Tagesschau

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+++ Mehrere Städte gehen bereits mit Sonderkommissionen gegen sogenannte AUTOPOSER vor. Die Bundesländer wollen im Kampf gegen den Lärm nun die Bußgelder erhöhen um das Zehnfache. Die Verkehrsministerkonferenz hat die Forderung nach höheren Bußgeldern für Autoposer bekräftigt. “Das Sanktionspotenzial und der Ermittlungsdruck müssen nach oben korrigiert werden”, sagte die saarländische Ressortchefin Anke Rehlinger (SPD) zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der Verkehrsminister aus Bund und Ländern. Es müssten nun Vorschläge erarbeitet werden, wie der Bußgeldkatalog “schärfer gestellt” werden könne. Autoposing sei vor allem ein städtisches Phänomen, sagte Rehlinger. Dabei gehe es nicht “um das bloße Hin- und Herfahren”, sondern auch um “extremen Lärm und extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen”. Baden-Württemberg hatte im Vorfeld gefordert, Autoposing künftig mit einem Bußgeld von mindestens €100 zu belegen. Bisher sind €10 wegen Lärmbelästigung fällig. In mehreren Städten gibt es bereits eigene Sonderkommissionen, die gegen die Autoposer vorgehen. In Hamburg stellte die Polizei dabei auch den Lamborghini des ehemaligen Nationaltorhüters Tim Wiese sicher. +++

+++ ZF Friedrichshafen hat von BMW einen Auftrag im Volumen eines 2-stelligen Milliardenbetrags erhalten. Dabei geht es um die Lieferung des weiterentwickelten 8-Gang Automatgetriebes über eine langjährige Laufzeit. Produziert wird das Getriebe ab 2022 zunächst in Saarbrücken. Wesentlicher Grund für den Zuschlag sei, dass die weiterentwickelte Version technisch in alle Elektroantriebe integriert werden könne, heißt es in einer Mitteilung von ZF. “Der aktuelle Auftrag ist der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte”, sagt der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider. “Das ist eine Bestätigung unserer Strategie, bei der Elektrifizierung von Pkw neben dem reinen E-Antrieb auf Plug-in-Hybridantriebe als alltagstaugliche Lösung zu setzen und entsprechend attraktive Produkte zu entwickeln”. Das neue 8-Gang Automatgetriebe für Längseinbau lasse sich in nahezu allen entsprechenden Fahrzeugklassen einbauen. Eine technische Neuerung des weiterentwickelten Getriebes ist die optimale Integration des Elektroantriebes. “Wir haben das 8-Gang Automatgetriebe konsequent auf die künftigen Anforderungen der E-Mobilität hin optimiert”, erläutert Michael Hankel, im ZF Vorstand unter anderem verantwortlich für Pkw-Antriebstechnik und Elektromobilität: “Dank der modularen Bauweise mit unterschiedlichen Anfahrelementen ist die neue Getriebegeneration in allen Pkw Anwendungen einsetzbar; in den konventionellen wie auch den elektrifizierten. Basis für die Auftragserteilung war, dass der Kunde unsere Technologie als zukunftsfähige Antriebslösung für seine Fahrzeuge sieht und wir ihn beim Erreichen seiner CO2-Ziele unterstützen. Zudem lässt die leichte Wechselmöglichkeit von einer Getriebevariante zur anderen unseren Kunden höchst flexibel auf die jeweilige Marktnachfrage reagieren. Zusammen mit den deutlichen CO2-Einsparpotenzialen sorgt diese hohe Austauschflexibilität für starkes Interesse an unserem Getriebe: mit weiteren Kunden sind wir in vielversprechendem Kontakt. Der Auftrag unterstreicht auch die Bedeutung unseres weltweiten Produktionsverbunds. Wir werden die neue Getriebegeneration nach ihrem Produktionsstart im Jahr 2022 in Saarbrücken auch an unserem US-amerikanischen Standort Gray Court sowie dem chinesischen ZF-Produktionsstandort Schanghai für weitere Kunden lokalisieren”. +++

