Tagesschau: Porsche 911 GT3 krijgt atmosferische 4,0 liter motor van 510 pk

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+++ Nach Ansicht von Prof. Dr. Stefan Bratzel wird die AUTOINDUSTRIE frühestens im Jahr 2022 wieder ein Niveau wie Ende 2019 erreichen. Auch wenn die Autoindustrie in den nächsten Wochen die Produktion wieder aufnimmt, wird es lange dauern, bis sie das hohe Produktionsniveau des vergangenen Jahres erreicht. Zu viele Lieferketten seien unterbrochen und müssten durch Insolvenzen neu geknüpft werden, meint Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management in Bergisch-Gladbach. “Bis Ende des Jahres kann man die Zulieferketten wieder hinbekommen, dazu wird es aber auch Übernahmen und Zusammenschlüsse einiger Unternehmen geben müssen”, so Bratzel. “Ein Niveau wie Ende 2019 werden wir aber nicht vor 2022 wieder erreichen”. Zuvor hatte der Automobilexperte in einem Interview bereits angekündigt, dass die Folgen der Coronavirus-Pandemie auf die Autoindustrie nicht mehr aufzuholen sind. Das Hochfahren der Produktionen werde schwierig und mehrere Wochen dauern. Die Logistikketten mit allen Zulieferern und Subzulieferern seien international weit verzweigt und befänden sich zeitlich versetzt in unterschiedlichen Phasen der Krise. Zudem stünden viele Zulieferer kurz vor der Insolvenz, was die Hersteller vor neue Herausforderungen stelle. Bratzel erwartet, dass dieses Jahr weltweit etwa 15 Millionen Autos weniger verkauft werden als geplant. Das wäre ein Einbruch von 17 %. Diese Berechnung setzt allerdings voraus, dass die Einschränkungen der Wirtschaft nur sechs bis acht Wochen andauern. “Verlängern sich die Einschränkungen beispielsweise durch einen zweiten Lockdown auf 12 bis 16 Wochen, ist auch ein Absatzrückgang von bis zu 30 % möglich”, so Bratzel. +++ 

+++ BMW will vom 11. Mai an in Deutschland wieder Autos bauen; nach 2 Monaten Stillstand. Das große SUV Autowerk Spartanburg in den USA und das Motorradwerk in Berlin sollen schon vom 4. Mai an schrittweise wieder hochfahren. Eine Woche später soll dann die Autoproduktion im niederbayerischen Dingolfing wieder anlaufen, ebenso in Mexiko. “Frühestens am 18. Mai” werden die Autobauer im BMW Stammwerk München, in Leipzig, Regensburg, im südafrikanischen Rosslyn und im Mini Werk Oxford wieder an die Arbeit gehen “je nach Marktentwicklung”, so das Unternehmen weiter. “Es hängt alles an den Märkten und der Kundennachfrage”, sagte ein Konzernsprecher. Es gebe ansatzweise erste positive Anzeichen, vor allem in China und Korea. Aber in zahlreichen Märkten sei die Entwicklung weiter unsicher. Mit den Lieferanten stehe BMW ständig in engem Kontakt, um die Versorgung mit Bauteilen sicherzustellen. Im größten europäischen Werk Dingolfing, wo BMW in Asien stark gefragte Oberklasse Fahrzeuge baut, soll die Fertigung zunächst nur mit einer Schicht anlaufen, mit Abstandsregeln und Schutzmasken für die Mitarbeiter, die schon in Arbeitskleidung kommen sollen, mit Fußgänger-Einbahnstraßen, erweiterten Pausenflächen sowie Sitz und Aussteige Regeln in den Werksbussen. In München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig sind annähernd 20.000 BMW Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mehrere Tausend Mitarbeiter hatten den Produktionsstopp für Umbauten in den Werken genutzt. In München und Dingolfing werden die Bänder für den Anlauf der Elektroautos i4 und iNext im kommenden Jahr vorbereitet. Wegen der Schließung der Autohäuser in Europa und den USA und dem Einbruch der Nachfrage hatte BMW seine Autowerke in Europa, Südafrika und