Tagesschau

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+++ Volkswagen hat die neue Dieselmotorengeneration EA288 evo vorgestellt: supersauber und bis zu 204 PS stark. Premiere feiert der neue TDI bei AUDI . Der Dieselmotor ist längst nicht zu Grabe getragen, das ist eine der Schlüsselaussagen des 39. Wiener Motorensymposiums, zu dem sich auch in diesem Jahr wieder Ingenieure, Entwickler und Experten aus der Automobilindustrie getroffen haben. Volkswagen hat diese Bühne zum Anlass genommen, den neuen EA288 evo vorzustellen, den neuen konzernweiten 4 Zylinder Diesel mit 2,0 Liter Hubraum und bis zu 204 PS Leistung. “Der Diesel hat eine große Zukunft vor sich”, gibt sich Sebastian Willmann überzeugt. Der Leiter Dieselentwicklung beim VW Konzern ist verantwortlich für den neuen EA288 evo, und anlässlich einer Vorabpräsentation im Rahmen des Motorensymposiums schwärmt er in den höchsten Tönen von dem neuen Aggregat, das künftig als Standard Diesel konzernweit in den Pkw und leichten Nutzfahrzeugen eingesetzt werden soll. Ausgerüstet mit einem 12 Volt Starter/Generator wird der neue TDI zum Mildhybrid, der je nach Fahrsituation von zusätzlichem elektrischem Schub profitiert oder im Schiebebetrieb Energie erzeugt. Mit dieser Mildhybridisierung kommt der neue EA288 evo zunächst in den Fahrzeugen von Audi mit längs eingebautem Motor zum Einsatz. Der Motor wird in der Folge in den Konzernfahrzeugen mit quer eingebautem Motor Verwendung finden und dort die Vorgängergeneration bis zum Jahr 2021 komplett ersetzen. Der neue 2,0 Liter TDI erfüllt laut VW alle aktuellen Emissionsvorschriften der Norm Euro6d-temp und ist bereits auf die Abgasnorm Euro6d (ab September 2019 für neue Typen) vorbereitet. Neben dem flächendeckenden Einsatz von SCR Systemen (Selective Catalytic Reduction) zur Stickoxidreduktion setzen die Entwickler auf weitere neue Technologien, die neben der Schadstoffarmut vor allem den Verbrauch im Fokus haben. So soll der Verbrauchsvorteil gegenüber dem bisherigen EA288 bei bis zu 0,4 Liter liegen, entsprechend sinkt auch der CO2-Ausstoß. Der EA288 evo wird künftig mehr noch als bisher zum Universal Diesel bei VW. Bei allen Varianten beträgt der Hubraum jetzt 2,0 Liter, die heute noch verfügbaren kleineren Hubraumvarianten (1,4 l und 1,6 l) entfallen zukünftig. Die Leistungsdifferenzierung erfolgt über 2 verschiedene Leistungsklassen (LK). In der LK1 werden Leistungen von 115 bis 163 PS gefahren, LK2 deckt die Bereiche 163 bis 204 PS ab. Dazu verfügen die leistungsstärkeren Varianten unter anderem über belastbarere Kolben. Beide Leistungsklassen unterscheiden sich durch die Variation von Kurbeltrieb, Aufladung, Gemischaufbereitung und Kühlung, das Kurbelgehäuse bleibt gleich. Dieses Kurbelgehäuse ist ein weiterer Fortschritt gegenüber dem Vorgänger, es besteht aus Aluminium. Dadurch werden beachtliche 20 Kilo an Motorgewicht eingespart. Die Eckdaten für Bohrung und Hub bleiben identisch zum bisherigen 2,0 liter TDI. Die Steifigkeit des Kurbelgehäuses wurde durch die Integration von Kanälen zur Kühlmittel & Ölführung im Aufbau vereinfacht, dabei wurde gleichzeitig eine verbesserte Motorakustik erreicht. Insgesamt soll der neue Diesel in erster Linie ein besseres Anfahrverhalten und eine geringere Geräuschkulisse abliefern. Einige Entwicklungsstufen hat der neue EA288 evo noch vor sich. Konkret geforscht wird derzeit am Einsatz eines elektrisch angetriebenen Verdichters sowie einer elektrischen Heizung mit 2 kW Leistung für den SCR-Kat, um diesen schnellstmöglich nach dem Kaltstart auf Funktionstemperatur zu bringen. Beide Systeme setzen die Verwendung eines 48-Volt-Netzes voraus. +++

