Tagesschau

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+++ BMW legt 2018 eine neue Generation des X5 (G05) auf. Erstmals wurde der SUV-Erlkönig nun auf dem Nürburgring abgeschossen. Seit 2013 ist die dritte Generation des BMW X5 (intern F15 genannt) auf dem Markt. Nach 5 Jahren kommt dann also schon eine neue Generation? Ja, während die Bayern das erfolgreiche Package des SUV optisch nur marginal ändern werden, verbirgt sich die Innovation unter dem Blech. Der neue X5 baut auf der neuen Plattform auf, die bisher als 35up bezeichnet wurde nunmehr aber als CLAR (Cluster Architecture) benannt ist. Sie trägt in Zukunft vom 3er bis zum 7er die neuen BMW-Modelle inklusive der SUV. Dank CLAR mit seinen Leichtbaumaterialien Carbon, Alu und Magnesium fällt das Fahrzeuggewicht deutlich geringer aus. In Sachen Antrieb wird BMW auch beim X5 auf Vier-, Sechs-, und Achtzylinder setzen, den Dreizylinder sucht man sicher vergeblich in dem Dickschiff. Um den Flottenverbrauch zu senken wird auch ein Plugin-Version kommen, um ihn zu steigern eine M-Version mit rund 700 PS. Gebaut wird der neue BMW X5 im US-Werk in Spartanburg, South Carolina. +++

+++ Die chinesische Regierung will 2018 eine Quote für ELEKTRO autos und Plug-in-Hybride einführen. Ab 2020 soll außerdem eine Quote für einheimische Hersteller gelten. Doch wahrscheinlich kommt die Quote gar nicht. Für 8 Prozent aller in China verkauften Autos sollen die Hersteller ab 2018 Kreditpunkte sammeln, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Quote steigt 2019 auf 10 und 2020 auf 12 Prozent. Noch ist die genaue Höhe der Kreditpunkte unklar. Doch die Auswirklungen lassen sich jetzt schon ausrechnen: Hersteller wie BMW oder Volkswagen müssen deutlich mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufen als bisher. Zuletzt verkaufte Volkswagen in China 3 Millionen Autos pro Jahr. Für 240.000 Autos müsste der Konzern also mindestens einen Punkt sammeln. Bei 4 Punkten für ein Elektroauto müsste Volkswagen also 60.000 E-Autos im Jahr verkaufen. Bei BMW sieht die Rechnung so aus: 379.000 Autos (Januar bis September 2016) stehen 1.024 Elektroautos gegenüber. Kommt die Quote, muss BMW sieben- bis achtmal so viele E-Fahrzeuge unters Volk bringen. Ob die Elektro-Quote kommt, ist jedoch noch offen. Der chinesische Industrieminister Miao wies die Bedenken der deutschen Autobauer zurück. Laut ARD sagt Bundeswirtschaftminister Gabriel nach einem Treffen mit Miao, dass diese Sorgen unberechtigt seien. Schon jetzt haben die Besitzer von Elektroautos in China Vorteile bei der Zulassung: Sie müssen in Shanghai zum Beispiel nicht an der Nummernschild-Verlosung teilnehmen. Peking bezahlt bis zu 8.000 Euro Subventionen für ein Elektroauto. +++