Mexiko Mitte März, in den USA dann Ende März heruntergefahren. Die Bänder am größten BMW Standort Shenyang in China laufen schon seit Mitte Februar wieder. Mercedes-Benz will kommende Woche die Autoproduktion in Sindelfingen und Bremen wieder schrittweise starten, ebenso wie Volkswagen in Zwickau und Audi im Stammwerk Ingolstadt. Bei Ford in Köln und Saarlouis stehen die Bänder noch bis mindestens 4. Mai still. Die Opel Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach bereiten sich ebenfalls auf den Neustart vor, haben aber noch keinen Termin. +++

+++ Die Corona Krise hat dem Autohersteller DAIMLER im ersten Quartal einen Gewinneinbruch beschert und macht eine genaue Prognose für das Gesamtjahr unmöglich. Von Januar bis März 2020 brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 78 % auf €617 Millionen, gab der Dax Konzern in einer Pflichtmitteilung bekannt. Den ursprünglichen Jahresausblick kippte Daimler, nachdem der Konzern schon Mitte März auf die nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Viruspandemie hingewiesen hatte. Die Auswirkungen auf Nachfrage, Lieferketten und Produktion könnten nicht sicher und detailliert eingeschätzt werden. Der Konzern gehe aber davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis in diesem Jahr jeweils unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Die Finanzierungstochter Daimler Mobility, über die Kredit und Leasing Verträge für die Fahrzeuge laufen, traf wegen der Krise eine Risikovorsorge von €400 Millionen. Der Ergebnisrückgang in diesem Jahr werde auch zu einem Rückgang des Cash Flow des Industriegeschäfts führen. Finanzvorstand Harald Wilhelm hatte schon Anfang April erklärt, angesichts der Krise habe das Absichern der Liquidität oberste Priorität. Kürzlich sicherte sich das Unternehmen eine Kreditlinie bei Banken über €12 Milliarden. “Angesichts des Umstands, dass wir umfassende Maßnahmen zum Schutz unseres Barmittelbestands getroffen und unsere finanzielle Flexibilität erhöht haben, sind wir zuversichtlich, für die Zeit während und nach der Krise gut positioniert zu sein”, erklärte Daimler. Tiefe Bremsspuren durch die Corona Krise hatten sich schon im Absatz gezeigt: Die Pkw Tochter Mercedes-Benz verkaufte im ersten Quartal weltweit 15 % weniger, im Lkw Geschäft brachen 20 % Absatz weg. Die Produktion bei Daimler lief in dieser Woche in Europa nach 4 Wochen Zwangspause erst wieder langsam an. Die Autohäuser öffneten. In China hat sich die Fertigung schon wieder normalisiert. Wilhelm hatte angekündigt, das im November angekündigte Kostensenkungsprogramm werde wegen der Corona Krise beschleunigt. +++

+++ In der Corona Krise kaufen Kunden kaum noch Autos: in EUROPA halbierte sich der Absatz, auch auf anderen Kontinenten ging er stark zurück. Das trifft auch Volkswagen hart. Die Corona Krise hat die globalen Automärkte einbrechen lassen. In Europa ging die Zahl der Verkäufe besonders stark zurück: In den 27 Ländern der EU ohne Großbritannien wurden im März 567.308 Autos zugelassen. Das waren rund 55 % weniger als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Im gesamten Quartal sind die Verkäufe demnach um gut ein Viertel zurückgegangen. Die allermeisten Autohäuser in Europa seien während der zweiten Märzhälfte wegen behördlicher Anweisungen geschlossen gewesen, hieß es. Im März gab es einen besonders starken Rückgang in Italien, wo die Zulassungen um 85 % auf 28.326 Autos fielen. In Frankreich ging es um 72 % und in Spanien um 69 % herunter. Deutschland verzeichnete ein Minus von fast 38 %. In den USA gingen die Verkäufe einer