Tagesschau

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+++ Der Streit mit Autohändlern in China macht AUDI weiter zu schaffen – allerdings nicht mehr so stark wie im Januar. Die Volkswagen Tochter verkaufte auf dem wichtigsten Automarkt im Februar 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Weltweit sanken die Auslieferungen deshalb um 1,1 Prozent auf 125.100 Fahrzeuge. Audi verkauft jedes dritte Auto in China. Vorstandschef Rupert Stadler sagte, die Vertragshändler dort hielten sich im Moment zurück, weil der Konzern eine zweite Vertriebsschiene mit dem Partner SAIC in Schanghai eröffnet habe. Das belaste den Jahresauftakt. Für das Gesamtjahr stellte Audi Finanzvorstand Axel Strobek aber einen neuen Bestwert bei den Auslieferungen in Aussicht. Dazu soll auch die Markteinführung des neuen Flaggschiffs A8 beitragen. Der Umsatz soll leicht steigen, die Umsatzrendite über 8 Prozent bleiben. Der Dieselskandal werde die Bilanz allerdings weiterhin belasten. +++

+++ OPEL Chef Karl-Thomas Neumann sieht eine Expansien seines Unternehmens nach China auch nach der Übernahme durch PSA skeptisch. Opel Chef Karl-Thomas Neumann rechnet auch nach der Übernahme von Opel durch PSA nicht mit einer Expansion nach China: “Ich bin sehr zurückhaltend bei der Frage, ob ein China-Engagement für Opel wirklich sinnvoll wäre”, sagte er. Man müsste zunächst viel Geld investieren, um eine neue Marke in dem Land einzuführen. Hinzu komme: “Der chinesische Markt ist nicht mehr das Allheilmittel, um die Probleme auf anderen Märkten zu kurieren”. Bisher hatte General Motors als Mutterkonzern von Opel die Rüsselsheimer daran gehindert, Autos in China zu verkaufen. Neumann kennt den chinesischen Markt gut, weil er vor seiner Zeit als Opel Chef bei Volkswagen für das China Geschäft verantwortlich war. “Für uns geht es erst mal darum, in Europa nachhaltig Gewinn zu machen”, sagte Neumann. Im Gegensatz zu den Ankündigungen der vergangenen Jahren hatte Opel die Rückkehr in die schwarzen Zahlen auch im vergangenen Jahr verpasst. Der französische Autokonzern PSA übernimmt Opel für 1,3 Milliarden Euro. Bis Ende des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein. Der deutsche Hersteller soll bis 2020 wieder profitabel werden. Neumann stellte klar, dass er auch nach der Übernahme durch PSA Chef von Opel bleiben will. “Ich stehe ganz klar dafür, dass wir hier etwas aufbauen, das Zukunft hat. Da ist es für mich wichtig, vor den Mitarbeitern zu stehen und Führung zu zeigen. Das habe ich bisher getan und tue das auch weiterhin”. Mit PSA Chef Carlos Tavares verstehe er sich gut. Der Thüringer Autogroßhändler Helmut Peter aus Nordhausen sieht keine Risiken für den Standort Eisenach. Peter sagte, Eisenach könne gar nichts Besseres passieren, da dort ein SUV gebaut werde, der gemeinsam mit Peugeot entwickelt wurde. Auch aus Händlersicht mache er sich keine Sorgen, sagte Peter. Aus seiner Sicht hat sich Opel in den vergangenen 3 Jahren zum Positiven entwickelt. Sein Unternehmen habe ein gutes letztes Jahr beim Verkauf von Opel-Fahrzeugen gehabt. Branchenkenner fürchten allerdings, dass Opel bei einem Verkauf verlieren könnte und Jobs wegfallen könnten. Das deutsche Unternehmen stellt Autos in ähnlichem Format und für eine ähnliche Zielgruppe auf demselben europäischen Markt her wie Peugeot. Laut dem Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer stehen vor allem in Rüsselsheim Tausende Jobs auf dem Spiel. Die Opel Produktion würde voraussichtlich in den ebenfalls nicht ausgelasteten PSA Autobau eingegliedert. Das lasse sich aus der bisherigen Mehrmarken Strategie der PSA mit Peugeot, Citroën und DS ablesen, so Dudenhöffer. “Es gibt keine Markenwerke, sondern nur Konzernwerke, in denen alle Markenprodukte gefertigt werden”, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Die vorhandenen Kapazitäten seien eher zu groß, so dass die Lage für die Opel-Werke in Eisenach und Kaiserslautern über Nacht schlechter geworden sei. Skeptisch ist auch Michael Militzer vom Branchenverband Automotive Thüringen. Militzer glaubt, dass die Franzosen den Eisenacher Standort nicht unbedingt benötigen. Der SUV “Mokka” könne theoretisch auch woanders als in Eisenach gebaut werden. Im schlimmsten Falle drohe die Schließung der Opel Standorte in Deutschland. Für die Autozulieferindustrie, die sein Branchenverband vertritt, sehe er wenige Auswirkungen bei einem möglichen Verkauf. Opel in Eisenach sei bereits jetzt kein wichtiger Kunde der Zulieferindustrie in Thüringen. Sollte es einen Verkauf geben, dann würden die Karten auch für die Zulieferbranche neu gemischt. +++

