+++ Mit dem Q2 hat AUDI seit 2016 einen ganz kleinen SUV im Programm. Jetzt wurde eine heiße Version als Prototyp erwischt. Kommt ein SQ2 auf den Markt? Zunächst hatte Stephan Knirsch, Audi Technikchef, Überlegungen zu einem SQ2 bestätigt. Und auf dem Nürburgring testet Audi eine heiße Version des Q2. Früher erwischte Erlkönige trugen großen Leichtmetallräder, eine Vierfach-Auspuffanlage, schwarze C-Säulen und einen schwarzen Grill sowie kräftig ausgestellten Radkästen. An den jüngeren Erlkönigen sind die Radlaufverbreiterungen und die üppig dimensionierte Bremsanlage auffällig. In der Serienversion würden weitere Sport-Insignien den Top Q2 prägen. Fette Bugschürze mit Quattro Schriftzug, Seitenschwellerverkleidungen sowie eine Heckschürze mit obligatorischem Diffusoreinsatz. Dazu ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit Tieferlegung, Sportbremsanlage und üppig dimensionierte Rad/Reifen Kombinationen. Denkbar wäre ein SQ2 für den Genfer Autosalon Anfang 2018. Und unter der Haube? Klar ist, der 2.0 Liter TFSI kann deutlich mehr, als die 190 PS im zivilen Q2. Das hat der Vierzylinder schon in verschiedenen anderen Konzernmodellen bewiesen. Als aussichtsreiches Aggregat für die Q2 Top Version wird die 310 PS und bis zu 400 Nm starke Version aus dem Audi S3 gehandelt. Mit von der Partie sind natürlich Quattro Antrieb sowie ein 7-gang Doppelkupplungsgetriebe. Kommt auch noch eine RS Q2-Variante, dann dürfte die den bekannten 5-zylinder unter der Haube tragen und die Leistungsschwelle auf gut 400 PS anheben. +++
+++ Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft jetzt auch BMW vor, die Abgassoftware manipuliert und illegale Abschalteinrichtungen in die Abgasreinigung seiner Fahrzeuge eingebaut zu haben. Messungen ergaben der DUH, dass die Emissionen von Stickoxiden (NOx) bei einem 320d bei Messungen auf der Straße bis zu 7 Mal so hoch lagen wie im Labortest nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Bei Überprüfungen der Motorsteuerung auch mit Hilfe externer Experten stellte sich heraus: Die Software war offenbar so programmiert, dass die Abgasrückführung bereits ab einer Drehzahl von 2.000 Umdrehungen pro Minute reduziert und ab 3.500 Umdrehungen komplett abgeschaltet wird. Das ergibt sich aus den Untersuchungsergebnissen der DUH. Die Vorwürfe sind für BMW brisant. Als ähnliche Anschuldigungen gegen Volkswagen, Audi und Daimler erhoben wurden, hatte BMW stets erklärt, man baue grundsätzlich keine Abschalteinrichtungen ein, die in der englischen Fachsprache Defeat Device genannt werden. Noch auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) im September hatte BMW Vorstandschef Harald Krüger versichert: “Wir haben an den Fahrzeugen nicht manipuliert. Wir haben Diesel, die sind sauber. Und die sind die besten dieser Welt. Es gibt kein Defeat Device bei der BMW Group”. Die Messungen der DUH ergaben hingegen, dass 5 Diesel-Pkw von BMW, davon 4 mit dem gleichen Motor, alle das auffällige Abgasverhalten zeigten. BMW weist die nun erhobenen Anschuldigungen zurück: “Es gibt bei der BMW Group keinerlei Aktivitäten und technische Vorkehrungen, den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen”, teilte der Münchner Konzern auf Anfrage mit. “Grundsätzlich gilt, dass BMW Fahrzeuge den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften entsprechen und nicht manipuliert sind”. Eine Abschalteinrichtung ist eine spezielle Software, mit deren Hilfe die volle Reinigung der Abgase gezielt ausgesetzt wird. +++