Übersicht des deutschen Autoverbandes VDA zufolge um 38 % zurück. In China waren es demnach 48 %, nach 80 % im Februar. Unter den deutschen Herstellern verzeichnete der Volkswagen Konzern im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Einbruch von fast 38 % im weltweiten Verkauf. Volkswagen Töchter wie Porsche und Audi mit eingenommen, verkaufte der Konzern nur 623.000 Autos. Im gesamten Quartal betrug das Minus 23 %, wie das Unternehmen mitteilte. Volkswagen hatte wie viele andere Hersteller den Betrieb in Werken und Autohäusern wegen Ansteckungsrisiken und fehlenden Nachschubs durch unterbrochene Lieferketten einstellen müssen. Hinzu kam eine starke Abnahme der Nachfrage. Der VW Konzern hatte bereits deutliche Einbußen bei Umsatz und Betriebsgewinn bekannt gegeben und die Jahresprognose gestrichen. Ab der kommenden Woche soll die Produktion mit neuen Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter schrittweise hochgefahren werden. In China sind fast alle Fabriken schon wieder am Netz. +++

+++ Volkswagen fordert wegen der drohenden Nachfrageflaute in der Corona Krise eine neue staatliche FÖRDERPRÄMIE . “In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen”, sagte der bei der Marke VW fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter. “Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden”, sagte Brandstätter. Ein neues Fördermodell könnte sich an eingesparten Emissionen des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2) orientieren. “Wir gehen damit aus der Krise hinaus und hinein in die grüne Transformation”. An den bestehenden Klimazielen wolle VW auf jeden Fall festhalten. “Klimaschutz bleibt eine Menschheitsaufgabe. Daran ändert die Corona Pandemie überhaupt nichts”, sagte er. “Viele profitieren davon, wenn es in der Automobilindustrie wieder losgeht”, betonte Brandstätter die Bedeutung der Branche für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschlands wichtigster Industriezweig stehe für 10 % der heimischen Wirtschaftsleistung. +++

+++ Einem Medienbericht zufolge befindet sich Tata Motors in Gesprächen mit Ralf Speth, dem Noch CEO von JAGUAR LAND ROVER (JLR), über eine Vertragsverlängerung. Ursprünglich hatte das Unternehmen Ende Januar mitgeteilt, Speth werde im September dieses Jahres seinen Posten bei JLR räumen. Danach sollte er eine Position bei Tata Sons Holding annehmen und dort stellvertretender Vorsitzender werden. Der Hauptgrund dafür scheint Speths Alter: Bei Tata ist ein Renteneintritt ab 65 Jahren vorgesehen. Die Verbreitung des Corona Virus hat jedoch die Situation verändert und Werksstillstände verursacht. Tata sieht in der Personalie Speth daher womöglich einen erfahrenen Krisenmanager, hatte er doch bereits bei JLR in der Vergangenheit größere Probleme bewältigt. Ein Weitermachen Speths würde Tata zudem etwas Luft zum Atmen bei der Suche nach einem Nachfolger geben. +++

+++ Eigentlich hätte BMW seinen NEUEN 4-ER auf der Autoshow in Detroit gezeigt, jetzt muss es eben online gehen. Mit seinen riesigen Nieren soll sich der neue BMW 4er zukünftig stärker vom 3er abheben, das steht fest! Unklar war bislang allerdings das Premierendatum des BMW Coupés. Das ändert sich jetzt. Der kommende BMW 4er soll nämlich im Juni der Öffentlichkeit gezeigt werden. Das Datum zeigt außerdem: BMW wollte sein Mittelklasse-Coupé mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der NAIAS 2020 in Detroit zeigen. Nachdem die Messe jetzt aber aufgrund der Corona Krise abgesagt wurde, wird das Event wohl online stattfinden. Das neue BMW Coupé wird wohl zuerst als Zweitürer vorgestellt werden, Cabrio und viertüriges Gran Coupé folgen etwas später. In Sachen Antrieb dürfte BMW sich im Motoren Portfolio des 3er bedienen und somit auch beim 4er vermehrt auf Vierzylinder setzen. Entsprechend gibt es nur noch drei Modelle mit sechs Zylindern: den 440d (320 PS / 680 Nm), den M440i (388 PS / 480 Nm) und das Topmodell M4 (462 PS / 570 Nm). +++