+++ RENAULT soll bereits seit 25 Jahren bei Abgastests betrügen. Dies melden mehrere französische Medien. In die Affäre sollen auch hochrangige Manager bis hin zu Renault Boss Carlos Ghosn verstrickt sein. Die Behörde wirft dem Autobauer die Entwicklung einer Software vor, um “die Ergebnisse von Abgastests zu fälschen”. Unter Berufung eines ehemaligen Mitarbeiters sollen einige Praktiken zur Manipulation der Abgastests schon 1990 eingerührt worden sein. In einer Stellungnahme zu den neuesten Vorwürfen erklärte Renault, dass seine Dieselfahrzeuge nicht mit einer Betrugssoftware ausgestattet seien. In Frankreich wurde nach dem Bekanntwerden des Volkswagen Abgasskandals Tests an zahreichen Autos vorgenommen. Bei vielen Fahrzeugen wurde eine deutliche Überschreitung der zulässig en Grenzwerte ermittelt. Auch im einen NOx-Test fielen zuletzt 2 Renault Modelle durch hohe NOx-Werte im realen Straßenverkehr auf. So zeigte ein Espace dCi 160 einen der höchsten NOx-Werte von allen bisher getesteten Dieselmodellen mit Euro6 Motoren. Der Espace stieß auf der 100 km langen Testrunde trotz verhaltener Fahrweise das 15,3-Fache des Grenzwerts aus und kam auf 1.222 mg Stickoxid pro Kilometer. Der Mégane dCi 110 stieß im realen Verkehr das 9,9-fache des NOx-Grenzwertes aus. +++

