Tagesschau

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+++ DAIMLER will sein neues Elektroauto nach den Worten von Chef Dieter Zetsche in seinem Bremer Werk fertigen. “Wir werden auch hier auf die Kompetenz und Expertise aus Bremen setzen”, sagte Zetsche. Ende des Jahrzehnts solle der erste EQ im Werk in Sebaldsbrück in Serie gehen und eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Unter der neuen Marke EQ bündelt Daimler künftig alle Elektro-Aktivitäten – von der Elektrifizierung der Fahrzeuge über Produktion von Energiespeichern bis zum nachhaltigen Batterierecycling. Bis 2019 soll das erste Fahrzeug der neuen Marke – ein SUV – in Serie gehen. Das hatte Daimler beim Autosalon in Paris angekündigt. Schon vor einigen Wochen hatte Zetsche vor Hamburger Journalisten gesagt: “Die norddeutschen Werke spielen dabei eine Schlüsselrolle”. Das erste EQ-Fahrzeug werde wohl in Bremen produziert, sagte Zetsche damals. Nun steht die Entscheidung fest. Sowohl für Bremen als auch für das Werk Sindelfingen bei Stuttgart hatte der Konzern bereits Absichtserklärungen mit dem Betriebsrat unterschrieben, in denen es um die Produktion von E-Autos an beiden Standorten geht. +++

+++ Kostspielige Rückrufe und Probleme bei der Markteinführung eines neuen Pickup in Nordamerika machen FORD zu schaffen. Im dritten Quartal fiel der Nettogewinn um mehr als 50 Prozent auf eine Milliarde Dollar (915 Millionen Euro). Der Umsatz ging um 5,8 Prozent auf 35,9 Milliarden Dollar zurück. An seiner erst kürzlich gesenkten Prognose hielt der Rivale der Opel-Mutter General Motors fest. Ford erwartet 2016 einen bereinigten Vorsteuergewinn von 10,2 Milliarden Dollar. Ford musste auf Geheiß der US-Verkehrsbehörde insgesamt 2,4 Millionen Autos in die Werkstätten rufen. Bei den Fahrzeugen kann sich die Verriegelung der Türen lösen. Zudem setzt dem Konzern die jüngste Flaute am US-Automarkt zu. Auch hohe Rabatte animieren die US-Verbraucher derzeit nicht zum Autokauf. +++

+++ JAGUAR LAND ROVER hat die nächste Evolutionsstufe der Entwicklung zum autonom fahrenden Auto vorgestellt. Fernziel ist die Vernetzung des Verkehrs. Autonomes Fahren alleine, also ein selbsttätig lenkendes Auto, ist nur ein Etappenziel der Forscher für den Verkehr der Zukunft. Letztlich ist die Vision, alle Verkehrsteilnehmer miteinander zu vernetzen und Daten auszutauschen. So sollen Unfälle vermieden werden. 3 neue Projekte hat Jaguar Land Rover nun vorgestellt. Im Rahmen eines Forschungsprojektes, das die Briten gemeinsam mit mit den europäischen Entwicklungszentren von Ford und Tata Motors durchgeführt haben, wurde der Stand der Dinge präsentiert. Mit Advanced Highway Assist kann ein Fahrzeug andere Autos automatisch überholen, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Electronic Emergency Brake Light Assist warnt Fahrer, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug plötzlich stark bremst, was vor allem die Sicherheit bei schlechte Sicht wie Nebel oder starkem Regen erhöhen soll. Green Light Optimal Speed Advisory schließlich dürften sich viele Stadtbewohner wünschen. Durch eine Vernetzung mit intelligent gesteuerten Ampeln empfiehlt der Assistent die optimale Geschwindigkeit, um mit der ‘Grünen Welle’mitzuschwimmen. UK Autodrive ist ein Konsortium aus Technologie- und Automobilunternehmen, Behörden und akademischen Institutionen. Zusammen arbeiten diese im Rahmen eines dreijährigen Projekts an Technologien für autonomes und vernetztes Fahren. Das von der britischen Regierung mit 20 Millionen Pfund unterstützte Projekt will Großbritannien zum führenden Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Integration autonomer und vernetzter Fahrzeuge in die Gesellschaft machen. UK Autodrive untersucht auch andere Aspekte des autonomen Fahrens, wie die Betriebs- und Netzsicherheit sowie die Akzeptanz vernetzter und autonomer Fahrzeuge in der Öffentlichkeit. +++

