Tagesschau

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+++ Die ALLIANZ des Autokonzerns Volkswagen mit dem US Rivalen Ford ist beschlossene Sache. Der VW Aufsichtsrat habe einer grundsätzlichen Einigung über die geplante Kooperation zugestimmt. Volkswagen und Ford arbeiten künftig offenbar zusammen. Details sollen demnach erst auf der Automesse in Detroit bekanntgegeben werden. VW und Ford planen früheren Angaben zufolge vor allem eine Kooperation beim Bau kleinerer Nutzfahrzeuge um Kosten zu sparen. Nach Einschätzung von VW-Konzernchef Herbert Diess sind beide Hersteller in dem Segment jeweils zu klein, um eine weltweite Rolle spielen zu können. Zusammen könnten die Autohersteller Ausgaben für Forschung und Entwicklung teilen, auch könnten die Werke besser ausgelastet werden. Eine Kapitalbeteiligung sei aber kein Ziel der Gespräche und auch kein Teil der Überlegungen. Der Pickup Amarok konnte eines der ersten gemeinsamen Projekte werden. Zunächst nur eine Option ist demnach eine mögliche Zusammenarbeit bei der Entwicklung autonom fahrender Autos sowie von Elektroautos oder künftigen Verbrennungsmotoren. Die Ford-Tochter Argo entwickelt Systeme für autonom fahrende Autos. Schon im Dezember war eine grundsätzliche Einigung zum Bau von Transportern bekanntgeworden. Volkswagen hatte Mitte November angekündigt, seine Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp €44 Milliarden aufzustocken. +++

+++ Das Angebot von AUDI an Modellen die Euro 6d-Temp erfüllen wächst. Aber es wächst langsam. Nachdem anfangs fast nur Diesel darunter waren, ziehen nun die Benziner nach. Nun sind auch die ersten S-Modelle und der TT dabei. Zum Jahresende hat Audi in Sachen Euro 6d-Temp kräftig nachgelegt und dabei vor allem die Benzinmotoren berücksichtigt. Über fast alle Baureihen erstrecken sich die Otto-Neuzugänge, die nun nach der sauberen Abgasnorm zertifiziert sind. Bei den kleineren Baureihen bis A5 geht es vor allem um den 35 TFSI mit 110 kW, bei den SUVs kommt der 40 TFSI mit 140 kW hinzu und bei A6 und A7 trägt nun auch der 45 TFSI mit 180 kW das Euro 6d-Temp Label. Dieselseitig war das Angebot deutlich größer; hier hat Audi eher punktuell ergänzt. Beim A3 ist jetzt der 110 kW starke 35 TDI nach Euro 6d-Temp genormt, beim A4 ist es der 30 TDI mit 90 kW und beim Q3 kommt nun der 40 TDI mit 140 kW hinzu. Sportlich orientierte Fahrer finden auch Euro 6d-Temp Autos im Audi Portfolio. Den S3 als Sportback, Limousine und Cabrio zum Beispiel. Selbstverständlich ist auch der neue SQ2 dabei. Und endlich auch der TT, der nun sowohl als Coupé als auch als Roadster mit Euro-6d-Temp Stempel erhältlich ist. Allerdings vorerst nur in den normalen Versionen; TT S und TT RS sind damit allerdings noch nicht beglückt. +++

+++ Verschärfte Grenzwerte für den CO2-Ausstoß dürften die AUTOPREISE bei Volkswagen steigen lassen. Um alle künftigen Anforderungen zu erreichen, sei mit “signifikanten Materialkosten-Steigerungen” zu rechnen, sagte Konzern-Vertriebschef Christian Dahlheim. Dahlheim sprach von einer Größenordnung von durchschnittlich bis zu €3000 je Fahrzeug. Dies lasse sich nicht vollständig ausgleichen. Kurz- und mittelfristig seien daher teils deutliche Preiserhöhungen nötig; vor allem das Kleinwagen-Segment dürfte betroffen sein. +++

