Tagesschau

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+++ Die ALFA ROMEO kehrt über 30 Jahre nach der letzten Generation (1972 bis 1984) auf das Parkett der Oberklasse zurück. Nicht nur wegen des wiederbelebten Namens dürfte so mancher Alfisti eine Träne verdrücken. Auch die Formgebung ist hingebungsvoll schön. So soll die Alfa Romeo Alfetta der deutschen Oberklasse-Konkurrenz mächtig einheizen. Mit ihrer Limousinen-Form und Länge von 4,90 Metern sticht die Alfetta insbesondere gegen die Mercedes E-Klasse, den Audi A6 und den BMW 5er. Die technische Basis ist eine mit der neuen Alfa Romeo Giulia verwandte Eigenentwicklung, die in der Serie mit Hinterradantrieb und gegen Aufpreis mit Allradantrieb vorfährt. Stilistisch geht die neue Alfetta einen eigenen Weg, teilt sich mit der Giula nur den Scudetto-Grill. Im Gegensatz zur Giulia ist bei der Alfetta eine attraktive Kombiversion aber sehr wahrscheinlich. Die Motoren sind bereits von der kleinen Alfa-Schwester bekannt: Top-Benziner ist der zusammen mit Ferrari entwickelte 2,9-Liter-V6 mit 510 PS. Der stärkste Diesel in der neuen Alfetta ist von Konzern-Schwester Maserati bekannt: ein 275 PS starker 3-Liter-V6-Turbodiesel. Spätestens zur Premiere der Alfetta wird aber mindestens 300 PS leisten und die Kraft mittels ZF-Achtstufen-Automatik übertragen. Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant, schließlich soll die neue Alfetta vor allem auf dem US-amerikanischen und chinesischen Markt erfolgreich sein.Im Innern darf sich die Alfetta bei Maserati bedienen, erhält unter anderem das Touchscreen-Navi vom Ghibli. Apropos “bedienen”: Durch skalierbare Technik-Architektur, können unterschiedliche Radstände, Spurweiten und Karosserieüberhänge auf gleicher Basis gefertigt werden. So wird auf der Basis der Alfetta wohl auch noch ein großes Alfa-SUV entstehen. Doch greifen die Pläne erst 2019, wenn die Alfetta bereits in den Markt gestartet ist. +++

