Tagesschau

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+++ Früher war alles besser? In diesem konkreten Fall offenbar schon. So fühlen sich 93 Prozent der deutschen Autofahrer mehr ABGELENKT als noch vor 5 Jahren. Das Problem ist in vielen Fällen allerdings selbstverschuldet, so eine aktuelle Umfrage des Direktversicherers DA Direkt: Viele Fahrer tun trotz des Wissens über die Gefahren Dinge, die vom Straßenverkehr ablenken und immer wieder zu brenzligen Situationen oder Unfällen führen können. Gerade junge Menschen nutzen häufig das Smartphone und lesen Nachrichten: Von den 18- bis 34-Jährigen texten fast 10 Mal so viele während der Fahrt als in der Generation 55 plus. Speziell bei sogenannten Besserverdienern ist die Handynutzung ohne Freisprechanlage weiter verbreitet als beim Durchschnitt. Und was könnte der Gesetzgeber gegen ablenkende Tätigkeiten während der Fahrt tun? “In der Regel hilft ein Mix aus Aufklärung, Motivation und konsequenter Ahndung von Vergehen”, sagt DA-Direkt Vorstand Norbert Wulff. Laut der Umfrage würden nämlich deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ihr Handy oder Smartphone nicht benutzen, wenn das Bußgeld spürbar erhöht würde, etwa von 60 auf 200 Euro. +++

+++ Anfang 2018 beginnt AUDI mit der Fertigung des neuen A1. Der Dreitürer wird ersatzlos gestrichen, weitere Varianten sind zunächst nicht geplant. Damit muss der fünftürige A1 Sportback die Kartoffeln in Zukunft ganz allein aus dem Feuer holen, und das ohne Plug-in-Hybrid und ohne Elektro Variante. Allein der Mildhybrid gilt als gesetzt, seine kleine Batterie kann mit 8 bis 10 kW Leistung den Verbrenner aber nur minimal ergänzen. Der Strom fließt in Nebenaggregate, dient nicht zum emissionsfreien Fahren. Die zweite A1 Generation wandelt sich vom schmalen und hochbeinigen Pummel zum sportlich-eleganten Modell. Das Auto wird breiter und flacher, der Radstand legt geringfügig zu, Grill und Scheinwerfer wirken erwachsener, auf der kantigeren Karosserie sitzen ebenso scharf geschnittene Fenster. Insgesamt wirkt der Wagen moderner und weniger betulich; eine Art A1 plus mit mehr Platz im Fond, bequemerem Einstieg und größerem Gepäckabteil. An der Qualität des Innenraums gab es nicht viel zu verbessern, wohl aber an der Bedienung und am Infotainment. Hier übernimmt Audis Kleinster sogar den einen oder anderen Elektronikbaustein von Audis Größtem, dem nächsten A8. Das Cockpit ist im Prinzip ein leicht entfeinertes A4-Derivat. Unter dem Blech vollzieht der A1 den Wechsel zum zeitgemäßen, weil leichteren und steiferen MQ-Baukasten. Neu im Angebot sind Drive Select mit Adaptivfahrwerk, besseres LED-Licht und eine ganze Reihe nützlicher Assistenzsysteme. Der Allradantrieb, der aktuell dem S1 vorbehalten ist, soll ab 2018 auch in schwächer motorisierten Varianten angeboten werden. Die 1,4-Liter-Aggregate fliegen raus. Die schwächere Version wird durch einen 1,0-Liter-Dreizylinder ersetzt, die 150-PS-Ausführung macht Platz für einen gleich starken 1,5-Liter-Vierzylinder. Als Ersatz für den 1.8 TFSI mit 192 PS erwarte ich eine 2,0-Liter-Maschine mit 200 PS, die im S1 auf 250 PS und im noch nicht beschlossenen RS 1 sogar auf 300 PS kommen soll. Bleibt noch die Frage nach dem Q1, das Gegenstück zum VW T-Cross auf Polo-Basis? Antwort von Radio Ingolstadt: reizvoll, aber zu wenig Vor sprung durch Technik. +++