+++ Risiko war die MERCEDES Devise beim Generationswechsel von den ersten beiden A-Klassen zur aktuellen Version. Vom Hochsitz zum schnittigen Kompakten. Und das Risiko hat sich ausgezahlt. Der kleinste Mercedes verkauft sich gut. Deshalb ist es gar nicht nötig, die nächste Auflage komplett neu zu erfinden. Viel wichtiger ist es, die Kritikpunkte zu entschärfen. Deshalb wird die neue A-Klasse (Projektnummer W 177) geräumiger und praktischer – und entdeckt den Golf-Platz! Wie die Designer und Techniker das angestellt haben? Die viel später nach hinten abfallende Dachlinie erhöht die Kopffreiheit im Fond und erleichtert den Einstieg. Die künftig geteilten Rückleuchten verbessern in Verbindung mit der breiteren Heckklappe das Beladen. Kameras optimieren die Rundumsicht. Das größere hintere Seitenfenster und die neue Dachkontur lassen den Wagen gestreckter wirken. Von hinten sieht die neue A-Klasse gedu ckter und bulliger aus, von vorne überrascht sie mit Schlitzaugen-Scheinwerfern und einem Coupé-Grill, dessen Kontur an den bauähnlichen Infiniti Q30 erinnert. Revolutionär ist der Innenraum des kleinsten Benz: Zu den Highlights gehören das Lenkrad mit den zwei Multifunktionstasten, das große Touchpad in der Mittelkonsole als Ersatz für den Comand-Controller und der breite Farbbildschirm, der sich auf Wunsch auch dem Beifahrer öffnet. Das innovative Bedienkonzept kennen wir aus der E-Klasse. Weil der Sechsgang-Handschalter bleibt, behält auch der Automatikwählhebel seinen angestammten Platz. Obwohl die Ausstattungsvielfalt reduziert werden muss, denken die Schwaben über ein AMG-Paket nach Art der Audi-S-Modelle und BMW M Performance nach. Die A-Klasse wird es weiterhin nicht als Dreitürer geben. Der angedachte Einsteiger ist damit ebenso vom Tisch wie das Coupé und der Roadster. So sehen die Palette und der Zeitp lan aus: A-Klasse Fünftürer: April 2018; A-Klasse Limousine: Oktober 2018; B-Klasse: Februar 2019; CLA: April 2019; CLA Shooting Brake: Juli 2019; GLB (Crossover): September 2019; GLA (SUV): April 2019. Sämtliche Versionen bedienen sich im Teileregal mit dem Kürzel MFA2, der zweiten Generation der modularen Frontantriebsarchitektur. Die ist flexibel genug angelegt, um neben dem Verbrenner alle wesentlichen alternativen Antriebe unterzubringen. Nur die Brennstoffzelle gibt wohl erst 2025 ihren Einstand. Obwohl die Langversion der ersten A-Klasse ein Flop war, sind in Zukunft wieder zwei verschiedene Radstände angesagt – im GLB in Kombination mit drei Sitzreihen. Eine elektrifizierte B-Klasse hat nach übereinstimmenden Aussagen im Frühjahr der tödliche Blitz getroffen. Stattdessen soll die E-Technik zunächst im teureren ELC auf Basis des GLC eingeführt werden. Im nächsten Schritt darf dann auch Familie A an die Steckdose. Mit Batterien im Bauch will Mercedes nur GLB und GLA anbieten, denn die Hochboden-Varianten bieten deutlich mehr Platz für die Akkus. Ein Leckerbissen ist die optionale elektrifizierte Hinterachse, die mit bis zu 70 kW Leistung und einer emissionsfreien Reichweite von knapp 100 km aufhorchen lässt. Ernst machen will Mercedes auch bei der A-Klasse mit Plug-in. Das Funktionsprinzip hat drei Komponenten: quer eingebauter Verbrenner, neues Neungang-Doppelkupplungsgetriebe und dazwischen ein Generator mit rund 50 kW. Trotz Fortschritten in Sachen E-Mobilität fahren Benziner und Diesel auch in der nächsten A-Klasse vorweg. Die kleinen 1,5-Liter-Selbstzünder mit 95 und 122 PS werden von Renault zugeliefert. Der 2,2-Liter-Diesel muss einer neu konstruierten 2,0-Liter-Maschine weichen, die mit 163 und 194 PS die Messlatte wieder ein paar kW höher hängt. In Verbindung mit dem bis zu 75 kW starken E-Baustein gibt es so viel Leistung und Drehmoment, dass Allrad Pflicht wird. Ein Dreizylinder ist nicht vorgesehen, wohl aber ein neuer 2,0-Liter-Benziner. Wir erwarten drei Versionen mit 129, 156 und 211 PS. Auch hier kann mit E-Power relativ problemlos aufgerüstet werd en. Noch schärfer sind der A 40 AMG mit 306 PS und der A 45 AMG, dessen Sportmotor selbst mit 408 PS nicht ausgereizt ist. In Affalterbach denkt man bereits über einen von 75 auf 115 kW leistungsgesteigerten Performance-Plug-in-Hybriden nach. +++