+++ Am 10. November 2016 um 12:30 Uhr enthüllt Volkswagen das GOLF 7 Facelift. Was ich bereits wisse: Der geliftete Golf wird eine rollende Multimedia-Station. Die im wahrsten Sinne größte Änderung im Innenraum ist das riesige Display, das Grafiken im 16:9-Format darstellt und das den ersten Bildern zufolge auf klassische Druckknöpfe verzichtet – stattdessen setzt Volkswagen im Golf 7 Facelift auf Touchflächen. Das haben wir bereits im Golf R Touch Concept gesehen, vorgestellt im Januar 2016. Der überarbeitete Golf bekommt als erster Kompakter ein Cockpit mit Gestensteuerung, so wie wir das bisher nur aus dem BMW 7er kennen. Per Handbewegung lässt sich in Zukunft beispielsweise der Radiosender wechseln oder die Lautstärke einstellen. Wer darauf Lust hat, muss aber tief in die Tasche greifen. Den 9,5-Zoll-Touchscreen (bisher: 8 Zoll) gibt’s für geschätzte 3.000 Euro extra, das Mäusekino hinterm Lenkrad mit Digitaltacho und Navikarte wird so wie beim Passat um die 500 Euro kosten. Während VW im Innenraum vieles überarbeitet hat, ändert sich am Exterieur nicht viel. Dafür müssten ja ganze Blechpressen in den Fertigungshallen geändert werden. Neue Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht in doppelter Bumerangform beherrschen die Front. Optional gibt’s jetzt auch LED-Licht. Und zwar für alle Gölfe! Die modernen Leuchten gab es bisher nur für die beiden elektrifizierten Modelle GTE und e-Golf. Anders als Opel beim Astra wird VW allerdings auf die Matrix-Technologie verzichten. Außerdem hat VW an den Stoßfängern gefeilt, den vorderen mit größeren und kantigeren Lüftungseinlässen voll auf Sport getrimmt, hinten gucken jetzt die Abgasendrohre raus. Das re stliche Elektronik-Update kennen wir bereits aus dem größeren VW Passat, der auf dem gleichen Technikbaukasten basiert. So wird der Golf künftig allein fahren – zumindest fast. Im Stau übernimmt Kollege Computer bis 60 km/h, folgt dem vorausfahrenden Fahrzeug automatisch. Weil der Fahrer noch voll in der Verantwortung ist, hat das mit autonomen Fahren noch nicht viel zu tun, entlastet aber spürbar. Ebenfalls neu ist der Trailer-Assist, der automatisches Ein- und Ausparken auch mit einem Anhänger ermöglicht. Aber auch bei den klassischen Disziplinen hat Volkswagen nachgelegt. So wird es den bekannten Dreizylinder mit einem Liter Hubraum nicht nur im Spritspar-Modell BlueMotion mit 115 PS geben, er soll mit weniger Leistung wohl auch die kleinen Vierzylinder ersetzen. Der GTE bekommt das Leistungsplus des Passat und wird künftig auf eine Systemleistung von 218 PS kommen. Auch der e-Golf wird überarbeitet und schafft laut VW zukünftig bis zu 300 Kilometern. Ganz am oberen Ende bringt Volkswagen die Studie R400 in Kleinserie: der aufgelandene Vierzylinder leistet 420 PS und soll gegen den Mercedes-AMG A 45 mit 381 PS antreten. Und klar, VW betreibt Feinschliff beim Fahrwerk. Hier gehört der Golf zwar eh zu den Besten seiner Klasse, die Dämpferverstellung DCC soll künftig aber eine noch größere Spreizung zwischen Komfort und Sport sorgen. Am Preis des Golf soll sich wenig ändern. +++