+++ BMW Fans trauern um Paul Rosche, auch “Nocken-Paule” genannt, den genialen Motorenkonstrukteur der Marke. Er verstarb im Alter von 82 Jahren in München. Zu seinem Vermächtnis gehören eine ganze Reihe legendärer Verbrennungsmotoren, denn der 1934 geborene Ingenieur war maßgeblich an der Entwicklung einiger der besten BMW-Triebwerke beteiligt. Die Autos, die sie antrieben, sind legendär: Ob Roadster BMW 507, die Sportlimousine BMW 02, der wunderbare BMW M3 (E30), der BMW V12 LMR oder der McLaren F1: die Motoren all dieser Ikonen tragen seine Handschrift. Und das sind nur die wichtigsten Maschinen, deren Kontruktion Paul Rosche vorantrieb.  Bereits Mitte der 60er-Jahre, als BMW erste Schritte in den Rennsport wagt, ist  Paul Rosche mit von der Partie. 1975 übernimmt er die Leitung der BMW Motorsport GmbH, bereits 5 Jahre später startet BMW erstmals in der Formel-1. Die v on Rosche entwickelten Motoren fahren 1982 die ersten Siege ein und krönen seine Arbeit mit einer Weltmeisterschaft 1983. Bis heute hält der M12/13-Motor mit 1400 PS den Rekord für die höchste Motorleistung in der Formel-1 Geschichte. Als sich BMW 1986 aus der Formel-1 zurückzieht, konzentriert sich Rosche auf die Tourenwagen-Meisterschaft. Der M3 (E30) gewinnt mehr Siege als jedes andere Auto in dieser Klasse. Auch in den letzten Jahren seiner Karriere ist Rosche  aktiv. Sein M70-Motor wird von McLaren im F1 eingebaut. 1995 und 1999 erringt BMW den Sieg bei den 24 Stunden von LeMans. 1999 geht Paul Rosche in den Ruhestand. Und noch im Folgejahr bestreitet Williams mit einem zum Großteil von Rosche entwickelten V10-Motor die Formel-1. +++

+++ Fiat Chrysler drängt mit dem jetzt in Los Angeles vorgestellten JEEP Compass erstmals ins Revier der Premium-Kompakt-SUV. Gebaut wird der Hoffnungsträger aber in Entwicklungsmärkten. Jeep ist elementarer Bestandteil der Wachstumsstrategie des Fiat-Chrysler-Konzerns. In diesem Jahr verkauft die traditionsreiche Geländewagenmarke erstmals über 1,4 Millionen Einheiten, bis 2021 erwartet IHS Automotive einen weiteren Anstieg auf über 1,7 Millionen Einheiten. Dazu ganz erheblich beitragen soll der jetzt in Los Angeles vorgestellte und 2017 in den Verkauf kommende Compass. Mit dem Modell greift der Autobauer jetzt im Segment der kompakten SUV im Premiumsegment an und zielt ganz selbstbewusst auf die Klientel von BMW X1 und Audi Q3. Wie wichtig das Modell für die Marke ist, unterstreicht eine andere IHS Zahl: die Marktexperten erwarten, dass im Jahr 2019 etwa 20 Prozent des Jeep-Absatzes auf den Compass entfallen dürften. Interessant ist die Produktionsstrategie für das Modell. Ungeachtet des Premiumanspruchs wird das Modell durchgängig in Entwicklungsmärkten produziert. Mit dem Stammwerk in Brasilien, wird der Compass in Mexiko, China und Indien gebaut. Im Werk Ranjangoan/ Indien hat man für das Modell rund 280 Millionen US-Dollar investiert. Während aus Indien hauptsächlich der Bedarf auf dem Subkontinent und in der ASEAN-Region gedeckt werden soll, zielt die China-Produktion auf den dortigen Markt. Die übrigen Weltmärkte werden aus der Produktion in Brasilien und Mexiko versorgt. +++

