Tagesschau

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+++ In der CHEVROLET Corvette Geschichte bahnt sich der größte Einschnitt seit über 60 Jahren an. Die nächste Generation C8 kommt als Mittelmotorsportler. Patentamt Anmeldungen lassen vermuten: die wird Zora heißen. Reservieren kann man sie bereits. Das Gerücht wabert schon seit längerer Zeit durch die US Medienlandschaft: Kommt die neue Corvette C8 mit einem revolutionären Konzeptwechsel zur Detroit Motor Show 2019? Bekommt der beliebte US-Sportwagen erstmals einen Mittelmotor? Einige Sportwagen Fans werden diese Nachrichten vermutlich mit Freudentränen in den Augen lesen. Die Corvette Stingray ist schon mit Frontmotor eine längs- und querdynamische Wucht. Mit Mittelmotor V8 wird sie vermutlich teurer. Aber vermutlich auch noch sportlicher: dank besserer Gewichtsverteilung und Konzentration der Masse im Fahrzeugzentrum. Auf das Debüt dürfen Fans aber wohl noch länger warten. Auf Detroit Motor Show 2019 war von der neuen Corvette nichts zu sehen. Die neue Mittelmotor Corvette leidet an massiven Problemen mit der elektrischen Anlage und benötigt daher noch weitere Entwicklungszeit (rund 6 Monaten). Um welche Teile der elektrischen Anlage es sich handelt ist leider nicht bekannt. Obwohl nicht klar ist, wann die C8 kommen wird, können sich echte Fans bereits jetzt für den neuen Sportwagen in einer Reservierungsliste eintragen lassen. Das Angebot kommt von Kerbeck Corvette in Atlantic City, dem größten Corvette Händler der Welt. Ein Platz auf der Liste gibt es für 1.000 Dollar Anzahlung. Sobald die Preisgestaltung für die C8 bekanntgegeben wird, können Kunden entscheiden, ihre Reservierung in einen Kauf umzumünzen oder davon zurückzutreten. Dann gibt es auch die 1.000 Dollar zurück. Wer bestellen will, muss mindestens 5 % vom Kaufpreis anzahlen; ein Rücktritt ist dann jedoch nicht mehr möglich. +++

+++ FORD baut Tausende Arbeitsplätze in China ab. Beim Gemeinschaftsunternehmen Changan Ford sei bereits damit begonnen worden, Tausende der insgesamt 20.000 Mitarbeiter zu entlassen. Ford tut sich schwer in China, im vergangenen Jahr fiel in Asien ein Milliardenverlust an. Ford reagiert einem Zeitungsbericht nach mit umfassenden Stellenstreichungen auf schlechte Geschäfte in China. Beim Gemeinschaftsunternehmen Changan Ford sei bereits damit begonnen worden, Tausende der insgesamt 20.000 Mitarbeiter zu entlassen, schrieb die New York Times ohne Angabe von Quellen. Changan Ford bestätigte auf Nachfrage zwar lediglich, dass einige Verträge nicht verlängert worden seien. In dem Statement hieß es aber auch, dass die Effizienz erhöht werden müsse und das Unternehmen sein Team schlanker aufstelle, um sich den Marktbedingungen 2019 anzupassen. Ford tut sich schwer in China, im vergangenen Jahr fiel in Asien ein Milliardenverlust an. Neben der abflauenden Autokonjunktur belasten höhere Materialkosten aufgrund des Zollstreits zwischen den USA und China die Bilanz. Auch in Europa hat der zweitgrößte US-Autobauer Schwierigkeiten, hier sollen ebenfalls Tausende Jobs wegfallen. +++ 

