Tagesschau

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+++ Der neue Volkswagen Chef Herbert Diess soll nach Informationen aus Konzernkreisen auch den Vorsitz des Aufsichtsrats der Tochter AUDI übernehmen. Ein Audi Sprecher sagte: “Der Aufsichtsrat wird auf seiner nächsten Sitzung am 8. Mai über den Vorsitz entscheiden”. Von Volkswagen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Bei dem Wolfsburger Autobauer hat es Tradition, dass die Vorstandsvorsitzenden zugleich Chefkontrolleure von Audi sind. Der bisherige VW Markenchef Diess hat nicht nur Konzernchef Matthias Müller auf dem Chefposten abgelöst. Er ist nun auch für die neue Markengruppe ‘Volumen’, zu der neben den VW-Pkw die VW-Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda gehören, sowie für den Bereich Forschung und Entwicklung im Konzern verantwortlich. Seine Machtfülle stößt auf Skepsis und weckt Erinnerungen an seinen Vorvorgänger Martin Winterkorn. “Diess darf sich bitte nicht wie Winterkorn noch um die letzte Schraube kümmern wollen. Das kostete damals viel Zeit, Geld und Nerven”, wird ein hochrangiger VW Entwicklungsexperte zitiert. Diess erklärte zu dem Thema: “Ich habe gern viel Arbeit”. +++

+++ In der Autoindustrie droht aus Sicht eines Experten wegen der Dominanz asiatischer BATTERIE konzerne eine “Verschiebung der Machtbalancen” zu Lasten der deutschen Hersteller. “Auch bei anderen Komponenten hängen die Automobilhersteller von Zulieferern ab”, sagte Branchenexperte Wolfgang Bernhart von der Unternehmensberatung Roland Berger. “Aber der große Unterschied ist: Bei der Batteriezelle besteht die Gefahr, dass künftig ein großer Teil der künftigen Wertschöpfung nicht bei den Autoherstellern liegt. Das könnte die Gewinne drücken. Und das könnte Folgen für die Beschäftigung haben”. Batteriezellen sind entscheidend bei der Fertigung der Batterien für E-Autos. Derzeit dominieren asiatische Hersteller den Weltmarkt, es drohen Abhängigkeiten. Eine Fertigung in Deutschland und Europa gilt bisher als zu teuer. “Es gibt ein Risiko der Abhängigkeit und der Verschiebung der Machtbalancen in der Automobilindustrie. Das ist kritisch zu sehen”, sagte Bernhart. Der Bedarf an Batteriezellen werde mit dem Hochlauf der Elektromobilität in den kommenden Jahren deutlich steigen. “Zeitgleich nehmen die Preise für die Rohstoffe stark zu”. Denkbar wäre beim Aufbau einer Fertigung von Batteriezellen eine europäische Lösung. Der Aufbau einer Batteriezellenfertigung koste sehr viel Geld. “Bei entsprechenden Volumina könnte das Sinn machen, um sich vor möglichen Preiserhöhungen zu schützen”. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich vor kurzem für den Aufbau einer Batteriezellen Produktion in Europa ausgesprochen. Dafür müsse ein 2- bis 3-stelliger Milliarden Betrag investiert werden. Eine Batteriezellenfertigung sei sehr energieintensiv. Es gehe um die Frage, ob der Strom, der dafür gebraucht werde, von der EEG-Umlage befreit werden könne. Das müsse mit der EU-Kommission besprochen werden, die dies genehmigen müsse. IG-Metall Chef Jörg Hofmann hatte gesagt: “Die Fertigung von Batteriezellen ist entscheidend, um im globalen Wettlauf um die Technologieführerschaft in der Autoindustrie nicht ins Hintertreffen zu geraten”. Schon heute könnten Unternehmen aus Ostasien Preise und Liefermengen bestimmen. Bernhart betonte zugleich, die Abhängigkeit der Automobilhersteller von ihren Zulieferern seien beim autonomen Fahren und bei der künstlichen Intelligenz viel größer, vor allem bei der Hardware, aber auch bei der Software. “Hier ist auch die Politik gefordert, insbesondere in der Förderung von Ausbildung und Forschung”. +++