+++ Mit dem Bau einer Batteriefabrik in Untertürkheim stellt DAIMLER eine weitere Weiche für den geplanten großen Einstieg in die Elektromobilität. Für die Elektro-Baureihe EQ errichtet Daimler derzeit ein weltweites Netz von 9 Batteriefabriken. Für die Elektro-Baureihe Mercedes EQ, die in diesem Jahr mit dem ersten Modell EQ C anläuft, errichtet Daimler derzeit ein weltweites Netz von 9 Batteriefabriken für zusammen mehr als €1 Milliarde. Eine davon, im sächsischen Kamenz, ist seit 2012 in Betrieb, eine zweite soll dort in den kommenden Monaten die Arbeit aufnehmen. Die übrigen sind noch in Planung oder im Bau. Daimler baut in den Fabriken die Batterien, aber nicht die Zellen, aus denen sie bestehen. Die kauft der Konzern bei externen Anbietern ein. Daimler Betriebsratschef Michael Häberle in Stuttgart-Untertürkheim sieht die einseitige Konzentration auf Elektroautos in Deutschland kritisch. “Die Batterie ist wahnsinnig wichtig für uns, aber man darf sich auch nicht nur auf ein Standbein verlassen”, sagte Häberle. “Ich weiß nicht, ob wir es uns leisten können, nur den Mainstream Batterie zu forcieren und wir uns dann unter Umständen in der Frage Wasserstoff abhängen lassen”. Daimler bietet mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge bislang nur in Kleinserie an. Die Autos der Elektromarke EQ sollen hingegen in den kommenden Jahren in großer Stückzahl auf den Markt kommen. Dafür baut Daimler derzeit weltweit Batteriefabriken. Dennoch mahnt Betriebsratschef Häberle beim Ausbau der Elektromobilität zur ruhigen Hand: “Was gerade in einer Hauruck-Aktion passiert, ist das Gleiche wie bei Fukushima mit der Energiebranche”, sagt er. “Ohne Fukushima wäre Deutschland nicht so schnell aus der Atomkraft ausgestiegen. Und ohne Volkswagen und den Diesel Skandal wäre die Autoindustrie nicht in einer solchen Geschwindigkeit getrieben, die Elektromobilität umzusetzen, die wirtschaftlich unter Umständen auch nicht gesund ist und zusätzlich die gesamtheitliche Betrachtung der Ökobilanz vernachlässigt”. +++

+++ +++ Der Versicherer Arag macht auf einen juristischen Fallstrick aufmerksam: Wird ein Auto-Schloss ELEKTRONISCH GEKNACKT , muss die Versicherung nicht zahlen. Die Hausratversicherung muss bei fehlenden Aufbruchspuren nicht für die aus einem Auto entwendeten Gegenstände aufkommen, selbst wenn es möglich erscheint, dass Diebe den Verriegelungsmechanismus elektronisch manipuliert haben könnten. Arag verweist auf das entsprechende Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main hin. Der Kläger forderte von seiner Hausratversicherung €3.000, weil unbekannte Täter aus seinem abgestellten Fahrzeug verschiedene Gegenstände entwendet hatten, ohne Aufbruchspuren zu hinterlassen. Das Gericht hat die Klage abgewiesen und zur Begründung ausgeführt, der Kläger habe ein “Aufbrechen” nicht beweisen können, weil Aufbruchspuren nicht vorhanden waren. Versichert sei nur der “Einbruchsdiebstahl”, der zwangsläufig Spuren hinterlassen müsse. +++

