, bei denen etwa Verbraucherverbände stellvertretend für mehrere Kunden Schadenersatzansprüche geltend machen könnten. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte in Berlin, es sei nach wie vor Ziel, noch in diesem Jahr einen Referentenentwurf zu Musterfeststellungsklagen in die Ressortabstimmung zu bringen. Das Bundesverkehrsministerium wies den Vorwurf zurück, den Verbraucherschutz zu blockieren. Beide Ministerien reagierten damit auf Berichte von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR, wonach die Pläne nicht mehr vor der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 zustande kämen und die Regierung trotz gegenteiliger Versprechen auf bedeutsame Verbesserungen beim Verbraucherschutz verzichte. Diskutiert wird schon länger, dass sich Verbraucher bei gleich gelagerten Fällen zusammenschließen und gemeinsam klagen können. Solch eine Musterfeststellungsklage unterscheidet sich aber von Sammelklagen, wie sie in den USA mit dort oft sehr hohen Schadensersatzsummen üblich sind. Auch Verbraucherschützer machen sich für Musterfeststellungsklagen stark. Volkswagen hatte bei weltweit 11 Millionen Diesel-Fahrzeugen die Schadstoff-Werte manipuliert. Der Konzern will nach bisherigen Berichten betroffenen Kunden aber nur in der USA Schadenersatz zahlen. Diese Ungleichbehandlung stößt auf Kritik. Nach Darstellung der Medien wird die Einführung einer Musterklage auf die lange Bank geschoben. +++

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