+++ BRABHAM ist ein klangvoller Name aus dem Automobilrennsport. Künftig sollen unter dem Label Brabham auch Serienautos gefertigt werden. Dazu wurde jetzt die Marke Brabham Automotive gegründet. Das erste Modell wird mit dem BT62 ein Supersportwagen. Die in Großbritannien neu registrierte Marke wird geführt von David Brabham, Sohn des dreimaligen Formel 1-Weltmeisters Jack Brabham. David Brabham selbst verfügt auch über Rennerfahrung und ist mehrfacher LeMans Gewinner. Welche Pläne Brabham Automotive verfolgt und welche Fahrzeuge gefertigt werden sollen, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Klar ist aber schon, dass am 2. Mai 2018 ein erstes Projekt enthüllt werden soll: ein Brabham BT62 getauftes Modell, das vermutlich ein Mittelmotorsportwagen ist. Bis dahin wird es auf der Brabham Webpräsenz eine Art Countdown mit 70 Elementen geben, die das Projekt konkretisieren sollen. Bislang umfasst der Brabham Auftritt kaum mehr eine Postadresse in Winchster/Hampshire. Ein erstes Teaserbild des Brabham BT62 zeigt einen mächtigen Carbon Heckspoiler und T-förmige Rückleuchten, die am Heck eines Supersportwagens kleben. Auf einem zweiten Fotos ist das Brabham Logo zu sehen. Auch gibt es erste Daten. Der BT62 soll über 700 PS leisten und nur 972 Kilogramm schwer sein. Die Antriebspower liefert ein 5,4 Liter großer V8 Saugmotor, den Brabham selbst entwickelt hat. Die Karosserie soll einen Abtrieb von bis zu 1,2 Tonnen liefern. Verzögert wird mit Carbon/Keramik Stoppern mit 6 Kolbenzangen an allen Rädern. Nur 7 Exemplare sollen gebaut werden, der Grundpreis liegt bei umgerechnet 1,15 Millionen Euro plus Steuern. Im Kaufpreis enthalten ist eine umfangreiche Rennstreckeneinweisung. Bestellt werden kann ab sofort, die ersten Auslieferungen sollen gegen Jahresende erfolgen. +++

+++ Der Autobauer DAIMLER hat mit seinem größten Aktionär und Geely-Chef Li Shufu noch nicht über weitergehende Kooperationen gesprochen.Es habe zwar weitere Gespräche mit dem neuen Großaktionär gegeben, doch diese seien noch nicht über ein Kennenlernen und ein sehr frühes Stadium hinausgegangen, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche. Man gehe zunächst mit den bestehenden Partnern weiter “Schritt für Schritt”, sagte der für China zuständige Daimler-Vorstand Hubertus Troska. “Wie man hier auf der Messe an unseren Autos sieht, entwickelt sich unsere Zusammenarbeit mit den derzeit bestehenden Partnern sogar weiter”, sagte Troska. Zetsche hatte sich zuletzt grundsätzlich aufgeschlossen für eine Zusammenarbeit mit dem neuen Großaktionär gezeigt. Mit dem bestehenden Joint-Venture Partner BAIC präsentiert Mercedes-Benz auf der Automesse im größten Absatzmarkt der Welt eine extra für den chinesischen Markt entwickelte Limousinenversion der A-Klasse, die junge chinesische Autokäufer anlocken soll. Die geplante Änderung Chinas am Joint-Venture-Zwang für ausländische Autobauer habe derzeit keine Änderungen zur Folge, sagte Zetsche. “Alles, was konventionelle Antriebe bis 2022 angeht, diskutieren wir zuerst mal mit unseren bisherigen Partnern”, sagte Zetsche. +++