+++ FORD setzt beim Heilungsversuch des kränkelnden Europageschäfts auf die Karte Elektrifizierung. Da der Stromer Poker einem rigorosen Sparplan unterworfen ist, drohen einige Gefahren. Größe zählt! Das trifft nirgendwo mehr zu als in den USA. Der Ford Explorer erfüllt diese Prämisse definitiv. Mit einer Breite von 2,28 Metern (inklusive Spiegel) wird das 5,05 Meter lange SUV zum Feind der linken Spur einer jeden Autobahnbaustelle. Ford schaltet mit dem optisch deutlich aggressiveren Auftritt des Explorers einen Gang hoch und will mit dem Crossover in die Phalanx der Premium-Modelle, wie zu Range Rover oder Audi Q7, einbrechen. Doch der gnadenlose Sparzwang, den der US-Autobauer mittlerweile fährt, wird deutlich, wenn man sich die Details des Fahrzeugs vor Augen führt. Den Explorer gibt es in Europa nur als Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 450 PS, einem maximalen Drehmoment von 840 Nm und die elektrische Reichweite beträgt dürftige 40 Kilometer. Das ist nur schwerlich zukunftsweisend. Der Grund: Mehr Reichweite bedingt eine größere Batterie und das kostet mehr Geld. Schließlich soll der Explorer zunächst nur in der ST-Line Ausstattungslinie angeboten werden und ab Anfang 2020 dann zusätzlich in der Platinum Version auf den Markt kommen. Die hat dann einen 10,1 Zoll großen, hochkant platzierten Infotainment Bildschirm, statt des zunächst verbauten 8,4 Zoll Monitors. Der Ausstattungsvarianten Kahlschlag soll die Kosten niedrig halten. Zudem wird das SUV nur als Linkslenker gebaut. “Das ist eine rein wirtschaftliche Entscheidung” erklärt der oberste europäische Produktentwickler Jörg Beyer. Der Explorer soll vor allem im Flottenmarkt, also auch als Dienstwagen erfolgreich sein und europaweit rund 10.000 Mal pro Jahr verkauft werden. Dass Ford in Russland 2 Werke schließt und der C-Max eingestellt wird, zeigt, dass in Dearborn, Michigan, keine Rücksicht mehr auf Befindlichkeiten der europäischen Tochter genommen wird. Aus dem Dreischicht wird jetzt ein Zweischicht Betrieb und die straffere Arbeitszeit wird nun ganz auf den Focus und dessen Derivate konzentriert. Die versprechen mehr Profit als der aus der Mode gekommene MPV. “Für Ford zählt nur Business, Business, Business”, sagt ein Top-Manager hinter vorgehaltener Hand. Beim Ford Deutschland Chef Gunnar Herrmann klingt das staatsmännischer. “Wir haben im Januar angekündigt, unser Geschäft in Europa grundlegend zu transformieren. Ziel ist die kurzfristige Rückkehr in die Gewinnzone und ein langfristig wettbewerbsfähigeres Geschäft”. Um diese Vorgabe zu erreichen, helfen Werkschließungen und das Einstellen von Modellreihen nur bedingt. Zwar werden so Kosten abgebaut, aber auch dieser Effekt verpufft irgendwann und wenn man es mit dem Amputieren übertreibt, ist der Patient nicht mehr überlebensfähig. Stichwort: kaputtsparen. Also investiert man bei Ford in die Zukunft. Und die soll elektrisch sein. 16 elektrifizierte Modelle sollen den US Autobauer wieder auf die Siegerstraße bringen. Varianten reichen von Mildhybriden (MHEV) über einem Hybriden (HEV) bis hin zu Plug-in-Hybriden (PHEV) und rein elektrischen Fahrzeugen (BEV). 8 sollen noch dieses Jahr erscheinen, allerdings werden einige erst später im Jahr präsentiert, sodass die volle Wucht der Elektro-Offensive erst 2020 zum Tragen kommt. Dass man den alten Kontinent noch nicht abgeschrieben hat, zeigt die Tatsache, dass der Kompakt-Crossover Kuga die erste Baureihe des amerikanischen Autobauers ist, bei der 3 verschiedene Hybridvarianten geplant sind: MHEV, HEV und PHEV. Der Puma feiert ein Comeback. Zwar nicht mehr als kleines Sportcoupé, das 2001 nach nur vier Jahren eingestellt wurde, sondern als Crossover-Coupé auf Fiesta-Basis mit einer MHEV Option. Die Ford Verantwortlichen schwören Stein und Bein, dass dies nicht das Ende des EcoSport bedeutet, der auf der gleichen Architektur steht. Doch wenn der rollende Berglöwe auf Kosten des Technik Verwandten zum Erfolg wird, fällt die Axt aus Michigan schnell und kompromisslos. Ford setzt aber nicht nur die klassischen Endkunden Modelle unter Strom. Auch die Nutzfahrzeugsparte wird elektrifiziert. Dabei soll die Veränderung im Antriebsstrang nicht zum Nachteil der Praktikabilität gehen. Sei es beim Transit Custom (PHEV), dem Torneo Custom (ebenfalls als PHEV erhältlich) oder dem BEV Transit. Ob sich dieses Konzept bei der traditionell eher skeptischen Klientel durchsetzt, wird sich zeigen. Denn ein Handwerker, der tagtäglich auf sein Fahrzeug angewiesen ist, will sich keine Gedanken darüber machen, wo und ob ein Auto aufgeladen werden kann. Deswegen bietet man Stützpfeiler der Blaumannsparte wie den Transit auch als Mildhybrid Version oder mit konventionellen Motoren an. Der Elektro-Crossover Mach E soll dieses Jahr dem Tesla Model X, dem Audi E-Tron und dem Jaguar I-Pace den Garaus machen. Inspiriert ist der dynamische Stromer (wie könnte es anders sein) vom Mustang. Die Ikone ist ja fast immer die Marketing Blaupause, wenn sportliche Fahrleistungen gefragt sind. “Das Auto geht wie die Hölle und macht aus einem Petrol Head einen Battery Head”, strahlt Ford Europa chairman Steven Armstrong. Neben der Bekehrung der Benziner Fraktion soll das Vehikel auch noch eine Reichweite von 600 Kilometern (WLTP) haben. So beeindruckend ein solches PS und Reichweiten Monster auch für das Image sein mag, er wird die europäische Division der Marke von einem Verlust von €441,5 Millionen im vergangenen Jahr nur schwerlich in das gelobte Land der Gewinne zurückführen. Ein solches BEV, das zudem erst 2020 erscheint, hat keine große Gewinnmarge und wird sicher kein Volumenmodell. Das sind dann schon eher die Mild Hybrid Varianten von Focus und Fiesta. Dennoch wird beim Gesundungsplan viel davon abhängen, ob sich die Elektromobilität beziehungsweise die Elektrifizierung der Antriebsstränge wie erhofft durchsetzt. Bei der Umsetzung dieser Strategie setzt die Europa-Division des US Autobauers auf eine Doppelspitze, bestehend aus Steven Armstrong, der sich vornehmlich um strategische Fragen kümmert und Stuart Rowley, der mit dem radikalen Umbau und dem Sparplan betraut ist. Auch da muss alles geschmeidig laufen, wenn die Prozedur gelingen soll, denn nicht nur viele Köche verderben den Brei, sondern auch zu viele Chirurgen eine Operation. +++

+++ Der südkoreanische Autobauer HYUNDAI und der chinesische Technologiekonzern arbeiten bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zusammen. Hyundai und Tencent haben einen Vorvertrag zur Entwicklung von Software für fahrerlose Fahrzeuge unterzeichnet. Beide Unternehmen wollen gemeinsame Forschung und Entwicklung über Sicherheitssysteme für selbstfahrende Autos vorantreiben. Zudem prüften beide Konzerne Möglichkeiten, Tencent’s Messenger-Dienst WeChat bei der Entwicklung von Modellen für den chinesischen Markt zu nutzen. +++