+++ Es klingt wie ein Szenario aus einer weit entfernten Zukunft: Sie fahren morgens auf die Autobahn in Richtung Ihrer Arbeitsstelle. Dann drücken Sie zwei Knöpfe am Lenkrad, dieses fährt wie von Geisterhand von Ihnen weg und Ihr Auto bringt Sie nun selbstständig durch den Berufsverkehr. Zu abgedreht? Genau das habe ich erlebt. In einem AUDI, der frühestens in zehn Jahren in Serie gehen dürfte. Wenn Sie an Versuche mit autonomen Fahrzeugen denken, würden Sie eine ganz normale öffentliche Autobahn als Testfeld empfehlen? Wahrscheinlich nicht. Aber genau das ist es, was Audi mit dem “A7 piloted driving concept” gerade macht. “Jack” – so der interne Spitzname für den Prototypen – ist vollgestopft mit Computern, Steuergeräten und Kabeln. Der Kofferraum ist quasi unbrauchbar, so voll ist das Gepäckabteil. Aber keine Angst: Bis zur Serienreife in frühestens einer Dekade soll die Hardware für den Autobahn-Piloten die Größe eines normalen Steuergeräts haben. Nun, dann wollen wir mal. Auf den ersten Blick ist “Jack” ein ganz normaler Audi A7: Lenkrad, Pedalerie, Schalthebel – alles da. Erst auf den zweiten Blick werden die Unterschiede deutlich. So ist beispielsweise am unteren Rand der Windschutzscheibe ein LED-Band angebracht, das den Fahrer über den Zustand des Fahrzeugs informiert. Gelb bedeutet, dass der autonome Modus nicht aktiviert ist. Grün wiederum, dass der Autopilot das Fahrzeug übernommen hat. Damit es dazu kommt, müssen am Lenkrad zwei Knöpfe gedrückt werden. Anschließend fährt das Volant ganz nah an die Mittelkonsole und der Fahrer kann sich entspannen. Das mit der Entspannung ist nur so eine Sache. “Jack” bewegt sich schließlich völlig selbstständig im fließenden Verkehr auf der A9 zwischen Nürnberg und München. Da gibt es LKWs, Mittelspurschleicher und Vollgas-Versicherungsvertreter im Zweiliter-TDI – keine leichte Aufgabe. In den ersten paar Minuten erwische ich mich noch dabei, wie ich die Spurwechselentscheidungen von “Jack” mit Schulter- und Spiegelblick überwache. Aber – und das überrascht mich selbst – ich finde sehr schnell Vertrauen in die Sache. Der pilotierte A7 verhält sich so natürlich im “Lebensraum Autobahn”, dass sich binnen weniger Minuten ein gutes Gefühl einstellt. Er hält einen vernünftigen Abstand, blinkt, nähert sich den Fahrbahnmarkierungen an und schert auch sicher wieder ein. Errechnet werden die Aktionen von “Jack” aus Daten mehrerer Laser- und Radar-Scanner, die in und am A7 montiert sind. Alles mit Netz und doppeltem Boden, schließlich muss das System auch funktionieren, wenn ein Sensor ausfällt oder im Winter mit Schneematsch bedeckt ist. Dann soll das Auto dem Fahrer genug Zeit lassen, um sich wieder auf das Selbstfahren einzustellen und das Steuer zu übernehmen. Außerdem sind die Navigations-Daten in den autonomen Modus integriert, damit “Jack” auch weiß, wo es hingehen soll. Nach der im Endeffekt wirklich begeisternden Testfahrt auf der A9 steht ein Partnertausch an: Von “Jack” geht es zu “Robby” und von der Autobahn auf die Rennstrecke. Weniger Verkehr, dafür höhere Geschwindigkeiten. Auf der Audi-Teststrecke in Neuburg ist “Robby” quasi heimisch. Er ist übrigens nicht “nur” ein A7, sondern gleich die extrem starke RS7 Version mit 650 PS. Diesmal nehme ich lediglich auf dem Beifahrersitz Platz, links von mir ein Audi-Ingenieur. Ehrlich gesagt ist mir das auch lieber so, denn “Robby” sprintet wie wild geworden von der Startlinie los, rast auf die erste Kurve zu und ich bete, dass die Systeme auch wirklich funktionieren. Tun sie. “Robby” ist auf die Ideallinie programmiert und dient als Erprobungsfahrzeug für Dynamik, unterschiedliche Fahrzustände und Reaktionen auf Unter- sowie Übersteuern. Alles funktioniert wie am Schnürchen. Runde für Runde trifft er alle Brems-, Einlenk- und Scheitelpunkte auf den Millimeter. Die leicht rutschige Strecke kompensiert er mit gekonntem Gegenlenken. Ich fühle mich als Rennfahrer zwar ein klein wenig in meiner Existenz bedroht, bin aber gleichzeitig auch fasziniert. Am Ende des Tages kann ich nur sagen, dass die autonome Zukunft verdammt aufregend ist. Was mich am meisten beeindruckt hat? Wie ausgereift die Systeme schon erscheinen. Zur Erinnerung: Audi spricht von einer Serieneinführung in zehn Jahren – frühestens. Dann könnte das pilotierte Fahren tatsächlich eine richtig gute Alternative zu Kurzstreckenflügen oder der Bahnreise werden – auch ohne aufpassenden Ingenieur auf dem Beifahrersitz. +++

+++ Die Volkswagen Gruppe hat in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 2,85 Millionen Einheiten in CHINA verkauft. Das ist ein Plus von 10,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wie der Autohersteller gegenüber IHS Automotive erklärt, wurden von 2,85 Millionen Einheiten 131.500 in China importiert. VW produziert auch lokal in China mit zwei Joint Ventures, Shanghai VW (SVW) und FAW-VW. Die Marke Volkswagen ist nach wie vor die meistverkaufte Marke in China. Mit insgesamt 2,13 Millionen Einheiten während des gesamten Neunmonats-Zeitraums erzielte der Hersteller ein Plus von 11,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Volkswagen Konzernmarke Audi verkaufte von Januar bis September dieses Jahres 440.200 Einheiten in China, was einem Absatzplus von 6,2 % zum Vorjahr entspricht. Der Volkswagen Konzern schlägt damit dieses Jahr seinen Erzrivalen General Motors in China. In den ersten neun Monaten 2016 stiegen die Einzelhandelsumsätze von General Motors und ihren Joint Ventures in China um 9 % auf 2,7 Millionen Einheiten. General Motors’ Top-Selling Marke in China im Neunmonats-Zeitraum war die Wuling-Marke seines SAIC-GM-Wuling Joint Ventures, das General Motors mit SAIC Motor und Liuzhou Wuling Motors gegründet hat. Die Wuling-Marke verkaufte 988.053 Autos, erklärte der Autohersteller General Motors. +++