+++ Seit 2003 bietet ROLLS-ROYCE den Phantom an, Zeit, den Luxuslinier grundlegend zu überarbeiten. Das neue Modell, das 2018 auf den Markt kommen wird, ist derzeit in der Erprobungsphase. Jetzt wurden Erlkönige in der LWB Version bei Wintertests erwischt. 2 zusätzliche Kühlluftöffnungen im Stoßfänger unterhalb der Scheinwerfer lassen den Schluss zu, dass unter der Haube bereits ein leistungsstärkerer Motor getestet wird. Ansonsten zeigt sich der Rolls-Royce bis auf die nicht ganz passenden Auspuffendrohre und die geringere Bodenfreiheit kaum verändert. Wenn er jedoch als Modelljahr 2018 an den Start geht, dann baut der neue Rolls-Royce Phantom (8. Generation) auf der ebenfalls neuen Aluminium Plattform auf. Die Power für den Phantom kommt weiter aus einem 6,75 Liter V12, jedoch in Sachen Leistung und Verbrauch optimiert. Per 8-gang automatik von ZF leitet der Fahrer oder dessen Chauffeur die Kraft des Zwölfenders auf die Hinterräder. Optional könnte der Phantom auch einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang tragen – ein reines E-Modell gilt aus ausgeschlossen. Anssonsten wird der neue Phantom viele Technikfeatures aus dem neuen BMW 7er übernehmen. Optisch dürfte der neue Rolls-Royce eher eine Evolution statt einer Revolution bieten. Neben der Normalversion wird es auch wieder eine Variante mit längerem Radstand geben. Sterben werden mit dem Generationswechsel allerdings die Varianten Coupé und Cabrio. Die Produktion beider Modelle wird bereits im November 2016 beendet. Phantom Coupé and Drophead Coupé werden dafür in der aktuellen Generation zum Modellende mit einer Sonderauflage von 50 Modellen geehrt, die neben einer exklusiven Ausstattung auch den exklusiven Namen Phantom Zenith tragen werden. Die erwähnten Spezialanfertigungen umfassen eine Picknickbank, gelaserte Armlehnen, auf denen die Orte in Villa D’Este und Genf abgebildet sind, maßgeschneiderte Ziffernblätter auf den Armaturen und ein besonderes Finish der legendären Kühlerfigur ‘Spirit of Ecstasy’. Auch von der Phantom Limousine soll Ende 2016 das letzte Modell der aktuellen Version gebaut werden. +++

+++ SEAT arbeitet an der Fertigstellung seines neuen SUVs Arona: Derzeit muss sich der Erlkönig Kältetests in Nordeuropa unterziehen. Die Zeit läuft, denn der Arona soll schon auf der IAA 2017 (14. bis 24. September) präsentiert werden. Mit dem SUV bringt Seat einen Konkurrenten für Renault Captur, Peugeot 2008, Opel Crossland X, Nissan Juke – aber auch für das künftige Polo-SUV T-Cross. Um sich vom T-Cross zu unterscheiden, setzen die Spanier auf emotionale Komponenten wie Zweifarbigkeit, mutige Ausstattungspakete und dynamische Anbauteile. Profilieren will sich Seat aber auch durch eigenständige Dienstleistungen. “Da geht es um Software und Vernetzung, um neue Inhalte und neue Partner wie SAP, Samsung oder Here”, sagt Firmenchef Luca de Meo. “Ein Beispiel von vielen ist das Parkmanagement. Dabei findet das Auto automatisch die Lücke, parkt selbst ein und warnt in der Folge per App vor dem Überschreiten der Parkdauer”. Da Arona und Ibiza weitgehend baugleich sind, dominieren hier wie dort die sparsamen Dreizylinder in Form des 1,0-Liter-Benziners (von 75 bis 115 PS) und der 1,6 Liter Diesel Variante (von 90 bis 115 PS). Darüber rangiert der neue 1,5-Liter Motor, der in zwei Leistungsstufen mit 155 PS und 270 Nm, sowie 209 PS und 300 Nm angeboten werden soll. In Verbindung mit dem 48Volt Netz steigt die Leistung der Mildhybride um 10 kW und 55 Nm, der Verbrauch soll von 5,0 auf 4,6 Liter sinken. Auf dem Genfer Autosalon 2011 zeigte Seat das IBX Concept Car, das die Marschrichtung für den Ateca vorgab und möglicherweise auch für das Design des Arona Rückschlüsse erlaubt. Die 4,26 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,62 Meter hohe Kompakt-SUV-Studie sollte mit übersichtlichen Dimensionen und gleichzeitig großer Variabilität glänzen. Der Seat IBX griff auf ein Hybrid-Konzept zurück, 45 Kilometer sollte es emissionsfrei vorangehen. Seat-Chefdesigner Luc Donckerwolke sagte seinerzeit: “Diese Design-DNA wird jedes unserer Modelle eindeutig prägen”. +++

