Tagesschau

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+++ Der Volkswagen Konzern hat weiter mit dem Abgasskandal zu kämpfen. Die kalifornische Umweltbehörde Carb droht nach neuen Vorwürfen gegen die Volkswagen-Tochter AUDI mit weiteren Strafen für Abgasbetrüger in der Autobranche. Wenn sie neue Betrugssoftware entdecke, werde die Behörde die Untersuchung “aggressiv vorantreiben”, teilte Carb auf Anfrage zu den Anschuldigungen gegen Audi mit. Bei Regelverstößen werde man Herstellern Umrüstungen auf deren Kosten vorschreiben, zusätzlich könnten im Rahmen der US-Gesetze Strafen verhängt werden, teilte Carb mit. Weder Audi noch Volkswagen wollte sich dazu äußern. Zuvor hatte die Bild am Sonntag unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Erkenntnisse von Carb berichtet, in einigen Audi-Motoren sei eine Software zur sogenannten Lenkwinkel-Erkennung eingebaut. Mit dem Programm erkenne ein Auto, wenn es auf dem Prüfstand steht und schalte dann in einen ‘sauberen’ Fahrmodus. Die Vorwürfe sollen sich auf Motoren beziehen, von denen bislang nicht öffentlich bekannt war, dass sie im Fokus von Ermittlern stehen. Anders als beim Abgas-Skandal von Volkswagen steht diesmal nicht der Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid im Fokus, sondern angebliche Täuschungen beim schädlichen Klimagas CO2. Nicht nur Dieselwagen sollen betroffen sein, sondern auch Benziner. Carb erklärte, die laufende Untersuchung nicht konkret kommentieren zu können. Die Behörde betonte aber, dass sie auch Verstöße gegen CO2-Vorschriften ernst nehme – sowohl bei Dieselwagen als auch bei Benzinern. In den Vereinigten Staaten steht Audi wegen mehr als 80.000 Dieselautos mit illegaler Abgastechnik ohnehin schon unter Druck. Die Fahrzeuge sind mit 3,0-Liter Motoren unterwegs, die laut US-Behörden mit einer speziellen Software zur Manipulation von Stickoxidwerten ausgestattet sind. Sollte keine Möglichkeit gefunden werden, diese nach US-Recht verbotenen Programme zu beseitigen, drohen teure Rückkäufe der betroffenen Fahrzeuge. Es geht um teure Wagen wie Porsche Cayenne, Volkswagen Touareg und Audi Luxusmodelle. Bei rund 475.000 kleineren Dieselwagen mit manipulierten Stickoxidwerten hat sich Volkswagen mit Zivilklägern in den USA bereits auf einen Vergleich von insgesamt rund 16,5 Milliarden Dollar geeinigt. Volkswagen hat wegen des Abgasskandals viele juristische Baustellen. So laufen zahlreiche Prozesse von Autobesitzern. +++

+++ Kleine SUVs sind der kommende Trend in der Autobranche. Auch Volkswagen arbeitet beispielsweise eifrig an einem entsprechenden Modell auf Basis des kommenden Polo. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht: Neue Erlkönigbilder zeigen jetzt, dass HYUNDAI ein SUV unterhalb des Tucson in der Entwicklung hat. Auffallend an dem Prototypen sind vor allem die zweigeteilten Scheinwerfer, die an den Citroën C3 und C4 Cactus erinnern. Auch der direkte Kontrahent Nissan Juke hat solch eine Frontpartie. Möglicherweise will Hyundai durch diese Designlösung eine allzu große Ähnlichkeit zum i20 vermeiden, dessen Plattform mit 2,57 Meter Radstand wohl die Grundlage bilden wird. In bestimmten Märkten gibt es schon seit 2014 den 4,27 Meter langen ix25. Allerdings soll das neue B-SUV von Hyundai diesen nicht ersetzen, sondern eher den hierzulande angebotenen, 4,10 Meter messenden ix20. Dieser ist inzwischen der Methusalem im Programm der Koreaner. Allerdings sind Minivans kaum noch gefragt, weshalb Opel etwa den Meriva durch den Crossland X auf Citroën C3 Picasso Basis ersetzen wird. Und so wird es auch bei Hyundai spätestens 2018 heißen: Tschüss Minivan, hallo Mini-SUV! +++

