Tagesschau

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+++ Der russische Automobilzulieferer Avtotor wird ab April an seinem Hauptsitz in Kaliningrad mit der Montage des BMW X7 beginnen. Noch in diesem Frühling startet die lokale Produktion des SUV, der sonst im größten BMW Werk im amerikanischen Spartanburg vom Band läuft. Avtotor ist bereits seit langer Zeit Vertragspartner von BMW, da die Bayern in Russland kein eigenes Werk betreiben. Vladimir Krivchenko, Vizepräsident von Avtotor, sagte dass jährlich bis zu 4.000 Fahrzeuge dieses Modells im Werk Kaliningrad für den russischen Markt montiert werden. +++

+++ Tiefrote Zahlen für das Jahr 2018 meldet der chinesische Autokonzern Beiqi Foton. Einer der Hauptgründe: schwache Absatzzahlen der Tochtermarke BORGWARD . Anfang Januar hat Foton Motor einen Anteil von 67 % an seiner Tochter Borgward an Changsheng Xingye für rund $580 Millionen verkauft. Warum den Chinesen die Lust am Unterfangen verloren hatten, die einst ruhmreiche deutsche Marke wieder zu beleben, wird aus dem vorläufigen Finanzergebnis ersichtlich, das der Mutterkonzern Beiqi Foton jetzt veröffentlichte. Demnach haben die Chinesen das Jahr 2018 mit einem Nettoverlust von umgerechnet $475 Millionen abgeschlossen. Ein Großteil davon dürfte auf die Kappe von Borgward gehen. 2018 musste die Marke einen schweren Absatzrückschlag hinnehmen. So brach der Fahrzeugverkauf um über 51 % auf knapp 33.400 Einheiten ein. Das Debakel hatte sich früh abgezeichnet. Bereits im ersten Halbjahr 2018 waren die Verkaufszahlen des BX7 um 71 % abgesackt. Begleitet wurde die schwache Entwicklung von mehreren Wechseln im Top-Management. Foton hatte die Rechte an Borgward 2014 mit dem Ziel erworben, die Marke mit dem deutsche Autobauerkunst versprechenden Namen in China wieder zu beleben. Dazu hatte man im Management auch stark auf Manager aus Deutschland gesetzt. Bereits zum Genfer Autosalon rollte die neue, alte Marke mit BX7, BX5 und BX6 ein ordentliches Modellportfolio aus. Garniert wurde das mit äußerst optimistischen Absatzzahlen und forschen Ankündigungen, auch die globalen Märkte erobern zu wollen. Tatsächlich lief der Absatz des BX7 im Jahr 2016 in China vielversprechend an. Im ersten Jahr wurden über 30.000 Einheiten des SUV verkauft. Allerdings folgte die Ernüchterung auf dem Fuß, bereits 2017 legte die Marke bei den Verkaufszahlen den Rückwärtsgang ein. 2018 verlief für Borgward ganz schwach. Wie es mit der Marke weiter geht, hängt nun stark vom neuen Investor Changsheng Xingye ab, ein Unternehmen das im Bereich Fahrdienste unterwegs ist. +++ 

+++ Das chinesische Start-up BYTON ordnet seine Führungsstruktur neu. So wird Carsten Breitfeld nur noch die Rolle des Chairman of the Board bekleiden. Bislang hatte der Manager bei der Marke sowohl die Position des Chariman of the Board als auch die des CEO inne. Diese Aufgabe wird zukünftig Daniel Kirchert übernehmen. Kirchert war bislang Präsident von Byton und hat das Unternehmen zusammen mit Breitfeld gegründet. In der neuen Struktur sollen die beiden Gründer weiter eng zusammen arbeiten und die Strategie und die Geschäftsziele vorantreiben. Dazu gehört unter anderem die Aufnahme der Produktion des ersten Elektromodells von Byton, dem M-Byte, Ende des Jahres im Werk im chinesischen Nanjing. Dort sind kürzlich die ersten Hallen fertiggestellt worden. Gerade werden dort die Pressen und die Lackiererei errichtet. Diese Arbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen sein. Der M-Byte soll Anfang 2020 in China eingeführt werden. Im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres folgen die USA und Europa. Das zweite Modell, der K-Byte, der auch auf der CES in Las Vegas gezeigt wurde, soll 2021 seinen Marktstart feiern. Der erste Byton Store wurde gerade in Shanghai eröffnet. Insgesamt plant Byton mit 30 Store allein in China. Auf dem Werksgelände wurden bislang im Prototypenwerk im zurückliegenden Jahr bereits 100 Prototypen gebaut. In der neuen Führungsstruktur soll sich Breitfeld als Vorstandsvorsitzender insbesondere auf die Koordination der Aktionärsbeziehungen, die mittelfristige Geschäfts- und Produktstrategie konzentrieren. Kirchert ist für den Tagesbetrieb und die Umsetzung der vom Board getroffenen Entscheidungen verantwortlich. Breitfeld und Kirchert kommen beide vom Autobauer BMW. Breitfeld war dort unter anderem für die Entwicklung des Plug-in-Hybriden i8 verantwortlich. 2015 haben sie sich zusammen getan, um ein Start-up für Elektroautos zu gründen. Zum Führungsteam gehört mit Marketingchef Henrik Wenders ein weiterer Deutscher. Er kommt ebenfalls von BMW. +++