+++ Technische DIESEL Nachrüstungen zur Senkung des Schadstoffausstoßes sind laut einem Regierungs-Gutachten durchaus realisierbar. Umbauten an Motoren von Euro5 Fahrzeugen seien “mit verträglichem Aufwand möglich”, schreibt Professor Georg Wachtmeister von der Technischen Universität München in einer Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Die Kosten für Nachrüstungen der Motor Hardware lägen demnach bei rund 3.000 Euro pro Auto. Die Frage nach möglichen Umbauten von Dieselmotoren sorgt seit Monaten für Diskussionsstoff. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich zuletzt skeptisch geäußert. Die Kanzlerin forderte aber auch, dass die Autoindustrie sich jetzt bewegen müsse, nachdem sie “erkennbar gravierende Fehler” gemacht habe. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) forderte in der Dieselkrise dagegen dringend Nachrüstungen der Hardware. Die Autobauer lehnen das bislang strikt ab. Laut ein Spiegel Bericht von Mitte April 2018 könnte eine Umrüstungsaktion zunächst Dieselfahrzeuge betreffen, für die es bereits Nachrüst-Sets gibt. Das seien vor allem jene Modelle, die auch in die USA exportiert werden und dort strengere Schadstoff-Grenzwerte einhalten müssen. Die Nachrüstung soll demnach nicht flächendeckend kommen, sondern zunächst nur in Regionen, die besonders von Fahrverboten bedroht sind: in Stuttgart, im Rhein-Main-Gebiet oder in München. Wer sicher gehen möchte, dass er nicht von Fahrverboten und Wertverlust betroffen ist, sollte überlegen, sich ein sauberes Auto mit alternativem Antrieb oder Euro 6d-Temp Norm zuzulegen. Ob nun die blaue Plakette kommt oder Fahrverbote in einzelnen Städten: Für Diesel, die nicht der Euro 6 Norm entsprechen, wird es ansonsten eng. In Deutschland sind knapp 6 Millionen Euro5 Diesel unterwegs, die nicht sauber genug, aber mit neuester Abgasreinigung nachrüstbar wären. Nur: Wer sollte dafür zahlen? Die deutsche Autobranche sperrt sich weiterhin, die Kosten für eine technische Nachrüstung zu übernehmen. Das bestätigte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Bernhard Mattes am 24. März 2018 und verwies auf einen wohl höheren Kraftstoff-Bedarf und CO2-Ausstoß von Hardware-Nachrüstungen. “Und das könne ja kaum jemand wollen”, so Mattes. Zudem würde es zwei bis drei Jahre dauern, bis die Motoren umgebaut werden könnten, da die Entwicklung und Erprobung Zeit bräuchten. Doch auch die Diesel Besitzer in Deutschland sehen sich nicht in der Pflicht, für die Nachrüstung der Abgas Hardware zu zahlen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 76 Prozent der Dieselfahrer, sie wären nicht bereit, die Kosten für Umbauten an Motorsteuerung oder Katalysator aus eigener Tasche zu finanzieren. Nur 12 Prozent der Befragten wären damit einverstanden, eigenes Geld in eine Erneuerung der Abgasanlage zu investieren, falls dies technisch machbar ist und sich so ein Fahrverbot für den eigenen Diesel abwenden lässt. Die Autokonzerne beteiligen sich bisher an einem beim “Dieselgipfel” beschlossenen Fonds und bieten kostenlose Updates der Abgas Software an. Fest steht allerdings, dass eine umfassende Nachrüstlösung für viele Autos die Luftqualität um bis zu 25 Prozent verbessern würde. Das wiederum könnte Fahrverbote, für die das Bundesverwaltungsgericht im Februar 2018 den Weg ebnete, entbehrlich machen. Nachgerüstet werden könnten vor allem Euro5 Autos. Davon sind in Deutschland knapp 6 Millionen unterwegs. Aber auch Euro4 Diesel kommen infrage. Allerdings müssen die Kosten einer Nachrüstung immer im Zusammenhang mit dem Restwert des Fahrzeugs gesehen werden. Bei Autos mit schon hoher Laufleistung lohnt sich die Nachrüstung nicht mehr. Auch alte Lkw sollen nachrüstbar sein. Der Kat-Hersteller Twintec-Baumot verspricht einen Nachrüst-Iat “für alle relevanten Fahrzeuge”. +++