+++ Der Elektroauto- und Ökostromkonzern TESLA braucht für seine ambitionierten Expansionspläne und den Vorstoß in den Massenmarkt frisches Geld. Das Unternehmen des schillernden Tech-Unternehmers Elon Musk will mit der Ausgabe neuer Aktien und Anleihen über eine Milliarde Dollar bei Investoren einsammeln. Wie Tesla mitteilte, sollen die Mittel vor allem zur Stärkung der Bilanz und somit zur Minimierung von Risiken beim Anlauf der Produktion des ersten Mittelklasse-Elektrowagens Model 3 genutzt werden. Der Wagen, mit dem das bislang auf Kunden mit dickem Geldbeutel ausgerichtete Unternehmen den Massenmarkt erobern will, soll ab September in die Serienfertigung gehen. 250 Millionen Dollar will Tesla durch neues Aktienkapital erlösen, weitere 750 Millionen sollen Wandelanleihen in die Kasse spülen. Beide Emissionen haben eine Option zur 15-prozentigen Aufstockung, so dass insgesamt 1,15 Milliarden Dollar (1,07 Mrd Euro) eingenommen werden könnten. Tesla-Chef Musk will selbst für 25 Millionen Dollar Aktien kaufen. +++

+++ VOLKSWAGEN meint es tatsächlich ernst mit der Studie T-Cross Breeze. Zunächst sah es noch danach aus, als wandere das henkellose Erdbeerkörbchen direkt in die Asservatenkammer: Ein kleines, kastiges Cabrio mit hochgesetztem Aufbau funktioniert selbst bei einer Premium-Marke wie Range Rover nur mit Einschränkung. Doch jetzt zeigen die Erlkönigbilder: Das Polo-SUV T-Cross geht als Schwestermodell von Seat Arona und Skoda Polar in Serie, wird allerdings immer 5 Türen und ein festes Dach mitbringen – eine Garantie für optimale Funktionalität und Raumausnutzung. Während Volkswagen die Formensprache des aktuell besonders stimmigen Polo für die nächste Generation nur behutsam weiterentwickelt, bekommt das SUV dagegen ein eigenständiges Blechkleid, das in Bezug auf Proportionen und Details (Grill, Leuchten, Profil) neue Wege geht und sich vom Seat und Skoda Modell deutlich unterscheiden soll. Außerdem hat “der Polo T-Cross mindestens 2 Identitäten”, weiß Chef-Designer Bischoff. “Die Version für China muss unter Umständen nochmals zwischen dem Norden und Süden des Landes unterscheiden, die für Europa ist stärker differenziert”. Obwohl der Polo Teile des Bedienkonzepts sowie diverse Extras und Assistenzsysteme vom Passat übernimmt, debütiert die nächste Generation des Modularen Infotainment-Baukastens (MIB) erst ein Jahr später im Golf VIII. Nach Golf und Passat wechselt auch der Polo zum Modularen Querbaukasten (MQB), auf die Plattform A0. Damit ist das Auto erstmals allradfähig. Für den T-Cross plant VW in Verbindung mit einer 8,8 kWh Batterie einen modular aufgebauten Plug-in-Hybriden. Auch die Elektromobilität wird in dieser Klasse ein Thema – allerdings erst in 3 bis 4 Jahren. Das vereinheitlichte Power Pack, das auch der Seat Arona nutzt, mobilisiert 70 kW und 230 Nm, die Batterie bringt es in der ersten Ausbaustufe auf 21,5 kWh. Im Topmodell Polo T-Cross GTI kommt wohl ein 209 PS starkes 1,5 Liter-Aggregat zum Einsatz, das mit einem 7-gang DSG verblockt ist. Bei den konventionellen Motorisierungen konzentriert sich VW auf die sparsamen Dreizylinder in Form des 1,0-Liter-Benziners (von 75 bis 115 PS) und der 1,6 Liter Diesel Variante (von 90 bis 115 PS). Darüber rangiert der neue 1,5 Liter Motor, der in 2 Leistungsstufen mit 155 PS und 270 Nm sowie 209 PS und 300 Nm angeboten werden soll. In Verbindung mit dem 48-Volt-Netz steigt die Leistung der Mildhybride um 10 kW und 55 Nm, der Verbrauch soll von 5,0 auf 4,6 Liter sinken. +++

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