+++ Wer ein ELEKTROAUTO oder einen Plug-In-Hybrid neu kaufen möchte, muss mitunter ganz schön lange warten. Käufer eines Autos mit alternativem Antrieb müssen bis zu 12 Monate auf ihre Fahrzeuge warten. Das liegt daran, dass das Interesse an der elektrifizierten Mobilität stetig ansteigt. Der Anteil der verkauften Hybrid-Autos ist im Jahr 2018 um 59 % gestiegen. Auch an der Anzahl der User, die sich ein Hybrid- oder Elektroauto im Konfigurator zusammengebaut haben, lässt sich ein gesteigertes Interesse ablesen. Zum Ende des letzten Jahres haben es mit Hyundai Kona Elektro und dem Kia e-Niro gleich zwei E-Autos in die Bestseller Top5 des Anbieters geschafft. Für 2019 wird ein weiterer Anstieg vorhergesagt. Die Kehrseite der Medaille ist nun, dass Sie auf einen Hyundai Ioniq, Kona Elektro oder Kia e-Niro ein ganzes Jahr warten müssen. Für einen Peugeot iOn sind es 10, für einen Nissan e-NV200 8 und für einen Citroën C-Zero 7 Monate. Bei den deutschen Herstellern brauchen Sie nicht ganz so viel Geduld. Die Hybrid-Modelle von Porsche lassen jeweils 4 Monate auf sich warten, beim e-Golf sind es derer 6. Schneller geht es bei Toyota: hier sind es je nach Modell 2 bis 3 Monate. Und wer zur Pioniermarke Tesla greifen will, wartet auf ein frei konfiguriertes Model S oder X 3 bis 4 Monate. Nur beim Model 3 lässt sich das noch nicht so genau sagen. Im Portfolio finden sich aber auch einige Autos, die erst im Laufe des ersten, oder ab dem zweiten Quartal bestellbar sind. Darunter sind beispielsweise der Audi e-tron oder der BMW X5 xDrive 40e. Wer keine Geduld hat, sollte bei Suzuki vorsprechen. Dort gibt es den Swift Hybrid nach nur 1 Monat Wartezeit. Hier erhalten Sie eine Übersicht: Audi e-tron: nicht bestellbar (ab Ende Q1 2019), Audi A3 Sportback e-tron: nicht bestellbar, BMW 225xe iPerformance Active Tourer: 3 Monate, BMW 330e: nicht bestellbar, BMW 530e: 2 Monate, BMW 745e: nicht bestellbar, BMW X5 xDrive 40e: nicht bestellbar (ab Ende Q2 2019), BMW i3: 3 Monate, BMW i8: 3 Monate, Citroën C-Zero: 7 Monate, Citroën E-Mehari: 4 Monate, Ford Mondeo Hybrid: Produktion ab Januar 2019, Hyundai Ioniq Plug-In Hybrid: 12 Monate, Hyundai Ioniq Elektric: 12 Monate, Hyundai Ioniq Hybrid: 4 Monate, Hyundai Kona Elektric: 12 Monate, Kia Niro Hybrid: 2 Monate, Kia Niro Plug-In Hybrid: 5 Monate, Kia e-Niro: 12 Monate, Kia Optima Plug-In Hybrid: 5 Monate, Kia Optima Sportswagon Plug-In Hybrid: 5 Monate, Kia Soul EV: nicht bestellbar, Mercedes E-Klasse E 300e: 4 Monate, Mercedes S-Klasse S560e: 3 Monate, Mini Countryman S E: 3 Monate, Mitsubishi Outlander PHEV: 3 Monate, Nissan Leaf: 4 Monate, Nissan e-NV200 Evalia: 8 Monate, Peugeot iOn: 10 Monate, Porsche Cayenne Hybrid: ab Q4 2019 bestellbar, Porsche Panamera Hybrid: 4 Monate, Porsche Panamera Sport Turismo Hybrid: 5 Monate, Renault Zoe: 2-3 Monate, Smart EQ Fortwo / Fortwo Cabrio: 6 Monate, Smart EQ Forfour: 5 Monate, Suzuki Baleno Hybrid: nicht bestellbar, Suzuki Ignis Hybrid: 5 Monate, Suzuki Swift Hybrid: 1 Monat, Toyota Corolla Hybrid: nicht bestellbar, Toyota C-HR Hybrid: 3 Monate, Toyota Prius: 3 Monate, Toyota RAV4 Hybrid: 3 Monate, Toyota Yaris Hybrid: 2 Monate, VW e-Golf: 6 Monate, VW e-Up: 4 Monate, Volvo V60 T8 Twin Engine: nicht bestellbar, Volvo S90 T8 Twin Engine: nicht bestellbar, Volvo V90 T8 Twin Engine: 4 Monate, Volvo XC60 T8 Twin Engine: 4 Monate, Volvo XC90 T8 Twin Engine: 4 Monate. +++

+++ FERRARI rechnet mit anhaltend guten Geschäften. Umsatz und Gewinn sollen im laufenden Geschäftsjahr ungeachtet aller wirtschaftlichen Risiken weiter zulegen. Konzernchef Louis Camilleri, der im vergangenen Jahr das schwierige Erbe des verstorbenen Sergio Marchionne antrat, setzt dabei unter anderem auf höhere Margen durch limitierte Auflagen von besonderen Sportwagen. So soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2019 um rund 10 % auf €1,2 bis €1,25 Milliarden steigen. Das ist etwas mehr als Analysten bisher auf dem Zettel haben. Im vergangenen Jahr stieg das operative Ergebnis um 7,5 % auf €1,11 Milliarden. Der Umsatz stagnierte unter anderem wegen des starken Euro bei €3,4 Milliarden. Im laufenden Jahr rechnet Ferrari hier mit einem Anstieg um mehr als 3 % auf über €3,5 Milliarden. +++

+++ Der Geely Konzern hat jetzt offiziell Spekulationen zurück gewiesen, dass man sich mit FIAT CHRYSLER AUTOMOBILES (FCA) in Übernahmeverhandlungen befinde. Bereits seit Wochen gibt es Gerüchte, die Chinesen, denen bereits Volvo gehört, hätten Interesse am Kauf der FCA Marken Alfa Romeo und Maserati. Bereits seit gut 4 Wochen halten sich in Asien Gerüchte, wonach sich die Zhejiang Geely Holding in fortgeschrittenen Übernahmegesprächen mit dem Fiat Chrysler Konzern befinde. Dabei soll es nicht um eine Komplettübernahme gehen, die Rede ist vom Kauf großer Vermögenswerte des Konkurrenten. Angeblich dickster Brocken dieser “großen Vermögenswerte”: die FCA Premiummarken Alfa Romeo und Maserati. Die expansionsfreudigen Chinesen, die größter Anteileigner bei Daimler sind, haben bereits die Marken Volvo und Lotus im Portolio. Durch den Kauf von Alfa Romeo und Maserati wolle man nun eine Premiummarken Gruppe aufbauen. Zuletzt hatten sich die Gerüchte dermaßen verdichtet, dass man sich jetzt bei Geely zu einem Statement genötigt sah. In diesem heißt es, dass der Autobauer “keine Pläne” habe, Vermögenswerte von FCA zu erwerben. Betont wurde, dass man keine Gespräche in der Sache mit FCA führe. Geely sei vollkommen auf die nachhaltige Entwicklung des Konzerns und dessen Innovationsfähigkeit fokussiert. Ganz aus der Luft gegriffen sind die Gerüchte indes nicht: Ziemlich genau vor einem Jahr, damals wurde FCA noch vom im Sommer 2018 verstorbenen Sergio Marchionne geführt, hatte es beim Geely Konzern Überlegungen zum Einstieg beim italienisch-amerikanischen Autobauer gegeben. Diese wurden aber fallen gelassen. Grund soll gewesen sein, dass Li Shufu, Chef der Zhejiang Geely Holding, nicht gefallen haben soll, wie FCA bei wichtigen Zukunftsthemen aufgestellt ist. +++

