Tagesschau

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+++ ASTON MARTIN will mehr Mitarbeiter in Gaydon (United Kingdom) einstellen, um der steigenden Produktionsnachfrage nach neuen Modellen gerecht zu werden. CEO und President Andy Palmer redet von 1.000 neuen Stellen in Wales und England. Aston Martin plant 1.000 neue Stellen im Vereinigten Königreich. Dabei sollen auch nach Angaben des Unternehmens 250 neue Stellen am Firmensitz bei Gaydon (England) entstehen. Wie President und CEO von Aston Martin, Andy Palmer, erklärt, müsse das Unternehmen “erst mit den nächsten Generation Vantage und der nächsten Generation Vanquish beginnen, bevor die 250 Mitarbeiter in Gaydon eingestellt werden können”. Die Einstellung begründet Andy Palmer mit dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, das auch mit der Expansion seiner Zulieferer zusammenhängt: “Ich denke, dass unser Wachstum dazu geführt hat, dass weitere 1.000 Arbeitsstellen in der Lieferkette geschaffen wurden”. +++

+++ Flache Silhouette, fließendes Heck: Optisch gelingt AUDI Chefdesigner Marc Lichte ein spannender Spagat. Obwohl der A7 extrem futuristisch aussieht, verleugnet er das aktuelle Modell nicht – und ist auf den ersten Blick eindeutig als A7 zu erkennen. Das zeigen auch die jüngsten Erlkönigbilder. An der Front macht der Viertürer den größten Entwicklungsschritt: So erinnert der breite, flach gehaltene Kühler stark an die Prologue-Studien, und auch die bissiger dreinschauenden Scheinwerfer sind in ihrer Form nah an den richtungsweisenden Concept Cars. Trotz der Wirbelfolie lässt sich vermuten, dass die Karosserie von scharfen Falzen durchzogen sein wird – ähnlich wie beim neuen A5 Coupé. Im Profil scheint der A7 einen Tick flacher zu sein als bisher, die Dachlinie beschreibt einen sanften Bogen und mündet in die weit nach hinten gezogene C-Säule. Der Heckbereich des Neuen ist an den Flanken stärker gerundet als b ei der Baureihe 4G, die Form der Lampen orientiert sich am Vorgänger, ebenso der ausfahrbare Spoiler. Auffällig ist nur die deutlich prägnantere Falz zwischen den Rückleuchten. Außen bleibt Audi also beim bewährten Rezept und würzt nur zurückhaltend nach. Innen wird das wie gewohnt anders aussehen. Ich rechne mit einem aufgeräumten Instrumententräger, der eine neue Version des “Virtual Cockpit” beherbergen dürfte – wie im kommenden A8 und A6 mit einem komplett neuen Bedienkonzept. Schalter und Knöpfe kommen kaum noch zum Einsatz, stattdessen gibt es Touchscreens, deren Oberflächen eine spürbare Rückmeldung geben. Erstmals könnte auch der Beifahrer über einen fein ins Cockpit integrierten Bildschirm verfügen und dem Fahrer zum Beispiel Navigationsziele auf seinen Screen schicken. Technisch gleicht das Coupé bis auf die straffere Fahrwerksabstimmung dem A6 und bas iert auf der MLB Evo-Plattform für längs eingebaute Motoren. Das drückt das Leergewicht, was den neuen A7 agiler und sparsamer machen dürfte. Gemäß der Plattformstrategie wird der coupéartige Viertürer wohl die Motoren aus dem A6 übernehmen – auch der neuentwickelte Turbo-V6 mit drei Litern Hubraum wird wohl im A7 arbeiten. Ein Plug-in-Hybrid gilt als denkbar, aber unwahrscheinlich. Wahrscheinlich ist dagegen, dass Audi Sportversionen nachlegt. So dürften nach der Präsentation des A7 auf der IAA 2017 der S7 (rund 450 PS) und der RS 7 (rund 600 PS) folgen. +++