+++ Wochenlang waren Autohäuser geschlossen, seit Montag dürfen viele Händler wieder verkaufen. Aber interessieren sich die Menschen in der Krise überhaupt für einen NEUWAGEN ? Seine Kunden empfängt Peter Wiesbrock neuerdings mit dem Ebola Gruß. Ausgestreckten Ellenbogen an ausgestreckten Ellenbogen, bloß nicht zu lange, Abstand wahren, lächeln. Wenn ein Paar zum Autohaus Boomers in Ahaus kommt, um sich einen BMW zu kaufen, darf Verkaufsleiter Wiesbrock nur eine der beiden Personen im Büro empfangen. Sonst würde er gegen das staatliche Kontaktverbot verstoßen. Immerhin: “Jetzt können wir unsere Kunden wieder persönlich beraten”, sagt Wiesbrock und lächelt. “Das ist schon eine große Erleichterung”. Seit Montag dürfen Deutschlands Autohäuser wieder öffnen: nach einem Monat Corona Lockdown. Die Lockerung soll ein erster Schritt hinaus aus dem wirtschaftlichen Schlamassel sein, in den der gesamte Automobilsektor geraten ist. “Wenn keine Autos mehr verkauft werden, müssen die Fabriken auch keine mehr produzieren”, hat der Bundesverband der freien KfZ Händler zu Beginn der Lockdowns prophezeit. In etwa ist es so auch gekommen: In vielen Fabriken stehen die Bänder still. Dafür allerdings gibt es auch andere Gründe, etwa Störungen der Lieferketten oder gesundheitliche Bedenken. Kann die Wiedereröffnung der Autohäuser die Branche wieder in Fahrt bringen? Bei BMW Boomers im westfälischen Ahaus läuft es nicht schlecht an Tag eins der Wiedereröffnung. “Gleich am Morgen sind mehrere Kunden ins Geschäft gekommen. Sie haben sich ernsthaft interessiert”, sagt Wiesbrock. “Und über das Netz kommen auch mehr Anfragen als sonst rein.” Alle paar Minuten klingelt am Montagnachmittag sein Telefon. Immer wieder fragen Anrufer nach Neu- oder Gebrauchtwagen, die das Autohaus gerade im Angebot hat. Aber das ist nur der Anfang; verkauft sind die Fahrzeuge noch lange nicht. Wird am Ende etwas dabei rumkommen? Wiesbrock zuckt mit den Schultern. Vieles ist jetzt anders bei Boomers. Besucher müssen vor dem Empfang in markiertem Abstand hintereinander anstehen und ihr Anliegen durch eine spucksichere Plexiglasscheibe vortragen. Handschuhe und Desinfektionsmittel stehen für sie bereit, die Mitarbeiter tragen auf Wunsch Masken. Und die Fahrzeuge im Schauraum sind nun zugesperrt. An ihren Türen und Scheiben hängen Plastikschilder: “Wenden Sie sich gerne an einen unserer Verkäufer, wenn Sie sich das Auto näher anschauen möchten”, Interessenten sollen nicht mehr einfach so in die Fahrzeuge einsteigen, ohne dabei gesehen zu werden. Bloß kein Gesundheitsrisiko eingehen. “Alles, was ein Kunde drinnen im Wagen berührt”, sagt Wiesbrock, “wird hinterher von uns desinfiziert”. Eine Frau und ein Mann, vielleicht Anfang 40, schlendern über das Außengelände. Sie halten Ausschau nach einem Jahres- oder nicht allzu alten Gebrauchtwagen. Hier auf dem Land brauche man ein Auto, und öffentliche Verkehrsmittel kämen für sie zurzeit nicht infrage, sagt die Frau: das Virus, die Ansteckungsgefahr, der mögliche Zwang zur Maske. Dass die Pandemie bei vielen Menschen wieder den Wunsch nach ihrem eigenen Fahrzeug weckt, ist eine verbreitete Hoffnung in der Branche. “Bei aller Verteufelung des Autos sind wir