+++ GREAT WALL plant für 2019 einem Absatz von 1,2 Millionen Autos. Dies entspräche einer Steigerung von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Damit bleiben die Chinesen jedoch unter den Vorgaben des Konkurrenten Geely, der für 2019 ein Ziel von 1,5 Millionen Fahrzeuge ins Auge gefasst hatte. Das Tempo des zweistelligen Wachstums spiegelt jedoch den Ehrgeiz des Autobauers wider, in China stärker Fuß zu fassen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat Great Wall zuletzt sowohl in China als auch in den wichtigsten Märkten in Übersee investiert. Great Wall hat sein Produktionsnetzwerk in China derweil auf 8 Standorte erweitert, von denen 3 erst in den letzten 10 Monaten angekündigt wurden. Neben den bestehenden Werken in Baoding, Xushui und Tianjin wird Ende dieses Jahres ein neues Werk in Chongqing in Betrieb gehen, in dem Pick-ups und SUV von Haval gebaut werden. Der Automobilhersteller baut derzeit auch Anlagen in Zhangjiagang, Rizhao, Pinghu und Taizhou, um Kapazitäten zu erhöhen. Das Werk Rizhao in der Provinz Shandong wird nach Fertigstellung im Jahr 2021 Fahrzeuge der Marke WEY produzieren. Wei Jianjun, Präsident von Great Wall, will in erster Linie die Präsenz des Unternehmens außerhalb seines Hauptsitzes in Baoding / Zentralchina stärken. Der Absatz von Great Wall Fahrzeugen sank im Jahr 2018 um 1,6 % im Jahresvergleich auf 1,05 Millionen Einheiten. Der Umsatzrückgang wurde hauptsächlich durch die rückläufige SUV Nachfrage in China verursacht. Great Wall wird daher nach aktuellem Stand in diesem Jahr seine Modellstrategie anpassen, um mehr Ressourcen für Modelle mit hohem Volumen zu schaffen. Der Automobilhersteller plant in diesem Zusammenhang in Tula Oblast / Russland die volle Produktion aufzunehmen, um erste Fahrzeuge nach Europa zu bringen. Die Hoffnung, ein globales Unternehmen zu werden, wurde dabei größtenteils auf das Wachstum der Marke Haval gesetzt, deren Auslieferungen bis Ende vergangenen Jahres immerhin 5 Millionen Einheiten erreichte. +++

+++ HONDA startet mit einem zweitem Werk in Brasilien. Das neue Honda-Werk im brasilianischen Itirapina hat in den letzten Tagen seine Produktion aufgenommen. Das erste Fahrzeug, das im neuen südamerikanischen Werk vom Band läuft, ist der Fit, der in unseren Breiten als Jazz angeboten wird. Das Montagewerk in Itirapina ist bereits das zweite Werk von Honda in Brasilien. Nach Informationen von Valor International will der japanische Autobauer in den nächsten 2 Jahren seine Fahrzeugproduktion vom älteren Werk in Sumare nach Itirapina verlagern. In Sumare werden weiterhin Motoren und Kunststoffspritzgussteile produziert und der Standort wird als Verwaltungszentrale verantwortlich für die regionalen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Schulungen und Planungen bleiben. Die Motorenproduktion in Sumare ist speziell wichtig für den Export ins mexikanische Werk, wo der WR-V vom Band läuft. +++

