Tagesschau

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+++ BAIC , der chinesische Partner von Daimler rechnet für das erste Halbjahr mit einem Gewinneinbruch. Wie die BAIC Motor mitteilte, dürfte der Nettogewinn in den ersten 6 Monaten per Ende Juni um 60 Prozent eingebrochen sein. Zur Begründung verwies das Unternehmen, mit dem der Stuttgarter Autohersteller seit 2005 Mercedes-Benz-Pkw im weltgrößten Automarkt produziert, auf einen zunehmend schärferen Wettbewerb. Ein weiterer Grund sei der schwache koreanische Markt. BAIC betreibt zusätzlich zu dem Joint Venture mit Daimler auch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Autokonzern Hyundai. Während die Partnerschaft mit dem DAX-Konzern für BAIC weiterhin lukrativ ist, belastet das Joint Venture mit Hyundai. Wegen des Streits zwischen Peking und Seoul um die Raketenabwehr durch die USA in Südkorea brachen die Verkäufe von Hyundai allein im zweiten Quartal in China um gut 60 Prozent ein. +++

+++ BENTLEY reist mit einem exklusiven Dreigestirn zur Monterey. Vom 17. bis 20. August zeigt die feine britische Volkswagen Tochter neben historischen Schätzen den neuen Continental Supersports, neue Editionen des Nobel-SUV Bentayga und die Elektrostudie EXP 12 Speed 6e concept. Der Continental Supersports, laut Bentley schnellster Viersitzer weltweit, feiert in Monterey sein Nordamerika-Debut. Der Bentayga zeigt sich in 3 neuen Aufmachungen, als Mulliner, Black und als Activity-Edition. Und zuletzt wollen die Briten den Amerikanern auch noch die “Zukunft von Luxus und Leistung” schmackhaft machen, in Form des EXP 12 Speed 6e, eines im wahrsten Si nne spannenden Concept-Cars, das neben dem Stromantrieb auch noch einen Blick auf die derzeit modernste Vorstellung von Bentleys Design- und Handwerkskunst erlaubt. +++

+++ Der Autoriese FIAT CHRYSLER macht bei der Entwicklung von Fahrerassistenz Systemen gemeinsame Sache mit dem deutschen Autobauer BMW und dem US-Technikkonzern Intel. Der italienisch-amerikanische Konzern mit Marken wie Fiat, Chrysler, Jeep und Alfa Romeo will der im Juli 2016 gegründeten Allianz beitreten, der auch das israelische Kamera-Unternehmen Mobileye angehört, wie die Firmen in München mitteilten. Gemeinsam wollen die Partner Software und Technologie für Fahrerassistenzsysteme bis hin zum vollautonomen Fahren entwickeln, die dann auch anderen Autokonzernen als Produkt angeboten werden kann. “Um die Technologie für autonomes Fahren voranzubringen, sind Partnerschaften unter Autobauern, Technologieanbietern und Zulieferern unverzichtbar”, sagte Fiat Chrysler Chef Sergio Marchionne. Fiat Chrysler werde technische Kompetenz in die Partnerschaft einbringen; dazu sollen Ingenieure der Konzerne unter anderem in Deutschland zusammenarbeiten. Zum anderen biete das Unternehmen mit seiner Stärke auf dem nordamerikanischen Markt ein großes Absatzfeld für die Technologie. Der Kooperation der Unternehmen hatten sich als sogenannte Systemintegratoren auch die Zulieferer Continental und Delphi angeschlossen. Sie sollen dafür sorgen, dass alle Teile im Auto letztlich auch zusammen funktionieren. In dem Bündnis will jedes Unternehmen seine eigenen Stärken einbringen. Mobileye etwa gilt als Pionier der kamerabasierten Erkennung von Fahrsituationen auf der Straße, Intel will die Rechenpower liefern, die in selbstfahrenden Autos der Zukunft vonnöten ist. Intel ist gerade in den Endzügen der milliardenschweren Übernahme von Mobileye. Mit Entwicklungspartnerschaften wollen Konzerne aus der Autoindustrie vor allem die nötigen Milliardeninvestitionen für technische Entwicklungen auf mehrere Schultern verteilen. Der Stuttgarter BMW Rivale Daimler setzt etwa auf eine Allianz mit dem weltgrößten Zulieferer Bosch. Damit sich die Ausgaben in Forschung und Entwicklung rechnen, ist es für die Partner wichtig, dass die gemeinsame Technologie letztlich in möglichst vielen Autos zum Einsatz kommt. Fiat Chrysler hat auf dem großen US Markt traditionell ein starkes Standbein und ist derzeit mit den SUVs seiner Marke Jeep recht erfolgreich. BMW hat in den USA hingegen seit geraumer Zeit Absatzprobleme: Die Limousinen der Münchener sind vor allem in China gefragt, mit den im US Werk Spartanburg gefertigten und beim US Autofahrer beliebten SUVs der X Modellreihe muss BMW auch die Nachfrage auf dem Weltmarkt bedienen. Auch Fiat Chrysler ist in den USA derzeit nicht ganz sorgenfrei unterwegs, im Mai verklagte das US-Justizministerium den Autoriesen im Auftrag des Umweltamts EPA wegen Verstößen gegen das Luftreinhaltegesetz bei Dieselautos. +++

