Tagesschau

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+++ ASTON MARTIN wagt sich in neue Gefilde und plant ein SUV Coupé. Die Studie Aston Martin DBX gibt einen Ausblick auf den Allradler, der bereits 2020 in Serie gehen soll. Wer an einen Aston Martin denkt, denkt auch an zwölf Zylinder unter einer langen Motorhaube, sportlichen Hinterradantrieb und das alles so flach wie möglich verpackt. Im DBX sucht man diese Attribute allerdings vergeblich, denn mit dem DBX werden neue Pfade beschritten. Das Ergebnis ist ein allradgetriebenes SUV Coupé, das die Qualitäten von Supersportwagen, Gran Turismo und SUV vereinen soll. Damit folgen die Briten anderen Luxus-Herstellern wie Bentley, Rolls Royce oder Lamborghini, die mit Bentayga, Cullinan und Urus auf Kundenfang gehen. Das erste Mal präsentiert wurde der Aston Martin DBX als Studie auf dem Genfer Autosalon 2015. Schon damals machte CEO Dr. Andy Palmer keinen Hehl um die Serienchancen des SUV: “Zu gegebener Zeit werden wir ein Auto in diesem Segment präsentieren”, Die gegebene Zeit für den Aston Martin DBX könnte 2020 anbrechen, allerdings mit ein paar Überarbeitungen . Hatte das Concept Car bei seiner Premiere noch zwei Türen, zeigen neue Renderings das Crossover weiterentwickelt als Viertürer. Auch der Name DBX ist noch nicht in Stein gemeißelt. Wo er gebaut werden könnte, ist allerdings schon so gut wie raus, denn Anfang des Jahres investierten die Briten eine horrende Summe in den Umbau alter Hallen des Flugzeug-Herstellers RAF in Wales. Freunde des Aston-typischen V12 gucken bei der Studie des DBX leider in eine leere Motorhaube. Das Concept ist nämlich mit vier einzelnen Radnabenmotoren ausgestattet, die von einer Lithium-Schwefel-Batterie mit Energie versorgt werden. Ob die Briten beim Serien-DBX alternative Antriebe anbieten werden und sich vielleicht doch zu einer 12-zylindrigen Version durchringen, ist noch genauso offen wie die Leistung des SUV-Coupés. Ebenso innovativ wie der Antrieb sind die verwendeten Materialien beim DBX: Seine Karosserie besteht zu großen Teilen aus Aluminum, die mit Fräslinien verziert und im speziell für das Concept kreierten Farbton Black Pearl Chromium lackiert ist. Der Innenraum des DBX ist mit feinstem Nubukleder ausgekleidet und bietet Platz für vier Insassen. Für Fahrer und Beifahrer hält der DBX eigene Head-up Displays bereit, dazu verzichtet er jedoch auf konventionelle Armaturen. Stattdessen bekommt der Fahrer alle wichtigen Informationen auf einem Display zu sehen, das mittig im abgeflachten Lenkrad sitzt. +++

+++ Bei Volkswagen gebe es Vorbereitungen für eine eventuelle Ablösung von Rupert Stadler als Chef der Tochter AUDI. Volkswagen Aufsichtsräte sprächen über “mögliche Nachfolgekandidaten für den Fall, dass sie Stadler ablösen müssen”, berichtet der Spiegel. Gute Chancen hätten laut Spiegel Opel-Chef Karl Thomas Neumann und der ehemalige Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland.