im eigenen Wagen vor dem Virus sicher”, sagt Wiesbrock. Auch staatliche Zuschüsse könnten dem Geschäft einen Schub geben, hoffen viele Autohändler. In den vergangenen Tagen haben sich unter anderem Continental Chef Elmar Degenhart, BMW Chef Oliver Zipse, Bayerns ministerpräsident Markus Söder sowie weitere Autobosse und Spitzenpolitiker für Subventionen ausgesprochen. Doch vor dem Kauf stehen in der Praxis noch einige Hürden. Angefangen mit der Probefahrt. “Wir müssen noch klären, unter welchen Umständen wir das tun dürfen”, sagt Wiesbrock. “Vielleicht ist es mit Masken möglich”. Ganz sicher werden die Boomers Leute das Fahrzeug hinterher komplett desinfizieren. Auch die örtliche Bürokratie ist ein Hindernis: Wiesbrock zufolge lässt die Zulassungsstelle in Ahaus derzeit keine Normalverbraucher hinein. Stattdessen müssen die Händler einen Zulassungsdienstleister beauftragen, der die Papiere einsammelt und bei der Behörde einreicht. Das mit Abstand größte Problem sind die unsicheren Lieferketten. Kurz vor Feierabend muss Wiesbrock einen Kunden vertrösten. Der Mann hatte sich schon vor Monaten wegen einer Hüftoperation einen SUV bestellt, weil er nicht mehr in tiefere Autos hineinkommt. Aber nun verzögert sich die Auslieferung des Mini Countryman von Woche zu Woche. “Ich habe nachgeguckt”, ruft der Verkaufsleiter durchs Telefon: “Der Countryman ist gerade bei Nedcar in Eindhoven”; das niederländische Automobilwerk baut für den BMW Konzern bestimmte Modelle zusammen. “Die haben die Karosserie lackiert, aber nicht zusammengebaut. Ich kann Ihnen nicht sagen, wann es weitergeht. Das wäre gelogen”. Neue Autos hat BMW Boomers in den vergangenen Wochen nur sporadisch bekommen. Und das werde auch einige Zeit so weitergehen, meint Wiesbrock. Ganz eng könne es bei den Hybrid Fahrzeugen werden, denn die Batterie Produktion liege vielerorts flach. Viele Hersteller sind international so verflochten, dass schon Ausfälle in einem Land gravierende Folgen für die ganze Produktpalette haben können. “Ein Rädchen nach dem anderen” müsse die Branche nun wieder in Bewegung bringen, sagt Wiesbrock. Es werde wohl noch mindestens bis zum Spätsommer dauern, bis das Geschäft bei Boomers wieder in halbwegs normalen Bahnen verlaufe. Und auch dann wird er sich in seinem Büro in die eine Ecke hocken, so weit wie möglich weg vom Kunden in der anderen Ecke, bloß niemandem näher als 2 Meter kommen, und keinem die Hand schütteln; nicht einmal zum Abschluss des Deals. “Wir verkaufen mit unseren Autos Emotionalität und Freude, und vieles davon fällt gerade aus”, sagt Wiesbrock. “Aber wenigstens können wir überhaupt wieder etwas machen”. +++

+++ Die Scheinwerfer haben sich in der Automobilgeschichte immer weiter entwickelt. Von den Lampen der Autos des frühen 20. Jahrhunderts sind heutige Leuchtsysteme Lichtjahre entfernt. Der OPEL Astra glänzt mit modernem Matrix Licht. Andere Modelle folgen. Und: Gutes Licht ist nicht nur ein Sicherheitsgewinn, sondern steigert auch den Fahrspaß bei Dunkelheit. Der neue Astra bietet das adaptive IntelliLux LED Matrix-Licht, das die Nacht zum Tag macht. Mit dieser wegweisenden Technologie läutete der Astra 2015 bei Opel eine neue Licht Ära ein. Das innovative System leuchtet die Fahrbahn und Umgebung automatisch je nach Bedarf aus; für stets beste Sicht, ohne dabei den Vorausfahrenden oder den Gegenverkehr zu blenden. Und das so erfolgreich, dass das adaptive IntelliLux Lichtsystem kontinuierlich weiterentwickelt wurde und in immer mehr Opel Modellen angeboten wird. So verfügt neben dem Astra nicht nur der Insignia über die