+++ Nach einem gerichtlichen Rückschlag vor gut 3 Wochen bekommt Volkswagen neuen Gegenwind von einem prominenten Aktionär. Der als Fachmann für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) bekannte Anteilseigner Christian Strenger bereitet einen Antrag auf Sonderprüfung bei Gericht vor. Unter anderem wirft er Volkswagen vor, sich auch im Jahr 2016 unzureichend um vorbehaltlose Aufklärung der DIESEL Affäre bemüht zu haben. Mit dem Antrag auf Bestellung eines Sonderprüfers war Strenger auf der Hauptversammlung im Mai noch gescheitert. Stenger benötigt jetzt die Unterstützung anderer Minderheitsaktionäre: Nach Paragraph 142 des Aktiengesetzes muss er mindestens ein Prozent des Grundkapitals hinter sich bringen oder Anteile im Nennwert von 100.000 Euro, wobei nach Strengers Worten auch Vorzugsaktien in Betracht kommen. Mit dieser Strategie hat Strenger bei anderen Unternehmen mehrmals Erfolg gehabt. Er betont, er agiere als Privataktionär; seine Stimme hat aber großes Gewicht: Strenger war Gründungsmitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, hat Aufsichtsratserfahrung und leitete früher die Fondsgesellschaft DWS. Vor wenigen Wochen hatte das Oberlandesgericht Celle auf eine Beschwerde der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) eine Sonderprüfung für VW angeordnet. Im Zentrum steht die Frage, wann der damalige Vorstand um Martin Winterkorn erstmals Kenntnis von der Manipulation der Dieselmotoren hatte oder hätte haben müssen, und ob möglicherweise ein Verstoß gegen eine Ad-hoc Publizitätspflicht vorliegt. Hierbei geht es um Vorgänge bis zum Jahr 2015. Mit seinem Antrag will Strenger dagegen eine Sonderprüfung für das darauffolgende Jahr. “Celle macht Mut, nicht loszulassen in der Behandlung der Dinge, die man von Vorstand und Aufsichtsrat im jeweiligen Geschäftsjahr erwarten kann”, sagte er. Strenger kritisiert nicht nur unzureichende Aufklärungsbemühungen um die Volkswagen Dieselaffäre, er nimmt auch Anstoß an Bonusansprüchen und bemängelt “deutlich unzureichende bilanzielle Vorsorge”. Volkswagen äußerte sich zu Strengers Antrag noch nicht, da das Unternehmen bislang den Inhalt nicht kenne. +++
+++ In 2017 werden laut einer Prognose von Focus2Move erstmals mehr als 1 Million ELEKTRO Autos pro Jahr verkauft. Der meistverkaufte Stromer ist der BAIC EC 180, der BMW i3 liegt auf Rang 9, Tesla hat 2 Modelle unter den Top10. Mit einem Marktanteil von 1,2 Prozent bleiben Stromer die Exoten im weltweiten Autogeschäft. Man muss aber wohl sagen: noch. Denn der Aufwärtstrend ist kräftig, die Entwicklung steht in allen Bereichen am Anfang. Treibende Faktoren für einen Absatzanstieg auf prognostiziert 1,1 Millionen Einheiten (+45 Prozent) sind höhere Reichweiten, günstigere Preise und mehr verfügbare Modelle. Allerdings: das Gros des Wachstums kommt von Märkten mit erheblichen Subventionen für die Elektromobilität, der größte Schwung kommt aus China, wo der Wechsel zur Elektromobilität erklärtes industriepolitisches Staatsziel ist. Das drückt sich auch in den Verkaufszahlen aus: ziemlich exakt die Hälfte der 2017 weltweit abgesetzten E-Autos wird in China verkauft. Da ist es nur logisch, dass mit dem BAIC EC 180 ein China Modell die Verkaufscharts der Stromer anführt. Das Fahrzeug verzeichnet 2017 einen erwarteten Absatzzuwachs um 546,4 Prozent (72.191 Einheiten), womit der Wagen das Model S von Tesla (55.449 Einheiten; +2 