+++ Die EU und JAPAN geben den Startschuss für eine riesige Freihandelszone. Die Wirtschaft jubelt. Auch auf die Autobranche hat der Wegfall von Zöllen Auswirkungen. Die EU und Japan bilden an die größte Freihandelszone der Welt. Mit dem Inkrafttreten des 2018 geschlossenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommens werden Märkte mit insgesamt rund 635 Millionen Menschen verbunden. Ziel ist es, Zölle und andere Handelshemmnisse nahezu vollständig abzubauen, um das Wachstum anzukurbeln. Durch das Abkommen könnten europäische Unternehmen jedes Jahr €1 Milliarde an Zöllen einsparen, sagte EU Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Verbrauchern biete es zudem eine größere Auswahl und günstigere Preise. Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und damit ein sehr interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen. Gemeinsam sind die EU und Japan für knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung verantwortlich. Konkret sieht das Freihandelsabkommen zum Beispiel vor, dass europäische Nahrungsmittelproduzenten künftig verarbeitetes Schweinefleisch, aber auch bestimmte Käsesorten und Wein zollfrei nach Japan einführen können. Die japanische Seite ist hingegen vor allem an den vorgesehenen Zollsenkungen für Industriegüter (insbesondere Autos) interessiert. Auf Personenfahrzeuge aus japanischer Fertigung wird derzeit eine Abgabe in Höhe von 10 % erhoben, auf Nutzfahrzeuge gibt es Zölle in Höhe von 10 bis 22 %. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bezeichnete das Abkommen als Meilenstein. “Damit stellen Japan und Europa den unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten beispielhafte Marktoffenheit, hohe Standards und verlässliche Handelsregeln entgegen”, kommentierte BDI-Geschäftsführungsmitglied Stefan Mair. Als nächstes müssten nun die geplanten Abkommen mit Singapur und Vietnam beschlossen werden. Umwelt- und Verbraucherschützer sehen die neuen Handelsabkommen der EU hingegen kritisch. Sie sind der Auffassung, dass die Deals vor allem den Interessen großer Konzerne gerecht werden und das Setzen von strengen Standards schwieriger machen. Die für die EU Handelspolitik zuständige EU-Kommission weist diese Vorwürfe jedoch zurück. Mit dem Japan Abkommen bekenne man sich zu gemeinsamen Werten und zur Einhaltung höchster Standards in Bereichen wie Arbeit, Sicherheit, Umwelt- und Verbraucherschutz, heißt es immer wieder von der zuständigen Kommissarin Cecila Malmström. In Brüssel wird zudem auch auf die politische Signalwirkung des Abkommens verwiesen. Als ein Grund für den schnellen Abschluss gilt nämlich der wirtschaftspolitische Kurs von US Präsident Donald Trump. Diesem wird von der EU und Japan eine protektionistische Politik vorgeworfen, der mit der Gründung einer riesigen Freihandelszone etwas entgegengesetzt werden soll. “Europa und Japan senden eine Botschaft an die Welt über die Zukunft eines offenen und fairen Handels”, kommentierte Juncker. +++

+++ Viel Feinschliff im Detail kennzeichnet den 2019er Jahrgang bei LAND ROVER . Vor dem Start des neuen Hoffnungsträgers Evoque wurde das aktuelle Modellprogramm kräftig überarbeitet. “2019 ist das Jahr von Land Rover. Der Evoque hat sich bisher rund 770.000 Mal weltweit verkauft. Ab dem 6. April steht der neue Evoque beim Handel”, so der Geschäftsführer Jaguar Land Rover. Der Gesetzgeber liefert laut van der Stelt ein echtes Argument für den Hybridantrieb: “Ab 2020 wird jede neue Baureihe von Jaguar Land Rover über elektrifizierte Modellversionen verfügen”. Der Discovery rollt mit einem neuen V6 Twinturbo Dieselaggregat an, das 306 PS und 700 Nm leistet. Damit sprintet der Brite flugs in 7,5 Sekunden auf 100 km/h und kann bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Die Discovery Benziner sind jetzt mit einem Partikelfilter ausgestattet. Und auch bei der Konnektivität und den Assistenzsystemen wurde aufgerüstet. So verfügt der Discovery jetzt etwa über einen Toter-Winkel Warner und die adaptive Temporegelung. Der Range Rover soll mehr denn je seine Qualitäten in Sachen kultiviertes und souveränes Reisen ausspielen. Unter anderem bekam er dafür auch einen neuen V6 Diesel, der im speziellen Fall mit 275 PS Leistung und vergleichsweise hoher Effizienz antritt. Im kombinierten Messzyklus schluckt das stattliche Fahrzeug 7,6 Liter pro 100 Kilometer. Ebenfalls aus Effizienzgründen spendierten die Briten dem Range Rover mit 339 PS starkem V8 Diesel ein modifiziertes 8-Gang Automatikgetriebe. Neu ist auch die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Lenkassistent. Ähnlich sind auch die Neuerungen beim Range Rover Sport ausgefallen. Nur leistet der neue SDV6 bei ihm 249 PS, die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go, der Lenkassistent und der Notfall-Bremsassistent für hohe Geschwindigkeiten sind ebenfalls an Bord. Auch der Velar startet mit neuem 3,0 Liter V6 Diesel mit275 PS und Euro 6d-Temp Zertifizierung, mit neuen Sicherheitsfeatures und zusätzlichen Optionen ins Jahr. Bei den Versionen mit Benziner (250 PS und 300 PS) wuchs das Tankvolumen von 63 auf 82 Liter. +++