mittlerweile jüngste Lichtgeneration, auch der neue Corsa bietet erstmals das IntelliLux LED Matrix Licht im Kleinwagensegment an. Damit will die Blitz-Marke sozusagen klassenübergreifend die innovative Licht Technologie demokratisieren. “Mit dem adaptiven IntelliLux LED Matrix Licht haben wir eine wegweisende Lichttechnologie entwickelt, die wir sukzessive in allen Fahrzeugklassen einführen”, sagt Lichttechnik Leiter Ingolf Schneider, “Wir wollten, dass unsere Kunden zu jeder Zeit beste Licht- und Sichtverhältnisse haben, ohne ständig selbst Lichtfunktionen ein- oder umschalten zu müssen und ohne den Gegenverkehr zu blenden”. Genau das biete das Matrix Licht: Es mache das Fahren angenehmer und erhöhe zugleich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Die Funktionsweise des hochmodernen Lichtsystems ist so einfach wie einleuchtend: Die Astra-Scheinwerfer verfügen über insgesamt 16 LED Elemente (8auf jeder Seite), welche die Länge und Verteilung des Lichtkegels automatisch jeder Verkehrssituation anpassen. Sobald das Auto die Stadtgrenzen passiert, springen die Matrix Scheinwerfer in den Fernlichtmodus: So variieren Länge und Verteilung des Lichtkegels in Millisekunden je nach Fahrsituation, Umgebung und Verkehr; egal ob der Astra auf der Autobahn, der Landstraße oder durch Kurven fährt. Das adaptive System macht für Fahrer und Passagiere so die Nacht zum Tag, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu stören. Denn vorausfahrende sowie entgegenkommende Autos werden im Bedarfsfall einfach “ausgeschnitten”. Der Rest der Straße und das weitere Umfeld bleiben dabei stets hell erleuchtet. Blend Effekt gleich null, und das bei bester Sicht und Sicherheit. +++

+++ Der PORSCHE 911 GT3 ist der Hardcore Version. Mit der neuen Generation ändert sich einiges, aber ein entscheidendes Merkmal bleibt erhalten! Der neue Porsche 911 GT3 steht im Startblock. Allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis die neueste Generation des kompromisslosen Elfers präsentiert wird. Warum? Ganz einfach: Auf der Nürburgring Nordschleife fährt der GT3 als Prototyp bereits praktisch ohne Tarnung schnelle Runden und zeigt damit bereits jetzt, was sich beim 911 GT3 der Baureihe 992 ändert wird. Das wichtigste vorneweg: Beim Motorkonzept bleibt auch der neue GT3 der Tradition des hochdrehenden Saugmotors treu. Welcher Motor genau im Heck des 992 GT3 arbeitet, ist noch nicht sicher, vermutlich eine stärkere Ausbaustufe des neuentwickelten Vierliter Saugers aus dem 718 Cayman GT4 (420 PS). Leistungstechnisch war auch der Motor des Vorgängers eine Wucht. 500 PS schickte der Boxer an die Hinterräder. Im GT3 RS waren sogar 520 PS drin. Deshalb rechnet Autointernationaal.nl für den neuen GT3 mit einer moderat gesteigerten Leistung von gut 510 PS. Diese Leistung kann nur über hohe Drehzahlen erreicht werden: beim 991.2-GT3 war erst bei 9.000 Touren Schluss. Die Kraft geht über ein PDK (Porsche Doppel Kupplungsgetriebe) an die Hinterräder. Für Puristen dürfte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder eine Handschaltung geben. Vermutlich auch wieder in Verbindung mit einem Touring Paket, das den GT3 ohne den großen Heckflügel etwas ziviler auftreten lässt. Womit wir beim Thema Aerodynamik wären. Die spielt im Anbetracht des GT3-Prototypen eine noch gewichtigere Rolle als bislang. Auf den neuen Fotos sind gut die tunnelartigen Lufteinlässe in der Frontschürze zu erkennen, die den Luftstrom scheinbar gezielter lenken als beim Vorgänger. Ebenfalls neu ist die Fronthaube mit 2 großen Luftöffnungen direkt am Übergang