++ Daimler hat im Frühjahr die Krone als weltgrößter Premium Autobauer verteidigt und den Abstand auf den Erzrivalen BMW sogar noch erhöht. Von der Kernmarke setzte BMW im ersten Quartal mit 517.447 Pkw 2,8 Prozent mehr ab als im Vorjahreszeitraum, wie die Münchener mitteilten. Daimler hatte von seiner Kernmarke Mercedes-Benz im gleichen Zeitraum 594.304 Pkw verkauft, was einen Zuwachs von 6,0 Prozent bedeutete. Der dritte im Bunde Audi holte etwas auf und kam bei einem Zuwachs von 9,8 Prozent auf 463.800 weltweit verkaufte Fahrzeuge. Nichtsdestotrotz gab sich BMW in München optimistisch: Der Konzern habe erstmals zu diesem Zeitpunkt im Jahr mehr als 600.000 Fahrzeuge verkauft, hieß es. Zusammen mit der Kleinwagen-Tochter Mini stieg der Absatz um 3 Prozent auf 604.629 Stück. Daimler kam mit Mercedes-Benz und der Kleinwagenmarke Smart auf 625.030 verkaufte Pkw, was ein Zuwachs um 5,1 Prozent war. BMW Chef Harald Krüger hatte auf der Jahrespressekonferenz im März angekündigt, den Rückstand auf Mercedes-Benz bei den Verkaufszahlen verkleinern zu wollen. Deswegen will BMW insbesondere bei den SUV und den großen Luxusautos zulegen. Im März schwächte sich das Wachstum indes ab: Der konzernweite Absatz bei BMW stieg um 0,5 Prozent auf 256.162 Fahrzeuge. Zuwächsen in China und Lateinamerika standen Rückgänge in Deutschland und Großbritannien sowie den USA und Japan gegenüber. +++

+++ Der neue Daimler-Großaktionär Li Shufu aus China ruft zur Prüfung von Partnerschaften auf. Li ist Haupteigner des chinesischen Autobauers GEELY . Er war im Februar zum neuen Großaktionär bei Daimler aufgestiegen und hält knapp zehn Prozent an den Stuttgartern. “Wir müssen aktiv die Möglichkeit umfangreicher Allianzen ausloten, anstatt uns der Realität zu entziehen und den Kopf in den Sand zu stecken”, schrieb Li. “Wenn eine mögliche Partnerschaft den Anforderungen von Gesetzen und Verordnungen entspricht, kann und sollte jede bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit von beiderseitigem Nutzen diskutiert werden”. Traditionelle Autobauer benötigten ein Selbsterwachen, schrieb Li. “Diejenigen, die bereit sind, sich zusammenzuschließen, um proprietäre digitale Plattformen zu schmieden, die von ihren verschiedenen Marken gemeinsam genutzt werden können, werden ein Erfolgsrezept haben, da unsere Branche immer härter umkämpft wird”. Die zentrale Herausforderung für die gesamte Branche sei die Frage, wie die Zeit des Wandels nachhaltig und profitabel gemeistert werden könne. “Es muss möglich sein, globale Skaleneffekte zu nutzen und Risiken zu reduzieren, wobei die Unabhängigkeit der Marke und die Autonomie des Managements gewahrt bleiben müssen”.  Ebenso müsse es möglich sein, die Rendite für die Aktionäre zu steigern und gleichzeitig die Produktdifferenzierung und die Rechte am geistigen Eigentum zu wahren und zu respektieren. +++

+++ GREAT WALL hat mit Baidu ein strategisches Memorandum of Understanding zur Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnik unterzeichnet. Baidu wird Great Wall bei der Entwicklung eines Testareals für vernetzte Fahrzeuge im Bezirk Xushui / Provinz Hebei unterstützen. Das autonome System von Great Wall namens i-Pilot wird in Baidus Apollo-System integriert. Die beiden Partner wollen so gemeinsam eine offene Plattform für selbstfahrende Fahrzeuge entwickeln. Baidu ist ein chinesisches Internet-Unternehmen, das seine Präsenz im Automotive-Bereich durch Partnerschaften mit OEMs und Zulieferern zuletzt deutlich verstärkt. Die Plattform Apollo bietet eine umfassende Lösung, die aus Cloud-Services, einem offenen Software-Stack sowie Referenz, Hardware und Fahrzeug Plattformen besteht. Es unterstützt alle wichtigen Merkmale und Funktionen eines autonomen Autos und hat über 70 globale Partner in das Entwicklungsprojekt gezogen. Letzten Monat erhielt Baidu eine Lizenz der chinesischen Behörden, um seine selbstfahrenden Fahrzeuge in ausgewiesenen Zonen Pekings zu testen. China strebt an, dass bis zum Jahr 2020 die Hälfte aller Neufahrzeuge zumindest teilweise selbstfahrend sind. +++