+++ FIAT CHRYSLER und Bosch haben in den USA Klagen wegen überhöhter Abgaswerte mit millionenschweren Vergleichen beigelegt. Der italienisch-amerikanische Autohersteller akzeptiert insgesamt Zahlungen in Höhe von rund $800 Millionen. Beim deutschen Zulieferer beläuft sich der Gesamtbetrag auf knapp $130 Millionen. US-Behörden hatten Fiat Chrysler vorgeworfen, Abgasgrenzwerte bei rund 104.000 Dieselfahrzeugen der Modelle Jeep Cherokee und Ram 1500 mit einer speziellen Software umgangen zu haben. Das Unternehmen hat ein absichtliches Fehlverhalten stets zurückgewiesen und muss im Zuge der Vergleiche kein Schuldgeständnis abgeben. Konkret hat Fiat Chrysler Zahlungen von mehr als $500 Millionen Dollar zugestimmt, um sich in Verfahren von US-Bundesstaaten und des Justizministeriums freizukaufen. Ein Vergleich bei einer Sammelklage von US-Autobesitzern könnte den Konzern laut Gerichtsunterlagen zusätzlich rund $300 Millionen Dollar kosten. Dem Unternehmen zufolge wurden die gesamten Belastungen bereits im dritten Quartal 2018 als Rückstellungen in der Bilanz verbucht. Im Vergleich zu den Summen, die Volkswagen in der Dieselaffäre aufbringen musste, kommt Fiat Chrysler relativ glimpflich davon. VW hat schon mehr als $25 Milliarden Rechtskosten für Vergleiche mit US-Klägern verbucht. Allerdings waren den Wolfsburgern auch gezielte Täuschung und Behinderung der Ermittlungen vorgeworfen worden, zudem waren wesentlich mehr Dieselfahrzeuge betroffen. Der in den Verfahren gegen Fiat Chrysler mitangeklagte Zulieferer Bosch nimmt bei dem Kompromiss mit den privaten Sammelklägern Zahlungen bis $27,5 Millionen in Kauf. Hinzu kommen Angaben des Unternehmens zufolge $103 Millionen beim Vergleich mit den 50 US-Bundesstaaten. Bosch war (wie zuvor schon im Dieselskandal von Volkswagen) wegen gelieferter Komponenten für die betroffenen Dieselmotoren mitangeklagt. Auch Bosch weist den Vorwurf zurück, bewusst an Abgasmanipulationen beteiligt gewesen zu sein. Die Stuttgarter waren schon bei den US-Klagen gegen VW mitbeschuldigt worden und hatten dort bereits $327,5 Millionen gezahlt. +++

+++ Um das Europageschäft wieder in die Gewinnzone zu bringen, setzt FORD auf Elektrifizierung, eine Nutzfahrzeugkooperation mit VW sowie gezielte Modellstreichungen und Jobabbau. Ford will sein Europageschäft nachhaltig zurück in die Gewinnzone bringen und hat dazu jetzt seine Strategie bekanntgegeben. Kurzfristig will Ford bereits eingeleitete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung weiter vorantreiben und Strukturkosten senken. Weitere Maßnahmen sollen die Veränderungen der Modellpalette, eine Ausweitung des Angebotes und des Absatzes in profitablen Wachstumssegmenten betreffen. Gleichzeitig wird Ford weniger profitable Modellreihen optimieren oder sich aus diesen zurückziehen. Der Autobauer will sich dabei auf margenstarke Fahrzeugvarianten sowie eine Absatzsteigerung der profitabelsten Modellreihen konzentrieren. Aber auch vor Stellenstreichungen schreckt der Autobauer nicht zurück. Um die Personalkosten zu senken, sollen sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich in allen Unternehmensteilen Jobs abgebaut werden. Ford sei dazu bereits mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften im Gespräch, setzt aber auch auf Freiwilligkeit der Arbeitnehmer. Wie viele Jobs wegfallen sollen, sagte Ford nicht. Neu strukturiert werden sollen die Geschäftsbereiche. Künftig will Ford Schwerpunkte bei Nutzfahrzeugen, Pkw und Importmodellen setzen. Jeder der drei Bereiche bekommt klare Zielsetzungen und eigene Organisationsformen. Als Zielmarke gibt Ford Europa strebt langfristig eine Marge von 6 % an, wobei jeder Geschäftsbereich rentabel arbeiten soll. In der nach Ford Angaben hochprofitablen Nutzfahrzeugsparte soll eine mögliche strategische Partnerschaft mit dem Volkswagen Konzern ausgelotet werden. Die Zusammenarbeit wird auf der Detroit Motorshow 2019 bekannt gegeben. Diese Koop solle sich auf die Bereiche Elektromobilität und autonomes Fahren konzentrieren, aber auch beim türkischen Joint Venture Ford Otosan sieht man noch Ausbaupotenzial. Natürlich spielt auch das Thema Elektrifizierung in der Ford-Strategie eine wichtige Rolle. Beginnend mit dem neuen Ford Focus soll künftig jede Modellreihe eine elektrifizierte Antriebsoption erhalten. Dies betrifft komplett neue Modelle sowie neue Varianten bestehender Modelle. Vom Fiesta bis zum Transit wird Ford dann jede Modellreihe entweder mit einem Mild-Hybrid, Voll-Hybrid, Plug-in-Hybrid oder einer batterie-elektrischen Option anbieten. Zudem soll weiter in den boomenden SUV-Markt investiert werden. Hier will Ford im April 2019 ein neues Importmodell für Europa präsentierenm, der Puma. 2020 soll zudem der MachE, ein vom Mustang inspiriertes, rein elektrisch angetriebenes Crossover Modell folgen. Als weitere strategische Maßnahmen werden das Produktionsende von Automatikgetrieben im französischen Werk Aquitaine bei Bordeaux im August 2019 sowie die Zusammenlegung der britischen Standorte genannt. Überprüft werden soll zudem die Zusammenarbeit mit Sollers in Russland. Über die Produktionseinstellung der Modelle C-Max und Grand C-Max am Standort Saarlouis wird bereits mit den Gewerkschaften verhandelt. Es wäre nicht die erste Kooperation von Volkswagen und Ford: Beide Unternehmen hatten 1991 in Portugal ein Joint-Venture gegründet, das ab 1995 den Ford Galaxy und den VW Sharan sowie ab 1996 den Seat Alhambra produzierte. Ende 1998 übernahm VW die Anteile von Ford. Ford entwickelte den neuen Galaxy selbst und brachte das Nachfolgemodell 2006 auf den Markt. VW und Seat produzierten die weiterentwickelten Sharan und Alhambra bis 2010 und brachten anschließend ebenfalls ein eigenes Nachfolgemodell auf den Markt. Wegen schlechter Geschäfte in Europa stellt sich Ford neu auf und will dabei Tausende Jobs streichen. Von den rund 50.000 Arbeitsplätzen werde “eine beträchtliche Anzahl” wegfallen, sagte Ford Europa Chef Steven Armstrong. In Deutschland arbeiten für Ford circa 24.000 Menschen, der Großteil davon in Köln. Wie viele Arbeitskräfte in der Domstadt wegfallen, wollte der Manager nicht sagen. Bis spätestens Mitte 2019 sollen Einzelheiten feststehen. Im dritten Quartal 2018 hatte Ford in Europa einen Verlust von $245 Millionen eingefahren, nach einem Minus von knapp $200 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den Amerikanern macht der Brexit zu schaffen. Für Ford ist Großbritannien der größte europäische Markt, das schwache Pfund trifft den US-Autobauer daher besonders stark. Auch schwächere Geschäfte in Russland und der Türkei schlugen zu Buche. Zur Sanierung soll die mit Volkswagen geplante Allianz beitragen, durch die das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen gestärkt werde. Details dazu gab Armstrong nicht bekannt. Der Abbau von Arbeitsplätzen und die Überarbeitung des Modellangebots erfolgten unabhängig vom Ergebnis der Gespräche mit Volkswagen. “Es ist zu früh, um zu spekulieren, wie sich die VW-Allianz auf unsere Strategie auswirken wird”. In Großbritannien sollen 2 Standorte zusammengelegt werden. Sollten die Fronten zwischen London und Brüssel verhärtet bleiben, würden Einschnitte des Autobauers im Vereinigten Königreich tiefer ausfallen als bisher angedacht. “Wenn wir das falsche Ergebnis bekommen und einen harten Brexit haben, dann sollte man erwarten, dass die Folgen deutlich dramatischer werden als das, worüber wir nun nachdenken”, sagte Armstrong. +++