+++ Volkswagen startet seine seit 2 Jahren vorbereitete ELEKTRO Offensive und hat angekündigt, innerhalb von weniger als 3 Jahren 27 neue Elektro Modelle auf den Markt zu bringen; produziert in China, den USA und im deutschen Zwickau. “Wir haben auf Basis des MEB Elektrobaukastens insgesamt 27 Produktanläufe für 4 Marken in 3 Weltregionen vor der Brust; und das alles in einem Zeitraum von weniger als 3 Jahren”, sagte Thomas Ulbrich, Vorstand für Elektromobilität bei der Marke Volkswagen. Zur weltweiten Einführung der neuen Generation batteriegetriebener Fahrzeuge soll es insgesamt 4 Produktionsstandorte geben: einen in den USA, zwei in China und einen im sächsischen Zwickau. Dort soll Ende nächsten Jahres mit der Massenfertigung des ID Neo begonnen werden. Das zweite in Zwickau produzierte Modell soll der SUV ID Crozz werden. Von 2020 an sollen in Zwickau zunächst 100.000 Fahrzeuge pro Jahr von den Bändern laufen, später ist eine Aufstockung auf 300.000 Stück geplant. “Wir werden der E-Mobilität auch im Volumensegment zum Durchbruch verhelfen”, kündigte Ulbrich an. Die Fertigung hoher Stückzahlen sei das besondere Merkmal des VW-Konzerns. +++

+++ Mit einem hubraumverkleinerten Ableger der bekannten OM 654 Motorenfamilie will MERCEDES künftig für E- und C-Klasse einen neuen Basis-Diesel anbieten. Der Vierzylinder leistet bis zu 160 PS. Die 2016 bei Mercedes neu eingeführte Vierzylinder-Diesel-Generation OM 654 wird künftig nach unten erweitert. Mit einer 1,6 Liter Variante soll in Zukunft der von Renault zugelieferte OM 626 D16 in der C-Klasse ersetzt und in der E-Klasse die leistungsreduzierten 2,0 Liter Diesel abgeschafft werden. Bei der aktuellen C-Klasse als 180d und 200d kommt der Kooperationsdiesel OM 626 zum Einsatz, was bei konservativen Mercedes-Kunden zum Teil nicht für Begeisterung sorgt. Anders ist es bei der E-Klasse als 200d. Hier sind in erster Linie die Daimler-Controller nur mäßig erfreut, denn es handelt sich um eine leistungsreduzierte, ansonsten aber weitgehend baugleiche Variante des teuren 2,0 Liter Motors. Beiden Bedenken soll die neue Variante mit 1,6 Liter Hubraum nun entgegenwirken. Das Grundproblem bei der Entwicklung der hubraumreduzierten Ausführung war vor allem in Hinblick auf den Einsatz in der E-Klasse der bisherige OM 654 D20. Der 2,0 Liter Diesel setzt entsprechende Benchmarks in Sachen Laufkultur und Leistungsentfaltung, die vom 1.6er mindestens erreicht, wenn nicht übertroffen werden müssen. Mercedes verspricht für beides Vollzug. So sei trotz des Entfalls des sogenannten Lanchester-Ausgleichs per Ausgleichswellen das Lautstärke- und Vibrationsverhalten nahezu auf dem Level des 2,0 Liter Motors. Und mehr Kraft gibt es außerdem. Während der bisherige 2,0 Liter Basismotor 150 PS freisetzte, sind es nun in der E-Klasse E 200d 10 PS mehr. Dieses Leistungsplus lässt sich unmittelbar bei den Fahrwerten ablesen: Der neue 1,6 Liter Diesel beschleunigt die E-Klasse in Verbindung mit dem Automatikgetriebe in 7,9 Sekunden auf Tempo 100, beim bisherigen Motor dauerte die Übung noch 8,4 Sekunden. Noch drastischer ist die Verbesserung in der C-Klasse, hier jedoch gemessen beim handgeschalteten Modell. Der bisherige OM 626 D16 schaffte eine Nullhundert-Zeit von 9,7 Sekunden, mit dem OM 654 D16 sind es künftig 8,5 Sekunden. Der neue Motor ist zwar zu 94 Prozent der Komponenten