+++ Volkswagen präsentiert noch 2019 sein erstes reines Elektro-Auto, das auf der eigens entwickelten MEB-Plattform steht. Unter der Karosserie des kompakten ID NEO steckt die komplett neu entwickelte MEB Plattform, die wie der MQB bei den Verbrennern zur Basis einer Vielzahl von elektrischen VW Modellen werden soll. Die Bandbreite ist groß: Von der Kompaktklasse bis hin zu großen SUVs und Nutzfahrzeugen kann der MEB genutzt werden. Geplant ist eine ID Familie mit knapp 10 verschiedenen Modellen. Die Besonderheit des MEB ist, dass die Batterien flach im Boden verbaut sind, sodass die Fahrgastzelle gemessen an den Außenabmessungen geräumig ausfallen kann. Zumal auch der Mitteltunnel entfallen kann. Davon dürfte auch das Platzangebot des ID profitieren, der mit kurzen Karosserieüberhängen trotz einer moderaten Länge von rund 4,25 Meter auf einen Radstand wie der Passat kommt. Die Weltpremiere findet auf der IAA 2019 in Frankfurt statt. Die ersten Serienexemplare des ID werden wohl im Frühjahr 2020 beim Händler vom Hof rollen. Bestellbar ist das E-Auto der Wolfsburger ab dem 8. Mai 2019. Ähnlich wie beim Tesla Model 3 soll es eine Anzahlung geben, mit der sich Kunden ihr Exemplar sichern können. Wie hoch die Anzahlung ausfällt, ist noch nicht bekannt. Preislich soll der Elektro VW sich an einem Golf Diesel mit gleichwertiger Ausstattung orientieren. Im Klartext: Bei rund €30.000 geht es los. Es wird verschiedene Akkupakete geben, die nach dem WLTP Zyklus Reichweiten von mindestens 330 Kilometern ermöglichen sollen. Bei den Batterien sind 60, 80 und sogar 110 kWh Energiegehalt denkbar, und auch die Motorleistung ist variabel. Nach dem Marktstart sollen Modelle wie der ID Neo daheim nicht nur über einen Stecker, sondern auch induktiv geladen werden können, mit bis zu 11 kWh. Das wäre die Hälfte von dem, was eine heimische Ladebox bringen soll. An Hochgeschwindigkeitsladesäulen bekommen die Akkus mehr Saft und sollen sich mit etwa 120 kWh laden lassen. Doch auch das wird gerade noch eifrig erprobt. Obwohl sich mit mehreren E-Aggregaten problemlos ein Allradantrieb realisieren lässt, soll das Grundmodell Neo mit nur einem Motor an der Hinterachse auskommen. Die Höchstgeschwindigkeit wird voraussichtlich auf 160 km/h beschränkt werden, die stärksten Stromvarianten sollen dafür in knapp 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. +++

+++ Verliert Deutschland bei KÜNSTLICHER INTELLIGENZ (KI) den Anschluss? Diese Frage stand bei der Pressekonferenz des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) anlässlich der Hannover Messe 2019 im Fokus. Der VDI stellte die Ergebnisse seiner aktuellen Mitgliederumfrage zur künstlichen Intelligenz vor, die ernüchternd sind. “Fast zweidrittel unserer Fachleute sind der Auffassung, dass uns in Deutschland die Kompetenzen fehlen, KI-Technologien effizient einzusetzen”, erklärt VDI-Präsident Volker Kefer. Und dabei gilt KI als eine Schlüsseltechnologie, weil sie die Grundlage für hochautomatisierte bzw. autonome Systeme ist. Nur noch 14 % der Befragten sehen Deutschland in einer Führungsposition im internationalen Wettbewerb; ein Minus von 53 % im Vergleich zum Vorjahr. “Das deutet stark darauf hin, dass Deutschland den Anschluss im globalen KI-Wettbewerb verliert”, gibt Kefer zu bedenken. Laut VDI nahmen über 700 Mitglieder aus dem Bereich der Informationstechnik an dieser Erhebung teil. “China holt dramatisch auf”, sagt Kefer und bezieht sich damit auf das Kopf-an-Kopf-Rennen von China und den USA. Hier wird es laut dem VDI voraussichtlich bald einen Führungswechsel bei den führenden KI-Nationen geben: Wo vor knapp einem Jahr noch eine große Lücke von 25 % zwischen den USA und China klaffte, konnten die Asiaten den Abstand deutlich verkürzen. Aktuell sehen der Umfrage zufolge noch 67 % der Fachleute die USA vorne und 61 % China. +++

+++ Volkswagen hat einen langfristigen Vertrag mit der chinesischen Ganfeng, einem der weltgrößten Lithium produzenten, zur Lieferung von LITHIUM geschlossen. Der Rohstoffkonzern soll VW und seine Lieferanten in den nächsten 10 Jahren mit Lithium für Batteriezellen versorgen, teilte der Konzern mit. Zum Auftragsvolumen oder die vereinbarten Liefermengen machte die Volkswagen keine Angaben. VW und Ganfeng wollen auch beim Batterierecycling und Feststoffbatterien kooperieren. Der Wolfsburger Konzern setzt stärker als andere Autokonzerne auf eine spürbar steigende Nachfrage nach reinen Elektrowagen und muss sich daher frühzeitig die Lieferung wichtiger Rohstoffe sichern. Experten gehen davon aus, dass sich der Bedarf an Lithium in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln werde. VW will in den nächsten 10 Jahren über 70 neue Elektrowagen auf den Markt bringen. “Langfristige Vereinbarungen, wie wir sie nun für den wichtigsten Rohstoff Lithium mit Ganfeng getroffen haben, kommt deshalb eine entscheidende strategische Bedeutung für die Umsetzung unserer E-Offensive zu”, erklärte VW Einkaufsvorstand Stefan Sommer. Die Ganfeng Lithium Co wurde 2000 gegründet und ist an der Börse in China und Hongkong notiert. Laut VW ist das Unternehmen der weltweit führende Hersteller von Lithiumprodukten und Metallen. +++