+++ Der traditionsreiche britische Autohersteller JAGUAR LAND ROVER streicht 4.500 Jobs und damit rund 10 % seiner Stellen. Das Unternehmen müsse seine Kosten reduzieren und sich auf sein langfristiges Wachstum in der Zukunft konzentrieren, teilte der Autobauer mit. Begonnen werde mit einem freiwilligen Programm in Großbritannien, hieß es weiter. Die Stellenstreichungen betreffen auch fast ausschließlich das Heimatland des Herstellers, wo das Unternehmen 42.500 seiner weltweit 44.000 Mitarbeiter beschäftigt. Medienberichten zufolge sollen vor allem Jobs in der Verwaltung wegfallen. Der Abbau der Arbeitsplätze reiht sich ein in ein umfangreiches Sparprogramm, mit dem der Autobauer in 18 Monaten rund €2,8 Milliarden einsparen will. Im vergangenen Jahr verließen bereits 1.500 Mitarbeiter das Unternehmen. Jaguar Land Rover ist der größte Fahrzeughersteller Großbritanniens und gehört inzwischen zum indischen Konzern Tata Motors. Er zählt zu denjenigen, die am lautstärksten vor den Folgen des Brexits für britische Produzenten gewarnt haben. Jaguar Land Rover kämpft an verschiedenen Fronten: So machen dem Unternehmen Probleme mit der Dieseltechnologie sowie ein Rückgang des Absatzes in China genauso zu schaffen wie die Unsicherheit rund um den Brexit. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Jaguar Land Rover vor möglichen Milliardeneinbußen bei einem schlechten Brexit gewarnt und mit einer drastischen Anpassung des Investitionsbudgets gedroht. +++