+++ “Wir müssen weiter wachsen”, sagte JAGUAR LAND ROVER Chef Ralf Speth. Die Absatzzahlen seien gut und die Prozentzahlen ziemlich beeindruckend, jedoch sei der Abstand zum Wettbewerb noch ziemlich groß. Erfreut berichtet der Jaguar Land Rover CEO, dass Jaguar mit den Modellen XE und XF, vielmehr aber durch das neue SUV F-Pace zur Schwestermarke Land Rover aufschließe. “Die Fahrzeuge sind super und haben großes Potenzial. Es muss aber dazu noch unsere Händlerstruktur stimmen und selbstverständlich der Service. Daran arbeitet das Europa-Team mit vielen Trainings und Engagement”, so Speth. Der Marktanteil von Jaguar liegt weltweit zwischen 3 und 4 Prozent, was im Segment der Premiumfahrzeuge und verglichen mit den Wettbewerbern Audi, BMW und Daimler eher wenig ist. Erst im Mai launchte die englische Marke sein erstes SUV, den F-Pace. Seit Mai setzte Jaguar bereits mehr als 25.000 Stück weltweit ab. Inzwischen gebe es leider schon Wartezeiten für das Fahrzeug von etwa 4 bis 6 Monaten, so Speth. Die Kunden seien begeistert von dem Offroader. Speth: “Es ist ein solides Angebot und fährt sich vielmehr wie ein Sportwagen als wie ein SUV”. Bis dato ist Europa für Jaguar Land Rover die stärkste Absatz-Region weltweit mit der höchsten Händlerdichte – knapp 900 Händlern in 47 Ländern. Seit Anfang 2016 verkaufte Jaguar Land Rover mehr als 85.000 Fahrzeuge in Europa. 2015 setzte Jaguar Land Rover mehr als 110.000 Fahrzeuge in Europa ab. Die USA als Produktionsort werde für Jaguar Land Rover erst interessant “wenn wir eine kritische Masse an Volumen erzielen. Erst dann können wir in der jeweiligen Region mit einer eigenen Produktion starten. Die Nachfrage aus den USA wäre sicherlich gegeben, aber wenn Sie aus Amerika exportieren, müssen Sie entsprechende Abgaben bezahlen. Das hieße dann, auf dem Weltmarkt wäre das Auto wesentlich teurer. Für uns rentiert es sich im Moment also nicht nach USA zu gehen”. Selbst wenn die USA der derzeit wichtigste stabile Markt sei, so Speth. Aber die Organisation stoße mit dem Wachstum nun auch an Limits. “Wir müssen unsere Limits sehen und dürfen die Organisation auch nicht überfordern und zu sehr stretchen. Lieber langsam, aber dafür solide wachsen”. Die Nachfrage nach den Jaguar und Land Rover Modelle ist so groß wie noch nie in der Firmenhistorie. “Wir wollen die Produktion erweitern; additiv und für die nachfolgenden Modelle. Das heißt, dass wir neue Produktionskapazität benötigen”, sagt Speth. Jaguar Land Rover baut seine Produktionskapazitäten mit Nachdruck aus: Ab Januar fertigt Magna in Graz Jaguar Land Rover Modelle – welche Modelle und welche Volumina werden aber noch nicht verraten. Dann produziert Jaguar Land Rover 130.000 Einheiten in China mit dem Joint-Venture-Partner Chery. Hinzu kommen etwa (anfänglich) 10.000 Einheiten in Brasilien, sowie unbenannte Einheiten in einem Montagewerk in Pune (Indien). Im Aufbau befindet sich zudem gerade das Werk in der Slowakei. Laut Speth ein Meilenstein des Herstellers, auf dem Weg, zum globalen OEM zu werden. +++

+++ Die GTÜ MANGELSTATISTIEK zeigt die Sorgenkinder der jungen Mittelklasse-Gebrauchtwagen (bis 3 Jahre). Ich sage, welche Autos am auffälligsten sind. Wenn sie zu jungen Gebrauchtwagen geworden sind, lassen sich bei vielen Mittelklasse-Autos echte Schnäppchen machen. Sowohl die Limousinen als auch die geräumigen Kombis finden sich in großen Stückzahlen auf dem Gebrauchtmarkt und befinden sich in einem harten Kampf um die attraktivsten Preise. Wenn es allerdings bei der Zuverlässigkeit hapert, wird so manches vermeintliche Schnäppchen schnell zum Groschengrab. Ich habe gemeinsam mit der Gesellschaft für technische Überwachung GTÜ rund 5 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet und auf dieser Basis ein Mängel-Ranking erstellt, dass die sieben auffälligsten Mittelklasse-Fahrzeuge zeigt. In der Kategorie ‘Gebrauchtwagen, 1 bis 3 Jahre’ kommen die Vertreter dieser Klasse auf eine Laufleistung von etwa 50.000 Kilometern. Keine echte Überraschung ist der Citroën C5 als Gebrauchtwagen auf dem letzten Rang. Der elegante Franzose fällt zwar ins Auge, tritt aber leider nicht mit guter Zuverlässigkeit in Erscheinung. Auf den hinteren Rängen des Mittelklasse-Rankings finden sich allerdings auch Autos wie der Volkswagen Passat, die man nicht unbedingt hier erwarten würde. +++