+++ OPEL verspricht den Klassen-Bestwert bei der Reichweite von Elektroautos. Der neue Ampera-e soll laut NEFZ über 500 Kilometer ohne Nachladen schaffen – unter Alltagsbedingungen seien immerhin über 300 Kilometer mit einer Akkuladung möglich, verspricht Opel. 150 zusätzliche Kilometer sollen nach einer guten halben Stunde Aufladen möglich sein. Ab Frühjahr 2017 soll der Ampera-e zum Konkurrenten für den BMW i3 werden. Mit dem Chevrolet Bolt EV hat General Motors bereits einen elektrischen Technologieträger im Angebot. Dessen Technik wird der 4,17 Meter lange Ampera-e weitgehend übernehmen. 360 Newtonmeter maximales Drehmoment übertrumpfen deutlich den i3-Wert (250 Nm), auch die Leistung (204 zu 170 PS) liegt bei Chevrolet und Opel höher. Dazu kommt die deutlich höhere Reichweite im Vergleich zu anderen Stromern. An einer Schnellladestation mit 50 kW Gleichstrom soll das Aufladen extrem fi x gehen – 150 zusätzliche Kilometer sollen nach einer guten halben Stunde möglich sein. Voraussetzung: Man hat Zugang zu einer entsprechenden Ladesäule. Das Nachtanken über Wallbox oder Haushaltssteckdose dauert natürlich länger. Der E-Opel dürfte in rund 7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen (i3: 7,2 Sekunden), der Topspeed ist zugunsten der Reichweite auf 150 km/h begrenzt. Durch die zehn Batterie-Module im Unterboden soll der Ampera-e bis zu 5 Personen Platz bieten und auch noch maximal 381 Liter Gepäck fassen. Zusätzlich ist der Stromer mit dem neuen IntelliLink-Infotainment und OnStar ausgestattet. Auch Apple CarPlay und Android Auto sind mit an Bord. Beim Preis geht Autointernationaal.nl von etwa 34.000 Euro aus. Damit wäre er minimal günstiger als ein BMW i3. +++

+++ PORSCHE hat die 911er-Baureihe einem Facelift unterzogen, da darf auch der GT3 der Baureihe 991.II nicht fehlen. Jetzt wurde das Modell bei Testfahrten quasi ungetarnt von unserem Erkönig-Jäger abgeschossen. Die fehlende Tarnung enthüllt das 2017er-Modell mit einer neu gestalteten Front. Die Lufteinlässe fallen größer aus, die Scheinwerfer bekommen ein neues Styling. Auch scheinen die Türgriffe überarbeitet worden zu sein. Neben neu designten Leichtmetallfelgen kommen auch noch Heckleuchten mit einem anderen Layout in der Facelift-Version zum Tragen. Im Innenraum wird der Porsche 911 GT3 über das neue Porsche Communication Management System mit 7 Zoll großem Bildschirm verfügen. Des Weiteren wird das Infortainmentsystem mit Apple Car Play aufgewertet und das Navisystem erhält die Echtzeit-Verkehrsinfos. Das wichtigste beim Porsche 911 GT3 steckt aber unter der hinteren Haube: Und dort bleibt es entgegen der Turbo-Motorisierung des 991.II-Facelifts auch beim GT3 ein freisaugender Boxer. Mit dem Facelift legt dieser aber um 200 ccm von 3,8 auf volle 4,0 Liter Hubraum zu – ein Evolutionsschritt, den Porsche auch schon beim neuen GT3 Cup-Modell vollzogen hat, das auf dem Pariser Autosalon vorgestellt wurde. Leistete der 3,8-Liter im Vorgänger 475 PS, so dürften mit dem Hubraumplus in der neuen Ausführung ein paar PS mehr – vermutlich 495 PS – rausspringen. +++

