Tagesschau

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+++ Volkswagen darf nach Freigabe durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) nach eigenen Angaben nun auch die restlichen vom DIESELSKANDAL betroffenen Motoren umrüsten. Für den Zuständigkeitsbereich der Behörde lägen nun alle erforderlichen Genehmigungen vor, teilte VW in Wolfsburg mit. In den kommenden Wochen sollen die betroffenen Autofahrer die Benachrichtigung erhalten, dass die Umrüstung für ihr Auto verfügbar ist und sie einen Termin mit einer Vertragswerkstatt vereinbaren können. Vom KBA war auf Anfrage zunächst keine Bestätigung zu erhalten. Der Volkswagen-Konzern hatte im September zugegeben, Abgaswerte von bestimmten Dieselmotoren im Testbetrieb unzulässig geschönt zu haben. Weltweit sind rund 11 Millionen Fahrzeugen betroffen, in Deutschland rund 2,6 Millionen. Viele europäische und internationale Zulassungsbehörden orientieren sich mit ihren Zulassungsbestimmungen am KBA. Für die USA und Kanada gilt das nicht: Dort zahlt der Konzern betroffenen Kunden unter anderem Entschädigungen in Milliardenhöhe, in Europa sieht der Konzern wegen einer anderer Rechtslage dazu keine Veranlassung. An zahlreichen Gerichten sind dazu jedoch Verfahren anhängig. +++

+++ Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar 2017) zeigt FARADAY Future ein Elektro-SUV. Beeindruckend ist die Leistung. In einem Clip lässt der Hersteller den noch namenlosen Erlkönig im Dragrace gegen Bentley Bentayga, Ferrari 488 GTB und Tesla Model X antreten. Wie das Rennen ausgeht, verrät Faraday Future nicht. Trotzdem deutet der Teaser an, dass ähnliche Kraftverhältnisse herrschen. Immerhin basiert das E-SUV zumindest teilweise auf der 1000-PS Studie FFZero1. Das Unternehmen hat zudem ein Video veröffentlicht, das einen getarnten Prototypen bei Erprobungsfahrten zeigt. Er surrt lautlos über eine Wüsten-Rennstrecke. Wann der elektrische Crossover im Serientrimm auf den Straßen rollt, steht jüngsten Insiderberichten zufolge allerdings in den Sternen. Aufgrund von finanziellen Problemen der Firma könnte das Unterfangen sogar komplett vor dem Aus stehen, denn der chinesische Investor LeEco habe sich angeblich mit der Doppelbelastung aus Faraday Future und der Entwicklung eines eigenen E-Autos übernommen. Faraday selbst soll zu schnell expandiert und strategische Fehler begangen haben. Laut dem US-Portal The Verge haben Zulieferer Faraday bereits wegen unbezahlter Rechnungen verklagt und leitende Angestellte verlassen das Unternehmen. Geplant war der Marktstart Ende 2017. +++

+++ GENERAL MOTORS muss in China eine Strafe in Höhe von umgerechnet knapp 28 Millionen Euro zahlen. Laut der chinesischen Kommission für Entwicklung und Wirtschaft hat der US-Autobauer zusammen mit seinem chinesischen Partner SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) “die Rechte der Verbraucher und der Wettbewerber verletzt”. Den GM-SAIC Händlern werden illegale Preisabsprachen vorgeworfen. Die Höhe der Geldstrafe entspricht fast 4 Prozent des chinesischen Jahresumsatzes von GM-SAIC und wurde von GM bereits akzeptiert. Schließlich ist China für GM ein extrem wichtiger Markt: 2016 stiegen die Verkäufe im VergleichVW Neuwagen Angebote stressfrei vergleichen zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent, Cadillac verkaufte als Marktneuling auf Anhieb über 103.000 Autos in China. 2017 wird GM die in den USA gebauten Pick-ups Silverado und Colorado in Regionen verkaufen, die Sonderregelungen für den Import und Verkauf von Pick-ups geschaffen haben. Umgekehrt bringt GM auch in China produzierte Fahrzeuge in die USA: Der Buick Envision kommt bereits aus China, 2017 folgt der Cadillac CT6 Plug-in Hybrid. Die Strafe ist auch im Lichte einer sich möglicherweise abkühlenden Handelsbeziehung zwischen den USA und China zu sehen – schließlich hat der künftige US-Präsident Donald Trump in seinem Wahlkampf angekündigt, Importwaren aus China mit hohen Strafzöllen zu belegen, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen. +++