+++ MERCEDES wird die neue E Klasse 2017 auch wieder als Coupé anbieten. Wie neue Erlkönigbilder von Fotografen zeigen, orientiert es sich optisch an der zweitürigen S Klasse: So schlicht und trotzdem elegant und progressiv ist Mercedes seit dem 124er nicht mehr aufgetreten. Beim E Coupé verzichtet Chefstylist Gorden Wagener gleich ganz auf Sicken und Kanten, und modelliert stattdessen Flächen, Radhäuser und eine leichte Abrisskante am Heck heraus. Wie schon die Limousine wird auch die Coupé-Version der E-Klasse um etwa 100 Kilogramm leichter werden, gleichzeitig wächst sie im Vergleich zum Vorgänger um 20 Zentimeter. Gemeinsam mit den neu entwickelten Motoren soll das den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken, obwohl die Leistung der Antriebe steigt. Neben den Vierzylindern stehen auch die neuen Reihensechszylinder-Diesel der Limousine zur Verfügung. Außerdem darf wohl auf eine AMG-Variante mit de m bekannten 4,0-Liter-Biturbo-V8 spekuliert werden, der bis zu 612 PS aus den Brennräumen presst. Künftig werden auch beim Coupé zudem Hybrid-Versionen angeboten. Einen großen Fortschritt will Mercedes auch beim Platzangebot machen. Das aktuelle Modell basiert auf einem Technik-Mix aus C- und E-Klasse, wenig Platz im Fond inklusive. Im neuen Coupé, das auf dem MRA-Unterbau der Limousine aufbaut, sollen nun auch Erwachsene auf der Rückbank bequem sitzen. Außerdem erbt das Coupé den feinen Innenraum der Limousine mit zwei großen Bildschirmen. Gewürzt mit feinen Details wie etwa Lüftungsdüsen, die an die Turbine eines Jets erinnern. Und natürlich kommt zum Jahreswechsel auch ein E-Klasse Cabrio, wie gehabt mit dick gefüttertem Stoffverdeck. +++

+++ Staatsoberhäupter und Monarchen auf der ganzen Welt können es kaum erwarten: 2018 startet der neue ROLLS-ROYCE Phantom! Jetzt haben die Erlkönigjäger ein stark getarntes Exemplar abgelichtet. Trotz der Maskierung verrät der Prototyp bereits einige Details der zweiten von BMW entwickelten Phantom-Generation. Dazu gehören beispielsweise der charakteristische Kühlergrill mit breiten, senkrechten Chromstreben und neue Scheinwerfer mit LED-Technik. Am Heck kommen homogen beleuchtete LED-Bänder zum Einsatz. Überhaupt wirkt die rund 6 Meter lange Luxus-Limousine im Vergleich zum Vorgänger vor allem durch die länger abfallende Heckpartie wesentlich schnittiger und dynamischer. Dazu passt, dass die Ingenieure alle Register ziehen, um das Gewicht nach untern zu drücken – Stichwort Carbon. Wie das SUV Cullinan kommt auch die jüngste Generation des Phantom mit einer Aluminium Karosserie. Beim Antrieb kommt standesgemäß nur ein Zwölfzylinder in Frage, der in der Neuauflage souveräne 600 PS leisten wird. Zum Selbstverständnis bei Rolls-Royce gehört ebenso die individuelle Maßanfertigung für jeden Kunden. +++