+++ Ende 2020 wird MERCEDES die neue C-Klasse-Generation an den Start bringen. Der W 206 erhält eine neue Plattform, viel neue Technik, aber nur ein evolutionäres Design. Lässig in Jeans und Sneakers schlürft Dieter Zetsche am Vorabend des Pariser Autosalons seinen Cocktail. Soeben hat sein designierter Nachfolger, Vertriebschef Ola Källenius, auf der Bühne der Öffentlichkeit noch mal mitgeteilt, wie super der Verkauf gerade läuft. Man feiert an diesem Abend die alten Tugenden: Sportwagen von AMG. Am Tag darauf, bei der Pressekonferenz auf der Messe, ist die neue Welt dran: der EQ, Daimlers erster rein elektrischer SUV. Und so geht der Konzern generell die Zukunft an: mit einer Symbiose aus alter Verbrenner- und neuer Elektrowelt. Synonym dafür ist die nächste Generation der C-Klasse. Beginnen wir mit der traditionellen, vertrauten Welt. In den Dimensionen bleibt d ie neue Mercedes C-Klasse der Baureihe W 206 nahezu unverändert. Sie wechselt auf die MRA2-Plattform (Mercedes Rearwheel Architecture), eine Weiterentwicklung der aktuellen Heckantriebsarchitektur, auf der auch E- und S-Klasse basieren. Die MRA2 wird etwas leichter und ist verwandt mit der Elektroautoarchitektur EVA (Electric Vehicle Architecture), auf der auch der EQ steht, sieht aber noch Verbrennungsmotoren bis hin zu Sechs- und Achtzylindern vor. Das stellt sich nach 2025 ganz anders dar. Aber dazu später mehr. Angetrieben wird die neue C-Klasse von den bekannten Vierzylindermotoren inklusive des neuen, besonders sauberen Diesel OM 654. Dazu kommt eine komplett neue Reihen Sechszylinder-Motorengeneration. Der W 206 bekommt darüber hinaus einen Plug-in-Hybrid, der einen Vierzylinder-Benziner mit einer E-Maschine kombiniert und “mindestens 100 km rein elektrisch fährt”, wie ein mit dem Projekt Vertrauter bestätigt. Dafür hilfreich: Das 48Volt Bordnetz hält Einzug. Als erstes Mercedes-Modell bekommt die S-Klasse mit dem Facelift 2017 den größeren Energielieferanten. Die Vorteile: Mit der stärkeren Kilowattleistung lassen sich Funktionen wie elektrisches Anfahren, Boosten oder eine leistungsfähige Rekuperation (Energierückgewinnung) realisieren. Auch andere Systeme wie E-Turbolader oder Klimaanlagen lassen sich so mit Energie versorgen. Das senkt den Verbrauch. Auch bei der Lichttechnik legt Mercedes nach. Das Fernlicht der C-Klasse soll bis zu 600 Meter weit leuchten, und das ohne Laserlicht. Der konventionelle Scheinwerfer bleibt übrigens trotzdem noch im Programm. LED ersetzt zwar Xenon komplett, dafür steht ein günstiger H7-Scheinwerfer weiterhin im Lastenheft. “Am Xenon-Licht wird bei Mercedes nicht mehr gearbeitet”, ist aus Entwicklerkreisen zu hören. Die Digitalisierung schreitet fort und ermöglicht neue Fahrfunktionen. So wird der C-Klasse-Besitzer sein Auto künftig per Smartphone in die Garage fahren lassen können. Die C-Klasse übernimmt das umfangreiche Fahrerassistenzpaket der S-Klasse und soll bei den autonomen Fahrfunktionen sogar noch ein wenig mehr können. Zum Beispiel lässt sich dann erstmals das sehr exakte digitale Kartenmaterial der gemeinsam mit Audi und BMW gekauften Firma Here zur Geschwindigkeitssteuerung zusätzlich nutzen. Dazu kommt ein Online-Anschluss (3 Jahre kostenlos) samt WLAN-Hotspot, für den Mercedes mit der Submarke Me Dienste wie Musik-Streaming und Live-Staudaten anbieten will. Im Cockpit will Mercedes mit der nächsten C-Klasse nun den Schritt wagen, für den es den Stuttgartern bei der E-Klasse noch an Mut gefehlt hat: “Für die E-Klasse hatten wir eine Bedienung konzipiert, bei der der Dreh-Drück-Steller durch ein berührungssensitives Display ersetzt wird”, berichtet ein Insider. Die Kunden seien dafür aber noch nicht bereit gewesen. Mit der nächsten C-Klasse-Generation soll es nun so weit sein. Das Display ähnelt dem, welches Audi für den neuen A8 (2017) in Planung hat. Nähert man sich mit der Hand einem der virtuellen Knöpfe, werden diese vergrößert