+++ MERCEDES-BENZ hat in seinem neuen Pkw Werk Moscovia nahe Moskau mit der Produktion begonnen. Dort läuft zunächst die E-Klasse Limousine für den lokalen Markt vom Band. Später sollen SUV Modelle folgen. Mercedes-Benz Cars hat in das Werk in der Region Moskau insgesamt mehr als €250 Millionen investiert und wird in Produktion und Verwaltung über 1000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigen. Die Fabrik entstand in weniger als 2 Jahren Bauzeit. Sie befindet sich im Industriepark Esipovo etwa 40 Kilometer nordwestlich der russischen Hauptstadt und erstreckt sich über eine Fläche von 85 Hektar. Das Werk wird von der eigens gegründeten Produktionsgesellschaft Mercedes-Benz Manufacturing RUS (MBMR) geführt. +++

+++ Der deutsche Automarkt konnte im Vormonat keine Zuwächse erzielen. Die Zahl der NEUZULASSUNGEN ging dabei minimal um 0,5 % zurück auf 345.523 Pkw. Die Deutschen haben im März wieder mehr Dieselautos angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Anteil an allen neuzugelassenen Pkw trotz drohender Fahrverbote um 2,7 %. Der Zuwachs der Diesel liegt vor allem an den hohen Rabatten, die die Hersteller gewähren. Mit 32,4 % liegt der Anteil dennoch weit unter dem Wert aus der Zeit vor dem Dieselskandal: Im August 2015 war noch fast die Hälfte aller Neuzulassungen (46,5 %) auf Dieselautos entfallen. Insgesamt wurden in Deutschland in diesem März 345.523 Pkw neu zugelassen. Das waren 0,5 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Benziner ging um 6,4 % zurück. Laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sank auch die Zahl der neuzugelassenen Gebrauchten. Im März meldeten die Deutschen demnach 2,7 % weniger Gebrauchtwagen an. Außerdem kamen 6.616 neue Elektro Fahrzeuge dazu (Anteil 1,9 %) sowie 17.737 Hybrid Fahrzeuge, die zwei Antriebsarten haben (Anteil 5,1 %). Bei den deutschen Marken erreichten Audi (+15,9 %) und Smart (+12,6 %) zweistellige Zulassungssteigerungen. Zulegen konnten zudem Opel (+6,4 %) und Mini (+0,7 %). Rückgänge zeigten sich bei Porsche (-9,5 %), Mercedes (-5,2 %), Ford (-4,7 %), BMW (-3,1 %) und VW (-2,9 %). Deutlich zugelegt hat laut KBA auch der Anteil der SUVs: Im vergangenen Monat meldeten die Deutschen demnach 6,9 % mehr solcher Pkw an. Insgesamt machten die SUV’s einen Anteil von 20,2 % aus. Im vergangenen Monat hat in 3 Segmenten das zulassungsstärkste Modell gewechselt. Der VW Passat zog in der Mittelklasse an der C-Klasse von Mercedes-Benz vorbei. Bei den Sportwagen überholte das E-Klasse-Coupé den Audi TT, und in der Oberklasse gab es einen Mercedes-internen Wechsel von CLS auf S-Klasse. In allen übrigen Segmenten bliebt es bei den Zulassungsspitzenreitern des Vormonat: Fiat 500 (Minis), VW Polo (Kleinwagen), VW Golf (Kompaktklasse), Audi A6 (obere Mittelklasse), VW T-Roc (SUV), VW Tiguan (Geländewagen), Mercedes-Benz B-Klasse (Mini-Vans), VW Touran (Großraum-Vans) und VW T6 (Utilities) sowie Fiat Ducato (Basisfahrzeug Wohnmobile). Betrachtet nach Marken kennt der deutsche Automarkt nach 3 Monaten 18 Verlierer und 16 Gewinner: Zu den größten Gewinnern zählen Tesla mit einem Zuwachs von 439,9 % sowie Volvo mit plus 35,9 %. Der drittgrößte Zuwachs steht für Smart mit 14,8 % zu Buche. Zu den Verlieren zählen Nissan (- 40,0 %), Honda (- 38,2 %) und DS (minus 36,1 %). Die deutschen Autohersteller stehen bis auf Audi (+ 7,7 %) und Ford (+ 5,3 %) allesamt im Minus. BMW verzeichnet minus 3,4 %, bei Mercedes liegt die Quote um 0,2 % hinter der des Vorjahreszeitraums, Porsche liegt mit 34,3 % im Minus und bei Opel steht ein Minus von 2,3 %. Bei VW ging es um 2,0 % bergab. +++