+++ Wer BENTLEY fährt, gehört einem elitären Kreis an und dieser könnte künftig noch elitärer werden. Bentley erprobt derzeit einen Nachtankservice, der Bentley-Fahrer unabhängig von Tankstellen machen soll. Der Nachtank-Service wird derzeit über einen Zeitraum von drei Monaten in Kalifornien erprobt. Als Tankparnter fungiert das amerikanische Start-Up-Unternehmen Filld. Der Bentley-Kunde muss nur in einer App den Zeitpunkt für das Nachtanken wählen, der Standort des Fahrzeugs wird automatisch bestimmt, und schon rückt der Filld-Tankservice an und befüllt den Kraftstofftank des Bentley. Die Entriegelung der Tankklappe übernimmt dabei ebenfalls die App. Berechnet wird für das Nachtanken der günstigste Preis der drei nächstliegenden Tankstellen. Die Lieferung an sich erfolgt kostenfrei. +++

+++ Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen gibt seinen Plan zur Übernahme des schwedischen Lkw-Bremsen-Spezialisten HALDEX auf. Es seien 9,59 Prozent des gesamten Aktienkapitals von Haldex angedient worden, teilte ZF offiziell mit. Die Annahmefrist für das Angebot endete am 3. Oktober 2016. Der Konzern hatte zur Bedingung für die Übernahme eine Annahmequote mindestens 50 Prozent plus eine Aktie gemacht. ZF werde die angedienten Aktien nicht kaufen und halte damit 21,67 Prozent an Haldex. Damit ist ZF größter Aktionär des schwedischen Unternehmens. “ZF nimmt zur Kenntnis, dass die Aktionäre von Haldex sich dazu entschieden haben, das empfohlene Angebot nicht anzunehmen. Das Ziel von ZF, am weiteren Erfolg von Haldex beteiligt zu sein, bleibt unberührt”, erklärte der Zulieferer vom Bodensee. ZF Friedrichshafen hatte 120 schwedische Kronen je Haldex-Aktie geboten und damit f& uuml;nf Euro weniger als der Konkurrent Knorr-Bremse. Dessen Angebot läuft noch bis zum 5. Dezember. +++

+++ Der ehemalige BMW-Topmanager und Ex-General Motors Vorsitzende Bob Lutz hat in einem aktuellen Interview die Pleite des Elektroautobauers TESLA als “unausweichlich” bezeichnet. Ein 3er-BMW mit Batterien wäre für ihn ein “weiterer Nagel im Tesla-Sarg”. Tesla habe “absolut keine Chance, mit dem Model 3 Geld zu verdienen”, sagte Lutz in einem Interview mit Der Aktionär. Ein Elektroauto wie das Model 3 verursache beim Hersteller laut seinen Schätzungen Material- und Personalkosten von 40.000 Dollar, zusätzlich hohe fixe Kosten. Selbst für die großen Hersteller, die mehr Skaleneffekte haben, seien Elektroautos ein Verlustgeschäft. “Denn der Elektroauto-Absatzboom beruht nur auf den europäischen CO2-Gesetzen und den US-Verbrauchsnormen, welche mit konventionellen Antrieben nicht erreichbar sind”, erklärt er in dem Interview.  Auf Tesla sieht er das Problem zukommen, dass auch andere Hersteller wie Porsche, Daimler und VW bald Elektroautos mit Reichweiten von 500 Kilometern auf den Markt bringen wollen. “Wenn BMW den 3er mit Batterien anbietet, wäre das ein weiterer Nagel im Tesla-Sarg”, so die Manager-Legende. GM, Hyundai, Kia und Nissan würden die Preise für Elektroautos diktieren, Tesla werde daran zerbrechen. “In ein bis zwei Jahren ist Tesla ein Elektroauto-Anbieter von vielen. Die Pleite ist unvermeidlich”. Auch beim Thema Batterietechnologie sieht er Tesla nicht im Vorteil. Bisher hätten die Kalifornier lediglich davon profitiert, Karosserien zu bauen, in denen mehr Lithium-Ionen-Batterien hineinpassen. Der neue Chevrolet Bolt habe die bessere Technologie und auch einen zeitlichen Vorsprung auf dem Markt. Die etablierten Anbieter aus der “alten” Automobilbranche würden stark unterschätzt, hätten aber alle moderne Fertigungstechnologien, Methoden und ein neues, frisches Denken. “Da kann keiner aus dem Silicon Valley kommen und sagen, ihr seid alle Idioten und wir können es besser – solche Leute werden auf die Schnauze fallen”. +++