+++ BMW verliert im Wettrennen mit Daimler an Boden, obwohl die Münchner mit ihrer Kernmarke BMW ohne die Tochter Mini laut Mitteilung vom Freitag im Oktober mit 166.805 Autos 1,1 Prozent mehr als im Vergleich zu September verkaufen konnten. Mercedes-Benz jedochg fuhr für die Konzernmutter Daimler im selben Monat einen neuen Bestwert ein und lieferte 173.096 Autos aus (+11,5 Prozent). Über alle Marken hinweg liegt BMW (+2,3 Prozent) noch vor den Stuttgartern, die allerdings zweistellig zulegen. Konkurrent Audi aus dem Volkswagen-Konzern belegt den dritten Platz. Besonders gefragt waren bei BMW erneut Stadt-Geländewagen (SUVs). Auch bei den Fahrzeugen der i-Reihe mit elektrischem Antrieb geht der Trend nach oben. “Wir haben gerade unser hunderttausendstes elektrifiziertes Fahrzeug ausgeliefert”, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson laut Mitteilung. Mit Blick auf die Weltmärkte konnte BMW neben Europa (+6,4 Prozent) vor allem in Asien (+6,6 Prozent) zulegen. Im wichtigen US-Geschäft musste BMW im Oktober allerdings einen herben Rückgang um 11,6 Prozent einstecken. +++

+++ CITROEN beendet die Kooperation mit Mitsubishi: Das neue Kompakt-SUV C4 Aircross nutzt die gleiche Plattform wie sein Konzernbruder Peugeot 3008. eine ersten Gehversuche im SUV-Segment hat Citroën zusammen mit Mitsubishi gemacht, doch damit ist jetzt Schluss. Der neue C4 Aircross basiert nicht mehr wie bisher auf dem japanischen ASX, sondern nutzt die konzerneigene Plattform, auf der auch der Peugeot 3008 aufbaut. Optisch zeigt der hochbeinige C4 das neue Citroën-Famiiliengesicht mit schmalen Scheinwerfern und einem in die Breite gezogenen Kühlergrill. An den Flanken trägt der Aircross ähnliche Plastik-Luftkissen wie der C4 Cactus. +++