+++ MAZDA hat die Anteile von Ford am gemeinsamen Motorenwerk ‘Changan Ford Mazda Engine’ in China übernommen. Das in Nanjing ansässige Joint Venture gehöre damit künftig zu gleichen Teilen Mazda und seinem chinesischen Partner Chongqing Changan. Mazda teilt mit, dass der Name des Werks im Einklang mit der neuen Eigentümerstruktur in ‘Changan Mazda Engine’ geändert wurde. Der Automobilhersteller will durch die Zusammenarbeit mit seinem chinesischen Partner Changan seine Präsenz in China verstärken. Das Unternehmen wurde im September 2005 gegründet. Mazda und Ford übernahmen jeweils 25 % der Anteile, Changan 50 %. Die Produktion von Motoren für Mazda Fahrzeuge begann im April 2007. Auch nach der Namensänderung soll das Werk Skyactiv-G Benzinmotoren für die Modelle CX-8, CX-5 und Mazda 3 produzieren. Eigenen Angaben zufolge laufen diese im Werk von Changan Mazda Automobile vom Band, das sich ebenfalls in Nanjing befindet. +++

+++ Toyota hat mit dem Corolla weiterhin das MEISTVERKAUFTE Auto der Welt. Deutlich zulegen konnten einige SUVs und mit dem Ford Focus gibt es, trotz neuer Modellgeneration, einen großen Verlierer. Für das Jahr 2018 gibt es keine Veränderungen auf den ersten beiden Plätzen: Der Toyota Corolla und die F-Serie von Ford liegen mit über 1 Million abgesetzter Fahrzeuge deutlich vorne. Deutlich dahinter, und neu auf Platz 3, liegt der Toyota RAV4 mit fast 840.000 verkauften Einheiten (+ 3,6 %). Aus deutscher Sicht ist Volkswagen gut vertreten: der Tiguan liegt auf Platz 5, der Golf verliert jedoch deutlich und fällt auf den 6ten Rang. Von beiden Modellen setzte VW im vergangenen Jahr je knapp 800.000 Stück weltweit ab. Mit einem Absatzplus von über 11 % steigt der Polo von Platz 10 auf 8. Neu in den Top 10 ist der Toyota Camry; herausgefallen ist dafür der Ford Focus, der einen Sturzflug auf Platz 23 hinlegte (- 29,1 %). Damit ist der Kompaktwagen der größte Verlierer in der Top100 Auflistung. Deutliche Absatzrückgänge gibt es außerdem beim VW Jetta (Platz 22, – 12,4 %), dem Audi A3 (Platz 59, – 7,2 %), dem Toyota Prius (Platz 93, – 11,7 %) und dem Ford Kuga (Platz 98, – 17,7 %). Die größten Gewinner sind neben dem oben erwähnten Polo unter anderem der Kia Sportage (Platz 18, + 12,1 %), der Mazda CX5 (Platz 25, + 11,8 %), der Jeep Compass (Platz 30, + 57,6 %), der Ford Ecosport (Platz 45, + 33,3 %), Jeep Wrangler (Platz 57, + 26,9 %) und der Mitsubishi Outlander (Platz 77, +18,6 %); allesamt SUVs bzw. Geländewagen. Das weltweit meistverkaufte Auto von BMW ist der 5er mit knapp 380.000 Stück (Platz 36, + 11,1 %), knapp vor dem 3er, der sich über 360.000 Mal verkaufte (Platz 39, – 4,8 %). Daimlers Zugpferd ist nach wie vor die C-Klasse (Platz 21). Der Absatz ging allerdings um gut 15.000 Fahrzeuge auf nun 473.000 Stück zurück. Es folgen die E-Klasse (400.000 Stück, Platz 32) und der GLC, der um fast 15 Prozent zulegte (357.000 Stück, Platz 41). Wacker hält sich noch der Opel Corsa in den Top 100: Mit einem Umsatzrückgang von fast 8 % rutscht der Kleinwagen allerdings auf Platz 99 ab. Mal sehen, ob die Neuauflage in 2019 für einen Absatzschub sorgen wird. +++

+++ Mehr als 200.000 Exemplare seiner Großraum Van hat MERCEDES seit 2014 verkauft. Die V-Klasse erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und senkt dank ihrer Eignung als Familienkutsche auch gleich noch den Altersdurchschnitt der Benz-Käufer. Aber jetzt ist Zeit für eine Auffrischung. Und bald auch für eine E-Version. Der erste Blick auf die mit bis zu 8 Sitzplätzen angebotene V-Klasse macht deutlich: Außer einem Facelift für die Frontpartie war offenbar zumindest außen nicht viel Feinschliff nötig. Der Kühlergrill ist etwas gewachsen und setzt den Stern noch besser in Szene. Die Kühlluft-Öffnungen unter der Stoßstange haben ebenfalls in Länge und Breite zugelegt, nicht nur wegen der Optik, sondern auch, um den Luftbedarf neuer Motoren zu decken. Verfeinerungen im Detail sind auch beim Interieur auszumachen, die Instrumenteneinheit wurde klarer ablesbar, neue, noch feinere Materialien sollen die anspruchsvolle Kundschaft zufriedenstellen. Sechs Polstervariationen stehen zur Auswahl und neue Felgendesigns bis hin zu 19 Zoll. Und die bisher nur in China angebotenen Komforteinzelsitze für den Fond mit Massage- und Klimatisierungsfunktion werden künftig auch in Europa zu haben sein. Nach wie vor stehen die Versionen Avantgarde, Exclusive und AMG-Line (mit Diamant-Grill) zur Auswahl. Neu in der Abteilung Antrieb ist die saubere und laufruhige Selbstzünder-Familie namens OM 654. Deren Spitzenmodell leistet im V 300d muntere 239 PS / 500 Nm (kurzfristig stellt das Aggregat bei Bedarf noch 30 Extra Nm bereit). Den Normverbrauch gibt Mercedes je nach Bereifung mit 5,9 bis 6,3 l/100 km an, die CO2-Emissionen dementsprechend mit 154 bis 165-154 g/km. Die Fahrleistungs-Daten: 7,9 Sekunden dauert der Sprint von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Außerdem im OM 654-Angebot ist die Version V 250d mit 190 PS und 440 Nm. Alle Motoren in der V-Klasse sind nach Euro 6d-Temp zertifiziert. Bei der Ausstattung mit Sicherheitshelfern hat die V-Klasse weiter zugelegt. Zu den 11 bisher angebotenen Systemen kamen noch der aktive Brems- und der Fernlichtassistent dazu. Das soll aus Sicht der Stuttgarter die Eignung des Erfolgsmodells als “Großraum-Van schlechthin” weiter untermauern. Bestellbar ist das geliftete Modell ab März 2019. Noch etwas länger müssen Interessenten der ersten E-Großraum Van warten. Eine erste Studie des Stromers wird beim Genfer Salon (7. bis 17. März) unter dem Namen EQ V Concept vorgestellt. +++