+++ MERCEDES plant ab 2020 neben dem EQA und dem EQC auch ein Luxus Elektroauto, das das Kürzel EQS tragen wird. Daimler-Boss Dieter Zetsche bestätigte den Mercedes EQS in Berlin. Michael Kelz, bei Mercedes unter anderem Chefentwickler der EQC-Baureihe, konkretisierte die Pläne: “Wir werden ein Elektroauto haben, das ohne Zweifel auf dem Niveau einer S-Klasse ist, aber es wird keine S-Klasse sein”. Das Auto werde luxuriös und das Top-Modell der EQ-Baureihe sein. Damit ist klar, dass die konventionelle S-Klasse nicht zusätzlich als reine Elektroversion auf den Markt kommen wird. Der Mercedes EQS baut auf der modularen Elektroplattform (MEA) der Marke auf, die auch die beiden weiteren Modelle EQA und EQC tragen wird. Letzterer ist das erste Modell der EQ-Baureihe und kommt schon 2019 auf den Markt. Der SUV wird in der Größe zwischen GLC und GLE angesiedelt sein und könnte eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern haben. Die Leistung des Antriebs ist dabei skalierbar. Der EQC dürfte rund 70.000 Euro kosten. Als zweites Modell legt Mercedes 2020 den EQA auf. Das Elektroauto in Kompaktwagen-Größe soll auf 400 Kilometer Reichweite kommen. Gebaut wird der EQS in Sindelfingen, während der EQC in Bremen vom Band läuft. Den EQA produziert Mercedes in Rastatt. Auch einen großen Oberklasse SUV will Mercedes zusätzlich zum EQS anbieten. Zusätzlich baut das Werk in Hambach den Smart ED, der als Fortwo und Forfour ab 2020 ausschließlich als Elektroauto angeboten wird und ebenfalls zur EQ-Baureihe zählt. Bis 2022 investiert Daimler mehr als 10 Milliarden Euro in die Elektromobilität. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Mercedes-Fahrzeuge elektrifiziert sein, davon 10 reine Elektro-Pkw. +++

+++ Ende einer Ära: MITSUBISHI nimmt den Serien Dakar Sieger Pajero aus dem Programm. Zum Ruhestand gibt es eine Sonderedition. Försters bester Freund, Kraxel-Monster und Seriensieger der Rallye Dakar: Der Mitsubishi Pajero hat sich in 36 Jahren Bauzeit den Respekt seiner Fans verdient. Nun geht der kraftvolle Japaner in den Ruhestand. Zum Abschied legt Mitsubishi eine auf 1.000 Exemplare limitierte Sonderserie namens Final Edition auf. Die wird es in einer dreitürigen und einer fünftürigen Variante geben, die erste optimiert für den Offroadeinsatz, die andere noch mal besser ausgestattet. +++