+++ Die Deutsche Post und FORD wollen ihr Bündnis zur Produktion von Elektro-Transportern vertiefen. “Wir würden gern eine engere Kooperation prüfen”, sagte Ford Europa chef Steven Armstrong in Köln. Die Post und der amerikanische Hersteller haben bereits den Transporter Streetscooter Work XL zusammen entwickelt. Er sei über das Ergebnis “begeistert”, sagte Post Vorstand Jürgen Gerdes. Es sei sinnvoll, über weitere gemeinsame Aktivitäten mit Ford nachzudenken. Der Elektrofahrzeug Hersteller der Post, Streetscooter, erweitert mit dem Work XL seine Modellpalette auf jetzt 3 Typen. Bald will er eine neue Fabrik eröffnen, Gerdes zufolge soll die Jahresproduktion auf 30.000 Fahrzeuge klettern. Streetscooter verkauft die Transporter auch an Kunden aus Kommunen oder der Wirtschaft. Dabei profitiert die Post vom Diesel-Skandal. Er sehe eine “gewaltige” Nachfrage, sagte der Post-Vorstand. Den Work XL mit einer Nutzlast von 1.350 Kilo und einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern hatten Streetscooter und Ford in nur 2 Monaten zusammen entwickelt. Noch in diesem Jahr sollen rund 150 Vorserienfahrzeuge zur Erprobung vom Band laufen, bis Ende 2018 sollen es 2500 werden. Der Transporter basiert auf einem Fahrgestell des Ford Transit und wird mit einem batterie/elektrischen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben der Post ausgestattet. “Wir haben das Fahrzeug in Rekordzeit auf die Räder gestellt”, sagte Gerdes. Die 2.500 neuen Groß-Transporter sollen Gerdes zufolge zunächst alle von der Post genutzt werden. Wegen des durch den boomenden Online-Handel stetig wachsenden Paketvolumens brauche der Konzern die Elektro-Autos selbst. Perspektivisch sei aber “auch der Verkauf an Drittkunden vorgesehen”. 2 Streetscooter Modelle kurven für die Post bereits durch deutsche Großstädte, diese werden auch an andere Kunden verkauft. So nutzt sie etwa der Fischhändler Deutsche See, aber auch Mittelständler und Kommunen sind interessiert. “Wir sind quasi ausverkauft”, sagte Streetscooter Chef Achim Kampker. Die Post ist mit Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektro-Transportern aufgestiegen. Die Firma war 2010 als Startup Unternehmen aus dem Umfeld der Universität RWTH Aachen gegründet worden. In Aachen wurden Elektrofahrzeuge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse der Post-Zusteller zugeschnitten waren. Das Nutzfahrzeug wurde 2012 vorgestellt. Im Dezember 2014 sicherte sich die Post dann alle Anteile an der Streetscooter GmbH. Rund 3.000 der Transporter fahren derzeit für die Post. Post-Chef Frank Appel konnte bei der Entwicklung auf einen Vorteil setzen: Die Post hat einen riesigen Fuhrpark und kann die Fahrzeuge selbst testen und übernehmen. Zudem können ihr die Elektro-Transporter angesichts der Debatte um Fahrverbote handfeste Wettbewerbsvorteile in der Zustellung in den Innenstädten verschaffen. Konkurrenten wie UPS oder Fedex werden zugleich unter Zugzwang gesetzt. Mittelfristig will die Post ihre gesamte Brief- und Paketzustellflotte von knapp 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Wagen ersetzen, die mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden sollen. Appel hatte zugesagt, den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 auf Null zu reduzieren. +++