+++ Auch der Zulieferer Continental war an Teilen des Entwicklungszentrums von OPEL interessiert. Segula hätte jedoch das bessere Gesamtpaket. Indes sind die Verhandlungen über die Übernahme der Mitarbeiter ins Stocken geraden. Ende vergangenen Jahres hatte sich der französische Entwicklungsdienstleister (EDL) Segula Technologies mit Opel über eine Teilübernahme des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim geeinigt. Auch der Automobilzulieferer Continental soll interessiert gewesen sein. Die Hannoveraner wollten eine vierstellige Zahl von Opel Ingenieuren übernehmen. Im Fokus sollen dabei besonders Entwickler aus dem Bereich der Fahrerassistenzsysteme gestanden haben. Seitens Opel heißt es aber, Segula habe die umfassendsten Perspektiven zum Erhalt der Arbeitsplätze am Standort Rüsselsheim gezeigt. Derweil sind die Verhandlungen zwischen Segula und den Arbeitnehmervertretern ins Stocken geraten. Der Widerstand der Belegschaft gegen den EDL ist erheblich. Segula möchte bis zu 2.000 Mitarbeiter übernehmen und sicherte zu, die bei der Opel Sanierung vereinbarten Arbeitsplatzgarantien zu übernehmen. Hintergrund des Deals sind auslaufende und fehlende Entwicklungsaufträge der früheren Opel Mutter GM nach der Übernahme durch PSA. Segula Technologies hat in Deutschland neun Standorte. Der EDL hat eine ambitionierte Wachstumsstrategie und möchte vor allem auf dem deutschen Markt stärker Fuß fassen. +++

+++ Der Volkswagen Konzern hat Selbstanzeige beim KBA erstattet. Es geht dabei um fehlerhafte Verbrauchswerte des Sportwagen Modells 911, das die Tochterfirma PORSCHE baut. Betroffen von den falschen Verbrauchsangaben sollen die Baujahre 2016 und 2017 sein. In der Folge will der Wolfsburger Konzern auch die amerikanischen Behörden EPA und CARB informieren. Warum die Sportautos mehr Benzin verbrauchen und deshalb auch mehr Kohlendioxid ausstoßen, als in der Typgenehmigung vermerkt, ist bislang unbekannt. Für VW und dessen Tochter Porsche ist dieser Schritt gravierend. Stellt sich heraus, dass die nachträglich bemerkten Verbrauchswerte mehr als 10 % über der ursprünglichen Angabe liegen, kann nach deutscher Rechtsprechung Schadensersatz von den Kunden geltend gemacht werden; im äußersten Fall sogar der Kauf zu Lasten des Herstellers rückabgewickelt werden. Denkbar sind auch Nachforderungen der Steuerbehörden, weil der Wagen einen höheren CO2-Ausstoß und deshalb höhere Kfz-Steuern fällig werden. Zusätzlich verhängen sowohl die amerikanischen als auch die deutschen Behörden bei Verstößen gegen das Zulassungsverfahren hohe Geldstrafen. In Deutschland können dies bis zu €5.000 pro Auto sein. Bei den Verbrauchsmessungen für die Typgenehmigung des 911 wurde ein falscher Wert für den Luftwiderstand verwendet. Da die Verbräuche auf dem Rollenprüfstand ermittelt werden, müssen beeinflussende Faktoren wie Luft- und Rollwiderstand mit einkalkuliert werden. Wie groß die Auswirkung des falschen Widerstandswertes auf die im Prüfverfahren ermittelten CO2-Emissionen beim Porsche 911 sind, das sei nun Gegenstand weiterer Messungen. Porsche Chef Oliver Blume hat offenbar bereits mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) telefoniert und die Selbstanzeige erläutert. Das Bundesverkehrsministerium ist von der Selbstanzeige in Kenntnis gesetzt worden. Porsche nahm so Stellung: “Porsche hat bei internen Untersuchungen Themen im Zusammenhang mit einzelnen, sogenannten Ausrolltests festgestellt. Diese Tests werden angewandt, um fahrzeugspezifische Werte für Rollenprüfstandstests zu ermitteln. Im konkreten Fall geht es um Abweichungen bei der Ermittlung von Windwiderstandswerten und entsprechende Berichte, die den zuständigen Behörden übermittelt wurden. Der Sachverhalt wird derzeit noch untersucht, doch Porsche sieht es als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Firmenkultur an, die zuständigen Behörden aktiv zu informieren. Das Unternehmen setzt die internen Untersuchungen in enger Abstimmung mit den Behörden fort”. +++

+++ Bislang gab es den SKODA Karoq nur in gehobener Ausstattung. Doch nun bieten den Tschechen ihr Kompakt SUV auch in einer Basisvariante an. Der nun mit einem 115 PS starkem 1.0 TSI Benziner erhältliche Karoq ist auch in der Ausstattungsvariante Active in Kombination mit Frontantrieb und manuellem 6-gang Getriebe zu haben. Bislang mussten die Käufer des Skoda Karoq mindestens €2.000 mehr für die bislang günstigste Version in der Ausstattungsvariante Ambition bezahlen. Wie Skoda mitteilte, erhält das Basismodell unter anderem einen Frontradar mit City-Notbremsassistent, eine Klimaanlage und ein Audiosystem. Zur Ausstattung des SUV gehören auch beheizbare Außenspiegel, ein Lederlenkrad und das Musikystem Swing inklusive 6,5 Zoll Touch display. Daneben bietet die VW Tochter den Karoq auch als 1.6 TDI mit der gleichen PS Zahl an. Die Tschechen erweitern zugleich die Motorenpalette um den 2,0 TDI mit 150 PS, Frontantrieb und manuellem 6-gang Getriebe. Skoda offeriert sein SUV zudem in der Variante Sportline als Topbenziner 2.0 TSI mit 190 PS an. Diese Variante verfügt über Allradantrieb und ein 7-gang DSG. Alle neue Motoren des Autobauers aus Mlada Boleslav verfügen über die neusten Agabsnorm Euro6d-temp. +++