Prozent) deutlich hinter sich lässt. Auf Rang 3 liegt der Nissan Leaf mit knapp 53.000 verkauften Einheiten (+6,1 Prozent). Von deutscher Seite ist der BMW i3 mit knapp 27.100 Einheiten (+12,9 Prozent) das meistverkaufte E-Modell, was in der Weltrangliste zu Platz 9 reicht. Die Autos mit den höchsten Zuwachsraten sind Fahrzeuge, die im Laufe des Jahres 2016 in den Markt gekommen sind. So verzeichnet der Zhi Dou D2 eine Absatzsteigerung von 422,4 Prozent; von Null schaffen den Sprung unter die Top 10: Toyota Prius PHEV (Platz 4), BYD Song PHEV (Platz 7) und Chevrolet Bolt (Platz 10). Als einziger Hersteller hat Tesla mit dem Model S (Platz 2) und Model X (Platz 6) 2 Modelle unter den Top 10. +++
+++ FORD will Konzernkreisen zufolge verstärkt den Online Verkauf von Autos in China erproben. Dazu werde der US Autobauer wohl eine Vereinbarung mit dem chinesischen Internethändler Alibaba unterzeichnen, sagte ein Insider. Im Gespräch sei der Verkauf von Fahrzeugen über das Internet, die dann von Ford Autohäusern ausgeliefert würden. Diese seien auch für Inspektionen und Reparaturen zuständig. Aber auch die Nutzung des neuen Konzepts der Alibaba Tochter Tmall, Autos über einen riesigen Verkaufsautomaten in Form eines mehrstöckigen Parkhauses anzubieten, sei denkbar. Hier können Kunden per Smartphone bereitstehende Autos zum Kauf oder für eine Probefahrt auswählen. Die Zahlung wird nach Prüfung der Bonität über das Alibaba-System Alipay in Raten abgewickelt. Ein Ford Sprecher wollte sich nicht dazu äußern. Er kündigte aber eine Mitteilung am Firmensitz von Alibaba in Hangzhou für Donnerstag an. Dort werden dann auch Verwaltungsratschef Bill Ford Junior und Vorstandschef Jim Hackett erwartet. Ford will in China aber offenbar nicht nur vom wachsenden Trend zum Kauf von Autos über das Internet profitieren. +++
+++ GENERAL MOTORS entwickelt an einer neuen Produktionsplattform für Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometern und mehr. GM Topmanager Reuss kündigte zudem an, die Batteriekosten auf unter 100 US Dollar je Kilowattstunde zu drücken. Die neuen Details zur künftigen Elektroauto Strategie nannte General Motors bei einer Investoren Konferenz in den USA. Bei dieser gab GM Chefin Mary Barra einen Überblick über die Gesamtstrategie; GM President Dan Ammann erläuterte das weitere Vorgehen zum autonomen Fahren, während Mark Reuss tiefere Einblicke in die Elektroauto Zukunft des US Herstellers gab. Bereits im Oktober hatte GM 20 neue, elektrisch angetriebene Modelle bis zum Jahr 2023 angekündigt. Damals war der Hersteller aber nähere Details schuldig geblieben. Zumindest von der technologischen Seite lüftete Reuss nun bei der Investoren Konferenz einen Teil der Geheimnisse. So bestätigte der unter anderem für die weltweite Produktentwicklung zuständige Manager, dass GM an einer neuen Architektur für Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometer und mehr entwickle und bei dieser Arbeit schon weit voran gekommen sei. Die Plattform sei modular aufgebaut. Abgedeckt werden könnten so alle Fahrzeugklassen, vom SUV Luxusdampfer bis zum Kompaktmodell; die neue Architektur ermögliche eine hochflexible Produktion sowohl was Stückzahlen, Elektrifizierung wie auch die Bedienung regionaler Unterschiede anbelangt. Reuss bestätigte bei der Präsentation, dass alle autonomen Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden. Großen Fortschritt reklamiert der Hersteller bei der Batterieentwicklung