+++ AUDI befindet sich im Schlussspurt bei der Entwicklung des nächsten Q3. Von dem absatzstarken Kompakt SUV soll es einen Plug-in Hybriden, aber auch eine rein elektrische Variante geben. Über die angeblich weit fortgeschrittene Entwicklung eines rein elektrischen Q3 berichtet Autointernationaal.nl unter Berufung auf Audi-Kreise in Ingolstadt. Demnach wolle der Premiumhersteller für den elektrischen Q3 auf das Antriebssystem des Volkswagen e-Golf zurückgreifen und dieses auf die eigenen Ansprüche anpassen. Geplant sei der Einsatz eines Elektromotors mit einer 136 PS entsprechenden Leistung, der aus einer 35,8 kWh Lithium/Ionen Batterie gespeist wird. Die Reichweite soll bei 300 Kilometern liegen. Konzipiert ist der Q3 Stromer laut dem Bericht in erster Linie auf China und die dort bevorstehende Quote für Elektroautos. Darüber hinaus plane Audi auch eine Plug-in Hybrid Version seines populären Kompakt SUV. Für dieses Modell soll ein 1,5 Liter TSI mit einem E-Motor kombiniert werden, der es auf eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometer bringt. In den vergangenen Tagen waren Bilder mit dem noch stark getarnten Q3 aufgetaucht, der in knapp einem Jahr das aktuelle Modell ablöst. Erkennbar ist auf diesen, dass der Wagen (in Abgrenzung zum inzwischen an den Markt gekommenen Q2) deutlich größer und breiter wird. Zudem deuten die Bilder einen ausgeprägteren Überhang am Heck an. Dennoch soll der nächste Q3 rund 50 Kilo leichter werden, aber mehr Platz im Innenraum und im Kofferraum bieten. Offizielle Angaben zu dem Fahrzeug gibt es von Audi noch nicht. +++
+++ Unmittelbar nach der Übernahme von Mobileye durch Intel unter Dach und Fach war, kündigte der Chipgigant den nächsten Schritt an: unter Führung von Mobileye startet jetzt der Aufbau einer 100 Fahrzeugen starken Testflotte AUTONOMER AUTOS des Level 4. Die Fahrzeuge sollen in den USA und Europa auf die Straßen geschickt werden und wertvolle Informationen für die Entwicklung vollautonomer Systeme liefern. Intel hatte das israleische Hightech Unternehmen für die enorme Summe von rund 15 Milliarden US-Dollar übernommen. Damit will der Chipriese verlorenes Terrain gegenüber Nvidia aufholen. Und man möchte dabei offenbar nicht noch mehr Zeit verlieren. Bereits am Tag nachdem die Mobileye Übernahme unter Dach und Fach war, kündigte Intel an, dass Mobileye mit dem Aufbau bei einer aus 100 Fahrzeugen bestehenden Tesflotte beginnen werde, die ersten Autos sollen noch 2017 auf die Straßen kommen. In einem Statement hob Mobileye Mitbegründer Amnon Shashua, der nach der Übernahme als Chef der nun neuen Intel Tochter fungiert, hervor, dass der Flotte Fahrzeuge verschiedener Hersteller angehören werden und sowohl in den USA wie auch in Europa im Straßenverkehr erprobt werden sollen. Wichtig sei dies, da sich die Verkehrsverhältnisse deutlich unterscheiden, bis hin zur Beschilderung. Damit geht Mobileye einen anderen Weg als Internetriese, der bislang ausschließlich in Kalifornien testet. Mit von der Partie ist auch BMW. Der Autobauer kooperierte bei der Entwicklung des autonomen Fahrens bereits bevor Mobileye von Intel geschluckt wurde und hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, mit der praktischen Erprobung autonomer Fahrzeuge in München beginnen zu wollen. Die technische Ausrüstung der Mobileye Flotte soll dem sogenannten Level 4 auf der Entwicklungsskala zum vollautonomen Fahren entsprechen. Dabei ist Fahren weitestgend ohne Fahrer möglich. Die Autos sind aber noch mit Lenkrad und Pedalerie versehen, so dass ein Fahrer eingreifen kann. Darüber steht nur noch Level 5. Diesem höchsten Level entspricht das von Volkswagen entwickelte Konzeptfahrzeug Sedric, solche Autos werden aber noch nicht produziert. Bei der angekündigten autonomen Flotte werden die Technologien von Intel und Mobileye zusammengeführt. Wenn man so will, ist das, was der Sensorspezialist aus Israel liefert, das Auge des Fahrzeugs, die Hochleistungs Chips von Intel das Hirn. Als Schlüssel zum voll autonomen Fahren gilt die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. +++