+++ Bei den NEUZULASSUNGEN nach Segmenten ergaben sich Februar 2019 gleich 4 Führungswechsel. So steht im Segment der Minis jetzt der Fiat 500, im Segment Oberen Mittelklasse der Mercedes CLS und bei den Sportwagen der Audi TT an erster Stelle. Die Mercedes B-Klasse ist bei den Mini-Vans nun ganz vorne. Insgesamt 268.867 Neuzulassungen bei den Pkw verzeichnet das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg im Februar 2019, das bedeutet einen Anstieg um 2,7 %. Die detaillierte Bertrachtung der einzelnen Fahrzeugsegmente zeigt, die Kompaktklasse steht mit einem Anteil vom 21,1 % im Berichtsmonat vor den SUV mit 20,5 Prozent und den Kleinwagen mit 15,0 %. Würde man SUV und Geländewagen addieren, so machen die Offroader mit 29,8 % einen Großteil der in Deutschland neu zugelassenen Pkw aus. Und wie sieht es in den einzelnen Segmenten aus? Den ersten Führungswechsel verzeichnet die Kategorie der Minis. Hier schiebt sich im Vergleich zum Januar der Fiat 500 auf den Spitzenplatz. Damit verdrängt er den Renault Twingo auf Platz 5. Der Volkswagen Up fällt von Platz 1 auf Platz 2. Neu in den Top 3 ist der Smart Fortwo. Im Segment der Kleinwagen kommt Opel wieder auf einen Treppchenplatz. Stand im ersten Monat 2019 noch der Mini auf dem Silberplatz sowie schiebt sich im Februar der Opel Corsa am Briten vorbei. Vorne steht nach wie vor der Volkswagen Polo, Platz 3 bleibt dem Ford Fiesta vorbehalten. Die Kompaktklasse gehört traditionell dem Volkswagen Golf, da ändert sich auch nichts im Februar 2019. Auf den Rängen kämpft die Konkurrenz um die beiden Plätze hinter dem Bestseller aus Wolfsburg. Im Berichtsmonat sind dies der Ford Focus statt des Skoda Octavia auf Platz 2 und der Audi A3, der den Opel Astra auf Platz 5 verdrängt. Die Mittelklasse ist fest in der Hand von Mercedes: die C-Klasse dominiert deutlich vor dem Audi A4 und dem Volkswagen Passat. Der Wolfsburger stand im Januar noch auf dem zweiten Rang, der Audi A4 war Dritter. Die Obere Mittelklasse hat in Deutschland nur einen Zulassungsanteil von 3,7 %. Trotzdem ist das Segment sehr volatil. Hieß im Vormonat die Reihenfolge noch Audi A6 und Mercedes E-Klasse und BMW 5er, so dreht sich das Blatt im Februar und sieht den Audi vor dem Mercedes und dem BMW. Ein Blick auf die Oberklasse lässt ebenfalls einen neuen Spitzenreiter erkennen. Im Januar war der Mercedes CLS nur auf Platz 2, nun ist er ganz weit oben und verdränt den Audi A7 auf den dritten Rang. Die S-Klasse von Mercedes bleibt 2. Der BMW 7er fällt somit aus den Top 3. Bei den SUV bleibt die Hackordnung im Februar gleich. Es steht der Volkswagen T-Roc ganz oben, Mercedes GLC und Ford Kuga versuchen, den Top-Platz zu erreichen. Allein zwischen Platz 1 und 2 liegen rund 1.200 Neuzulassungen. Bei den Geländewagen gibt es im Berichtsmonat an der Spitze keine Veränderung. Vorne steht der Volkswagen Tiguan. Der Audi Q5 tauscht seinen dritten Platz mit dem zweitplatzierten BMW X3. Kommen wir zu den Sportwagen, die in Deutschland nur einen Zulassungsanteil von 1,1 % haben. Hier wirbelt der Februar die Plätze ordentlich durcheinander. Die Pole Position erhält der Audi TT, das Mercedes E-Klasse Coupé folgt mit einigem Abstand auf Platz 2 und Dritter ist der Porsche 911. Im Januar hieß die Reihenfolge noch E-Klasse Coupé, Ford Mustang und Porsche 911. Neue Nummer 1 bei den MiniVans ist die Mercedes B-Klasse. Sie kommt vom Januar Platz 3 nach vorne und kickt den ehemaligen Erstplatzierten (Ford C-Max) aus den Top 3. Zweiter ist der Peugeot 3008, vor dem Renault Scénic. In den anderen Segmenten gibt es keine Veränderungen in den Spitzenpositionierungen. +++