angezeigt. Angezeigt wird alles auf einem rund 30 cm breiten, flachen Display, welches dreidimensionale Kartendarstellungen der Navigation erlaubt. Außer beim Display in der Mittelkonsole will Mercedes auf Gestensteuerung verzichten. Auch wird das obere große Display kein Touchscreen. “Zu viele Bedienmöglichkeiten verwirren den Kunden mehr, als dass sie ihm nützen”, meint man bei Mercedes. Rein theoretisch könnte die Baureihe W 206 sogar als reines E-Auto aufgelegt werden, doch Mercedes geht einen anderen Weg. Parallel zu den konventionellen Baureihen entsteht eine E-Auto-Familie unter der Submarke EQ. Basis aller EQ-Modelle ist die EVA-Plattform. Sie beherbergt zwischen den Achsen auf 4,5 m² 13 Zentimeter hohe Batteriezellen. Das ergibt ein Volumen von rund 400 Litern. Die Batteriekapazität liegt bei 110 kWh. “Das reicht für über 500 km im neuen europäischen Fahrzyklus WLTP und eine Reichweite von 450 bis 500 km in der Realität”, berichtet ein mit dem Projekt Vertrauter. Allein die Batterien bringen rund 700 kg auf die Waage, womit ein SUV wie der EQ mit der Größe des aktuellen GLC rund 2.400 kg wiegen dürfte. Das erste Auto auf dieser Architektur wird der gerade als Studie in Paris vorgestellte SUV sein, der 2018 auf den Markt kommt. Bis 2023 folgen zwei weitere SUV und zwei Limousinen in unterschiedlichen Größen. Eine Limousine passt von der Größe zwischen C- und E-Klasse und soll für Kunden, die ein rein elektrisches Auto wollen, eine Alternative zur neuen C-Klasse sein. Dazu kommen drei rein elektrische Modelle in der Kompaktklasse mit 300 bis 400 km Reichweite und der vollelektrische Smart in drei Karosserievarianten. Etwa im Jahr 2025 muss sich Mercedes entscheiden, “wie wir mit den Verbrennungsmotoren nach 2030 weitermachen”, heißt es in Entwicklerkreisen. Derzeit wird eine integrierte E-Auto-Plattform favorisiert, die vorne noch einen Vierzylinder-Verbrennungsmotor vorsieht, sonst aber konsequent auf E-Antrieb setzt. Maximale Leistung: rund 620 kW mit zwei E-Maschinen und elektronisch geregeltem Allradantrieb. “Unser Ziel ist die emissionsfreie Mobilität. Auf unserem Weg dorthin setzen wir auch langfristig auf einen intelligenten Technologie-Mix aus Hightech-Motoren, Plug-In- Hybriden und elektrischen Fahrzeugen mit Batterie- oder Brennstoffzelle. Am Ende des Tages entscheidet der Kunde darüber, welche Technologie für sein individuelles Mobilitätsbedürfnis die passendste ist. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass wir auch nach 2030 in vielen Märkten den Verbrennungsmotor brauchen werden”, erklärt Daimler-Chefentwickler Thomas Weber. Aber ob dieser dann noch mehr als vier Zylinder hat, darf doch stark bezweifelt werden. Lediglich die Daimler Sportwagenschmiede AMG dürfte sich diese Spielwiese noch erhalten können. +++

+++ Daimler Chef Dieter Zetsche rechnet nicht mit schnellen Umbrüchen durch die Wahl von Donald TRUMP zum US-Präsidenten. “Wir gehen von keinen kurzfristigen Disruptionen in den USA aus”, sagte Zetsche in Berlin. Der Daimler-Chef fügte hinzu, der deutsche Autokonzern werde wie geplant in rund einem halben Jahr eine Fabrik in Mexiko eröffnen. “Selbstverständlich” baue Daimler die Produktionsstätte weiter. Zetsche äußerte dennoch abermals die Hoffnung, dass Trump als US-Präsident anders auftritt als im Wahlkampf. Er hoffe auf eine “möglichst große Kluft zwischen Wahlkampf und Präsidentschaft”, sagte der Daimler Chef. Trump hatte Zölle auf in Mexiko hergestellte Waren angedroht. Das würde Daimler und etwa den Volkswagen Konzern hart treffen. Die Unternehmen planen, immer mehr Fahrzeuge für den US-Markt in Mexiko zu produzieren. Bislang profitieren sie vom Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada. +++