mit dem größeren 2,0 Liter Diesel baugleich, unterscheidet sich jedoch in entscheidenden Details. Sowohl Bohrung als auch Hub wurden reduziert (auf 78×83,6 mm), der Zylinderabstand bleibt jedoch identisch. Die neu angepassten Pleuel und Kolben sind entsprechend leichter, die bewegten Massen je Kolben reduzieren sich um 135 Gramm (mit ein Grund für den Wegfall der Ausgleichswellen und damit deren Lager) und Verspannungsverluste. Auch die Panschverluste des Triebwerks sinken im Vergleich zum Zweilitermotor. Der Spitzendruck des OM 654 D16 wurde auf 180 bar reduziert, dadurch sind kleinere und schmalere Pleuellager möglich. Premiere feiert beim OM 654 D16 das sogenannte Conicshape-Verfahren, erstmals bei einem Aluminiumblock mit Stahlkolben. Dabei wird der untere Bereich der Zylinderlaufbahn beim Honen leicht aufgeweitet, um bei betriebswarmer Maschine einen homogenen Verlauf zu erzielen. Ohne diese Technik wird beim warmen Motor der Kolben im Bereich des unteren Totpunkts im Vergleich zum heißeren oberen Zylinderbereich ‘eingeschnürt’. All diese Maßnahmen sollen sich laut Mercedes in einem Minderverbrauch von rund 5 Prozent trotz gestiegener Leistung niederschlagen. Der OM 654 1.6 wird noch 2018 in den Serieneinsatz gehen. Seine Premiere feiert er in der E-Klasse und in der MOPF-Version der C-Klasse. +++

+++ BMW feilt trotz des wegfallenden Joint-Venture-Zwangs in China weiter an der geplanten Partnerschaft mit dem Autobauer Great Wall für den neuen Elektro MINI . “Wir werden da ein Joint-Venture machen”, sagte BMW Chef Harald Krüger. “Wie die Rahmenbedingungen sind, das ist noch komplett offen”, sagte er zu möglichen Auswirkungen der angekündigten Regeländerungen. “Die Gespräche mit Great Wall laufen gut, aber sie werden sich noch die nächsten Wochen und Monate hinziehen”, sagte Krüger. Die chinesische Regierung hatte kürzlich angekündigt, dass eine jahrzehntelange Regelung fallen soll, wonach Autobauer im Land nur mit einem örtlichen Partner Fahrzeuge herstellen und an den Gemeinschaftsunternehmen nur die Hälfte besitzen dürfen. Bei Elektroautos könnte der Joint-Venture-Zwang bereits in diesem Jahr gekippt werden. “Die Ankündigung macht nicht ruckartig die ganze Welt sofort anders”, sagte Krüger. Die angedachte Partnerschaft mit Great Wall erfülle auch einen technologischen Zweck, der chinesische Autobauer bringe dafür die Kompetenzen mit. Auch die bisherige Allianz mit dem Joint-Venture-Partner Brilliance werde fortgesetzt. Krüger rechnet in diesem Jahr in China mit einem Absatzplus im höheren einstelligen Prozentbereich. «Ich glaube, dass wir dieses Jahr so 7 bis 8 Prozent wachsen, so in der Größenordnung”. Ein zweistelliges prozentuales Wachstum wie zuletzt werde es auch wegen Modellwechseln dieses Jahr voraussichtlich nicht geben. Auch um Produktionsengpässe beim bisher nur in den USA hergestellten SUV Modell X3 zu beenden, fährt BMW derzeit auch in China und Südafrika die Produktion des wichtigen Modells an. Das werde auch in den USA helfen, den Absatz zu fördern. “Ich freue ich auf jeden Tag, wenn die 3 Produktionsstandorte laufen”, sagte Krüger. Die Bestellungen für den X3 in den USA reichten für bis zu 3 bis 4 Monate. Ende Juni sollen auch in China die ersten lokal gefertigten. +++