+++ Das chinesische Elektroauto-Startup NIO hatte für den kommenden ES6 ein eigenes Werk in Shanghai angekündigt. Daraus wird vorerst allerdings nichts, denn die Verluste aus dem Vorjahr haben sich nahezu verdoppelt. Laut Firmengründer William Li war das erste Massenmarkt-Auto von Nio, der ES8, im Jahr 2018 die Nummer Eins der Verkaufscharts. Allerdings nicht auf dem gesamtchinesischen Markt, sondern das meistverkaufte SUV Modell mit 7 Sitzen im Premiumsektor mit einem Mindestpreis von $60.000. Für eine positive Jahresbilanz war das offenbar zu wenig, denn auch wenn $720 Millionen Umsatz gemacht wurden, beläuft sich der Nettoverlust auf derer $1,4 Milliarden. Die Folge aus diesem Ergebnis ist eine Anpassung der Pläne zum Bau eines eigenen Werks für den kleineren ES6. Die Fabrik in Shanghai wird es vorerst nämlich nicht geben. Stattdessen soll das gemeinsam mit JAC genutzte Werk in Hefei soll nun als Geburtsstätte des €46.000 teuren Elektro-SUV dienen. Als Grund für die Bilanz gibt Nio saisonale Effekte wie die Urlaubszeit rund um das chinesische Neujahr an, aber auch eine Reduktion der Elektromobilitäts-Subventionen von staatlicher Seite. Das Interesse am ES6 seitens potentieller Kunden und der Medien sei aber sehr positiv zu bewerten, sagt Finanzchef Louis Hsieh. Die ersten Vorführwagen sollen bereits im Mai zu den Händlern kommen, als Startpunkt für die Kunden-Auslieferungen hat Nio den Juni 2019 anvisiert. Ende 2016 hat Nio mit dem rein elektrischen Supersportwagen EP9 den ersten Aufschlag gemacht. Das 1.360 PS Auto wurde sechs Mal gebaut und für je rund €1,1 Millionen verkauft. Bislang sind die Fahrzeuge des Herstellers lediglich in China verfügbar. Dort wolle man sich zuerst behaupten, bevor der US-amerikanische und europäische Markt in Angriff genommen würden, erklärt Hui Zhang, Leiter des Designzentrums mit Sitz in München. Insgesamt wurden im Jahr 2018 12.775 Autos produziert und knapp über 11.000 Exemplare des ES8 verkauft. Die Auslieferung weiterer 3.500 bis 3.800 ES8 erwartet das Startup im ersten Quartal 2019. +++

+++ Unter dem Druck streneger EU Vorgaben für den Klimaschutz gehen weitere Autohersteller in die Elektro Offensive. So will PEUGEOT von kommendem Herbst an die gesamte Fahrzeugpalette elektrifizieren. Renault will sein Angebot an E-Autos stark ausbauen. “Wir werden keine Strafen zahlen”, sagte Peugeot Chef Jean-Philippe Imparato. “Wir werden die Grenzwerte selbst dann einhalten, wenn unser Elektroanteil unter 10 % liegt”. Mit der Elektrifizierung startet der größte französische Autobauer im Herbst, wenn der neue, in Genf präsentierte Peugeot 208 auch als vollelektrischer e-208 in Serie geht. Zugleich sollen die ersten 3 Peugeot-Hybride auf den Markt kommen. Wegen der höheren Kosten werden Peugeots Elektroautos voraussichtlich auch für die Kunden teurer als Diesel oder Benziner sein. “Wir werden kein Geld verlieren mit E-Autos. Ausgeschlossen”, betonte der Vorstandschef. Heute sind noch 38 % der verkauften Peugeot Autos Diesel Fahrzeuge. Der gesamte PSA Konzern, zu dem neben Peugeot auch Citroën, DS und Opel gehören, hat im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Autos verkauft. Damit liegt der Automobilhersteller in Europa hinter dem VW Konzern auf Platz 2. +++

+++ PORSCHE wird die Produktionskapazitäten für den Taycan aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Elektro Sportwagen erhöhen. Das kündigte Porsche Chef Oliver Blume im Interview an. Bislang hatte der Autobauer mit einer jährlichen Produktion von 20.000 Einheiten für sein erstes Elektromodell geplant, das im Porsche-Werk in Zuffenhausen vom Band rollen wird. Im Rahmen eines sogenannten Depositor-Programms mit einer Anzahlung von 2.500 Euro hätten weltweit um die 20.000 Kunden Interesse für den Taycan bekundet. “Das liegt deutlich über dem, was wir erwartet haben”, wird Blume zitiert. Sollte es zu Wartezeiten kommen, könnte den Kunden vorübergehend ein Panamera Plug-in-Hybrid zur Verfügung gestellt werden, bevor er den Taycan bekomme. “Wir warten jetzt aber erst einmal den Produktionsstart ab, ehe wir über konkrete Lieferzeiten sprechen”. +++