+++ Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine gesetzliche Quote für eine Mindestanzahl an verkauften Elektroautos nicht mag, weiß selbst der Präsident Xi Jinping von CHINA . Die schnelle Einführung einer solchen Quote könnten die deutschen Autohersteller nicht stemmen, beschwor die Kanzlerin Gesprächspartner Xi im Frühjahr am Telefon. Da war es erst ein paar Monate her, dass ein Gesetzesentwurf des Pekinger Industrieministeriums (MIIT) Alarmstimmung bei den hiesigen Unternehmen Volkswagen / Audi, Daimler (Mercedes) und BMW ausgelöst hatte. Schon von 2018 an sollten in China sämtliche Fahrzeugbauer eine Mindestquote von 8 Prozent für den Absatz von Elektroautos erfüllen. Ein Konzern wie Volkswagen, der nach Schätzung des Analysten Arndt Ellinghorst vom Beratungsunternehmen Evercore 41 Prozent seiner Fahrzeuge in China verkauft, von denen bisher so gut wie keines einen Elektromotor gehabt habe, sei dies nicht zu schaffen, argumentierte Merkel . Xi versprach, man werde den Deutschen entgegenkommen. Als sich Merkel am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU in Dortmund abermals gegen eine Quote für Elektroautos aussprach, dürfte Chinas Führung wieder genau zugehört haben. Dabei ging es gar nicht um den chinesischen Automarkt, von dem sich die deutsche Industrie immer abhängiger macht. Der Volkswagen Konzern erzielte 2016 hier laut Schätzung von Analyst Ellinghorst 49 Prozent seines gesamten Vorsteuergewinns. Mercedes kommt auf einen Anteil von 30 Prozent, BMW von 28 Prozent. Merkel hatte sich gegen den Ruf nach einer E-Auto Quote für Europa gewendet, der zuvor auch in der Bundesregierung laut geworden war. Dort hatte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Freitag den Plan des SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz unterstützt, mit einer Quote die Hersteller in der EU zu zwingen, mehr Elektroautos anzubieten. Dass nun das Land, das am stärksten gegen die E-Auto Quote in China Sturm gelaufen war, selbst über die Einführung einer gesetzlichen Mindestvorgabe für den Absatz von Elektrofahrzeugen nachdenkt, könnte die chinesischen Wirtschaftsplaner noch einmal darüber nachdenken lassen, wie sehr sie den deutschen Autoherstellern tatsächlich entgegenkommen sollen, die nach Diesel und Kartell Skandal im eigenen Land in der Kritik stehen. Ende August wollte das Pekinger Industrieministerium sein abschließendes Gesetz über die E-Auto Quote vorstellen, so lautete bisher der Plan. In den beteiligten Kreisen wird davon ausgegangen, dass die Vorgaben aus dem ersten Entwurf darin beibehalten werden. Demnach beträgt ab 2018 die Quote 8 Prozent, steigt im Folgejahr auf 10 Prozent und ein Jahr später auf 12 Prozent. Allerdings bedeutet das nicht, dass ab kommendem Jahr 8 Prozent aller verkauften Autos einen Elektromotor haben müssen, wenn empfindliche Strafzahlungen vermieden werden sollen. Vielmehr errechnet sich die Quote aus Punkten (‘Credits’), die für bestimmte Ziele vergeben werden. So erhält ein Auto, dessen Elektromotor eine Reichweite von über 350 Kilometern hat und hocheffizient ist, deutlich