+++ Der chinesische Autohersteller GEELY hat seinen Gewinn nach einer massiven Absatzsteigerung im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt. Die an der Börse in Hongkong gelistete Geely Automobile Holdings verbuchte einen Nettogewinn von 4,34 Milliarden Yuan oder umgerechnet etwa 550 Millionen Euro. Das sind 128 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Umsatz kletterte im selben Zeitraum um 118 Prozent auf 39,4 Milliarden Yuan, der Absatz um 89 Prozent auf 530.627 Fahrzeuge. Geely will keine Zwischendividende zahlen. Zum Mutterkonzern des Unternehmens, Zhejiang Geely Holding, gehört auch die schwedische Pkw-Marke Volvo. +++

+++ Mehr als 8 Jahre nach der Insolvenz des niedersächsischen Cabrio-Herstellers KARMANN haben die ersten Ex-Beschäftigten Geld vom Insolvenzverwalter bekommen. Das teilte die IG Metall im westfälischen Rheine am Dienstag mit: Dort hatte Karmann ein Werk, das in Folge der Insolvenz 2009 geschlossen wurde. Ausgezahlt wurde ein Betrag in Höhe von 15 Prozent der jeweiligen Forderungen, teilte die Gewerkschaft mit. Die Höhe schwanke stark und hänge unter anderem von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab. Auch Beschäftigte des Osnabrücker Stammwerks sollten eine Ausschüttung erhalten, sagte ein Sprecher der örtlichen IG Metall. Das Büro des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann bestätigte die Ausschüttung für die früheren Beschäftigten in Rheine. “Alle Gläubiger, bei denen eine berechtigte Forderung festgestellt worden ist, sind informiert worden und haben die Aus schüttung erhalten”, hieß es. Eventuell werden noch weitere Ausschüttungen folgen. “Dies ist abhängig von dem Ausgang eines noch offenen Rechtsstreits”. Um welchen Konflikt es ging, wollte der Insolvenzverwalter nicht sagen. +++

+++ Beim TOYOTA Avensis weist die Karosserieform auf die Qualität hin. Die unauffällige Optik spiegelt sich auch bei den Hauptuntersuchungen wider, bei der die japanische Mittelklasse besser abschneidet als so manches deutsches Premiummodell. Der Avensis ist sozusagen der Volkswagen Passat Toyotas in Europa. Während der Konkurrent aus Wolfsburg sich ein mittlerweile ziemlich schnittiges Blechkleid übergestreift hat, konnte der Avensis trotz des jüngsten Facelifts von 2015 sein biederes Image nicht ganz tilgen. In technischer Hinsicht ist die Modellreihe sogar gänzlich unauffällig, was Halter und Prüfer allerdings freut: Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) schneidet er besser ab als manches deutsches Premiummodell. “Wären da nicht die leidigen Probleme mit den Scheinwerfern, gäbe es an den beiden letzten Avensis Baureihen fast nichts zu kritisieren”, bilanziert der TÜV Report 2017. Bei Radaufhängungen, Federn und Lenkung schneidet das Modell weit besser ab als der Durchschnitt aller HU-Prüflinge. Auch für die Auspuffanlage, die Abgasuntersuchung und den fast nie auftretenden Ölverlust gibt es gute Noten. Einzig die ab der zweiten HU oft verschlissenen Bremsscheiben der Zweitauflage, die Handbremse der Erstauflage und verstellte Scheinwerfer über alle Jahrgänge sind Kritikpunkte. Beim ADAC trübt sich der Eindruck nur leicht. Der Club sieht den Avensis im vorderen Drittel seiner aktuellen Pannenstatistik, wobei die Jahrgänge 2011 bis 2013 etwas schlechter abschneiden. Dass die Pannenhelfer ausrücken müssen, liegt aber oft an zu alten Batterien (Baujahre 2009 bis 2014), die Halter offenbar zu erneuern vergessen. Ferner fielen dem ADAC defekte Generatoren bei Autos von 2009 auf. 4 Rückrufe hat der Autoclub dokumentiert, darunter auch die Großaktion von 2013 wegen Problemen mit den Beifahrerairbags, die insgesamt 1,7 Millionen Fahrzeuge betraf. Im Jahr davor musste an Fahrzeugen wegen potenziell ausfallender Lenkungen und zu locker sitzender Hinterachsspurstangen nachgebessert werden, die die Fahrstabilität beeinträchtigen konnten. Der erste Toyota Avensis löste im Jahr 1998 das Modell Carina in der Mittelklasse ab. Die Zweitauflage rollte 2003 erstmals zu den Händlern (ein Novum war der Knieairbag) und wurde 2009 von der aktuellen Generation ersetzt. Von der gibt es eine Schrägheckversion nicht mehr, aber weiterhin Kombi und Stufenheck. Sie erhielt 2015 ihre wohl letzte Modellpflege, die eine neue Optik, neue Sicherheitsfeatures und sparsamere Motoren brachte. Verwunderlich ist, dass unter der Motorhaube bislang kein Hybridantrieb Einzug gehalten hat, dessen Premiere 1997 im Toyota Prius schon 20 Jahre zurückliegt. Auf der anderen Seite fehlen aber auch die richtigen Spritschlucker in Form von Sportversionen und V6 Motoren. Die Vierzylinder Benziner geben je nach Modell und Baujahr zwischen 110 PS und 163 PS ab. Die Diesel kommen auf 83 PS bis 177 PS, wobei die Topversionen unter den Neuwagen an Leistung sogar eingebüßt haben. +++