+++ Bei der Sanierung des Autobauers OPEL drückt der französische PSA Konzern die Kosten. Die IG Metall befürchtet am Stammsitz Rüsselsheim nun Arbeitsplatzverluste auch in der Produktion. Beim Autobauer Opel schreitet die harte Sanierung des neuen Mutter-Konzerns PSA aus Frankreich voran. Die Vertrauensleute der IG Metall machen Front gegen angebliche Pläne, die Kapazität des Rüsselsheimer Produktionswerkes mit derzeit noch 3.000 Beschäftigten um ein Drittel zu reduzieren. “Diese Schrumpfungsstrategie akzeptieren wir nicht”, heißt es in einer im Werk verbreiteten Resolution. Statt 60 Autos könnten im Stammwerk noch 40 Wagen pro Stunde vom Band rollen. In 2021 könnte das bislang in Polen gebaute Astra nach Rüsselsheim zurückkehren und den Insignia ergänzen. Das Unternehmen verwies erneut darauf, dass man das zweite Modell für Rüsselsheim noch in diesem Jahr nennen werde. Es soll im Gegensatz zum gegenwärtigen Astra bereits auf einer PSA Plattform stehen, um Kostenvorteile zu heben. Die Vertrauensleute verlangten eine Übergangsstrategie mit Kurzarbeit, bis das neue Modell nach Rüsselsheim kommt. Einen weiteren Abbau von Stammpersonal werde man nicht akzeptieren. Die Gewerkschafter hielten PSA vor, in den französischen Werken einen weit höheren Anteil von Leiharbeitern zu ausbeuterischen Bedingungen zu beschäftigen. Einen systematischen Einsatz von Leiharbeitern auf Stammarbeitsplätzen will man bei Opel verhindern. Die Aufspaltung des Entwicklungszentrums mit rund 7000 Mitarbeitern kommt nach Angaben des Ingenieurs Dienstleisters Segula voran, der bis zu 2.000 Leute von Opel übernehmen will. Die übrigen Beschäftigten sollen weiterhin Opel Modelle entwickeln und zentrale Aufgaben für den PSA Konzern erledigen. Seit dem Rekrutierungsbeginn hätten bereits mehr als 300 Entwickler Interesse an einem Wechsel gezeigt, sagte Segula Sprecher Immo von Fallois. Es seien über 100 Fachleute schon eingestellt worden und auch Führungskräfte hätten bereits unterschrieben. Keine Fortschritte gibt es Fallois zufolge bei den Verhandlungen um einen Haustarifvertrag bei Segula. Man sei mit dem IG Metall Bezirk in Frankfurt im guten Kontakt, wolle aber auch mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch kommen. Den Wechslern sichert der französische Dienstleister unveränderte Entgelte und Arbeitszeiten, die Übernahme der Pensionsverpflichtungen sowie den auch bei Opel gültigen Kündigungsschutz bis Ende Juni 2023 zu. Mit dem für Ende Juni erwarteten Abschluss der Transaktion soll Segula zudem 20 Opel Gebäude mit zusammen 70.000 Quadratmetern übernehmen und das Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen betreiben. Etliche Opel Beschäftigte wenden sich unterdessen von ihrem Unternehmen ab. Mehr als 1.000 Beschäftigte des Entwicklungszentrums hätten sich bereits für das von der IG Metall ausgehandelte neue Abfindungsprogramm interessiert, hieß es in Arbeitnehmerkreisen. Das Unternehmen machte dazu keine Angaben. +++ 

+++ Mit dem ‘Push to Pass’ Plan will PSA chef Carlos Tavares Peugeot, Citroën und Opel weiter voran bringen. Im Plan stehen neue Modelle und die Eroberung neuer Märkte. Der Einstieg in den US Markt geht dabei vermutlich schneller als gedacht. PEUGEOT könnte schon in 2 bis 3 Jahren Autos nach Nordamerika verkaufen. Ursprünglich war der Start in den US Markt für 2026 vorgesehen. Dass es nun schneller geht, liegt an positiven Reaktionen bei Kundenbefragungen und dem Wissen von Opel bei der Zulassung von Autos in den USA. Ein wesentlicher Grund für den früheren Eintritt in den US-Markt sei “das Knowhow über Zulassungsbestimmungen in den USA, das man mit der Übernahme der einstigen GM Tochter erhalten habe”. PSA Chef Tavares kündigte an, innerhalb von 3 bis 4 Jahren ausgewählte Modelle in den USA und Kanada zu verkaufen. Peugeot war zuletzt vor etwa 30 Jahren auf dem US Markt vertreten. Statt eines großen Händlernetzes wolle PSA auf den Online-Verkauf setzen. Allerdings seien Probefahrtmöglichkeiten vorgesehen. Wichtig sei Tavares, dass der Einstieg in den Markt profitabel sei. Um das Wachstum der Marken Peugeot, Citroën, Opel und DS weiter anzufeuern plant Tavares bis 2021 mit zahlreichen neuen Modellen und neuen Märkten. Im jetzt bekanntgegebenen zweiten Teil des ‘Push to Pass’ Plans kündigt die PSA Gruppe an, die Verkäufe außerhalb Europas bis 2021 um 50 % zu steigern und die Marken in neuen Märkten zu positionieren. Was PSA Chef Tavares damit meint: Peugeot wird sich wieder in Nordamerika präsentieren, Citroën geht in Indien und Opel kehrt zurück auf den Russischen Markt. Gleichzeitig soll die internationale Präsenz von DS ausgebaut werden. Das Wachstum der Marken soll von der Konzentration auf Kernmodelle angetrieben werden. Einen starker Zuwachs erwartet PSA vor allem im Nutzfahrzeug Bereich. Insgesamt sieht die Strategie 116 Produktneueinführungen bis 2021 vor, inklusive neuer Konzepte. Im Mittelpunkt stehe dabei weiter die Elektrifizierung. Bis zum Jahr 2021 soll die Elektrifizierungsquote 50 % betragen, bis 2025 soll sie dann auf 100 % steigen. Dazu wollen die Franzosen erste Wasserstoff Fahrzeuge in Flotten an den Start bringen. Die bereits im Mai 2016 verkündete Produktoffensive der Franzosen sah 26 neue Pkw, 8 leichte Nutzfahrzeuge inklusive einem Pickup der 1-Tonnen Klasse sowie 7 Hybrid und 4 Elektromodelle vor. +++