mehr Punkte als ein Billiganbieter, dessen Elektroautos gerade einmal 80 Kilometer fahren können, ohne an die Stromtankstelle zu müssen. Branchenkenner wie der Schanghaier Berater Jochen Siebert schätzen, dass alle Hersteller in China insgesamt die Quote von 8 Prozent schon heute bis auf 1 bis 1,5 Punkte fast erreichen könnten. Da die Hersteller zudem Wettbewerbern Punkte abkaufen können, hat sich die Aufregung in der Autoindustrie über die Quote gelegt. Dass diese, wie ursprünglich vorgesehen, ab dem kommenden Jahr gilt, sei beschlossen, heißt es aus Verhandlungskreisen. Trotzdem hatte sich China wohl an das Versprechen vom Entgegenkommen halten wollen, dass Xi gegenüber Merkel gegeben hatte. Wie zu hören ist, war bisher angedacht, dass die deutschen Hersteller faktisch im ersten Jahr der Quote von dieser befreit würden und eine ‘Nullrunde’ fahren dürften. Für diese fragwürdige Vorzugsbehandlung sollten die Definitionen der Quote entsprechend zugeschnitten werden, heißt es. ‘Chinesische Lösung’ wurde das Modell getauft, worunter in Deutschland bisher der Plan der DDR-Führung aus dem Herbst 1989 verstanden wurde, die Bürgerproteste der Bürger nach dem Vorbild des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens ein paar Monate zuvor gewaltsam niederzuschlagen. Zwar ist es ein Mythos, dass Peking vor allem aus Umweltschutzgründen an der E-Auto Quote interessiert sei, um damit die erhebliche Luftverschmutzung in den Städten in den Griff zu bekommen. Schließlich setzte China nach wie vor in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres laut Nationaler Energiebehörde beim Energiekonsum zu 60 Prozent auf Strom aus der Verbrennung von Kohle, der für das Aufladen der Batterien verwendet wird, deren Produktion zudem sehr energieintensiv ist. Weil die meisten chinesischen Kohlekraftwerke ineffizient sind, könnte sich durch ihre erhöhten Emissionen die Luftverschmutzung also erhöhen, anstatt zu sinken. Seine eigene Elektroautoindustrie will Peking jedoch sehr wohl weiterhin stark fördern, um bei der Entwicklung der neuen Technik von Anfang an vorne dabei sein zu können. Die Motivation Pekings, die Quote rasch einzuführen, ist groß. “Nur logisch” wäre es, wenn Chinas Regierung angesichts der Autoskandale in Deutschland nun noch einmal darüber nachdenken würde, ob sie die anvisierte ‘Nullrunde’ für die deutschen Hersteller tatsächlich umsetzen werde, heißt es in Peking. Bis das Gesetz voraussichtlich Ende des Monats vorliege, sei weiterhin “alles offen”. +++
+++ MITSUBISHI beordert deutschlandweit 2.872 Outlander Plug-in zum Software Update. Grund sei ein Kommunikationsproblem der beiden Steuergeräte für den Verbrennungs- und die beiden Elektromotoren. Dadurch werde die Starterbatterie möglicherweise nicht ausreichend geladen. Mitsubishi beordert deutschlandweit 2.872 Outlander Plug-in (PHEV) der Modelljahre 2014 und 2015 zum Software-Update (Europa: 47.438 Fahrzeuge). Grund ist “ein Kommunikationsproblem der beiden Steuergeräte für den Verbrennungs- und die beiden Elektromotoren”, teilt ein Markensprecher mit. Dadurch werde die Starterbatterie möglicherweise nicht ausreichend geladen und der Wagen kann unvermittelt stehen bleiben. Das ist laut Mitusbishi allerdings bisher erst in 2 Fällen geschehen. Neben der notwendigen Aktualisierung der Software erhält der Outlander beim Service-Stopp außerdem neue Zündkerzen. +++