+++ Ein Verbot von Verbrennungsmotoren lässt sich nach Ansicht von VOLKSWAGEN nicht so schnell umsetzen wie in der Politik diskutiert wird. “Einen raschen, kompletten Umstieg aller Kunden von den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu elektrischen Autos wird es nicht geben”, sagte VW Markenchef Herbert Diess. Zuerst müsse eine ausreichende Infrastruktur und eine leistungsfähige Batterieproduktion aufgebaut werden. Wichtig sei, dass die Elektromobilität insgesamt an Dynamik gewinne. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte jüngst ein Verbot neuer Dieselautos auf lange Sicht als sinnvolles Mittel bezeichnet. Sie nannte aber keine präzise Jahreszahl. In Großbritannien soll der Verkauf neuer Diesel und Benzin Fahrzeuge ab 2040 untersagt werden. In Deutschland fordern die Grünen, ab 2030 keine Verbrenner mehr zuzulassen. Volkswagen will den Absatz von Elektroautos bis 2025 auf eine Million im Jahr steigern. Auf dieses Niveau soll der Absatz ab 2020, dem Startjahr der angekündigten Elektro-Offensive, zügig hochgefahren werden. Auch andere Hersteller investieren massiv in die E-Mobilität. VW hat dem Elektroautobauer Tesla den Kampf angesagt und will seine batteriebetriebenen Fahrzeuge günstiger anbieten als der US-Konkurrent. Zugleich setzen alle großen Hersteller darauf, dass sich die Kundschaft nicht durch die Debatte über das Ende von Verbrennungsmotoren abschrecken lässt. Denn nur dann können nach Meinung der Unternehmen die Investitionen in die neue Technologie gestemmt werden. “Benzin und Diesel Motoren werden noch auf Jahre hinaus Bestand haben”, wiederholte Diess das Mantra der Branche. Überraschend zuversichtlich zeigte sich Diess, dass VW den ab Anfang des kommenden Jahrzehnts geltenden schärferen CO2-Grenzwert von 95 Gramm je Kilometer einhalten wird. “Den werden wir erreichen”, sagte er. Zuletzt war der durchschnittliche Ausstoß des Treibhausgases bei neu zugelassenen Pkw in Deutschland gestiegen, weil wegen der Debatte über Fahrverbote für Dieselautos mehr Wagen mit Benzinmotor gekauft werden. Selbstzünder stoßen weniger Kohlendioxid (CO2) aus, dafür aber mehr giftiges Stickoxid. Im Juli lag der CO2-Ausstoß der Neuwagen laut Kraftfahrt-Bundesamt im Schnitt bei 128,4 Gramm pro Kilometer. Um den CO2-Grenzwert dennoch zu erreichen, will Volkswagen Dieselmotoren sauberer machen und setzt zudem bei Benzinern auf die Hybridtechnik. +++

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