+++ Die IG Metall hat ihre Forderung nach Vergabe von 2 Automodellen an das Thüringer OPEL Werk in Eisenach bekräftigt. Das Unternehmen betont seinerseits Investitionsbereitschaft, macht aber eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zur Vorbedingung. “Nur dann kann der Standort profitabel arbeiten”, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger. Das Werk, in dem derzeit die Kleinwagenmodelle Corsa und Adam gebaut werden, soll nach dem Willen der Opel Konzernmutter PSA von 2019 an nur noch für einen SUV zuständig sein. Damit ist nach Einschätzung von Arbeitnehmervertretern das Thüringer Werk mit derzeit 1.800 Beschäftigten nicht ausgelastet. Stellenabbau drohe. Köhlinger warf dem französischen PSA Konzern vor, sich nicht an rechtskräftige Tarifverträge zu halten. Der Gewerkschafter zeigte sich zu Zugeständnissen bereit: Wenn nötig, könnten Zusagen durch gleichwertige neue Regelungen ersetzt werden, erklärte er. Die Opel Beschäftigten brauchten Sicherheit und Perspektive. Anlass für die Protestkundgebung nach einer Betriebsversammlung in Eisenach war die nach wie vor ausstehende Investitionsentscheidung für einen Modellwechsel in Eisenach. Opel hat unterdessen erneut bekundet, in den thüringischen Standort investieren zu wollen. Voraussetzung seien aber niedrigere Kosten und eine höhere Effizienz. Das Werk in Eisenach spiele eine wichtige Rolle in den Zukunftsplänen von Opel. Opel habe für den Standort Eisenach einen zukunftsfähigen Vorschlag vorgelegt, der eine Verbesserung gegenüber dem bestehenden Tarifvertrag darstelle. Geplant sei, in Eisenach bereits im April 2019 die Produktion eines SUV zu starten. Ab 2020 könnte eine zweite Variante (ein Hybrid Modell) folgen, so das Unternehmen. Voraussetzung, um diesen Plan zu realisieren, sei Wettbewerbsfähigkeit. Bisher gibt es hierzu nach Auffassung von Opel keine Einigung mit den Sozialpartnern. Das Unternehmen will demnach weiterverhandeln, um zeitnah zu Lösungen zu kommen. “Opel will in sämtliche deutsche Standorte investieren und in allen Produktionswerken die Tarifverträge einhalten”, teilte das Unternehmen mit. +++

+++ PEUGEOT hat seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert und die operativen Ziele bestätigt. Rückenwind erhielt das Unternehmen vom Zahlenausweis von Opel, die Peugeot im Sommer 2017 übernommen hatte. Die PSA (Peugeot Citroen SA) steigerte den Umsatz in den 3 Monaten um 42 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Opel Vauxhall, die seit 1. August konsolidiert wird, steuerte dazu 4,8 Milliarden Euro bei. Eine Vergleichszahl des Vorjahres für Opel nannte der Konzern mit seinen Marken Peugeot, Citroën oder DS nicht. Peugeot Citroën steigerte den Umsatz in den 3 Monaten um 13,3 Prozent. Der Absatz der Gruppe stieg im ersten Vierteljahr 2018 auf insgesamt 1,05 Millionen Fahrzeuge. Am Ausblick (ohne Opel, Vauxhall) hält PSA fest. So soll der Umsatz bis 2018 um 10 Prozent im Vergleich zu 2015 steigen. Die operative Marge im Autogeschäft soll 2016 bis 2018 im Durchschnitt bei über 4,5 Prozent liegen. PSA Finanzchef Jean-Baptiste de Chatillon zeigte sich zuversichtlich: “Der strategische Plan ‘Push to Pass’ und der Turnaround-Plan von Opel/Vauxhall sind auf Kurs, um diese starke Leistung als solide Basis für die Zukunft zu nutzen”, so der Manager. Auf die aktuellen Diskussionen um Kostensenkungen bei Opel ging de Chatillon in der Mitteilung nicht ein. +++