+++ RENAULT reagiert auf den hohen NOx-Ausstoß seiner Dieselmodelle im realen Straßenverkehr und hat gegenüber eine Serviceaktion angekündigt. Ab Oktober sollten die Kunden Post bekommen und in die Werkstatt gebeten werden. Weil die französischen Behörden die Änderungen noch prüfen, ist der Starttermin jetzt ungewiss. Die Fahrer von Renault-Dieseln, die der Euro6b -Norm erfüllen, sollten im Oktober Post des Herstellers mit einer Einladung zum Werkstattbesuch erhalten. Renault will ein Elektronik-Update aufspielen, das die Wirkung des Speicherkats verbessert. Außerdem bleibt die Abgasrückführung nach dem Update in einem weiteren Betriebsbereich aktiv. Weil die französischen Behörden die Änderungen an den Bestandsfahrzeugen noch nicht genehmigt haben, verzögert sich die Aktion. Laut Renault gebe es “noch ein paar Unklarheiten”. Die Änderungen für die Serienfahrzeuge sind bereits genehmigt und werden seit Juli eingebaut. Bei Abgastests im Auftrag des französischen Umweltministeriums hatten Renault Talisman und Captur die NOx-Grenzwerte weit überschritten. Auch im NOx-Test der Zeitschrift Auto, Motor und Sport fielen zuletzt 2 Renault-Modelle durch hohe NOx-Werte im realen Straßenverkehr auf. So zeigte ein Espace dCi 160 die höchsten NOx-Werte von allen 20 bisher von Auto Motor und Sport getesteten Dieselmodellen mit Euro-6-Motoren. Der Espace stieß auf der 100 km langen ams-Testrunde trotz verhaltener Fahrweise das 15,3-Fache des Grenzwerts aus und kam auf 1.222 mg Stickoxid pro Kilometer. Der Mégane dCi 110 stieß im realen Verkehr das 9,9-fache des NOx-Grenzwertes aus. Wie Renault mitteilte, hat der Hersteller “einen Aktionsplan entwickelt, um über die bestehenden und in vollem Umfang respektierten Euro 6b-Normen hinaus seinen Kunden ein verbessertes System zur NOx-Abgasreinigung anzubieten”. Das Update soll demnach die Stickoxidemissionen “im realen Kundenalltag” reduzieren. Das Update sei allerdings freiwillig. Aufgespielt werden sollte die Software ab Oktober. Nun ist ungewiss, ob die Serviceaktion noch in diesem Jahr startet, oder ob die Kunden erst 2017 angeschrieben werden. +++

+++ Für den Autohersteller VOLVO zahlt sich die Konzentration auf teurere Modelle aus. Die wachsende Nach frage nach solchen Fahrzeugen trieb den Betriebsgewinn im dritten Quartal um 62 Prozent auf umgerechnet 212 Millionen Euro (2,07 Milliarden Kronen) nach oben, wie das Unternehmen mitteilte. Seit der Übernahme des schwedischen Traditionskonzerns durch den chinesischen Autobauer Geely vor 6 Jahren setzt Volvo verstärkt auf das obere Preissegment, was der Autobauer bereits unter dem vorherigen Eigner Ford ohne große Erfolge versuchte. Das erste unter der Ägide der Chinesen entwickelte Modell XC90 trug laut Volvo nun maßgeblich zum Umsatzanstieg um 14 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro bei. Der Konzern rechnet nach dem Gewinnsprung auch fürs Gesamtjahr mit einem deutlichen Plus. +++

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