+++ Volkswagen sieht sich dem Vorwurf einer neuerlichen MANIPULATION an Zehntausenden Dieselfahrzeugen ausgesetzt. Es geht ausgerechnet um jene Fahrzeuge, bei denen mit einem Softwareupdate so genannte Abschalteinrichtungen beseitigt worden waren, die für die Reduzierung der Abgasreinigung in den Wagen sorgten. VW hatte die Existenz solcher Abschalteinrichtungen eingeräumt und damit den Abgasskandal ausgelöst. Nun wurde eine solche Funktion auch in diesen überarbeiteten Diesel-Pkw gefunden. Dabei soll es sich um einen Softwarebefehl handeln, der dafür sorgt, dass die Abgasreinigung sich nach 1.120 Sekunden anders verhält; genau jene Zeit, die ein gewöhnlicher Abgastest dauert. “Der Konzern hat diese Abschalteinrichtung den Behörden gegenüber nicht offengelegt”, heißt es aus Behördenkreisen. Allein das sei schon ein Verstoß gegen die Zulassungsbestimmungen. Betroffen sollen davon zunächst rund 30.000 Diesel-Autos mit 1.2 Liter Motoren sein, die die Schadstoffklasse Euro 5 erfüllen. Schon Ende Dezember waren diese “Auffälligkeiten” bekannt geworden. Zwischenzeitlich liegen die Details vor, und die Behördenseite ist überzeugt, dass es weit mehr als ‘Auffälligkeiten’ sind. VW erklärte dazu: “bei den regelmäßigen internen Qualitätskontrollen für Dieselfahrzeuge mit 1,2 Liter Motoren des Typs EA189 sind Auffälligkeiten verzeichnet worden, die nun weiter analysiert werden müssen”. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll VW Chef Herbert Diess mit den Vorwürfen konfrontiert haben. Die Drohung des Ministeriums stand im Raum, die Fahrzeuge unverzüglich stilllegen zu lassen. VW soll widersprochen haben: Die von den Behörden beanstandete Funktion sei legal und diene dem Motorschutz. Das Verhältnis von Scheuer und Diess gilt als extrem angespannt. Der CSU Politiker ist verärgert darüber dass Volkswagen die geplante Umrüstung von alten Dieselfahrzeugen mit Stickoxid-Katalysatoren torpediert, ausgerechnet in dem Moment, wo der Minister die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat. Hinzu kommt, dass die sogenannte Umtauschaktion alter gegen neuer VW Diesel nur schleppend läuft. So zumindest ist es aus dem Ministerium zu vernehmen. Dabei hängt von dem Erfolg dieser Programme ab, ob Scheuer den Zorn der Dieselfahrer wegen Fahrverboten in Dutzenden deutschen Städte noch abwenden kann. Anfang dieser Woche kam es zwischen Scheuer und Diess, der in China weilte, zu einer Aussprache am Telefon. Ein heikles Telefonat, in dem sowohl der neuerliche Manipulationsverdacht als auch die Umtauschprogramme und die Dieselnachrüstung Thema waren. Dabei soll Scheuer dem Konzernchef eine gewichtige Zusage abgerungen haben. Die Konditionen des Prämienprogramms für den Umtausch alter Dieselfahrzeuge gegen neue, die bislang nur in den von Fahrverboten bedrohten Städten gelten, sollen auf die ganze Republik ausgeweitet werden. Außerdem soll Diess dem Minister versprochen haben, in den sogenannten Intensivstädten mit schlechter Luft den Kunden die freie Wahl zu geben, ihren Wagen einzutauschen oder ein Nachrüstsystem zu installieren. Sobald geeignete Anlagen von Fremdherstellern entwickelt und zugelassen sind, wolle der Konzern dafür bezahlen, bis zu €3000. Bereits im Herbst 2018 hatte Scheuer den drei deutschen Autokonzernen bei einem Spitzentreffen eine grundsätzliche Bereitschaft zum Zahlen dieser Nachrüstaktion abgetrotzt. Jetzt sind die Modalitäten mit VW besprochen. Offiziell kommentieren will dies keine der beiden Seiten. “Zu etwaigen vertraulichen Gesprächen zwischen Herrn Diess und anderen Personen sowie deren Inhalt äußern wir uns grundsätzlich nicht”, so Volkswagen auf Anfrage. “Angekommen ist der Wunsch des Ministers, dass die Hersteller bei den Prämien drauflegen und sie attraktiver machen”, sagt allerdings ein hochrangiger VW Manager, der nicht namentlich genannt werden will. Das Entgegenkommen von Diess ist wohl vor allem ein Kuhhandel. Die Stilllegung der von der neuerlichen Manipulation betroffenen Fahrzeuge sei vom Tisch, heißt es aus Behördenkreisen. Es werde stattdessen einen amtlichen Rückruf mit Sofortvollzug geben. Das wäre für VW weitaus glimpflicher. +++

+++ Ein durchschnittlicher Neuwagen hat 2017 im Schnitt 39 % MEHR SPRIT verbraucht als offiziell angegeben. Das geht aus Studie der Umweltorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, in der Daten von knapp 1,3 Millionen Pkw aus acht europäischen Ländern verglichen wurden. Damit ist die Abweichung zwischen Wunsch und Wirklichkeit im Vergleich zu 2016 nur um 1 % gesunken, trotz aller Diskussionen und Konsequenzen zum Abgasskandal. Bei dem geht es vor allem um Schummeleien der Hersteller bei Stickoxiden, aber auch beim CO2-Ausstoß und somit dem Spritverbrauch. Das ICCT wertet seit 2012 Daten zum Kraftstoffverbrauch von Neuwagen aus. Untersucht hat das ICCT aber auch ältere Daten. Demnach hatten Neufahrzeuge 2001 nur 8 % mehr verbraucht als offiziell angegeben. Die Mehrkosten für Sprit betrugen 2017 für Autofahrer im Schnitt rund €400. Die Abweichungen laufen auch dem Bemühen entgegen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Laut ICCT wurde dadurch nur knapp die Hälfte der auf dem Papier erbrachten CO2-Reduktionen seit dem Jahr 2001 tatsächlich erreicht. Der Geschäftsführer des ICCT in Europa, Peter Mock, forderte deshalb Strafen für Hersteller, die sich mit unrealistisch niedrigen Verbrauchsangaben einen Vorteil verschaffen wollen. “Nur so kann es gelingen, die Abweichung zwischen offiziellen und realen Werten in den kommenden Jahren endlich wieder deutlich abzusenken”. Für die Untersuchung wurden Daten von 15 verschiedenen Quellen herangezogen. Darunter sind Webseiten wie Spritmonitor.de, Leasingfirmen wie LeasePlan und Travelcard, Automagazine wie die “Autobild”. Ausgewertet wurde ebenfalls eine groß angelegte Umfrage der Bundesregierung zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung, das Mobilitätspanel. +++