+++ PSA sucht außereuropäische Kooperationspartner. Nachdem sich der französische Autobauer vor 2 Jahren die Marken Opel und Vauxhall einverleibt hat, geht die Suche nach anderen Herstellern weiter. CEO Carlos Tavares hat sich in letzter Zeit mit verschiedenen Vertretern anderer Autohersteller getroffen, um mögliche Kooperationen oder Zusammenschlüsse auszuloten. Interessant sollen für PSA und deren Kopf Tavares insbesondere der Fiat Chrysler Automobiles (FCA) Konzern und deren Marke Jeep sein, die die Tore in die USA und in den Premiummarkt öffnen könnte. Eine weitere Möglichkeit könnte General Motors sein, von denen man bereits Opel und Vauxhall erworben hat oder Jaguar Land Rover. Zu den Kooperationswünschen von PSA dürfte passen, dass FCA CEO Mike Manley “sich jeden Deal anschauen würde, der Fiat stärker macht”. Darauf hatte auch Carlos Tavares die passende Antwort: “Wir lieben es, mit Leuten zu diskutieren, die nach Deals schauen”. +++

+++ RENAULT kündigte an, sein Angebot an E-Autos stark auszubauen. Bis 2022 soll das Angebot auf 8 vollelektrische und 12 Hybrid-Modelle erweitert werden. Zugleich setzt der Hersteller aber auch weiter stark auf den Diesel. Selbst der Kleinwagen Clio ist mit 2 verschiedenen Dieselmotoren im Angebot. In Frankreich sei der Dieselanteil höher als in Deutschland, aber die Nachfrage hänge sehr stark auch von der jeweiligen Stadt und Region ab, sagte Renault Europachef Jean-Christophe Kugler. Der Diesel Anteil der Marke Renault liege bei 52 %. Die 3 vollelektrischen Renaults Zoe, Kangoo Z.E. und Master Z.E. kämen zusammen auf 3,5 %. Mit 48.000 verkauften vollelektrischen Fahrzeugen in Europa ist Renault Marktführer auf diesem Feld, weltweit setzte das Unternehmen 216.000 E-Autos ab. Um die strengeren CO2-Grenzwerte 2021 zu schaffen, setzt Renault neben E- und modernen Dieselmotoren auch auf LPG-Gas. “LPG-Gas ist auch eine gute Lösung”, sagte Kugler. “Auch den Clio bieten wir mit Gasmotor an”. Abgesehen von Deutschland und Frankreich sei die Nachfrage hoch, in Asien sogar noch höher. Renault profitiert auch bei den Zukunftstechnologien stark von seiner Allianz mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi. 2021 müssen Autobauer in der EU mit ihren neu zugelassenen Autos Abgasgrenzwerte von im Schnitt regulär 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer einhalten. Für jedes Gramm mehr drohen saftige Strafen. Für verschiedene Autobauer gelten je nach Fahrzeuggröße aber teilweise abweichende Grenzwerte. Die deutschen Autobauer Daimler und BMW hatten sich zuversichtlich gezeigt, die Werte einhalten zu können. Fiat Chrysler Automobiles hingegen hatte angekündigt, Strafzahlungen in Kauf zu nehmen, wenn das günstiger sein sollte als hohe Investitionen für Elektroautos. +++

+++ Die weltweiten Verkaufszahlen des spanischen Automobilherstellers SEAT stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 12,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erreichen damit einen Rekordwert von 88.900 Fahrzeugen. Im Februar konnte Seat das massive Wachstum des Vormonats mit 44.500 Fahrzeugen fortsetzen. Das entspricht einem Absatzplus von 11,4 % gegenüber dem Februar 2018 (39.900). Dieses Ergebnis ist ein neuer Rekord für das Unternehmen und übertrifft selbst den bisherigen Allzeitrekord aus dem Jahr 2000 mit 43.300 verkauften Fahrzeugen. Auch die Verkaufszahlen von Cupra entwickeln sich rasant und verzeichnen sogar ein dreistelliges Wachstum. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2019 hat Cupra 3.600 Fahrzeuge ausgeliefert, was 101,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht. Wayne Griffiths, Vorstand Vertrieb und Marketing bei Seat und CEO bei Cupra: “Mit Konzeptfahrzeugen wie unserem Seat el-Born, dem Seat Minimó und dem Cupra Formentor, die wir in unsere Modellpalette übernehmen werden, präsentieren wir ab morgen beim Genfer Auto-Salon die Zukunft des Unternehmens Seat. Mit Blick auf die aktuellen, überragenden Ergebnisse und den monatlich neuen Rekorden sind wir sehr stolz, dass sich Seat und Cupra als neue Marke so fantastisch entwickeln”. +++