+++ Den Namen DiDi haben viele Menschen außerhalb Chinas noch nie gehört. Das könnte sich in wenigen Jahren ändern. Das Unternehmen will weltweit eine Führungsrolle bei Mobilitätsdienstleistungen einnehmen. Ein Partner ist RENAULT . Auch im weltweit größten Automarkt China ist Car Sharing auf dem Vormarsch. Die 3 Großkonzerne Alibaba (Chinas Amazon), Tencent und der Internetkonzern Baidu sind Investoren bei DiDi Chuxing. Unter dieser Marke fungiert ein Mobilitätsanbieter, der in 400 Städten des Riesenreichs aktiv ist und über 450 Millionen Kunden hat. Neben Bussen, einem Chauffeurdienst und Flotten von Mieträdern zählen auch Angebote für gemeinsame Taxifahrten (Taxi Hailing), eine Autovermietung und Car Sharing zu den Angeboten von DiDi Chuxing. Nicht nur in China ist man damit aktiv. Vor kurzem wurde auch der Start eines Car Sharing Dienstes in Mexiko bekanntgegeben. Innerhalb dieses Universums will das Firmenbündnis DiDi Auto Alliance zum weltweit größten Anbieter von Car Sharing aufsteigen. Die europäisch/japanische Allianz von Renault, Mitsubishi und Nissan, ist jetzt ein neuer Partner von DiDi Auto Alliance. DiDi will eigenen Angaben zufolge im Jahr 2020 eine Flotte von über 1 Million elektrifizierten Autos auf der Straße haben. Neben den chinesischen Kooperationspartnern BAIC und NEVS will auch Renault – Nissan – Mitsubishi hiermit neue Absatzkanäle für Hybride und Elektroautos der eigenen Märkte beliefern. Ogi Redzic, Senior Vice President of Connected Vehicles an Mobility Services von Renault – Nissan – Mitsubishi sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit: “China ist ein Schlüsselmarkt für Renault – Nissan -Mitsubishi, und wir planen dort in enger Partnerschaft mit Marktführern wie DiDi die intelligente Mobilität der Zukunft maßgeblich mit zu gestalten”. Auch selbstfahrende Autos dürften bei der Kooperation mit DiDi im Fokus stehen. Es ist ein Teil des aktuellen Strategieplans von Renault – Nissan – Mitsubishi, bis zum Jahr 2022 einer der wichtigsten Anbietet von autonom fahrenden Taxis zu werden. 40 verschiedene Modelle mit autonomen Fahrfunktionen plant die Allianz. Dafür wurde ein Wagniskapitalfond aufgelegt, der in den kommenden 5 Jahren eine Milliarde US-Dollar schwer sein soll. Gemeinsam mit Kooperationspartnern möchte Renault – Nissan – Mitsubishi die technischen Voraussetzungen für autonomes Fahren entwickeln und teilen. Ein Großteil dieser Technologien dürfte dann vor allem in Fahrzeugen auf Chinas Straßen unterwegs sein. Auch auf dem französischen Heimatmarkt startet Renault ein neues Car Sharing Programm mit einem großen Partner, wenn auch einem branchenfremden Unternehmen. In Zusammenarbeit mit dem Möbelhändler Ikea bringt die Konzerntochter Renault Mobility, die in Frankreich bereits 180 Car Sharing Flotten betreibt, ein neues Angebot an den Start. Bis September 2018 sollen 300 Autos an den 32 Ikea Standorten in Frankreich für Möbelkunden zur Verfügung stehen. Vor allem der Kastenwagen Trafic und der kleinere Kangoo, der auch als Elektroversion zur Verfügung stehen wird, bieten sich für den Transport von frisch erstandenen Möbeln und Küchen an. Dekoartikel und Topfpflanzen dürften auch in den elektrischen Kleinwagen Zoe passen. 2 Jahre nach dem Start soll die bei Ikea zur Verfügung stehende Flotte ausschließlich aus Elektroautos bestehen. Renault und Ikea wollen bis dahin eine flächendeckende Ladeinfrastruktur an den Möbelhäusern aufbauen. +++