+++ Bei der Umsatzrendite sehen SKODA Händler noch reichlich Entwicklungsmöglichkeiten nach oben. Dies stellten sie auf der diesjährigen Hauptversammlung ihres Verbandes deutscher Skoda Vertragspartner in Berlin fest. Zur Zeit liegt ihre Umsatzrendite bei eben mal 1,8 Prozent, angestrebt werden laut der Fachzeitschrift kfz-Betrieb jedoch 3 Prozent. Dies sei notwendig, um die ständig steigenden Erwartungen der Marke an die Präsentation der einzelnen Autohäuser und deren Ausstattung finanziell erfüllen zu können. Beim Hersteller in Tschechien rollt die Krone schneller, dort bleiben aktuell 9,3 Prozent des gesamten Umsatzes als Gewinn übrig. +++

+++ Der Oktober war ein Monat mit kräftigen Einbußen für die SPORTWAGEN, wenn man sich die Zulassungsstatistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) ansieht. Die größten Verluste gegenüber dem Vorjahresmonat schrieben Peugeot RCZ (- 100 %), Chevrolet Corvette (- 89%), BMW Z4 (- 88 %), Mercedes-AMG GT (- 60 %), Mercedes E Klasse Coupé (- 59 %) und Audi R8 (- 53 %). Auch die Dauerbrenner an der Spitze der KBA-Statistik, Porsche 911 und Audi TT, mussten Verluste von etwa 30 Prozent und mehr einstecken. Trotzdem belegen beide Sportwagen die ersten beiden Plätze im Oktober 2016. Der Elfer verbuchte 563 Neuzulassungen, der Sportwagen mit den vier Ringen 376. Es ist das sechste Mal in bislang zehn Monaten des Jahres, dass der Porsche 911 ganz oben steht. Die restlichen Monate 2016 gingen jeweils an TT und Ford Mustang. Das Duell zwischen 911 und TT wird auch den Sieger der Jahreswertung bestimmen. Aktuell ist der 911 mit 6.977 zu 6.399 Neuzulassungen auf dem besten Weg zum Sieg. Der Mustang liegt schon zu weit zurück. Für den Mercedes SLC ging es im Oktober aufwärts. Der Roadster verdrängte mit 289 Neuzulassungen den Ford Mustang (239) auf den vierten Rang. Dessen Rivale unter den Muscle Cars, Chevrolet Camaro, stattete den Zulassungsstellen 51 Mal einen Besuch ab und landete auf Position 10. Auf dem fünften Platz reihte sich das Mercedes E Klasse Coupé (156) ein. Dahinter folgten Porsche Boxster (113), Porsche Cayman (91), Jaguar F-Type (62) und Maserati Ghibli (61). Die Einbußen bei vielen Sportwagen wirkten sich negativ auf die Gesamtstatistik der Neuzulassungen im Oktober aus. Mit 2.290 Sportwagen wurden ein Viertel weniger neu zugelassen als noch im Vorjahresmonat. Auf das Jahr 2016 gesehen liegen die Sportwagen nur noch mit 0,1 Prozent im Plus. Das sah in der ersten Jahreshälfte ganz anders aus. +++