+++ Prüfer messen bei vielen Automodellen höhere CO2 WERTE. Die Ergebnisse dieser brisanten Tests sollten eigentlich unter Verschluss bleiben. Für die Daten, die das Kraftfahrtbundesamt bereits im Sommer erhob, galt höchste Geheimhaltung. Denn nach der Abgasaffäre um erhöhte Stickoxid-Werte ließ die Behörde viele Fahrzeuge auch auf ihren CO2-Ausstoße hin prüfen. Nun aber sickern erstmals Details durch. Messergebnisse des KBA, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, stellen gleich mehreren Herstellern ein schlechtes Zeugnis aus. So sollen Fahrzeuge von Alfa Romeo, Audi, BMW, Fiat, Jaguar, Jeep, Land Rover, Opel, Peugeot, Mercedes, Renault, VW, Volvo und Porsche bei Nachmessungen der Laborwerte zum Teil deutlich über den Herstellerangaben gelegen haben. So stieß etwa ein Golf 148 statt den angegebenen 129 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Über die erhöhten Werte hatte zuerst der Spiegel berichtet. Zwar weisen die Hers teller darauf hin, dass es bei diesen Werten zunächst um einmalige und deshalb fehleranfällige Tests gegangen sei. Den Tests sollten weitere Folgen. Doch sollten sich die Werte auch in weiteren Reihen bestätigen, käme ein gewaltiges Problem auf die Autohersteller zu. Denn höhere CO2-Werte bedeuten nicht nur ein großes Problem für die Umwelt, da sie die Erderwärmung förden. Sie legen auch nahe, dass der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge höher ausfällt, Kunden damit also mehr Kosten entstehen, als nach den Herstellerangaben erwartet. Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits eingeräumt, dass der Kraftstoffverbrauch “ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung für einen neuen Pkw” ist. Auch für die Hersteller selbst geht es um viel. Schließlich haben fast alle große Mühe, die offiziellen CO2-Emissionsziele der EU zu erreichen, wonach die Werte der Pkw-Fahrzeugflotten im Schnitt von heute 130 Gramm CO2 pro Kilometer bis 2020/21 auf 95 Gramm sinken müssen. Sonst drohen saftige Strafen. In der Opposition wächst der Ärger über die Abgasaffäre und ihre schleppende Aufklärung: “Dass der tatsächliche Spritverbrauch eines Autos nichts mit den Herstellerangaben zu tun hat, ist leider nicht mehr überraschend für einen Autokäufer”, sagt der Grünen-Fraktions-Vize Oliver Krischer. Die Hersteller gäben für den Verbrauch etwa vier Liter auf 100 km an, tatsächlich verbrauche der Wagen aber nicht unter 5,5 Liter – selbst bei sparsamster Fahrweise. Ursache sei der völlig unrealistische, im Labor gemessene Fahrzyklus, der nichts mit dem Normalverbrauch eines Autos zu tun habe. Dobrindt hatte bereits im Frühjahr angekündigt, dass die Abgas-Untersuchungskommission seines Ministeriums ihre Arbeit nach der Prüfung von Stickoxiden auch auf CO2 ausdehnen soll. “Unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende”, hatte er erklärt. Doch seitdem lässt die offizielle Veröffentlichung der Messdaten auf sich warten. Im Mai hatte das Ministerium zumindest bestätigt, dass 30 Fahrzeuge auffällige Werte aufwiesen; die Untersuchungen liefen noch. Details zu den Messungen – wie etwa betroffene Hersteller – nannte man bislang jedoch nicht. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte dazu am Samstag: “Die auffälligen Fahrzeuge sind einer eigenen CO2-Untersuchung zugeführt worden. Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Untersuchungen in einem eigenen Bericht veröffentlicht”. Der Volkswagen konzern äußerte sich auf eine Anfrage zunächst nicht. Audi erklärte, man könne die Daten nicht kommentieren. “Wir haben leider keine Kenntnis über die Messrandbedingungen und das Messverfahren, die zu den von Ihnen zitierten Werten geführt haben”. Es gebe eine Vielzahl von Faktoren, die zu unterschiedlichen Messwerten führen könnten. Auch Opel erklärte, man könne sich dazu nicht äußern. Die Messung sei dem Unternehmen nicht bekannt. Auch in Frankreich waren Prüfer auf gewaltige Probleme gestoßen. Die unabhängige Kommission im Auftrag der französischen Umweltministerin Ségolène Royal hatte für fast 90 Modelle Daten vorgelegt. Dabei stellten die Experten neben teils extrem hohen Stickoxidwerten fest, dass die Autos auch mehr CO2 ausstoßen als angegeben. Bei den Fahrtests lagen die Werte bei drei Viertel der geprüften Autos “20 bis 50 Prozent höher”, als von den Herstellern zugesagt. +++