+++ TESLA hat ein weiteres Quartal mit schwarzen Zahlen abgeschlossen, aber weniger verdient als erwartet. Trotz des Quartalgewinns verlässt der Finanzchef Deepak Ahuja das Unternehmen. Gebannt saß die Finanzwelt in dieser Nacht am Rechner, um der Telefonkonferenz zu lauschen: Tesla-Großaktionär und Universalgenie Elon Musk erläuterte das vergangene Quartal und gab Prognosen für die Zukunft zum Besten. Im letzten Quartal 2018 erwirtschaftete der Elektroautobauer einen Gewinn von $139,5 Millionen Dollar (€121,5 Millionen). Verglichen mit dem Vorjahr, als noch Verlust anfiel, ist das zwar ein großer Fortschritt. Dennoch hatten Analysten mit einem höheren Ergebnis gerechnet. Immerhin: Angetrieben vom reißenden Absatz des Model 3 stiegen die Erlöse um fast 120 % auf $7,2 Milliarden. Nachdem Tesla im dritten Quartal mit $312 Millionen seinen bislang höchsten Gewinn erzielt hatte, warnte Musk Mitte Januar bereits, dass das Ergebnis diesmal geringer ausfallen dürfte. Seit der Unternehmensgründung 2003 hat Tesla bislang überhaupt nur viermal ein Vierteljahr mit einem Überschuss abschließen können. Im laufenden Quartal rechnet Musk nur mit einem “sehr kleinen Nettogewinn”. Zwar sei das letzte Jahr das herausforderndste der Geschichte der Marke gewesen, jedoch auch das erfolgreichste. Für 2019 erwarte man weiteres Wachstum, nämlich “Auslieferungen, die um 50 % über dem letzten Jahr liegen”, so Musk. Er ergänzte: “Es könnte auch viel mehr werden”. 50 % seien jedoch eine “vernünftige Zahl”. Bleibe die Wirtschaft stark, so geht Musk von 700.000 bis 800.000 Autos pro Jahr aus. Doch in einer Rezession könnten es “40 % weniger” werden, beziehungsweise “500.000 Stück”. Musk kündigte das Einstiegsmodell des Model 3 für Mitte 2019 an; es handelt sich dabei offenbar um die Version, die $35.000 kosten soll und auf die viele der einst stolz kommunizierten über 400.000 potentiellen Kunden warten, die $1.000 Anzahlung geleistet haben. Wie viele Reservierungen nach dem ebenso verspäteten wie überstürzten Hochfahren der Produktion im vergangenen Jahr übriggeblieben sind, mochte Noch-Finanzchef Deepak Ahuja auf Nachfrage nicht mitteilen: “Ich denke, Reservierungen sind nicht relevant, wir konzentrieren uns auf tatsächliche Bestellungen”. Die Frage gehört sich nicht: “Es ist unpassend, die Zahl der Reservierungen mitzuteilen”. Die Frage eines Analysten, ob für die kommenden Einstiegsvarianten des Model 3 Einsparungen in Form günstigerer Hardware zu erzielen seien oder ob man vielmehr die Prozesse verbessern müsse, um die Preise zu senken, ließ Tesla gleichfalls unbeantwortet. Dafür erteilte Musk präzise Auskunft über die hauseigene Gleichteilestrategie; während der bizarr gestylte Model X nur 30 % Gleichteile mit dem Model S habe, hätte der kommende Crossover Model Y “76 %” der Teile mit dem Model 3 gemein. Musk erwartet für den Crossover eine “um 50 % höhere Nachfrage” als für den Model 3, “vielleicht sogar doppelt so hoch”. Schon im Sommer könne Tesla auch ein Pick-up Modell zeigen, so Musk, der auch zum Thema Autonomie mit exakten Ziffern aufwartete: Die Selbstfahrfunktion sei derzeit “zu 98 % zuverlässig”, man wolle jedoch “99,999 %” erreichen. Bald sei man so weit, dann sei es Sache der Behörden, die Autos zu genehmigen. Man habe im übrigen weit mehr Erfahrung und Meilen gesammelt als andere Hersteller: “Der gesamte Wettbewerb zusammen hat 5 % unserer Meilen”. Das Thema Autonomie sei so wichtig, weil dadurch “Millionen Leben gerettet werden können”, so Musk, dessen Zahlenangaben während der Telefonkonferenz bisweilen wirkten, als seien sie ihm in Echtzeit in Form einer göttlichen Eingabe erschienen. Musk nannte zudem den Ausbau des Serviceangebots als höchste Priorität für den US Markt und kündigte an, in Zukunft werde das Auto im Fall einer Panne den Abschleppwagen anfordern, noch bevor es zum Stillstand gekommen sei. Blechreparaturen seien in Zukunft eine Angelegenheit von 20 Minuten. Diese hehren Ziele kontrastieren scharf mit der Realität. Tatsächlich können Tesla Kunden derzeit auch von völlig normalen Zuständen nur träumen: Die Fahrzeuge zeichnen sich durch häufig durch Unzuverlässigkeit aus, Servicenummern sind oft nicht erreichbar und Kunden müssen manchmal selbst bei banalen Schäden lange warten, bis sie ihr Auto wieder nutzen können. Gekrönt wurden Musks Erläuterungen durch eine bemerkenswerte Erkenntnis: “Die Nachfrage ist wahnsinnig hoch, sie wird jedoch durch die Bezahlbarkeit limitiert”. Dies dürfte für beinahe jedes Produkt gelten, sogar für ein so fragwürdiges wie den Model 3, auf den er sich mit seiner Aussage bezog. Die Nachricht, dass Finanzchef Deepak Ahuja die Firma verlässt und durch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt namens Zach Kirkhorn ersetzt wird, sparte sich Musk bis ganz zum Schluss auf: Die Bombe platzte, nachdem die Frage & Antwort Runde bereits beendet war. Die Aktie stürzte nachbörslich um rund 5 % ab. +++