+++ Der Elektroauto-Pionier TESLA treibt den Ausbau seiner Produktion mit Hilfe deutscher Technologie voran. Tesla übernehme den rheinland-pfälzischen Anlagenbauer Grohmann und lege damit den Grundstein für ein automatisiertes Fertigungszentrum in Deutschland, teilte der US-Konzern mit. Grohmann entwickelt, produziert und vertreibt Anlagen für die automatisierte Fertigung unter anderem in der Halbleiter-, der Elektronik- und der Automobilindustrie. Das Unternehmen setzte im vergangenen Jahr mit 790 Mitarbeitern 123 Millionen Euro um. Am Grohmann-Sitz in Prüm und an weiteren neuen Standorten in Deutschland sollten im Lauf der kommenden 2 Jahre mehr als 1.000 Stellen geschaffen werden, kündigte Tesla an. Zu Details der Übernahme äußerte sich die kalifornische Firma nicht. Auch blieb zunächst unklar, ob Grohmann seine bisherigen Kunden weiter beliefern wird, zu denen BMW und Daimler gehören. Knapp 75 Prozent am Unternehmen gehörten bisher Unternehmensgründer Klaus Grohmann. Der börsennotierte Finanzinvestor Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) hielt nach eigenen Angaben 25,1 Prozent. Sie war bereits 1987 als Wachstumskapitalgeber eingestiegen. Damals war das Unternehmen gerade 3 Jahre alt. Die DBAG erwartet aus dem Verkauf ihrer Beteiligung nach eigenen Angaben einen Gewinn im mittleren einstelligen Millionenbereich. Für Autoprofessor Stefan Bratzel, Leiter der Center of Automotive Management (CAM) der FH Bergisch-Gladbach, ist die Übernahme ein ungewöhnlicher Schritt. “Das zeigt, dass Tesla unter enormem Druck steht, die Produktion auf ein entsprechendes Volumen zu bringen”, sagt er. Denn bis 2018 wollen die Kalifornier ihre Produktion von Elektroautos auf 500.000 Fahrzeuge im Jahr steigern. 2020 sollen es schon eine Millionen sein. Eine Herausforderung für das Unternehmen, das seine hochpreisigen Elektroautos bislang noch in vergleichsweise kleinen Stuckzahlen baut. Im laufenden Jahr peilen die Amerikaner noch zwischen 80.000 und 90.000 Fahrzeuge an. Doch erst kürzlich legte die kalifornische Firma den Grundstein für eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik im US-Bundesstaat Nevada. Bei der Auswahl seiner Zulieferer setzt Elon Musk heute schon bevorzugt auf deutsche Zulieferer. Er schätzt das Knowhow der ansässigen Ingenieure. Mit dem Wissen der deutschen Automatisierungsexperten von Grohmann soll allerdings kein neues Auto entwickelt werden, sondern die Fabrik der Zukunft. Auch hier will Tesla mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Tempo an den Tag legen als die angestammte Konkurrenz. Tesla setzt verstärkt auf Automatisierung. Das Unternehmen spricht in diesem Zusammenhang von einer “Maschine, die Maschinen baut”. Dadurch sollen die Kosten sinken und Elektroautos für eine größere Zahl von Kunden erschwinglich werden. Dank Rekordauslieferungen schrieb das Unternehmen im abgelaufenen Quartal erstmals seit mehr als drei Jahren einen Gewinn. Ende nächsten Jahres soll das günstigere neue Modell 3 an den Start gehen. Dafür gibt es bereits rund 400.000 Vorbestellungen. +++

+++ In einem Schadenersatzprozess im VOLKSWAGEN Abgasskandal hat das Landgericht Paderborn den ehemaligen Konzernchef Martin Winterkorn als Zeugen geladen. Das Gericht erhofft sich von ihm Erkenntnisse über die Affäre um manipulierte Schadstoff-Messungen bei Diesel-Fahrzeugen. Offen sei jedoch, ob Winterkorn möglicherweise die Aussage verweigern könne und gar nicht erst erscheinen müsse, sagte eine Sprecherin des Gerichts. So würde ihn die Gefahr, sich selbst zu belasten, von der Pflicht entbinden nach Paderborn zu kommen. “Dieses Recht müsste er aber schriftlich geltend machen und dann müsste das Gericht über den Sachverhalt entscheiden”, sagte die Sprecherin. Geladen sei er bislang für den 2. Dezember. Die Süddeutsche Zeitung hatte zuerst berichtet. In dem Prozess verlangt ein VW-Kunde Schadenersatz von dem Autokonzern. Laut Süddeutscher Zeitung hat Winterkorns Anwalt dem Gericht bereits mitgeteilt, dass sein Mandant aus seiner Sicht nicht aussagen müsse, weil gegen ihn ermittelt werde. Der Akte liege das Schreiben bislang jedoch nicht bei, sagte die Sprecherin. +++

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