+++ Beim Thema E-Mobilität verhalten sich die Autofahrer in Deutschland nach Ansicht von VOLKSWAGEN Chef Matthias Müller inkonsequent. “Auf der einen Seite denken und handeln viele Deutsche im Alltag grün, wenn es aber um E-Mobilität geht, haben wir als Verbraucher spitze Finger. So ganz habe ich dieses paradoxe Phänomen noch nicht verstanden”, sagte Müller. Er wies zudem Vorwürfe gegen die Branche zurück: “Die Autoindustrie hat da nichts verschlafen. Am Angebot mangelt es nicht, sondern an der Nachfrage”. Müller zeigte sich aber zuversichtlich, dass schon in wenigen Jahren deutlich mehr Elektroautos gekauft werden. “Die Preise werden sinken, die Reichweite steigt, die Ladezeit wird kürzer – all die Punkte, die den Erfolg der E-Mobilität bisher behindert haben”. E-Mobilität spielt auch im Volkswagen ‘Zukunftspakt’, den Vorstand und Betriebsrat am Freitag vorgestellt hatten, eine zentrale Rolle. Der vom Dieselskandal schwer gebeutelte Autobauer solle “auch im Bereich Elektromobilität zum weltweit führenden Volumenhersteller” werden, hieß es in einem internen Informationsschreiben an die Mitarbeiter. Müller wehrte sich erneut gegen Kritik, dass der Konzern Autobesitzer in Europa im Zuge des Dieselskandals nicht entschädige, anders als in den USA. Die Situation könne man “nicht über einen Kamm scheren”, sagte der Manager. “Den Kunden in Europa entsteht ja kein Nachteil, weder beim Verbrauch noch bei den Fahreigenschaften”. Sowohl “die rechtlichen als auch die regulatorischen Umstände” seien in den USA komplett anders. “Emotional” könne er den Ärger von Kunden und Verbraucherschützern aber nachvollziehen. Der Volkswagen Chef verteidigte zudem den Abbau von Zehntausenden Stellen im Rahmen des ‘Zukunftspakts’. “Der Volkswagen Konzern, insbesondere die Marke Volkswagen, hat Fett angesetzt in den Erfolgsjahren. Deshalb braucht es eine Schlankheitskur, die nehmen wir jetzt in Angriff”. Vorstand und Betriebsrat hatten sich auf einen sozialverträglichen Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen geeinigt. Weltweit sollen 30.000 Stellen gestrichen werden, davon bis zu 23.000 in Deutschland. Da auch 9.000 neue Jobs entstehen sollen, geht es unter dem Strich um 14.000 Arbeitsplätze, die wegfallen. Unterstützung kam von Volkswagen Aufsichtsrat Wolfgang Porsche. “Es haben alle gewusst, dass etwas passieren muss”, sagte der Volkswagen Großeigner. “Eine Marke, die kein Geld verdient, ist auf Dauer kein attraktiver Arbeitgeber”. Auch neue Arbeitszeitmodelle sind Teil des ‘Zukunftspaktes’. Unter anderem steigt die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden. Markenvorstand Herbert Diess und Betriebsratschef Bernd Osterloh hatten wochenlang heftig um den Kompromiss gerungen. Unterdessen kommt es in der Eigner-Familie Porsche zu einem Generationenwechsel. Volkswagen Aufsichtsrat Hans-Peter Porsche übertrug sein Vermögen und auch seine Anteile an seinen Sohn Daniell. Die Dividenden würden geteilt: “Mein Vater erhält zwei Drittel, ich ein Drittel”. Daniell Porsche will zudem eine Rolle im Volkswagen Aufsichtsrat spielen. “Ich stelle mich zur Verfügung”, sagte der Urenkel von Volkswagen Käfer Erfinder Ferdinand Porsche. +++

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