+++ Neue Rekordzahlen bei den SUV überstrahlen die rückläufigen Verkaufszahlen bei den restlichen Pkw. Im März lief es vor allem für den Volkswagen Konzern und seine Marken richtig rund. Allmählich wäre es an der Zeit, die Systematik der Zulassungsstatistik etwas zu modernisieren. Denn dass die SUV im März mit Abstand stärkstes Segment wurden (93.194 Neuzulassungen entfielen auf Geländewagen und SUV, 347.433 Pkw waren es insgesamt), bringt eine Unwucht in diesen Zahlen zum Vorschein. Einerseits wird unter der inzwischen fast 100 Modelle starken Offroader-Rubrik vom kleinen Opel Mokka bis zum gewaltigen Cadilac Escalade alles in einen großen Topf geworfen. Und andererseits ist die eher willkührliche, von den Herstellern gewählte Klassifizierung verzerrend. So meldet Peugeot beispielsweise den 3008 bei den Mini-Vans, Nissan den Juke bei den Kleinwagen; Fiat und Mini verstecken 500X und Countryman innerhalb der Gesamtverkäufe ohne gesonderte Ausweisung. Für Rekordzahlen ist dieses Verwirrspiel aber dennoch gut, und so vermelden wir auch wie schon gefühlt zehn Jahre zuvor abermals zweistellige Zuwachsraten bei den SUV. 28 Prozent Plus waren es im März 2018, der Gesamtmarkt nahm hingegen um -3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ab. Wie sehr VW und die Konzernmarken inzwischen das deutsche SUV Geschäft dominieren, haben wir im März einmal zusammengerechnet. Von Skoda bis Bentley tummeln sich inzwischen 6 der 7 Pkw-Konzernmarken in diesem Segment; im Sommer kommt Lamborghini als letzte hinzu (Bugatti wollen wir hier nicht zählen…). Alles also addiert, vom Audi Q2 bis zum Volkswagen Touareg, vom Skoda Karoq bis zum Porsche Cayenne, gingen alleine im März 25.643 Neuzulassungen auf das Konto des Wolfsburger Konzerns. Nach Krise sieht das nicht aus. Vor allem Seat und Skoda fahren derzeit mit den SUV Traumergebnisse ein, aber auch die Kernmarke selbst läuft wie geschmiert. So feiert der Tiguan als meistverkauftes SUV eine Zuwachsrate von über 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und das T-Roc grätscht gekonnt in die Top 10. Dass dies übrigens durchaus auch zu Lasten des meistverkauften Autos überhaupt gehen dürfte, zeigt ein Blick über den Tellerrand zu den Kompakt-Pkw. Der Golf liegt um -4,3 Prozent im Minus. Bei den Fahrzeugen mit deutlich vierstelligen Verkaufszahlen fallen neben dem neuen Skoda Kodiaq (+243%) jedoch andere Marken auf. Besonders stark performen derzeit der Ford Ecosport und der Dacia Duster, die im März in der Tabelle weit nach vorne fahren. Große Zuwächse verzeichnen auch die Konzernbrüder Nissan Qashqai und Renault Kadjar, bei Mercedes hält der Boom des GLC an. Auf der Verlustseite stechen 3 Modelle besonders ins Auge. Der Volvo XC60 baut stark ab und führt mit -64,3 Prozent die Verlustliste an. Verfolgt wird er dabei vom Jeep Cherokee (-58,0 Prozent, hier steht ein Modellwechsel bevor) sowie dem Land Rover Discovery Sport mit -45,9 Prozent. +++