für sich. Wie Reuss betonte, sei man “gut unterwegs”, um die Batteriekosten auf unter 100 US Dollar pro kWh zu drücken. Diese Marke gilt als entscheidend für die wirtschaftliche Fertigung rein elektrischer Autos. Gleichzeitig seien die Batterien deutlich leichter und leistungsfähiger. Das bringe GM in die Lage, Elektroautos in hoher Stückzahl profitabel zu produzieren. Konkrete Angaben, ab wann Elektroautos auf der neuen Architektur gebaut werden machte Reuss nicht. Er kündigte aber 2 neue, rein elektrische Crossover Modelle innerhalb der nächsten 18 Monate an. Diese nutzen dann aber noch die Architektur des aktuellen Chevrolet Bolt. +++
+++ Mit dem Modellwechsel 2019 wird sich der neue Golf optisch stärker vom Vorgänger unterscheiden, als das zuletzt der Fall war. Technisch entwickelt er sich zum ‘Kompaktklasse Passat’. Was VOLKSWAGEN für die achte Generation plant, lesen Sie hier. Erinnern wir uns: 2012 kam der Golf VII auf den Markt, das erste Modell von VW mit dem sogenannten Modularen Querbaukasten (MQB). Auf dieser hochflexiblen Architektur basieren künftig alle Modelle von Polo bis Passat samt ihrer Derivate. Die Vereinheitlichung verschiedener Baugruppen wie Antrieb, Fahrwerk, Assistenz- und Infotainmentsysteme soll unter anderem die Komplexität und Kosten senken. Mittlerweile wurden fast alle Golf Ableger und Antriebsvarianten einschließlich Erdgas, Elektro und Plug-in Hybrid Version präsentiert, einschließlich des Passat und des Tiguan. Nahezu alle Technik Features, die der neue Passat dem Golf noch voraushat (wie etwa das frei programmierbare Instrumentendisplay, der Fußgängerassistent oder die nächste Infotainment Generation) kommen dank MQB ohne großen Mehraufwand dem Golf zugute; zum Teil schon beim Facelift. Noch weiter geht die nächste Generation: Der Golf VIII erscheint 2019, etwas früher als ursprünglich geplant. Diese soll sich zudem optisch deutlich stärker vom aktuellen Golf unterscheiden als dieser von seinem Vorgänger. Das wollen die Designer mit veränderten Proportionen (etwas breiter und flacher) und markanteren Details (etwa Scheinwerfer) erreichen, wenngleich ihnen nicht allzu viel Spielraum bleibt; auch der nächste Golf muss sofort wieder als solcher erkennbar sein. Und er muss sparsamer werden, schließlich sinkt das Limit für den CO2-Ausstoß ab 2020 auf 95 g/km. Gerade der Golf als wichtiges Volumenmodell muss bei den Wolfsburgern für dieses Ziel einen kräftigen Beitrag leisten. Mit Modellgeneration acht will VW zudem das Fahrzeuggewicht noch mal um rund 50 Kilogramm senken. Außerdem wurde die Aerodynamik nochmal angepasst, Bisher unterbieten zwar einzelne Varianten wie der e-Golf, der GTE Hybrid, der TGI (Erdgas) und der Bluemotion TDI diese Marke, aber mit dem 1,0 Liter 3 zylinder kommt nur ein Benziner im Golf als TSI Bluemotion unter die 100 Gramm-Schwelle. Aber, einen Golf-e wird es nicht mehr geben, ebenso wie den im Polo eingesetzte 3 zylinder TDI und der 1,4 Liter TSI. Dafür gibt es aber jede Menge andere Antriebs- und Hybrid varianten. So geht beispielsweise ein Niedervolt Hybridsystem (mHEV) im Golf 8 ab 2019 in Serie. Dabei erzeugt ein 48Volt Riemen-Startergenerator (RSG) die elektrische Leistung und kann sowohl beim Anfahren und Beschleunigen den Verbrenner unterstützen, als auch Bremsenergie durch Rekuperieren zurückgewinnen. Ob auch der mHEV plus schon im nächsten Golf den Sprung in den Serieneinsatz schafft, steht derzeit noch nicht fest. Diese