+++ Das Jahr 2018 stand mal wieder ganz im Zeichen von Volkswagen. Trotz Abgasskandals besetzen die Wolfsburger in den Top50 der NEUZULASSUNGEN des Jahres 2018 die ersten 4 Ränge. Mit dem Wissen um Abgasskandal, Dieselfahrverbote und WLTP Chaos fällt es nicht leicht, seinem ersten Blick auf die Top50 des Jahres 2018 zu trauen. Doch es stimmt. Hinter dem Dauersieger Golf (211.512 Zulassungen – mehr als Rang 42 bis 50 zusammen) folgen 3 weitere Wolfsburger auf den Rängen 2 bis 4: Tiguan (74.749), Polo (70.488) und Passat (70.007). Ingesamt tummeln sich 9 Volkswagen Modelle in den Top50. Die Top10 werden komplettiert von der C-Klasse (62.784) aus dem Hause Mercedes-Benz, Skoda Octavia (58.444), Audi A4 (53.340), Mini (50.494), Ford Focus (49.279) und dem Opel Corsa (47.848). Letzterer konnte das Duell mit dem Ford Fiesta (Rang 11/47.224) knapp für sich entscheiden. Der kompakte Golf-Konkurrent von Opel, der Astra, kommt auf 45.932 Zulassungen (Rang 12). Einen weiteren Konkurrenzkampf konnte die Mercedes-Benz E-Klasse (Rang 16/43.113) für sich entscheiden. Der 5er von BMW landet mit 42.358 Zulassungen auf dem 19. Rang. Der Audi A6 (37.170) muss sich mit Rang 24 begnügen. Ein Kandidat für eine deutlich bessere Platzierung im kommenden Jahr, der T-Roc (35.299) von VW, liegt in diesem Jahr auf dem 26. Rang. Der kleinste Top50 Kandidat hat es auf den 32. Rang geschafft: der Smart Fortwo (27.405). Ebenfalls kein Längen-, aber dafür ein Top50 Zulassungs-Riese ist der Fiat 500 (31.590) auf Rang 29. Damit liegt der kleine Italiener 69 Zulassungen vor dem BMW X1 (Rang 30/31.521). Die einzigen Fahrzeuge mit dem Buchstaben Q in ihrer Modellbezeichnung sind keineswegs der Marke Audi zuzuordnen, sondern dem Nissan Qashqai (Rang 45/22.143) und dem Skoda Karoq (Rang 50/21.054). Die zu erwartenden Ingolstädter besetzen die Ränge 51 (Q5/20.958), 53 (Q2/20.865) und 76 (Q3/14.442). +++

+++ Mitten im Winter heizt OPEL kräftig ein. Denn zum Jahresauftakt startet der Hersteller mit den Feierlichkeiten zu 120 Jahren Automobilbau und lädt bundesweit in die Autohäuser ein. Dort wollen die Opel-Händler ihre Besucher am 19. Januar 2019 so richtig auf den Geschmack bringen. Pünktlich zum Beginn des Jubiläumsjahres eingetroffen sind die brandneuen, bereits bestellbaren Opel Sondermodelle ‘120 Jahre’. Von den Kleinwagen Adam, Karl und Corsa über den kompakten Astra, die sportlichen Geländekreuzer Crossland X, Mokka X und Grandland X bis hin zum Kompakt-Van Zafira und dem Opel-Flaggschiff Insignia verfügen die Modelle als Jubiläums-Edition bereits serienmäßig über modernste Technik sowie Design- und Komfort-Features. Zur Serienausstattung der Sondermodelle zählen Assistenzsysteme wie Parkpilot oder Geschwindigkeitsregler. Features wie beheizbare Sitze, beheizbares Lederlenkrad und Veloursteppiche machen die Fahrzeuge behaglich. Zum Hingucker werden die Modelle mit Leichtmetallrädern in stylishen Designs, mit Chrom Elementen, Türeinstiegsleisten mit Opel-Schriftzug sowie dem ‘120-Jahre’ Emblem. “2019 ist für Opel ein ganz besonderes Jahr”, sagt Deutschland Chef Jürgen Keller und lädt zum gemeinsamen Angrillen bei Opel ein. “Seit 120 Jahren baut Opel Autos mit praktischen Innovationen für alle”. Das wolle man mit den Kunden feiern. “Sie haben deshalb bei unserem großen Angrillen erstmals die Gelegenheit, die neuen Sondermodelle vor Ort zu erleben, reinsetzen, ausprobieren und sich von den umfangreichen Ausstattungen überraschen lassen, lautet die Devise”. +++