+++ 2015 hatten sich Audi, BMW und Daimler zusammengeschlossen, um den Kartendienst HERE von Nokia zu kaufen. Als Summe wurden rund 2,6 Milliarden Euro gehandelt. Die 3 deutschen Autobauer teilten sich die Anteile zu gleich großen Stücken auf. Nun haben sie neue Investoren aus Asien gefunden, um wichtige Märkte wie China mit in den Kartendienst einzubinden. Der chinesische Internetkonzern Tencent, der chinesische Kartendienstleister NavInfo und Singapurs Staatsfonds GIC übernehmen zusammen 10 Prozent am Joint Venture. Entsprechend sinken die jeweiligen Anteile von Audi, BMW und Daimler. Finanzielle Details über den Deal mit den neuen Investoren wurden nicht genannt. Dafür aber weitere Pläne für die Zukunft. Zusammen mit NavInfo soll ein neues 50-50-Joint-Venture gegründet werden, um Kartendienstleistungen für China voranzutreiben. Audi, BMW und Daimler wollten mit dem Kauf von Here 2015 verhindern, dass die Macht von Apple und Google weiter wächst, und stattdessen selbst einen Kartendienst aufbauen und betreiben, den die Hersteller und weitere Autobauer als jeweiliges Grundgerüst für eigene Lösungen benutzen können. Ein funktionierendes (und unabhängiges) Kartendienst-System ist im Hinblick auf weiter verbesserte Assistenzsysteme und das autonome Fahren essentiell. +++

+++ HONDA wird bei der Entwicklung selbstfahrender Autos womöglich bald mit Google kooperieren. Es gebe darüber formale Verhandlungen, teilte der japanische Autobauer am Mittwochabend mit. Sollten sich beide Seiten einig werden, würden die Ingenieure der Firmen künftig eng zusammenarbeiten. Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat das Projekt zur Entwicklung selbstfahrender Autos gerade in eine unabhängige Einheit namens Waymo ausgegliedert. Diese soll nun Partnerschaften mit der Industrie ausloten. Honda ist der zweite potenzielle Partner. Mit Fiat Chrysler hat Google bereits eine Vereinbarung. Hier soll die Technik in einige Modelle eingebaut werden. Die Entwicklung selbstfahrender Autos bringt für die Branche hohe Kosten mit sich. Einige Hersteller suchen deswegen ihr Heil in Kooperationen, auch mit der Technologiebranche aus dem Silicon Valley. Andere Anbieter wie General Motors oder Ford wollen es alleine schaffen. Honda hat bereits Ressourcen in eine interne Entwicklung des autonomen Fahrens gesteckt. Diese Bemühungen würden fortgesetzt, so das Management. +++