+++ Sinkende Dieselmarktanteile, rapide steigende SUV-Verkäufe und ein negativer Verkaufstrend bei Elektroautos : Die deutschen OEMs laufen laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research Gefahr, die EU VORGABEN für CO2-Grenzwerte zu verfehlen. Das langsame Tempo der deutschen Autobauer beim Umstieg auf Elektroautos, das Fehlen von Alternativen zum Elektroauto, der Rückgang des Diesels und das Ansteigen der SUVs Verkäufe verschärfen das Risiko von Strafzahlungen für die Autobauer an die EU aufgrund der Verletzung der CO2-Vorgaben, so eine aktuelle Analyse aus dem CAR-Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Laut Autor müssen die deutschen Autobauer und ihr Verband die Klimapolitik deutlich ernster nehmen als bisher und schneller gegensteuern. Verschärft wird die Lage durch die aktuellen Plandiskussionen der chinesischen Regierung, die als Ergebnis eine Quote für die Produktion von Elektroautos im Jahr 2018 von 8 Prozent bringen könnten. Für die deutschen Autobauer würde das bedeuten, dass bereits im Jahr 2018 mehr als 400.000 Elektroautos von Audi, BMW, Daimler und Volkswagen in China gebaut werden müssen, um hohe Strafzahlungen oder große Markanteilsverluste zu vermeiden. Die Chinesen planen darüber hinaus, die sogenannte E-Auto-Quote dynamisch zu gestalten und im Jahr 2019 auf 10 Prozent und 2020 auf 12 Prozent aller in China produzieren Fahrzeuge zu steigern, warnt die Analyse. Allerdings könne man erst um das Jahr 2020 mit einem nennenswerten Elektroauto-Angebot der deutschen Autobauer rechnen. Es sei nicht nur China, sondern erst recht der heimische Markt, der ein deutlich besseres Angebot von Elektroautos erwartet. “Blumige Worte und die Beteuerungen des Verb andspräsidenten, wie gut die deutsche Autoindustrie arbeitet, dass man zusätzlichen Schutz braucht, verschärfen die Lage, statt zu Lösungen beizutragen”, befindet Dudenhöffer. Der “Strohhalm” Dieselantrieb, mit dem es nach den Plänen der deutschen Autobauer gelingen sollte, die CO2-Grenzwerte der EU einzuhalten und hohe Strafzahlungen und ein negatives Image als Klimasünder zu vermeiden, knickt unterdessen weiter ab: Im Zuge des Abgasskandals wenden sich die Autokäufer immer stärker vom Diesel ab. So knickte im Oktober 2016 erneut der Dieselmarktanteil ein und erreichte mit 44,2 Prozent den niedrigsten Wert seit 67 Monaten, also 5,6 Jahren, so das CAR. Zu den Problemen des sinkenden Dieselanteils und des schwächelnden Starts von Elektroautos kommt ein immer schneller steigender Marktanteil von SUV. So betrug allein im Oktober 2016 der Marktanteil der SUV in Deutschland mit 58.873 Zulassungen 22,4 Prozent. In den ersten zehn Monaten des Jahres lag der SUV-Marktanteil bei 21% und im Jahr 2015 wurden 599.422 SUV neu zugelassen. Dies entsprach einem Marktanteil von 18,7 Prozent. Nach unserer Einschätzung wird bis Ende 2017 der SUV-Anteil auf mehr als 24 Prozent wachsen. Damit steigen die CO2-Emissionen im Neuwagenmarkt an. +++

+++ Ein anhaltend starkes China-Geschäft hat dem VOLKSWAGEN Konzern im vergangenen Monat sein Verkaufsplus gerettet. Der Autobauer mit seinen 12 Marken lieferte im Oktober 870.300 Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus. Das ist eine Steigerung um 4,7 Prozent. Nach den ersten zehn Monaten 2016 kamen bislang fast 8,5 Millionen Fahrzeuge zusammen: 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte Europas größter Autobauer am Freitag in Wolfsburg mit. Damit dürfte Volkswagen auch in diesem Jahr trotz der Diesel-Krise wieder mehr als 10 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Allerdings stünde Volkswagen ohne den Boom in China weitaus schlechter da, schwächelt der Autobauer doch in anderen Regionen wie Nord- und Südamerika und auch im Heimatmarkt Deutschland. Während es in China für den Konzern bei den Auslieferungen um 16,6 Prozent nach oben ging, verlor das Unternehmen im wichtigen US-Markt 9,5 Prozent. Weltweit lieferte Volkswagen im Oktober 511.500 Fahrzeuge mit dem VW-Logo aus, das war ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Seit Jahresanfang wurden damit fast 4,9 Millionen Volkswagen Fahrzeuge an Kunden übergeben, das war 1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mehr als jedes zweite Auto der Marke verkaufte Volkswagen in China: dort stiegen die Auslieferungen seit Jahresanfang um 12,3 Prozent. Bezogen auf den Monat Oktober ergab sich ein Zuwachs um 19,1 Prozent. In Europa gingen die Auslieferungen dagegen im abgelaufenen Monat kräftig zurück. +++

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