+++ Wenn es um den Einsatz innovativer Technologien geht, zeigt sich Elon Musk stets euphorisch. Sein Raumfahrt-Unternehmen Space X schickt Raketen ins All. Mit TESLA will er dem autonom fahrenden Auto zum Durchbruch verhelfen, mit Solar City den erneuerbaren Energien. Die Boring Company, sein Infrastrukturunternehmen, soll gewaltige Tunnel graben, um die verstopften Straßen der Städte zu entlasten. Hin und wieder muss jedoch selbst der 46-Jährige zugeben, dass er sich geirrt hat. “Die exzessive Automatisierung bei Tesla war ein Fehler”, ließ er via Twitter wissen. “Um präzise zu sein, mein Fehler”. Er habe bei der Produktion der Model 3 zu viele Roboter eingesetzt, gestand er. “Menschen sind unterschätzt”. Dabei wollte der Unternehmer der Konkurrenz gerade durch Automatisierung in der Produktionsstraße davoneilen. Doch der Plan geht bislang nicht auf. Ausgerechnet beim so wichtigen Model 3 stieß der Hersteller auf heftige Probleme. Bei der Produktion der Limousine mit einem Basispreis von 35.000 Dollar, die den Nischenanbieter Tesla in einen einen Massenproduzenten verwandeln soll, kommt Musk nicht hinterher. Die Firma lieferte Ende März nur 2.020 stück Model 3 Fahrzeuge innerhalb einer Woche aus, versprochen waren 2.500. Das Ergebnis fiel weniger schlimm aus als erwartet, die Stückzahl lag höher als noch 2017. Die Tesla Aktie stieg im Anschluss um 10 Prozent. Doch die Probleme bleiben. Ein Bericht des US Analysehauses Bernstein Research hatte Musks Technologie Verliebtheit kritisiert. “Was die Automatisierung der Automobilproduktion angeht, ist Elon vielleicht den falschen Dingen verfallen”, urteilte der Analyst Max Warburton. Der Einsatz von mehr Robotern sei nicht immer die günstigste Produktionsvariante. Hersteller wie Volkswagen und General Motors seien mit dieser Strategie bereits gescheitert. Laut einer Berechnung von Bernstein ließ sich Musk die Ausstattung seiner Fabrik in Fremont etwa das Doppelte kosten wie herkömmliche Produzenten bei denselben geplanten Stückzahlen investieren würden. Nun räumt der Unternehmer Fehler ein. Tesla sei “selbstgefällig” geworden und habe “zu viel neue Technologie auf einmal in das Model 3 gepackt”. Derzeit liefen, so der Konzernchef, 2.000 Model 3-Fahrzeuge pro Woche vom Band. Musks Spendierfreudigkeit setzt Tesla immer wieder unter Druck. Der Elektroautopionier verbrauchte im vergangenen Jahr 3 Milliarden Dollar an freiem Cashflow. Die Ratingagentur Moody’s setzte die Kreditwürdigkeit von Tesla bereits herab und sagte voraus, dass der Unternehmer bald neues Kapital benötige. Thomson Reuters erwartet wegen teuren Investitionen für 2019 einen negativen Cashflow. Musk ficht das nicht an. Tesla erwarte “keine Kapitalerhöhungen oder Schuldenaufnahmen in diesem Jahr”, ließ er erneut wissen. Der Autobauer werde im dritten oder vierten Quartal profitabel sein. Der Gründer widersprach damit einem Bericht des Economist. Das Wirtschaftsmagazin schrieb unter Berufung auf das Wertpapierhandelshaus Jefferies, Tesla benötige dieses Jahr 2,5 bis 3 Milliarden Euro zusätzliche Mittel. +++

+++ Mit Herbert Diess in die Zukunft: Der neue Chef soll Tempo machen beim Wandel des VOLKSWAGEN Konzerns. Der neue Vorstandschef will den weltgrößten Autobauer Volkswagen im Wettkampf mit der Konkurrenz schneller zu einem echten Mobilitätskonzern umbauen. Das Unternehmen müsse noch mehr Tempo aufnehmen und deutliche Akzente bei Elektromobilität, Digitalisierung und neuen Dienstleistungen setzen, sagte der neue Konzernchef am 13. April 2018 in Wolfsburg. Eine Revolution sei nicht geplant, stattdessen gehe es “um eine entschlossene Weiterentwicklung”. Einen Tag zuvor hatte der VW-Aufsichtsrat nach einer Sitzung bekannt gegeben, dass der bisherige Leiter der Kernmarke VW die Führung des gesamten Konzerns übernehmen soll. Ihm wird ein noch unbekannter Chief Operating Officer (COO) als rechte Hand zur Seite gestellt, der das Tagesgeschäft der Marke mit leiten soll. Diess’ Vorgänger Matthias Müller scheide im gegenseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender aus, teilte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch mit und dankte ihm für seine Arbeit. Müller hatte das Steuer im Herbst 2015 von Martin Winterkorn übernommen, der wegen der Dieselaffäre zurücktreten musste. Müller galt als enger Vertrauter Winterkorns, trat aber aus dessen Schatten heraus und brachte VW in dessen größter Krise wieder an die Weltspitze. Mit dem größten Umbau in der 80-jährigen Firmengeschichte geht ein Stühlerücken im Vorstand einher. Neben Einkaufs-Chef Francisco Garcia Sanz, der auf eigenen Wunsch aus dem Konzern ausscheidet, nimmt Personalvorstand Karlheinz Blessing seinen Hut. Für ihn rückt der bisherige Generalsekretär und Vertraute von Betriebsratschef Bernd Osterloh, Gunnar Kilian, in den Vorstand ein. Der schon mehrmals als Abschusskandidat im Dieselskandal gehandelte Audi Chef Rupert Stadler ist vom großen Stühlerücken nicht betroffen. Er leitet künftig die sogenannte Marken-Premium Gruppe. +++

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