+++ Noch vor einem Jahr hat CarUnity seinen ersten Geburtstag gefeiert und von einem gelungenen Einstieg in den privaten Carsharing-Markt gesprochen. Jetzt zieht sich der Automobilhersteller OPEL komplett aus dem Bereich zurück. Das Geschäft wird dem ehemaligen Kooperationspartner Tamyca überlassen. CarUnity ist im Juni 2015 im Rhein-Main Gebiet gestartet und wollte privates Carsharing für alle Marken ermöglichen. Opel sprach von einer Evolution zum Mobilitätsdienstleister der Zukunft. Doch daraus ist nichts geworden. Der Grund, warum alle Aktivitäten im Bereich Carsharing von Opel eingestellt wurden, soll die Übernahme durch den französischen Konzern Groupe PSA sein. Das private Carsharing ist in Deutschland hart umkämpft. Wer sein Auto anbieten, oder ein privates Auto anmieten möchte, wird nun bei Tamyca und Drivy fündig. +++
+++ Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Ferdinand PIECH , hat das VW-Präsidium 2014 über einen Untreue Verdacht gegen zahlreiche Vorstandsmitglieder informiert, heißt es in einem Bericht der Bild am Sonntag. Die Zeitung beruft sich dabei auf 4 voneinander unabhängige Quellen. Demnach hatte Piëch eine juristische Einschätzung zu den privat genutzten Privilegien der Vorstandsmitglieder eingeholt. Laut dem Bericht der Zeitung beließ es das Präsidium (darunter Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Berthold Huber von der IG Metall) dabei, den Schaden nur zurückzufordern. Die Vorstandsmitglieder erstatteten eine Millionensumme und es erfolgte keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Auch arbeitsrechtliche Schritte habe es keine gegeben. Seit Mai diesen Jahres geht die Staatsanwaltschaft Braunschweig dem Vorwurf nach, der Betriebsrat von Volkswagen habe zu hohe Aufwandsentschädigungen erhalten. Dabei geht es unter anderem um mutmaßlich zu hohe Bezüge für Betriebsratschef Bernd Osterloh. Ermittelt wird außerdem gegen den VW Konzernvorstand für Personal, Karlheinz Blessing, seinen Vorgänger Horst Neumann sowie gegen Martin Rosik, Personalchef der Marke VW, und dessen Vorgänger Jochen Schumm. Eine Anzeige soll der Auslöser für die Ermittlungen gewesen sein. Der Volkswagen Konzern und auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil widersprachen dieser Darstellung auf Anfrage der Bild am Sonntag. Ein VW-Sprecher erklärte: “Die Nebenleistungen wurden zu jedem Zeitpunkt entsprechend dem jeweils gültigen Nebenleistungskatalog in Anspruch genommen und nach den geltenden Vorschriften korrekt behandelt”. Einer Sprecherin der niedersächsischen Regierung zufolge habe es “nach der sicheren Erinnerung des Ministerpräsidenten” keinen Hinweis auf einen Untreuevorwurf gegeben. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Stephan Weil am Sonntag: “Es hat in den damaligen Präsidiumssitzungen keine Hinweise auf strafbare Handlungen gegeben, da sind sich fünf von sechs der damaligen Präsidiumsmitglieder sicher, nur ein ehemaliges Mitglied möchte sich offenbar anders erinnern”. Er fügte hinzu: “Hätte es damals irgendwelche Hinweise auf strafbare Handlungen gegeben, wäre ich als Jurist natürlich hoch alarmiert gewesen und hätte eine detaillierte juristische Überprüfung verlangt”. +++
+++ Mit einem leichten Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bleiben die Neuzulassungszahlen in Deutschland auf Wachstumskurs. Einmal mehr ziehen jedoch die SUV (+23,7 Prozent) mit Volldampf an der Karawane vorbei. Mit 64.373 der insgesamt 283.080 Neuzulassungen im Juli 2017 gibt es einen echten Paukenschlag: Zum ersten Mal stellen die Geländewagen und SUV das stärkste Segment, überholen die Kompaktklasse bei den Erstzulassungen. Doch nicht alle Marken und Modelle profitieren vom Boom. Exemplarisch dafür ist Jeep, neben Land Rover die einzige Geländewagenmarke. Der Offroad-Spezialist