+++ PORSCHE hat ein reines Gewissen: Um 75 % habe man den CO2-Ausstoß reduziert; innerhalb von nur 5 Jahren, teilt das Unternehmen mit. In Produktion und Logistik habe man die Kohlendioxid-Emission pro Fahrzeug seit 2014 um mehr als Dreiviertel gesenkt. “Wir optimieren kontinuierlich unsere Fahrzeuge, um sie noch umweltfreundlicher zu machen”, sagt Albrecht Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik bei Porsche. “Darüber hinaus ergeben viele große und kleine Initiativen bei Porsche ein Gesamtkonzept, mit dem alle Unternehmensbereiche Schritt für Schritt ihre ökologische Nachhaltigkeit verbessern”. Um Fortschritte in der Nachhaltigkeit ähnlich messbar zu machen wie wirtschaftlichen Erfolg, ermittelt Porsche den Kennwert ‘Umweltentlastung Produktion’, der sich aus mehreren Parametern zusammensetzt: Neben den CO2-Emissionen und dem Energieverbrauch zählen dazu unter anderem die genutzte Wassermenge und die verwendete Menge flüchtiger, organischer Verbindungen (VOC). Man habe auch in diesen Bereichen Fortschritte gemacht, teilt das Unternehmen mit. Im Vergleich zu 2014 kämen in der Produktion 34 % weniger Lösungsmittel zum Einsatz. Der Wasserverbrauch pro Fahrzeug sei um 20 % verringert worden. +++

+++ Zum neuen Geschäftsjahr 2019 / 2020 hat SUBARU einige organisatorische Änderungen in seiner Struktur angekündigt. Unabhängig davon hat das Unternehmen auch seine Qualitätspolitik überarbeitet. Der so genannte Vertriebsbereich zwei wurde in den chinesischen und den asiatischen Geschäftsbereich unterteilt. Die asiatische CKD Sparte, die für die CKD Produktion in Malaysia und Thailand verantwortlich ist, wurde in die asiatische Sparte integriert. Darüber hinaus wurde eine neue Abteilung für Fahrzeugforschung Experimente eingerichtet, die sich um die Entwicklung von Infotainment und Telematik kümmern soll. Subaru hat auch eine neue Beschaffungsabteilung für fortschrittliche Technologien eingerichtet und die Beschaffung von Innen- und Außenteilen in die erste Beschaffungsabteilung integriert. Die Konstruktionsabteilung für unbemannte Luftfahrzeuge wurde in Konstruktionsabteilung für autonome Systeme umbenannt. Unabhängig davon hat Subaru auch seine Qualitätspolitik mit Wirkung zum 1. April überarbeitet. Die Änderungen zielen darauf ab, Qualitätsreformen als Teil der mittelfristigen Managementvision STEP (2018 eingeführt) zu ermöglichen. Das überarbeitete Politikressort konzentriert sich um die Einhaltung von Gesetzen und sozialen Normen. +++

+++ Ein TEMPOLIMIT von 130 km/h auf Autobahnen würde den Verkehr kaum verlangsamen. Schon jetzt halten sich die meisten Fahrer laut einer Regierungsstudie an diese Geschwindigkeit. Viele Autofahrer fürchten ein generelles Tempolimit von 130 km/h; dabei sind die meisten in der Regel ohnehin nicht viel schneller unterwegs. Das geht aus einer lange geheim gehaltenen Studies Verkehrsministeriums hervor. Der Untersuchung zufolge fuhr nur jeder dritte Fahrer von Pkw, Motorrädern oder Lieferwagen auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung schneller als die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Nur etwa jeder Zehnte fuhr mehr als 150 km/h. Die Werte wurden 2010 bis 2014 auf etwa 100 repräsentativen Autobahnabschnitten gemessen. Die gefahrene Geschwindigkeit ist ein Parameter, um zu ermitteln, wie viel Kohlendioxid durch ein Tempolimit eingespart werden könnte. Aussagen dazu trifft die Studie allerdings nicht. Das Umweltbundesamt will nun auf Basis der bekannt gewordenen Daten dazu Erkenntnisse gewinnen. Bisher gibt es nur veraltete und wenig gesicherte Aussagen darüber, wie sehr ein Tempolimit dem Klimaschutz dienen würde. Laut dem ADAC könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h den Kohlendioxidausstoß auf Autobahnen um 9 % senken. Bezogen auf den gesamten Straßenverkehr, ergebe sich eine Einsparung von 3 %. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Jahr 1996. Trotz der Diskussion um ein Tempolimit hatte das Verkehrsministerium die Studie jahrelang zurückgehalten. +++