zur Schürze. Wie der neue 911 Turbo S rollt der kommende GT3 wohl auf unterschiedlich großen Felgen. An der Vorderachse messen sie 20 Zoll, an der Hinterachse 21 Zoll; das hatte bei den GT-Modellen der 991-Generation nur der GT3 RS. Die filigranen Felgen des Prototyps haben ein eckigeres Design als beim alten GT3, gleich bleibt dagegen der rennmäßige Zentralverschluss der Räder. Rennmäßig mutet auch der Heckflügel an, der in seiner Form eher ungewöhnlich ist. Wie zwei Arme halten die Befestigungen den nach unten freihängenden Spoiler; in abgewandelter Form gleicht die Anbringung der des Renn-Elfers 911 RSR. Darunter trägt der GT3 eine zusätzliche Abrisskante. Seit der 997 Baureihe klassisch GT3 ist die mittige Auspuffanlage mit 2 Rohren. Erheblich vergrößert wird der Diffusor des GT3. War er beim 991.2 kaum sichtbar, zieht er sich nun bis weit in die Heckschürze hinein. Was das Geschäftliche angeht, herrscht noch Rätselraten. Beim Grundpreis geht Autointernationaal.nl von gut €220.000 aus. Der Marktstart findet wohl nicht vor 2021 statt, wobei die Premiere des neuen GT3 mit etwas Glück noch 2020 über die Bühne geht. +++

+++ SEAT fährt die Produktion an seinen spanischen Standorten zum 27. April schrittweise wieder hoch. Zum Schutz vor dem Covid-19-Erreger sollen alle 15.000 Mitarbeiter auf das SARS-CoV-2-Virus getestet werden. Die Testergebnisse dienen als Grundlage für eine wissenschaftliche Studie. Wie die Volkswagem Tochter mitteilt, beginnt der schrittweise Hochlauf an den spanischen Standorten zum 27. April. Dort hatte Seat den Betrieb im Zuge der Corona Krise eingestellt. Zum Schutz der Mitarbeiter vor Infektionen mit dem Covid-19-Erreger habe man in Abstimmung mit Gewerkschaftsvertretern entschieden, 15.000 Mitarbeiter auf das SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen. Dazu setze man auf das PCR-Verfahren, das derzeit als die zuverlässigste Testmethode gelte, weil es das Virus direkt und nicht über Antikörper oder Antigene nachweise. Die Auswertung der Tests übernimmt laut dem OEM ein vom spanischen Gesundheits Ministerium und der katalanischen Regierung akkreditiertes Diagnostiklabor. Konkret plant Seat wöchentlich mehr als 3.000 PCR-Tests für die Mitarbeiter der Produktion sowie anderer Abteilungen in den Werken Seat Martorell, Barcelona, Seat Componentes und im Ersatzteilzentrum CROS durchzuführen. Auch andere Unternehmen des Volkswagen Konzerns in Spanien werden ihre Mitarbeiter mit dem PCR-Verfahren testen lassen, heißt es. In 3 medizinischen Einrichtungen von Seat würden die Tests bereits seit dieser Woche laufen. “Wir haben die schlimmste Phase der Corona-Krise überwunden und können (mit der gebotenen Vorsicht) erste Schritte einleiten, um zur Normalität zurückzukehren”, sagt Carsten Isensee, Vorstandsvorsitzender der Seat S.A. sowie Vorstand für Finanzen und IT. Dafür seien strenge Arbeitsschutzmaßnahmen nötig, die die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter gewährleisten. Mit der Investition in das PCR Testprogramm helfe Seat ferner den Gesundheitsbehörden dabei, das Ausmaß der Pandemie zu verstehen, so der Vorstand weiter. Die Testergebnisse sollen als Grundlage für eine wissenschaftliche Studie dienen. Die Belegschaft von Seat stellt laut Dr. Bonaventura Clotet eine große, repräsentative Stichprobe der spanischen Gesellschaft dar. “Die Testergebnisse, die selbstverständlich anonymisiert und vertraulich behandelt werden, werden als Grundlage für eine wissenschaftliche Studie des Seat Wissenschaftskomitees ‘Gesundes Unternehmen’ “. In den kommenden 2 Wochen wird mit