+++ Mercedes bleibt auch 2018 erfolgreichster PREMIUM Hersteller. Doch Konkurrent BMW konnte den Rückstand auf die Stuttgarter verkürzen. So verkaufte die Kernmarke im zurückliegenden Jahr rund 2,13 Millionen (+1,8 %) Fahrzeuge. Die Münchner liegen damit beim Verkauf von Premiumautos gut 185.000 Autos hinter den Stuttgartern, die vergangenes Jahr 2,31 Millionen Mercedes verkauften. Ein Jahr zuvor hatte der Vorsprung von Daimler noch gut 201.000 Autos betragen. Insgesamt kam der Autobauer mit seinen Marken BMW, Mini und Rolls-Royce auf einen Gesamtabsatz von rund 2,5 Millionen (+1,1 %) Fahrzeugen. Im Dezember konnten die Münchner vor allem in China glänzen: dort ging der Absatz der Konzernmarken insgesamt um über ein Fünftel nach oben. Auch im Gesamtjahr stand ein Plus von 7,7 % auf dem wichtigsten Einzelmarkt. Der Automarkt in China war zuletzt vor allem bei den Massenmarken eingebrochen. Im laufenden Jahr rechnet der Hersteller auch weiter mit einem “soliden”Absatzplus von 5 bis 10 % in China. Weltweit gehen die Münchner von einem leichten Anstieg von bis zu 5 Prozent aus. “Wir wollen trotz der herausfordernden Marktbedingungen unseren Erfolgskurs fortsetzen und profitabel wachsen. Rückenwind bekommen wir durch neue Modelle wie den brandneuen BMW X7 und die siebte Generation der 3er Reihe”, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. +++

+++ Die Neuzulassungen der Marken RENAULT , Dacia und Alpine stiegen 2018 um 3,2 % auf 231.500 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (2017: 224.200 Einheiten). Erneut kräftig zugelegt haben die Renault Elektrofahrzeuge. Die Renault Gruppe bleibt in Deutschland auf der Überholspur. Der Marktanteil erreicht 6,2 % (2017: 6,0 %). Damit ist die Renault Gruppe weiter stärkster Importeur. “2018 war erneut ein sehr erfolgreiches Jahr für die Renault Gruppe in Deutschland”, sagte Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG. “Wir sind stärker gewachsen als der Markt und erreichen mit 6,2 % den besten Marktanteil seit 2003. 231.500 Zulassungen bedeuten die höchste Anzahl an Zulassungen seit 2009. Der Renault Zoé bleibt die Nummer eins der Elektrofahrzeuge. Dacia wächst weiter zweistellig. Zudem haben wir wieder einen Rekord bei den leichten Nutzfahrzeugen erzielt. 2019 werden uns neue Modelle weiter Rückenwind geben”. Erneut kräftig zugelegt haben die Renault-Elektrofahrzeuge. Mit insgesamt 7.400 Neuzulassungen erreichte Renault 2018 einen neuen Rekordwert und steigerte die Verkäufe um 46,9 % (2017: 5.100 Einheiten). Der Marktanteil bei den Elektrofahrzeugen betrug 16,6 % (per Ende November 2018). Der Renault Zoé verzeichnet mit 6.400 Neuzulassungen ein neues Rekordergebnis (+47,1 %) und war erneut Deutschlands meistgekauftes Elektroauto. Im November erreichten die Zoé Verkäufe erstmals mehr als 1.000 Einheiten innerhalb eines Monats. Der Kangoo Z.E. war zweitstärkstes elektrisches Nutzfahrzeug auf dem deutschen Markt. Für den deutschen Pkw-Markt erwartet Renault 2019 eine stabile Entwicklung. Zum Jahresauftakt rollt der überarbeitete Renault Kadjar auf den Markt. Wichtigste Modellneuheit 2019 ist der komplett neue Renault Clio. In einer überarbeiteten Version startet der Renault Twingo, weiteres Highlight ist der Renault Mégane RS Trophy. Renault erweitert seine E-Auto-Palette um die Nutzfahrzeugvariante Zoé Cargo. Bei Dacia geht das Sondermodell Duster Adventure an den Start, bei Alpine 2 neue Editionen der Alpine A110: Pure und Légende. +++ 