+++ VOLKSWAGEN Golf, Golf Sportsvan und Tiguan fahren schon jetzt auf der gleichen technischen Basis, und bald kommt noch eine Variante hinzu: der Golf T-Roc. Der Name für das Golf SUV kam bereits 2014 bei einer Studie zum Einsatz. Seine Premiere hat der Hochbeiner als seriennahe Studie auf dem nächsten Genfer Salon, 2018 fährt er zu den Händlern. Der Volkswagen Golf T-Roc soll die Lücke zwischen Polo-SUV (2018) und Tiguan II (2016) schließen, sein härtester Rivale dürfte aber wohl das neue hauseigene Elektroauto mit dem Arbeitstitel “Cross Emotion” sein. Schon 2017 will Volkswagen mit einer Studie diesem Wachstumssegment Tribut zollen. Technisch unterscheidet sich der rund 4,35 Meter lange T-Roc nur in Details vom neuen Golf VIII. Anders als seine Konzern-Konkurrenten Skoda Yeti, Seat Ateca und Audi Q2/Q3 wird es das Golf SUV auch in einer Variante mit langem Radstand geben. Weil der gestreckte Siebensitzer auf der Messe in Sha nghai vorgestellt wird, liegt der Schluss nahe, dass Volkswagen zuerst den chinesischen Markt bedienen will. Im zweiten Schritt ist dann Europa an der Reihe, wo auch Tiguan-Kunden bald zwischen zwei Konfektionsgrößen wählen dürfen. Die T-Roc-Garderobe wird für einen Volkswagen ungewohnt extrovertiert und lifestylig, dazu gibt es ein teilweise eigenständiges Interieur und ein Schlechtwege-Fahrwerk mit größeren Rädern. Da die Rohkarosse aus der Großserie stammt, wäre ein herausnehmbares Targadach nur mit hohem Aufwand darstellbar – und bleibt somit eher unwahrscheinlich. Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe und Verstelldämpfer wird es geben, solche Leckereien kosten aber extra. Preislich rangiert der T-Roc dichter am Golf Variant als am Tiguan, also bei rund 26.000 Euro. Der Aufpreis für die geplante Coupé-Version dürfte bei knapp 2000 Euro liegen, voll ausgestattet reichen die Preise bis 60.000 Euro. Da vom Golf VIII wieder eine E-Ausführung in Arbeit ist, könnte auch der T-Roc vom bis dahin stark verbesserten Elektrokonzept profitieren, das mit einer Reichweite von 420 Kilometern aufhorchen lässt. Bei den Verbrennern wird die Hie rarchie ebenfalls neu geordnet. Als Einstiegsmotor dient der Einliter-Dreizylinder mit 115 PS, darüber rangiert ein 1,5-Liter-Vierzylinder (150 PS) als Ersatz für die 1,4-Liter-TSI-Aggregate. Nach dem Diesel erhalten auch die Benziner Zug um Zug Partikelfilter. Der 2,0-Liter-Turbo des noch nicht bestätigten T-Roc GTI könnte das komplette Spektrum von 230 bis über 400 PS abdecken. In einem künftigen Schritt soll sogar der Elektro-Golf in die GTI-Strategie eingebunden werden. In Europa und danach wohl auch in den USA forcieren die Wolfsburger außerdem den Erdgasantrieb. Schließlich bietet CNG bei vergleichbarer Leistung und überschaubaren Kosten ein CO2-Einsparpotenzial von 25 Prozent. Die Hoffnung, bei der Hardware mit dem Tempo der Elektronikindustrie Schritt halten zu können, hat man nicht nur bei Volkswagen längst begraben. Stattdessen geht es jetzt darum, die Software nach Belieben überschreiben und Updates ohne Werkstattbesu ch drahtlos aufspielen zu können. Zugleich wird das Erfassen und Abgleichen von Daten ständig erweitert und verfeinert. Das Auto lernt mit jedem Kilometer dazu und speichert sein Wissen, für andere jederzeit abrufbar. Ziel ist eine automatische Anbindung des Telefons, dessen Bedienoberfläche samt Apps im Cockpit eingespiegelt wird. Der Zugang erfolgt auf verschiedenen Ebenen – so ähnlich, wie Volkswagen es mit dem R-Touch-Konzept demonstriert hat. Die rasch fortschreitende Digitalisierung eröffnet neue Perspektiven. Gleichzeitig hebt sich aber instinktiv der warnende Zeigefinger: Ob es dem Fahrer eines Golf T-Roc wohl recht wäre, wenn das Auto auf dem Weg in die Berge ungefragt Zwischenstopps bei Sportgeschäften und Jausenstationen vorschlüge, bezahlte Infos zum Zielort einblendete oder für ausgewählte Bergbahnen einen Sondertarif anböte? +++