+++ Im Volkswagen Konzern rückt die Entscheidung über den Standort eines neuen Mehrmarkenwerks in Osteuropa näher. Wie Michael Oeljeklaus, Produktionschef der tschechischen VW Tochter SKODA sagte, werde man Ende Mai/Anfang Juni Klarheit haben. Nach einer intensiven Sondierungsphase befinden sich noch 4 Länder in Ost und Südost Europa in der engeren Auswahl. Im nächsten Schritt wird der Kreis auf 2 Länder eingegrenzt. Die finale Entscheidung über den konkreten Standort soll bis Ende Mai/Anfang Juni stehen. Das muss laut Oeljeklaus angesichts der ambitionierten Planungen zum Produktionsstart auch sein. So sollen im neuen Werk bereits 2022 die Bänder anlaufen. Entstehen soll ein Mehrmarkenwerk für den Konzern. Von vornherein soll die neue Autofabrik so ausgelegt werden, dass sie gespiegelt werden kann, zudem soll am Werk ein Zulieferpark entstehen. Den Platzbedarf bezifferte Oeljeklaus auf ca. 400 Hektar.  Noch nicht bekannt gegeben hat der Wolfsburger Konzern, welche Modelle in dem neuen Werk gebaut werden sollen. Bei Skoda selbst gibt es seit Jahren dringenden Bedarf an weiteren Fertigungskapazitäten. An seinen tschechischen Standorten läuft Skoda seit geraumer Zeit am Limit, 2018 gingen in Mlada Boleslav und Kvasiny 886.000 Skoda Modelle von den Bändern. Parallel zur Standortsuche für das neue Werk, laufen im Stammwerk Mlada Boleslav die Umbauarbeiten zur Implementierung des Modularen Elektrobaukasten (MEB) parallel zum MBQ. Auf dem MEB läuft als erstes Modell im Jahr 2020 der Vision iV an. +++ 

+++ TESLA hat Banken zur Finanzierung des neuen Werks in Schanghai gefunden, das sich derzeit im Bau befindet. Ein Syndikat von Kreditgebern habe sich bereit erklärt, bis zu 3,5 Milliarden Yuan, umgerechnet €465 Millionen, zur Verfügung zu stellen, teilte Tesla mit. Das Syndikat besteht aus China Construction Bank, Agricultural Bank of China, Industrial and Commercial Bank of China und Shanghai Pudong Development Bank. Der Bau des ersten Werks in China, das ausschließlich einem ausländischen Unternehmens gehört, hatte im Januar begonnen. Schon Ende dieses Jahres sollen dort Autos für den chinesischen Markt produziert werden. Ziel ist eine Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen. Tesla will mit der Montage vor Ort die Importzölle in China vermeiden. Zudem verringern sich die Transportkosten, die Löhne in China liegen niedriger und beim Bau der Autos in China profitiert das Unternehmen von Subventionen für Elektroautos. +++