+++ Volvo und der PSA PREMIUM ableger DS sind die Automarken mit dem höchsten Volumenzuwachs in den nächsten 5 Jahren. Das geht aus einer Prognose hervor, die IHS Markits für das jetzt erschienene Jahresheft ‘Global Automotive Business 2016’ erstellt hat. Marktexperten von IHS Markits haben die Absatzentwicklung von 51 Marken der 15 größten Autokonzerne zwischen 2016 und 2021 unter die Lupe genommen. Überflieger auf der Volumenseite mit einem Plus von 957 Prozent ist demnach die von Citroen abgespaltene Premiummarke DS Automobiles, die von 22.900 Einheiten auf über 242.000 verkaufte Fahrzeuge zulegen soll. Bei Volvo wiederum sehen die Experten von IHS Markits eine Vervielfachung des Absatzes vom knapp 130.000 Einheiten in diesem Jahr auf rund 733.500 verkaufte Einheiten im Jahr 2021; das entspricht einem Zuwachs von 464 Prozent. Das Podium der Wachstumskönige vervollständigt auf Platz 3 Datsun (+81 %), die von Nissan für Entwicklungsmärkte wiederbelebte Marke. Auf Rang 4 landet Alfa Romeo mit einem Zuwachs von über 75 Prozent innerhalb der nächsten 5 Jahre vor Tata Motors mit einem Plus von 66 Prozent. Stark bleibt auch die Performance von Jeep: in diesem bereits auf einem Niveau von 1,4 Millionen verkauften Autos, legt die Geländewagenmarke aus dem FCA-Konzern bis 2021 um weitere 21 Prozent auf 1,72 Millionen Einheiten zu. Ebenfalls von den Volumenherstellern unter den Top 10: Opel mit einem erwarteten Zuwachs bis 2021 von 32,5 Prozent auf knapp 979.000 Einheiten. +++

+++ Die französischen Ermittlungsbehörden haben ihre beim Autobauer RENAULT im Zuge der Diesel Abgasprüfungen gewonnen Erkenntnisse an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. “Nun sind die Gerichte an der Reihe. Sie müssen bestimmen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden”, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Bei anderen Automarken würden die Untersuchungen fortgesetzt. Renault bekräftigte, sich strikt an die Vorgaben gehalten zu haben. Die Untersuchungen waren eine Folge des Abgasskandals bei Volkswagen. Bei Überprüfungen der französischen Regierung waren unerlaubt hohe Abgaswerte bei mehreren Automarken festgestellt worden. Fahrzeuge von Renault hatten dabei nicht vollständig den Vorgaben entsprochen. +++

+++ Europas größter Autohersteller VOLKSWAGEN will seine erste eigene Batteriefabrik in Deutschland bauen. Das bestätigte Vorstandschef Matthias Müller. Seit geraumer Zeit wird darüber spekuliert, ob Volkswagen eine Batteriefertigung als Ersatz für wegfallende Arbeit im Zuge der stärkeren Elektromobilität auch in Deutschland hochzieht. Dies ist eine Forderung der Arbeitnehmerseite im gerade auszuhandelnden Zukunftspakt zwischen Management und Belegschaft. Mit dem Pakt soll die renditeschwache Pkw-Kernmarke mit dem Volkswagen Logo fit gemacht werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht eine Batteriefabrik in Salzgitter auf der Agenda. Das dortige Werk für Verbrennungsmotoren verliert in den kommenden Jahren absehbar Arbeit. Zur Zahl möglicher Mitarbeiter in solchen Werken wollte sich Müller nicht äußern . +++

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