+++ Der September 2016 beschert den ZULASSUNGEN einen neuen Höhenflug. Mit 298.002 neu in den Verkehr gebrachten Pkw liegt das Plus gegenüber dem Vorjahr bei satten 9,4 %. Insgesamt fanden im September 345.556 neue Kraftfahrzweeuge ihren Weg auf die Straßen, es zu einem Zuwachs von 10,2 % führt. Deutlich im Plus zeigen sich auch die kummulierten Zahlen von Januar bis September. Nach 3 Quartalen wurden insgesamt 3.002.621 Kraftfahrzeuge erstmals in den Verkehr gebracht (+ 6,4 %). bei den Pkw wurden 2.555.783 Neuzulassungen gezählt (+ 6,1 %). Fahrzeuge der Kompaktklasse (25,2 %/ -4,1 %) dominierten auch im September die Neuzulassungen, gefolgt von Kleinwagen (14,7 % / +10,3 %), jeweils 13,3 % entfielen auf die Mittelklassewagen (+6,4 %) und die SUVs (+34,6 %). Wohnmobile erreichten einen Anteil von 0,6 % (+55,2 %). Auch die anderen Segmente lagen im Plus. Die Sport wagen lagen im September um -20,1 % hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Nach wie vor bescheiden nimmt sich die Eektromobilität aus. In neun Monaten wurden lediglich 7.678 Elektro-Pkw erstmals zugelassen. Betrachtet nach Marken kennt der deutsche Neuwagenmarkt fast nur Gewinner, aber eben nur fast. Unter dem Vorjahresergebnis bleiben nur DS (- 21,7 %), Smart (- 4,7 %), Seat und VW (jeweils – 1,0 %) sowie Suzuki (- 0,2 %). Fett im Plus präsentieren sich dagegen Marken wie Jaguar (+ 69,4 %), Ssangyong (+ 46,8 %), Alfa Romeo (+ 41,0 %), Lexus (+ 40,5 %), Honda (+ 31,9 %), Tesla (+ 29,7 %) oder auch Land Rover (+ 28,8 %). Immer noch über zweistellige Zuwachsraten freuen können sich aber auch Renault und Mini (jeweils + 13,9 %), Fiat (+ 12,2 %), Kia (+ 11,8 %), Mazda (+ 11,6 %), Ford (+ 11,5 %), Mercedes (+ 10,1 %) und Audi (+ 10,0 %). +++

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