+++ Nikos Michalakis wagt einen großen Sprung. “Ich lebe jetzt seit 2 Wochen in Tokio”, erzählt der Softwareexperte, der früher Cloud Plattformen für den Videostreaming Riesen Netflix entwickelt hat. Nun steht er in den Diensten von TOYOTA und soll den Softwareentwicklern von Japans größtem Autokonzern den Geist des Sillicon Valley einimpfen. Es ist eine Mammutaufgabe. Bislang messen die Toyota Entwickler ihre Projekte in Jahren, erklärt Michalakis. In Zukunft soll das aber schneller gehen, verspricht der ehemalige Netflix Entwickler bei der Vorstellung des neuen Toyota Research Institute Advanced Developement (TRI-AD). “Ich versuche, einen agilen Ansatz zur Softwareentwicklung nach Japan zu bringen”. Die Ingenieure sollen lernen, dass “sie nicht Sicherheit opfern müssen, um agil zu sein”. Michalakis ist damit ein zentraler Baustein in einem der wichtigsten Toyota Projekte für das autonome Fahren. 2016 gründete Konzernchef Akio Toyoda in Kalifornien das Toyota Research Institute (TRI). Im TRI sollen Topwissenschaftler Künstliche Intelligenz und Robotertechnologien für autonome Autos, Mobilitätssysteme und den Alltag entwickeln. So will Toyoda sein Familienerbe auch im vollvernetzten Digitalzeitalter in der Weltspitze halten. “Autonome Autos für Demonstrationen zu entwickeln ist relativ leicht, die Prototypen in richtige Produkte zu transformieren sehr schwierig”, erklärt der neue TRI-AD Chef und frühere Roboterwissenschaftler James Kuffner, der 2016 von Google erst zu Toyotas Institut wechselte und nun in Tokio den Aufbau des Abenteuers leitet. “Unsere Aufgabe ist, das tiefe Tal des Todes zwischen Prototyp und Produkt zu überbrücken”. Die Ambitionen sind groß. “Unser Ziel ist, den stärksten Supercomputer auf Rädern zu entwickeln”, erklärt Kuffner forsch. Konzernchef Toyoda würde das in japanischer Bescheidenheit wohl nicht so formulieren. Aber gemeinsam mit Toyota nahen Zulieferern wie Denso und Aisin Seiki hat der Autobauer TRI-AD immerhin mit einem Startkapital von $2,8 Milliarden ausgestattet. Mehr als 1.000 Mitarbeiter aus aller Welt sollen am Fahren ohne Fahrer arbeiten. Der Kraftakt zeigt, wie sehr Konzernchef Toyoda von Krisengefühlen geplagt wird. Sein Familienerbe war zwar in der ersten Hälfte des seit April 2018 laufenden Bilanzjahres mit einer Gewinnmarge von 8,6 % hochprofitabel und wächst weiter. Aber Toyoda wird nicht müde, den Umbruch in der Autowelt als große Gefahr für Toyotas Überleben zu beschwören. Tatsächlich zählt Toyota beim autonomen Fahren nicht zur Avantgarde. Googles Waymo ist sehr weit in der Entwicklung eines Betriebssystems für Roboterautos, Nissan mit Plänen für Robotertaxis, und GM hat das Start-up Cruise übernommen, das schon bald autonom fahrende Taxis in San Francisco anbieten soll. Das Geld kommt aus Japan: 2018 warb GM für sein Start-up vom Autobauer Honda und dem Technikinvestor Softbank $5 Milliarden ein. Toyota verspricht für 2020 lediglich, für seine Premiummarke Lexus einen Autobahnpiloten. “Teammate Highway” nennt Toyota diese Entwicklungsstufe. Im kommenden Jahrzehnt soll dann der ‘Guardian’ (Beschützer) folgen, bei dem Künstliche Intelligenz den Fahrer beobachtet und im Notfall eingreift. Die Endstufe ist dann das System ‘Chauffeur’, in dem das Auto alle Verkehrssituationen alleine meistert. Allerdings hält sich Toyota mit konkreten Zeitplänen zurück. Nur sei dies Toyotas Bescheidenheit geschuldet, meint TRI-AD Chef Kuffner, nicht technischem Rückstand. Level 5, also vollautonomes Fahren in allen Situationen, habe niemand, sagt der Robotikexperte. “Aber wir haben Level 4”. Das bedeutet, dass Autos in überschaubarem Verkehr und stabilem Wetter schon allein fahren könnten. Kuffner glaubt, dass diese Fähigkeit nicht zuerst in Privatwagen, sondern in Flotten eingesetzt wird. Denn nur durch eine hohe Auslastung der Fahrzeuge werde sich die teure Sensortechnik schnell amortisieren. So werkelt das TRI-AD nicht nur am autonomen Auto, sondern auch Toyotas Metamorphose zum Mobilitätskonzern. 2018 hat Konzernchef Toyoda das neue Ziel ausgegeben, und gehandelt. Neben autonomen Vehikeln und Elektroautos will er Toyotas Plattform für Mobilitätsdienste (TMSP) global etablieren. Schon jetzt expandiert der Konzern mit ihr in Bereiche wie Ridesharing, Autovermietung und Finanzdienstleistungen. 2018 hat Toyota nicht nur seine Investition in den US Pionier Uber um $500 Millionen aufgestockt. Gemeinsam wollen die Partner autonome Fahrdienste entwickeln und in der Breite ausrollen. In den südostasiatischen Marktführer Grab investierte Toyota sogar $1 Milliarde um neue Dienstleistungen zu entwickeln und seine Softwareplattform zu verankern. Toyotas Transformation wird nun davon abhängen, dass die Verschmelzung des kalifornischen Softwaregeists mit Toyotas Kultur des Kaizen, der kontinuierlichen Verbesserung von Hardware, gelingt. “Es handelt sich nicht um einen Laster, der den Silicon-Valley-Geist hier abkippt”, beschreibt Softwareexperte Michalakis das Projekt. Eines stimmt ihn besonders optimistisch: Er hält die Japaner nach den Reisen der vergangenen Monate keineswegs für reformresistent. “Sie sind sehr hungrig nach Wandel”, berichtet er über seine neuen Kollegen, “das habe ich nicht erwartet”. +++