+++ Der Skandal um geschönte Verbrauchstests kostet den japanischen Autohersteller MITSUBISHI den Gewinn. Das Unternehmen geht im laufenden Geschäftsjahr unter anderem deswegen nun von einem Betriebsverlust von umgerechnet 246 Millionen Euro aus, statt eines operativen Gewinns von 220 Millionen Euro. Unter dem Strich dürfte das Minus sogar bei 2,1 Milliarden Euro und damit deutlich höher als bisher angenommen ausfallen, wie die Nummer sechs der Branche in Japan mitteilte. Neben dem Skandal machen Mitsubishi auch der starke Yen und die schleppende Erholung in Schwellenländern zu schaffen. Dazu kommt eine Abschreibung auf eine Fabrik in Japan. Der Konzern hat eingeräumt, bei den Untersuchungen zum Treibstoffverbrauch bei mehreren Modellen über Jahre getrickst zu haben, und rechnet deswegen mit einem Sonderverlust. Betroffen sind unter anderem Fahrzeuge, die für Nissan produziert werden. Im Zuge des Skandals steigt Nissan bei dem heimischen Rivalen ein. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete, übernimmt nun Nissan-Chef Carlos Ghosn wohl den Spitzenposten bei Mitsubishi. Die Personalie solle im Dezember bei einem Aktionärstreffen beschlossen werden. Die Sprecher beider Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab. +++

+++ Hoch sitzen, viel sehen, Coolness ausstrahlen. Die Welt liebt SUVs, ob das nun vernünftig ist oder nicht. Ob bei uns, in China oder den USA, dem Heimatland dieser Autogattung: Auf den wichtigsten Märkten erobern die rollenden Hochsitze rasant neue Käufer. Die haben zuvor im Kompakten, einer Limousine oder gar im Cabrio gesessen und schätzen nun das Gefühl, oben angekommen zu sein. Bis 2021, so glauben die Marktforscher von LMC Automotive, wächst der jährliche SUV-Absatz von 7,3 auf 9,5 Millionen Fahrzeuge. Auch deshalb, weil ständig neue Modelle auf den Markt kommen. Allein in den kommenden 5 Jahren werden die Autobauer über 50 Neuheiten vorstellen. +++

+++ Elektroauto-Hersteller TESLA und Technik-Konzern Panasonic wollen eng zusammenarbeiten. In einer ‘unverbindlichen Absichtserklärung’ legten die beiden Firmen jetzt fest, dass sie gemeinsam Photovoltaikprodukte herstellen wollen. Zuvor müssen allerdings noch ein paar Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Grundvoraussetzung für die Kooperation ist allerdings, dass Tesla wie geplant den Ökostrom-Hersteller SolarCity übernimmt. Diese Transaktion müssen aber zunächst noch die Tesla-Aktionäre absegnen. Und auch die US-Behörden müssen noch ihre Stellungnahme abgeben. Wenn der Deal wie geplant im vierten Quartal 2016 über die Bühne gegangen ist, soll Panasonic mit der Produktion von Photovoltaikzellen und -modulen in der Fabrik in Buffalo beginnen, im Gegenzug sichert Tesla eine langfristige Abnahme der Produkte zu. +++

+++ VOLKSWAGEN Betriebsratschef Bernd Osterloh hat vor einem Fehlschlag bei den laufenden Verhandlungen zum Zukunftspakt bei der Pkw-Kernmarke gewarnt. “Der Zukunftspakt könnte auch scheitern. Insbesondere, wenn es keine Zusagen des Konzerns zum Einstieg in die Batterie gibt”, sagte er der Süddeutschen Zeitung Dienstag. Damit zeigte Osterloh die rote Linie der laufenden Gespräche auf: Die Betriebsratsseite will mit dem Zukunftspakt feste Zusagen für Arbeit. Dabei geht es um Stückzahlen für Automodelle, aber eben auch um neue Jobs etwa in der Batterie-Produktion für Elektrofahrzeuge. Sollte “das Angebot des Unternehmens jetzt keine zufrieden stellende Auslastung und kein Angebot zur Fertigung” der neuen Technologien enthalten, werde “der Zukunftspakt scheitern”, stellte Osterloh klar. Der Arbeitnehmer-Chef hatte kürzlich dem Handelsblatt gesagt, dass künftig bis zu 2.500 Jobs pro Jahr über Frührente und Altersteilzeit wegfallen könnten. Im Gegenzug sollen aber neue Stellen etwa in der IT und anderen Zukunftsfeldern wie Batterietechnik geschaffen werden. +++

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