+++ Die deutschen Hersteller bekommen den Abschwung am USA Automarkt weiter zu spüren. Volkswagen, Audi und Mercedes-Benz meldeten starke Absatzrückgänge für den vergangenen Monat. BMW trat auf der Stelle. Doch die deutschen Autobauer sind keine Ausnahmen: in den USA scheint der Auto-Boom vorbei zu sein, zudem dämpfte der kalte Winter zuletzt die Kauffreude. Volkswagen musste im Februar wie schon im Vormonat erhebliche Abstriche machen. Insgesamt wurden 25.706 Neuwagen mit dem VW Logo verkauft, was einem Absatzminus von 3,6 % im Jahresvergleich entspricht. Mit der neuen Version des Jetta konnte VW zwar punkten, beim Golf hingegen ging es mit den Verkaufszahlen weiter nach unten. Das auf dem US Markt inzwischen wichtigste Modell Tiguan büßte 13 % ein. Beim Stadtgeländewagen Atlas stagnierten die Verkäufe. Nachdem der Abgas Skandal den Absatz in den USA zwischenzeitlich hatte einbrechen lassen, machte VW dank einer SUV Offensive im vergangenen Jahr wieder Boden gut. 2019 sieht es bislang aber mau aus, auf Jahressicht ergibt sich ein Absatzminus von 5,1 %. Noch schlechter lief es zuletzt für die Volkswagen Tochter Audi. Im Februar verkauften die Ingolstädter nur 13.560 Wagen, das sind 12,2 % weniger als im Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten 2019 steht ein Absatzrückgang von 7,2 % zu Buche. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenhersteller Porsche bleibt hingegen im Aufwind und wurde im Februar mit 4.826 Neuwagen 10,1 % mehr Autos los. Daimler erlitt indes auch im zweiten Monat des Jahres einen deutlichen Dämpfer. Mit 21.660 Pkw der Marke Mercedes-Benz wurden 12,5 % weniger als im Vorjahresmonat abgesetzt. Es sei ein sehr herausfordernder Monat gewesen, sagte US Chef Dietmar Exler. Sowohl die E-Klasse als auch die SUV Modelle GLA, GLC und GLE schwächelten. Im bisherigen Jahresverlauf sank der Absatz um 11,8 %. Auch beim Oberklasse-Konkurrenten BMW bleibt die Lage durchwachsen. Während die Verkäufe der Zweitmarke Mini abermals kräftig sanken, schaffte immerhin die Stammmarke BMW mit 23.558 verkauften Neuwagen ein hauchdünnes Plus von 0,2 %. Auf Jahressicht liegt die Absatzbilanz aber auch hier mit 2,0 % im negativen Bereich. Doch auch die internationale Konkurrenz tut sich schwer. Fiat Chrysler brachte erstmals seit 11 Monaten weniger Neuwagen an die US Kundschaft, der Absatz sank um 2 %. Bei den japanischen Branchengrößen Toyota und Nissan gab es Rückgänge um gut 5 beziehungsweise 12 %, bei Honda um 0,4 %. Die Marktführer General Motors und Ford berichten nur noch quartalsweise. +++

+++ Die VOLKSWAGEN Kernmarke plant ein neues milliardenschweres Sparprogramm mit dem zusätzlichen Abbau von rund 5.000 Arbeitsplätzen. Der Vorstand um VW-Chef Herbert Diess wolle ab dem Jahr 2023 über zusätzliche Effizienzmaßnahmen €5,9 Milliarden jährlich einsparen. Grund sei der Schwenk hin zu Elektroautos, für den das Unternehmen mehr Geld benötige. Dafür könnten bis dahin 5.000 Jobs in der Verwaltung wegfallen, womöglich werde es aber nötig, gar 7.000 Stellen zu streichen. Die Marke Volkswagen hatte mit dem bei VW mächtigen Betriebsrat bereits 2016 ein Sparpaket verabredet, das die Kosten bis 2020 um €3,7 Milliarden senken sollte. Weltweit hatte die Marke dafür die Streichung von 30.000 Stellen beschlossen, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollten in Zukunftsbereichen Tausende neue Jobs entstehen. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte zuletzt betont, die bestehenden Vereinbarungen reichten aus, um künftige Aufgaben schultern zu können. Dass die Marke dennoch mehr sparen muss, hatte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter noch Anfang Dezember deutlich gemacht. Er sah auch weiter Spielraum, über Altersteilzeit und Fluktuation weitere Stellen zu kürzen. Aktuell liegt dem Unternehmen der neue Abgas- und Verbrauchsprüftest WLTP schwer im Magen. Die Marke hat im vergangenen Jahr ihr Renditeziel verfehlt. Den Anteil des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz peilte Marken-Finanzchef Arno Antlitz zuletzt am unteren Ende der Prognosespanne von 4 bis 5 % an, aber es war letztlich nur 3,8 %. In den kommenden Jahren will Volkswagen vor allem wegen schärferer EU Vorschriften beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) auf Elektroautos setzen. Die sind im Motorenbau einfacher und benötigen nicht mehr so viel Arbeitskraft; werfen zunächst aber weniger Gewinn ab, weil die Mehrkosten für teure Komponenten wie Batterien wohl nicht voll auf die Kunden umgelegt werden können. 2022 bereits will die lange Zeit chronisch ertragsschwache Kernmarke die operative Marge aber auf über 6 % steigern. +++

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