Antriebsvariante besitzt ebenfalls einen 48Volt RSG, verfügt zusätzlich aber über einen 48Volt Achsantrieb. Das Modell kann damit also im niedrigen Lastbereich (wie beim Parken) rein elektrisch fahren. Zudem erweitert der Achsantrieb die Möglichkeiten beim Segeln und kann sowohl an der Vorder-, als auch an der Hinterachse angreifen. Es kann damit also auch eine Art Allradantrieb realisiert werden. Es wird aber auch reine Ottomotoren im Golf 8 geben. Diese sollen zum Großteil auf dem neuen Motor EA 211 evo basieren. Das neue Aggregat ist in aktuellen Modellen bereits in der Version mit 1,5 Liter Hubraum bekannt. Es bietet aber viele Möglichkeiten, mit höheren Leistungen, kleineren Hubräumen und weniger Zylindern (beispielsweise als 1,0-Liter 3 zylinder) eingesetzt zu werden. Besonderheiten, die Verbrauch und Emissionen senken, sind unter anderem das Miller-Brennverfahren sowie ein Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Zudem sollen alle Ottomotoren zukünftig einen Benzinpartikelfilter bekommen. Der 2.0 TSI aus dem Audi Regal wird voraussichtlich noch weiter im Portfolio bleiben. Weiterhin ist für den Golf 8 wieder ein Erdgasantrieb geplant, im Gegensatz zum aktuellen Modell dann auf Basis des neuen EA 211 evo. In einem Prototypen als 1,5 Liter TGI mit 160 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment gab VW jüngst die Möglichkeit zu ersten Probefahrten. Details zu den für die Serie vorgesehenen Motorleistungen verrieten die Entwickler dabei zwar noch nicht, der Antrieb wirkte aber sehr vielversprechend und erfreute vor allem mit guten Durchzug. Doch das beste Argument für CNG dürfte die Möglichkeit sein, den Kraftstoff synthetisch und nahezu CO2-neutral herstellen zu können. Bis solche Verfahren auch für Diesel serienreif sind, wird es wohl noch einige Jahre dauern. Trotzdem wird es verschiedene Selbstzünder im Programm geben. Allerdings wird sich VW nach eigenen Aussagen auf die größeren Motoren beschränken. Um bei den verbleibenden Motoren das Abgas zu reinigen, sollen alle Modelle zukünftig einen SCR Kat mit AdBlue Einspritzung bekommen. Da dieses System aber vor allem in der Kaltlaufphase, im Kurzstrecken und Stadtbetrieb nicht optimal arbeiten kann, plant VW ab der Zulassung nach Euro6d ein Kombisystem aus NOx Speicherkat und SCR Katalysator einzusetzen. Ab 2019 soll es in allen Dieselmodellen zum Einsatz kommen. Rein wirtschaftlich betrachtet muss VW natürlich sämtliche Assistenzsysteme und Technologien am besten schnell über die gesamte Modellpalette ausrollen. Und ein zuverlässig und clever agierendes Navigationssystem kann den Golf-Alltag ebenso vereinfachen, wie ihn der Notbremsassistent sicherer machen kann. Ob nun eine 360 Grad Rundumsicht wirklich nötig ist, sei dahingestellt. Wichtig ist aber, dass die Golf Käufer die Extras auch bestellen. Ob das die kostengetriebenen Fuhrpark Manager machen? Wohl kaum. Und für Privatkunden sind viele Systeme schwerer greifbar als etwa schicke Räder, wie Ford lernen musste, als der Focus mit neuen Assistenzsystemen auf den Markt kam. Dennoch, der neue Golf VIII erhält ein aktives Lichtsystem, Adaptive Cruise (ACC) sowie eine Head-up Display. VW kommt in Bewegung, nachdem der letzte Modellwechsel des Golf eher mau ausgefallen war. Aber die Marke muss auf den Angriff von BMW und Mercedes in dieser Klasse reagieren. Die drücken teure Oberklasse Extras mit Wucht in 2er und A-Klasse, weil sich so gut Kasse machen lässt. +++