aus den USA läuft der Vorjahresform nach wie vor hinterher, dabei schmerzen die -58 Prozent beim kompakten Renegade noch mehr als die -82 Prozent beim stückzahlschwächeren Cherokee. Ein Grund hierfür könnte ebenfalls Jeep heißen: der zwischen beiden Modellen platzierte neue Compass könnte bei Renegade und Cherokee Interessenten gleichermaßen zu Kaufzurückhaltung geführt haben, ist aber gerade erst in den Verkauf gestartet und noch kaum an Endkunden ausgeliefert worden. Da wird es Zeit für einen strammen Endspurt im Herbst. Sehr zurückhaltend läuft es derzeit vor allem bei den großen Geländewagen und SUV. Das mediale Dauerfeuer auf den Dieselmotor scheint diese Dickschiffe besonders zu treffen. Nachdem allerdings für die wenigsten Interessenten ein erheblich verbrauchsintensiverer Benziner eine Alternative in einem dieser 2-Tonnen Geräte ist, dürfte das nicht unerheblich zu Rückgängen von beispielsweise -38 Prozent beim Porsche Cayenne oder -27 Prozent beim Mercedes GLE beitragen. Das KBA untermauert diese Zahlen mit einem Trend, der angesichts der Klima-Ziele nicht erfreulich wirkt: Der Anteil von Benzinmotoren unter den Neuzulassungen im Juli stieg um 11 auf 56 Prozent, der von Dieselmodellen sank von 53 Prozent auf 40 Prozent. Damit einhergehend stieg der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neufahrzeuge, der lange Zeit rückläufig war, im Juli wieder an, auf jetzt 128,4 g/km. Von der Zulassungsschwäche der deutschen SUV Flaggschiffe können im Juli vor allem Importmarken profitieren. Auf den ersten 20 Plätzen finden sich ausschließlich kompakte SUV Modelle. Wobei die Zuwachsraten von Ford Ecosport, Volvo XC60 und Renault Captur besonders stark ausfallen. Dafür schrumpft im Juli der Vorsprung des ewigen Ersten. Mit einem Rückgang um -22 Prozent gegenüber Juli 2016 rücken die Verfolger dem Volkswagen Tiguan näher. Zumal sich speziell der Opel Mokka und der Mercedes GLC auf den Plätzen zwei und drei um jeweils satte 60 Prozent steigern konnten. +++
+++ Die Beteiligung des Bundeslands Niedersachsen am VOLKSWAGEN Konzern missfällt einer Mehrheit der Deutschen. 52 Prozent der Befragten sprachen sich in einer Emnid-Umfrage für die Bild am Sonntag dagegen aus, dass das Land mit einem Fünftel an dem Autokonzern beteiligt ist. Nur 35 Prozent finden die Landesbeteiligung gut. Grundsätzlich vertraten 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass privatwirtschaftliche Firmen besser seien als staatliche. Nur 21 Prozent hielten den Staat für den besseren Unternehmer. Zudem glauben der Erhebung zufolge sogar 68 Prozent, Politiker verstünden nicht genug von der Wirtschaft, um als Aufsichtsrat ein Unternehmen zu kontrollieren. Für die Erhebung befragte das Institut Emnid am Donnerstag 500 repräsentativ ausgewählte Bürger. Die Monopolkommission hatte zuvor einen Ausstieg des Landes Niedersachsen aus dem VW Konzern befürwortet. “Es wäre begrüßenswert, wenn sich Niedersachsen als Gesellschafter bei Volkswagen zurückziehen würde”, sagte der Chef des unabhängigen Beratergremiums, Achim Wambach, der Süddeutschen Zeitung. Er kritisierte einen zu starken Staatseinfluss. “Es gibt fast immer Interessenkonflikte”, sagte Wambach. In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Abstimmungen zwischen der Landesregierung in Hannover und dem VW Konzern gängige Praxis sind. Das Land Niedersachsen besitzt einen Anteil von 20 Prozent am Unternehmen. Das sogenannte VW Gesetz sichert dem Land zudem eine Sperrminorität bei wichtigen Fragen. Zuletzt gab es immer mehr Forderungen, dass Niedersachsen seine Anteile verkaufen soll. +++