+++ Ford will das Geschäft mit ROBOTAXIS in 2021 in den USA starten. Es wird stark an das Airline Business erinnern. “In der Luftfahrt-Branche will man nicht, dass Flugzeuge auf dem Rollfeld oder am Gate stehen. Genauso müssen selbstfahrende Autos des Großteil des Tages Menschen oder Güter transportieren”, betonte Sherif Marakby, der das Roboterwagen-Programm von Ford verantwortet auf der CES in Las Vegas. “Man kann das Geschäft nicht betreiben, wenn das Auto herumsteht. Aber es kann sehr profitabel sein, wenn man es richtig macht”. Mit dem Geschäftsmodell gerate die Autobranche aber auch in eine völlig neue Situation. “Heute werden die meisten Autos für eine Spanne von vielleicht 240.000 Kilometern und 10 Jahren entworfen. Aber jetzt sprechen wir von hunderttausenden Kilometer über einen Zeitraum von 3 Jahren”. Dafür werde man Autos möglicherweise, ähnlich wie Flugzeuge, zwischendurch in eine Generalüberholung schicken. “Wer weiß, vielleicht wird es Autos geben, die auch 30 Jahre laufen”. Ford wolle einen Robotaxi Service in 2021 in Miami und der US-Hauptstadt Washington starten, bekräftigte Marakby. Während Ford heute seine Roboterwagen-Technologie im Modell Fusion (der US-Variante des Mondeo) teste, werde als selbstfahrendes Taxi ein speziell dafür gebautes Fahrzeug zum Einsatz kommen. Es werde ein Auto mit Hybrid-Antrieb sein und zumindest in der ersten Zeit kein vollelektrischer Wagen, sagte der Ford-Manager. Denn die Batteriefahrzeuge seien noch nicht reif für einen Betrieb mit hoher Auslastung. “8 Stunden Ladezeit pro Tag: das ist nicht praktikabel, das wird so nicht funktionieren”. Mit der Zeit werde es dank Verbesserungen in der Technologie aber auch elektrische Robotaxis geben; in Europa angesichts des politischen Drucks wohl auch früher als anderswo. Ford ist eines von vielen Unternehmen, die an Robotaxi Diensten arbeiten. Die Google Schwesterfirma Waymo bringt gerade sogar einen ersten kommerziellen Service in einem Vorort der Stadt Chandler in Arizona an den Start, zunächst mit einer beschränkten Nutzerzahl. Fords Angebot werde zum Start Dutzenden Quadratkilometer abdecken und mit der Zeit ganze Städte, sagte Marakby. Er gehe davon aus, dass Ford das Angebot auch schnell nach Europa bringen könne. Die benötigten präzisen Karten können man innerhalb von Monaten erstellen: die Software müsse aber zugleich an die Fahrweise in jeder einzelnen Stadt angepasst werd. +++

+++ Elli an Bord: die neue Marke von Volkswagen wird ein STROMANBIETER , der sich auch um Ladelösungen kümmern wird. In 2020 geht das Programm mit dem ersten ID Neo an den Start. “Renault empfiehlt Elf”, andere Castrol Motorenöl oder Kraftstoffe von Agip. Kooperationen zwischen Autoherstellern und Mineralölfirmen wurden oft mit Aufklebern auf den Autos und in Prospekten kundgetan. Der Kraftstoff der Zukunft ist Strom, das sieht auch der Volkswagen Konzern so. Dennoch könnte man dort neue Aufkleber drucken lassen: “Elli an Bord”. Dass der Autokonzern beim Umstieg auf Elektromobilität einen ganzheitlichen Ansatz fährt, wurde bereits mit den umfangreichen Investitionen in den MEB (Modularer Elektro Baukasten) und das geplante Angebot von Wallboxen und mobil einsetzbaren Ladesäulen deutlich. Jetzt gründet Volkswagen eine eigene Tochtergesellschaft und wird damit zum Stromanbieter. Unter dem Namen Elli, Kurzform für ‘Electric Life’, bündelt eine in Berlin ansässige GmbH Produkte und Dienstleistungen, die mit Energieversorgung und Laden von Strom zu tun haben. Dabei möchte die Elli Group GmbH ihre Kunden nicht nur bei der Mobilität, sondern auch im Alltag zu Hause und an der Arbeitsstelle versorgen. Dafür haben sich die Marketingstrategen verschiedene Geschäftsfelder ausgedacht. ‘At home’ ist der Begriff für die Stromversorgung zu Hause. Der Strom, für den in Kürze die Tarifmodelle bekanntgegeben werden sollen, wird nach Angaben von Volkswagen zu 100 % aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Auch die bereits angekündigten Wallboxen für das Aufladen eines Elektroautos in der heimischen Garage oder dem Carport mit bis zu 22 kW Leistung sind hier angegliedert. ‘At destination’ bündelt Produkte und Services für das Laden auf Firmenparkplätzen und vor Supermärkten. Im ersten Schritt werden Mitarbeiter-Parkplätze bei Volkswagen bis zum Jahr 2020 mit mehr als 5.000 Ladestationen bestückt, auch alle Händler und Werkstätten sollen Ladesäulen erhalten. Flottenkunden egal welcher Automarke des Konzerns werden von Elli bei der Umstellung ihrer Fuhrparks auf Elektroautos unterstützt, auch hier dürfte das Thema Ladeinfrastruktur eine Rolle spielen. ‘On the Road’ will das Laden an öffentlichen Ladepunkten durch eine vereinheitlichte digitale Bezahlfunktion per Ladekarte vereinfachen. Chef der Elli Group GmbH wird Thosten Nicklaß, bisher CEO des VW Joint Ventures Digital Energy Solutions. Er sagt: “Unsere Mission ist es, der E-Mobilität den Weg von der Nische in den Mainstream zu bahnen. Elli steht für Electric Life, weil wir einen Lebensstil ermöglichen, der das E-Auto vollständig in den Alltag integriert, vergleichbar mit der heute selbstverständlichen Nutzung eines Smartphones”. Im kommenden Jahr sollen alle Elli Angebote zur Verfügung stehen. Dann beginnt der Verkauf des ersten Volkswagen ID Neo und damit, wenn es nach Plänen der Wolfsburger Strategen geht, der schnelle Rollout von Elektromobilität aller Konzernmarken. +++