+++ Das INTERNET hat den Handel innerhalb weniger Jahre rasant verändert. Zunächst war es Amazon, das die Buchhändler unter Druck setzte. Dann fingen Modehändler wie Zalando an, mit den Läden in der Innenstadt zu konkurrieren. Und mittlerweile werden selbst Lebensmittel immer öfter über das Netz verkauft. Allein der Autohandel findet zu großen Teilen immer noch im Autohaus statt. Im vergangenen Jahr wurde weltweit nur jeder zehnte Neuwagen im Internet gekauft. Und dabei wurden sogar die Käufe mitgezählt, die zwar im Netz angebahnt, aber letztlich über einen niedergelassenen Händler abgewickelt wurden. Doch die Nachfrage nach dem digitalen Autokauf soll laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Capgemini Consulting deutlich zunehmen. Dafür wurden Verbraucher in China, Deutschland und den USA zu ihrem Verhalten beim Autokauf befragt. Rund drei Viertel aller Befragten könnten sich demnach vorstellen, ihr nächstes Auto im Netz zu kaufen. Gerade bei jungen Käufern steigt das Interesse, ihr Auto so zu kaufen, wie sie es auch in anderen Bereichen gewohnt sind. Denn bislang funktioniert der Autohandel seit Jahren nach einem ähnlichen Prinzip: Kaufpreise werden beim Autohändler meist verhandelt. Das hinterlässt bei vielen Käufern die Unsicherheit, zu viel bezahlt zu haben. Erfolgreiche Autohändler im Netz müssten nach Ansicht der Berater darum mit Niedrigpreisgarantien und einer stärkeren Vergleichbarkeit der Angebot arbeiten. Für die Unternehmensberater gibt es Gründe dafür, dass der Autohandel im Netz bislang noch keine großen Marktanteile erobert hat. “Die Autohersteller sind besorgt, welche Folgen der Online-Handel für die Händler haben könnte”, sagt Capgemini-Autoexperte Markus Winkler. Darum scheuen viele davor zurück, im Netz große Rabatte zu gewähren und halten zu oft am bisherigen Vertriebsmodell fest. Doch das könnte in den kommenden Jahren nicht mehr reichen. Kleinere Automarken ohne großes Händlernetz haben es leichter, ihren Handel zu digitalisieren. Elektropionier Tesla setzt auf einen Direktvertrieb, bei dem der erste Kontakt in der Regel im Netz zustande kommt. Auch der chinesische Marke Lync & Co setzt auf digitale Vertriebsmodelle. Die angestammte Industrie antwortet mit eigenen Pilotprojekten. Vor wenigen Monaten verkündete der amerikanisch-italienische Konzern Fiat Chrysler Automobiles (FCA) eine Kooperation mit Amazon. Über die Handelsplattform verkauft der Hersteller im Heimatmarkt Italien den Kleinwagen 500, den 500L und den Fiat Punto mit deutlichem Rabatt. Abgewickelt werden die Käufe dann durch lokale Händler. Deutsche Premiumhersteller wie Audi, BMW und Mercedes setzen dagegen auf eigene Initiativen und versuchen den Einkauf im Netz zum Erlebnis zu machen – mit virtuellen Schauräumen und Konfiguratoren. Allein die Elektromodelle der Submarke BMWi werden über den Direktvertrieb verkauft. In Zukunft, da ist sich Capgemini-Experte Winkler sicher, soll sich zwar die Rolle der Händler verändern – doch verschwinden werden sie nicht. “In 10 Jahren wird es weiterhin Vertriebsmodelle mit Händlern geben, da Kunden das Produkt weiterhin physisch erleben wollen”, sagt er. Denn bislang gibt es vor allem einen Grund, warum der Autokauf im Internet nicht vorankommt: Rund 82 Prozent aller Befragten geben an, dass sie auf eine Testfahrt nicht verzichten möchten. Ein weiteres Ergebnis der Capgemini-Studie ist eine gute Nachricht für die Autoindustrie. Denn bislang ist das Vertrauen, dass die Kunden den Herstellern beim Autokauf entgegenbringen noch weit ausgeprägt: Nur 11 Prozent würden ein Auto bei IT Riesen wie Apple oder Google kaufen. Einen Online-Autokauf direkt beim Hersteller könnten sich 57 Prozent aller Befragten vorstellen. Zurücklehnen kann sich die Industrie nach Ansicht der Berater aber nicht. “Ich sehe derzeit nicht, dass sich die Technologiekonzern zu ernsthaften Konkurrenten beim Verkauf von Autos entwickeln, aber ich sehe, dass sie eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Telematikdiensten spielen”, sagt Capgemini-Experte Winkler. Verändert sich das Kundenverhalten weg vom Autokauf hin zu der Nutzung von Mobilitätsdiensten, könnte die größere Bedrohung damit erst noch folgen. +++

+++ Audi A5 Sportback und BMW 4er Gran Coupé kriegen Konkurrenz aus Korea. 2017 bringt KIA den GT auf den Markt. Nun sickern auch die Fahrdaten durch. Von 0 auf 100 braucht das Coupé nur 5,1 Sekunden. Nach zahlreichen Studien hat der rund 4,70 Meter lange GT offenbar die Serienreife erreicht. Im Vergleich zum 2011 auf der IAA präsentierten Konzept wurde das Design leicht entschärft. Der Serien-GT wird nämlich bodenständiger als die Studie: Die hatte gegenläufige Türen, einen V6 mit 395 PS und Hinterradantrieb. Alle vier Türen sind in der Serie vorn angeschlagen und als Basismotorisierung kommt wahrscheinlich ein Turbo-Vierzylinder zum Einsatz. Optional dürfte für Europa der 3,8 Liter V6 mit 315 PS aus dem Hyundai Regal erhältlich sein, eventuell auch ein Turbo V6 mit rund 450 PS. Der Hinterradantrieb des in Korea K8 genannten Coupés soll bleiben. Preislich wird der GT in Die Niederlande bei rund 45.000 Euro liegen. +++

+++ VOLKSWAGEN präsentiert auf der NAIAS in Detroit (8. bis 22. Januar 2017) eine neue Studie, die stark an den Budd-e mit neuer Lackierung erinnert. Laut VW soll das noch namenlose Concept Car auf der MEB Plattform und somit auf dem Unterbau des I.D. aufbauen. Es scheint, als handele es sich bei dem neuen Konzept um einen Van. VW könnte also endlich den lange überfälligen und oft versprochenen Microbus bringen. Glaubt man den Wolfsburgern, ist das Design der neuen Studie an den legendären T1 angelehnt. Zudem soll es sich um ein vollelektrisches Fahrzeug mit einer Reichweite von rund 600 Kilometern handeln. Außerdem soll die Studie vollautonom unterwegs sein, jedoch nicht komplett auf den Fahrer verzichten können. Klingt unterm Strich nach einem vollelektrischen und autonomisierten VW Bus im T1-Look. Bleibt nur zu hoffen, dass VW sich endlich mal dazu durchr ingt die Studie zum Serienauto weiterzuentwickeln. +++

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