+++ TOYOTA übergibt seine Aktivitäten im Bereich Elektronikkomponenten dem Automobilzulieferer Denso. Dies hatten die Unternehmen bereits im Juni 2018 angekündigt, nun wurde die Vereinbarung vertraglich fixiert. Neu ist allerdings der Zeitplan für die Bündelung der Aktivitäten: Nachdem ursprünglich eine Konsolidierung der Produktion bis Ende 2019 und des Entwicklungsbereichs ab 2022 vorgesehen war, erfolgt beides nun gemeinschaftlich im April 2020, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und die neue Struktur schneller zu etablieren. Die Unternehmen wollen eine schlanke Entwicklungs- und Produktionsstruktur für Fahrzeugelektronik etablieren. Dazu soll zum 1. April 2020 die Produktion von Elektronikkomponenten aus dem Toyota-Werk Hirose zu Denso verlagert werden. Zeitgleich sollen die Entwicklungsfunktionen für elektronische Komponenten bei Denso zusammengeführt werden. Dafür werden laut Toyota Zeichnungen, Entwicklung Geräte und anderes Equipment an den Zulieferer übertragen. Im Juni 2018 sagte Toyota präsident Akio Toyoda zur Vereinbarung: “Während wir mehr als 10 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkaufen und unsere aktuellen Aktivitäten aufrechterhalten und weiterentwickeln, stehen wir zugleich der Herausforderung gegenüber, uns in ein Unternehmen für Mobilität zu verwandeln”. Deshalb komme es laut Toyoda darauf an, die begrenzten Ressourcen wirkungsvoll einzubringen. Denso wiederum stärkt mit der Übernahme des Elektronikbereichs sein Geschäft und festigt damit seine Position unter den 5 größten Zulieferern der Welt. +++

+++ Im Streit um weitere Einsparungen bei VOLKSWAGEN hat Betriebsratschef Bernd Osterloh verlässliche Konzepte vom Vorstand eingefordert. Hintergrund: VW hatte kürzlich bekanntgegeben, in den nächsten 5 Jahren könnten zusätzlich 5.000 bis 7.000 Stellen wegfallen. Die Sicherheit der Arbeitsplätze stehe an erster Stelle. “Experimente auf Kosten der Beschäftigten lehnen wir ab”, sagte Osterloh bei der jährlichen Betriebsräteversammlung. Zahlreiche Fragen der Arbeitnehmerseite an den Vorstand seien noch immer unbeantwortet, darunter die nach den wahren Kosten des “Versagens” bei der Zertifizierung der einzelnen Modelle nach dem neuen Abgas-Prüfstandard WLTP. Der Hintergrund: Volkswagen hatte kürzlich bekanntgegeben, in den nächsten 5 Jahren könnten zusätzlich 5.000 bis 7.000 Stellen wegfallen. Vorgesehen ist demnach, dass Stellen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden. Osterloh hatte kritisiert, der Vorstand sei nicht in der Lage, diese Größenordnung zu erläutern. Der Betriebsratschef forderte unlängst für die Kernmarke VW eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 an allen deutschen Standorten. Damit würden die bisherigen Regelungen angeglichen: bislang gibt es die Garantie bis Ende 2025 aus dem ‘Zukunftspakt’ genannten Sparpaket sowie die Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 für die Werke Emden und Hannover. Die Betriebsräte aus dem ganzen Konzern sehen nach Angaben der Arbeitnehmervertreter angesichts der Lage des Unternehmens ihre wichtigste Aufgabe in der Beschäftigungssicherung. “Der Konzern ändert sich so schnell wie nie zuvor”, sagte Osterloh. “Das macht vielen Kolleginnen und Kollegen Sorgen”. Neben dem Wandel hin zur E-Mobilität muss der Konzern, wie die ganze Branche, auch die Digitalisierung stemmen. Volkswagen hatte im vergangenen November Investitionen von €44 Mrd für Digitalisierung, autonomes Fahren und E-Mobilität in den kommenden 5 Jahren angekündigt. Audi Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch forderte den Vorstand auf, die Marke nicht “schlecht zu reden”: “Denn Audi ist kein Sanierungsfall. Es werden immer noch ordentliche Gewinne erwirtschaftet”. Die Belegschaft allerdings sei verunsichert. Porsche Betriebsratschef Werner Weresch erklärte, der Druck aus dem Vorstand nehme zu. Die Betriebsräteversammlung gilt als wichtigstes Treffen der Arbeitnehmervertreter von VW, Porsche, Audi und anderen Konzerngesellschaften. +++

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