+++ Der Gesamt-Automarkt in den USA wächst. Allerdings nur, weil ausgerechnet eine Fiat-Chrysler Automobiles (FCA) Marke, die Nummer 6 der Zulassungsstatistik, um 17 % gegenüber dem Vorjahr verbessern konnte: Jeep. FCA hat im Jahr 2018 bei den großen Automobilherstellern in den USA die größten Zuwächse bei den Verkaufszahlen verzeichnet. Sowohl Ram (597.368 Verkäufe) als auch Jeep (973.227 Verkäufe) trugen zu einem Pkw-Verkaufsplus von 8,5 % bei. Jeep selbst verkaufte 17 % mehr Autos als im Vorjahr, während alle 5 größeren Automarken (Ford (2.381.635 Verkäufe), Toyota (2.128.201 Verkäufe), Chevrolet (2.036.023 Verkäufe), Honda (1.445.894 Verkäufe) und Nissan (1.344.597 Verkäufe) ) Rückgänge hinnehmen mussten. Insgesamt wurden 2018 in den USA 17,3 Millionen Pkw inklusive leichter Nutzfahrzeuge verkauft. Jeep allein verkaufte im Jahr 2018 fast 145.000 Fahrzeuge mehr, als noch im Vorjahr. Insgesamt setzten die Automobilhersteller rund 96.000 Fahrzeuge mehr als 2017 (17.241.387) ab. Dabei entfielen 69 % auf sogenannte Light Trucks wie einen Ford F-150 und 31 % auf Pkw. 2013 lag der Anteil der Light Trucks noch bei 50 %. Vergangenes Jahr wuchsen die Verkaufszahlen der Light Trucks um 7,7 % auf 11,98 Millionen Fahrzeuge; ein bislang noch nie erreichtes Niveau. Ford konnte zum ersten Mal seit 2005 mehr als 900.000 Fahrzeuge ihrer F-Serie-Pickups verkaufen. Das heißt: Nahezu alle 30 Sekunden fällt irgendwo ein F-Truck vom Band, auch nachts! Demgegenüber fielen die Verkaufszahlen bei den Pkw um 12 %. Und sie wären wahrscheinlich noch weiter gefallen, wenn Tesla nicht das Model 3 in der zweiten Jahreshälfte auf die Straße gebracht hätte. Die Marke von Elon Musk vervierfachte ihre Verkäufe auf 191.627 Fahrzeuge. Trotzdem wurden seit 1958 wurden nicht mehr so wenig Pkw verkauft, wie im vergangenen Jahr: 5,4 Millionen. Einen großen Erfolg feiern die Marken Subaru (680.135 Verkäufe) und Hyundai (667.634 Verkäufe). Die koreansiche Marken fuhr im zehnten Jahr in Folge einen Rekordverkauf in den USA ein und landete auf dem siebten Rang des Zuslassungsrankings. +++

+++ Der VOLKSWAGEN Konzern hat im Vorjahr einen neuen Auslieferungsrekord erzielt. Weltweit stieg der Absatz um 0,9 % auf 10,83 Millionen Fahrzeuge an. Im Dezember allerdings gab es einen empfindlichen Rückgang um 8,4 % auf 916.200 Wagen. Dennoch verzeichneten auch die Marken VW Pkw, Skoda, Seat, Porsche und Lamborghini Auslieferungsrekorde. In China wurde der VW Konzern im letzten Monat des vergangenen Jahres 12,5 % weniger Autos los; insgesamt waren es 402.600. Auf Jahressicht gab es allerdings noch ein schmales Plus von 0,5 % auf gut 4,21 Millionen Stück. Der größte Einzelmarkt China hatte unter anderem wegen des Zollstreits mit den USA seit Mitte 2018 an Dynamik verloren, viele Autokäufer hielten sich dort aus Unsicherheit zurück. “Im Jahr 2019 wird der Gegenwind für unser Geschäft angesichts der geopolitisch volatilen Entwicklungen nicht schwächer”, warnte Vertriebschef Christian Dahlheim. Der Konzern lieferte in den meisten Regionen im vorigen Jahr mehr Autos aus. Einen Rückgang um 2,0 % gab es in Nordamerika. Im Heimatmarkt Deutschland lag das Minus bei 0,1 %: hier wurden 1,28 Millionen Autos verkauft, trotz der Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP. Dafür legte Brasilien stark um 30,4 % auf 401.700 Auslieferungen zu. Unter den einzelnen Marken lief es für die Premiumtochter Audi weniger rund: Die Oberklassetochter verkaufte 2018 rund 1,8 Millionen Autos. Das bedeutet für die Ingolstädter auf Jahressicht 3,5 % weniger an Kunden ausgelieferte Fahrzeuge. Allein im Dezember brachen die Audi Verkäufe um 14,3 % auf 154.500 Fahrzeuge ein. +++

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