+++ In VOLKSWAGEN ’s Zunkunftsaussichten für Elektroautos klafft ausgerechnet bei günstigen Kleinwagen eine Lücke. Ein besonders kompakter Crossover soll sie schließen. Was VW bisher an MEB-Modellen (MEB: Modularer Elektrifizierungsbaukasten) als Concept Cars gezeigt hat, bedient die Segmente, in denen die Wolfsburger bislang auch die meisten Stückzahlen mit Verbrenner Modellen gemacht haben. Was dabei bislang fehlt: Die in ähnlichem Maße stückzahlstarke Kleinwagenklasse. Vom Golf verkauft VW im Jahr 1 Million Exemplare, so gesehen ist klar, dass der erste ID, der noch 2019 auf den Markt kommen soll, in die Kompaktklasse passt. Aber die weiteren Bestseller Passat, Tiguan und Polo liegen gleich auf, verkaufen sich mit Derivaten in 12 Monaten jeweils etwa 750.000 mal. Entsprechende MEB Concept-Cars als Ausblick auf einen ID Tiguan und -Passat hat VW bereits gezeigt (Crozz, Vizzion). Obwohl der Einsatz von Elektroautos gemeinhin in der Stadt als besonders sinnvoll gilt und Kleinwagen dafür prädestiniert wären, fehlt bislang eine Entsprechung ausgerechnet für den Polo. Warum? Weil hier die Herausforderung am größten ist, ein E-Auto ähnlich günstig anzubieten wie ein konventionell angetriebenes Fahrzeug. Und das muss der Anspruch sein, wenn E-Autos von Nischen- zu Volumenmodellen werden sollen, damit sich die enormen Investitionen für den neuen Modularen Elektrobaukasten tragen. So soll der kompakte ID Neo etwa €30.000 kosten, etwa so viel wie ein entsprechender Golf Diesel. Der günstigste Polo Diesel aber kostet €21.280, der teuerste €26.050 mit DSG (die meisten E-Autos haben ein Getriebe mit einer festen Untersetzung; der Fahrer muss also ebenfalls nicht schalten) und 95 PS. So wenig Leistung sieht der MEB aktuell gar nicht vor. Und Fluch des Baukastens: Die technischen Inhalte kann man auch nicht kostensenkend unter das Niveau des ID Neo abspecken. Nicht mal der Radstand lässt sich gegenüber dem ID Neo verkürzen. Denn zwischen den Achsen sitzt der Rahmen für die skalierbare Batterie und der ist im Baukasten immer gleich lang. Als kleinste Batteriekapazität hat VW bislang 48 kWh genannt. Auch das ist bei den derzeitigen Marktpreisen für die Zellen alles andere als billig. Wenn die Produktkosten nicht weiter gesenkt werden können, muss entweder der Preis hoch oder die Marge runter. Die Lösung für das MEB Einstiegs-Modell wird wohl eine Mischung. Ein geringerer Deckungsbeitrag ist eher verkraftbar, wenn teurere Modelle die MEB Investitionen schon vorher zum Teil eingespielt haben. Deswegen dürfte das günstigste MEB Modell erst 2023 auf den Markt kommen. Vielleicht lässt sich der e-Up mit der Reichweitenerhöhung auf 300 Kilometer bis dahin noch sinnvoll im Programm halten. Der elektrifizierte Kleinwagen kostet übrigens €25.005. Ein ähnlicher Preis würde dem MEB Einstiegsmodell noch einen vertretbaren Abstand zum ID Neo lassen. Um ihn zu rechtfertigen wird VW aber sicher nicht einfach die Überhänge kürzen, sondern das kompaktere Modell als Crossover im Format des T-Cross anbieten. Der kostet aktuell in der mittleren Ausstattungsstufe Life mit 7-Gang-DSG €27.970, sogar als 115 PS Benziner. Den 1,6 TDI hat VW noch nicht im Angebot, er dürfte aber gut €1.000 teurer werden. Das MEB Einstiegsmodell wird also kein Elektro-Polo, sondern ein elektrischer T-Cross, wohl mit der 48 kWh Batterie, also einer ordentlichen Reichweite, eher 150 als 115 PS und mit den Vorteilen von Elektroautos: einfache Handhabung dank serienmäßiger Eingangautomatik, gutes Platzangebot, komfortables Geräuschniveau. Wie sein Verbrennungs-Pendant wird es ihn sicher nicht mit Allradantrieb geben. Einen Kleinwagen wie den Polo, der mit 80 PS ab €19.180 auch als universell einsetzbares Erstauto taugt, kommt also in der Elektroauto Zukunft von VW nicht vor; dass gerade Kleinwagen in Zukunft erheblich teurer werden, hat unlängst schon der VW Aufsichtsratsvorsitzen Hans Dieter Pötsch klargemacht. Das liegt aber nur mittelbar daran, dass die Technik für den Elektrantrieb so teuer ist. Vielmehr macht schon heute jede Technik Autos teuer, die in der Lage ist, die künftigen CO2 Limits der EU zu erfüllen. Der CO2 Ausstoß der Flotte eines Herstellers soll nämlich 2021 im Schnitt nur noch 95 g CO2 pro Kilometer betragen, ab 2025 sinkt dieser Wert auf 80 g/km, 2030 schließlich soll er nur noch 58 g/km betragen. Zum Vergleich: Der angesprochene 80 PS Polo kommt auf 110 g/km, ein Polo 1,6 TDI schaffte die 95 Gramm für 2021, kostet aber mindestens €21.280. Fazit: Billige Kleinwagen sind nicht sparsam, sparsame schon heute nicht billig. Die CO2-Ziele der EU beziehungsweise des Pariser Klimaabkommens, zu dem sich auch VW bekannt hat, sind aktuell nur mit Plug-in Hybriden oder mit Elektro oder Brennstoffzellen Autos zu erfüllen. Das ist teuer und schlägt bei günstigen Kleinwagen relativ stärker auf den Preis. VW verkauft die Preissteigerung, indem man den Kunden gleich zum Einstieg einen Crossover im T-Cross Format anbietet; angesichts der anhaltenden SUV Welle kein schlechter Plan. Als Verbrenner ist der T-Cross gerade erst auf den Markt gekommen. Vielleicht wird er in einem Jahr sich schon ähnlich oft verkaufen wie zuletzt der Polo. Und der T-Cross ist schon heute (als Diesel) im Preissegment von €23.000 Euro unterwegs. +++

+++ Volkswagen könnte mit seinem Strategieschwenk auf die Elektromobilität mehr verändern, als bislang gedacht. Konzern Chefstratege Michael Jost sagte, Volkswagen wolle den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) auch für WETTBEWERBER bereitstellen. “Unser Baukastensystem für Elektroautos soll ein Standard nicht nur für den VW-Konzern sein”. Für Volkswagen sei das ein Paradigmenwechsel. “Wir haben keinen Eliteplan, sondern einen Plan für die Gesellschaft”. Zuletzt hatte der Hersteller bereits mehrfach betont, “das Elektroauto für alle” bauen zu wollen. “E-Mobilität für Millionen, nicht für Millionäre”, lautet ein Slogan, den die Wolfsburger intern ausgegeben haben. Laut Jost gibt es auch schon konkrete Gespräche mit Interessenten für den MEB. Dabei soll es sich vor allem um Volumenhersteller handeln. Fast unweigerlich fällt dabei der erste Gedanke auf Ford: Mit dem US Konzern hatte Volkswagen erst kürzlich eine Partnerschaft geschlossen. Darüber hinaus erklärte Jost, dass VW neben dem ID Neo, der 2020 kommen wird, an einem preiswerten Einstiegs-Elektroauto arbeitet. Ab 2023, spätestens aber 2024 soll das Modell in der Größe eines T-Cross für €23.000 marktreif sein. +++

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