+++ Der neue TOYOTA Supra wird teurer als der GT86. Das sagte der europäische Entwicklungschef Gerald Killmann. Laut Killmann bleibt der GT86 der erschwingliche Sportwagen der Marke, das Perfomance-Modell Supra soll sich preismäßig darüber einordnen. Derzeit kostet ein Toyota GT86 mindestens 49.000 Euro. Autointernationaal.nl rechnet damit, dass die Preise für den Supra bei 67.000 Euro losgehen werden. Ein Grund: Der Sportwagen bekommt einen Sechszylinder von BMW. Scans in der März 2018 Ausgabe des “Japan’s Best Car” Magazins zeigen die Abmessungen des neuen Supra. Demnach verringert sich der Radstand beim neuen Modell um 80 Millimeter auf 2470 mm. Der Supra soll auch um 135 Millimeter kürzer als sein Vorgänger werden (4.380 mm). Die 44 Millimeter mehr Breite (insgesamt 1.855 mm) würden dem Japaner einen sportlicheren Stand verleihen. Bei der Höhe könnte der Sportler nach den geleakten Informationen 25 Millimeter zulegen (1.290 mm). Was auf dem Datenblatt noch ins Auge fällt: Der Supra soll leichter werden. Das Leergewicht könnte auf 1.496 Kilogramm schrumpfen. Das wären 74 Kilo weniger als beim Vorgänger. +++

+++ Basierend auf der neuen EA211 evo Baureihe stellt VOLKSWAGEN auch eine Erdgasvariante des Motors vor. Der soll mit 130 PS und 3,5 kg Verbrauch in der aktuellen Golf Generation eingeführt werden. Neben den neuen Dieselaggregaten zeigte auch eine neue Gasmotoren Generation. Die TGI Version des neuen EA211 evo Benziners soll besonders sparsam und schadstoffarm sein. Der angekündigte Verbrauch von 3,5 kg Erdgas/200 km entspricht umgerechnet 5,14 Liter Benzin. Der 1.5 TGI evo leistet 130 PS und wird von einem variablen Turbolader unter Druck gesetzt. Er arbeitet mit dem sogenannten Miller-Brennverfahren, bei dem die Einlassventile im Vergleich zu einem konventionellen Verbrenner noch vor dem unteren Totpunkt geschlossen werden. Hierdurch werden Druck und Temperatur des Gemischs reduziert, was wiederum eine geänderte Zündungskennlinie ermöglicht, da sich die Klopfneigung reduziert. Da im CNG Betrieb die Klopfneigung ohnehin geringer als bei Benzinern ist, kann gleichzeitig die Kompression (auf 12,5:1) erhöht werden, was wiederum den Wirkungsgrad steigert. Da die Öffnungszeiten der Einlassventile im Miller-Zyklus kürzer sind, muss der Druck in den Zylindern entsprechend schneller aufgebaut werden. Deshalb kommt auch im 1.5 TGI evo der Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) zum Einsatz. Dieser Lader spielt im TGI-Miller Brennverfahren zusammen mit der Füllungsregelung über die verstellbare Einlassnockenwelle eine wichtige Rolle. Insbesondere im Teillastbereich (bei mittleren Drehzahlen) sind die durch die Entdrosselung erzielbaren Verbrauchsvorteile sehr hoch. Doch auch bei niedrigen Drehzahlen und hoher Last (Low end torque) werden deutliche Vorteile erzielt, da die geringe Klopfneigung des Erdgases einen ungewöhnlich hohen Abgasgegendruck erlaubt. Den ersten Einsatz erhält der 1.5 TGI evo im aktuellen Golf. Der Golf 1.5 TGI BlueMotion soll mit dem 7-gang DSG in 9,6 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und maximal 206 km/h erreichen. Der Normverbrauch liegt dabei bei den eingangs erwähnten 3,5 kg CNG, was einen CO2-Ausstoß von 96 g/km entspricht. Die Erdgastanks im Golf 1.5 TGI haben ein Volumen von rund 115 Liter und damit eine Kapazität von 18,5 kg CNG. Das entspricht einer rechnerischen Erdgas-Reichweite von 528 Kilometer pro Tankfüllung. Zusätzlich kann der Fahrer im Notfall auf ein 12-Liter-Benzinreservoir zurückgreifen. VW sieht den Einsatz solcher Motorentechnik auch im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien. Das sogenannte e-Gas lässt sich aus Biomasse, aber auch zum Beispiel aus überschüssigem Wind- oder Solarstrom herstellen. +++

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