Blick auf die Produktion in Martorell auf allen 3 Montagelinien jeweils eine Schicht mit etwa einem Drittel der Kapazität arbeiten. Hier werden die Modelle Seat Ibiza, Arona und Leon sowie der Audi A1 gefertigt. Etwa 325 Fahrzeuge sollen so täglich hergestellt werden. Ab dem 11. Mai werde auf den 3 Montagelinien in 2 Schichten gearbeitet, ebenfalls mit reduzierter Kapazität. Damit sollen etwa 650 Fahrzeuge am Tag produziert werden. Im letzten Schritt plane man die Produktionsrate im Juni soweit zu erhöhen, dass sie dem Stand vor der Krise entspreche. Dies alles geschehe in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung des Corona Virus und den möglichen Folgen für den Geschäftsbetrieb. +++

+++ Zurück ans Band: Nach mehr als 5 Wochen Corona Stillstand läuft bei VOLKSWAGEN die Autoproduktion wieder an. Doch die Einbrüche sind enorm, wie Konkurrent Daimler mitteilen muss. Dass Zwickau bei irgendetwas im Automobilbau besonders schnell sein würde, glaubte zu DDR Zeiten kaum jemand ernsthaft. Inzwischen werden in der sächsischen Stadt keine Trabis mehr gebaut, sondern vollelektrische ID.3 Fahrzeuge, und das zugehörige Werk des Volkswagen Konzerns ist nun deutschlandweit das erste Fahrzeugwerk der Branche, welches in der Coronakrise wieder seinen Betrieb aufnimmt. Der ID.3 gilt als Hoffnungsträger des Konzerns und wird seit November dort gebaut. Mit der Rückkehr zur Produktion können auch die Zulieferer der Automobilbranche ihre Mitarbeiter nach und nach aus der Kurzarbeit zurückholen. Auch das Motorenwerk in Chemnitz solle schrittweise wieder hochgefahren werden, teilte Volkswagen im Vorfeld mit. Die Gläserne Manufaktur in Dresden folgt demnach am Montag, ebenso wie die Werke in Wolfsburg, Emden und Hannover. In seinem US Werk in Tennessee will VW ab 3. Mai wieder schrittweise die Produktion aufnehmen. “Wir haben die vergangenen 6 Wochen genutzt, um strikte Gesundheits und Sicherheits Maßnahmen durchzuführen”, teilte Werksleiter Tom du Plessis in Chattanooga mit. Der Schritt erfolge im Einklang mit gelockerten Corona Richtlinien der örtlichen Behörden. Die meisten der insgesamt rund 3.800 Mitarbeiter in Chattanooga hatte VW zuletzt in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Um an den 3 sächsischen Standorten die Sicherheit der rund 10.000 Mitarbeiter zu gewährleisten, setzt VW unter anderem auf verschärfte Hygienestandards und kürzere Reinigungsintervalle. So sollen die Arbeiter in Bereichen, in denen Abstände von 1,5 Metern nicht möglich sind, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem sollen die Taktzeiten deutlich verlangsamt werden. Damit können auch die Zulieferer des Autobauers aufatmen: “Insbesondere die Zulieferunternehmen, die Komponenten wie Achsen, Cockpits oder Kabelstränge in Sequenz fertigen und den Fahrzeugwerken direkt vorgelagert sind, brauchen den Wiederanlauf dringend”, sagt Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ). Ebenso wie werksnahe Dienstleister, beispielsweise aus der Logistikbranche, hätten diese Betriebe kurzfristig keinerlei Alternativen, Aufträge an anderer Stelle zu generieren. Langfristig müssten sich dennoch vor allem Werkzeugbauer und Entwicklungsdienstleister auf Einbußen einstellen, warnt der Branchenexperte. Entsprechende Budgets würden aktuell bereits drastisch eingedampft, weil den Autoherstellern durch den “Shutdown” enorme Kosten entstanden seien. Zugleich gebe es erste Überlegungen, wichtige Komponenten wie Elektronik künftig wieder stärker selbst zu fertigen. +++

+++ Autos kann man auch vom Wohnzimmer aus kaufen. VOLVO hat hierfür einen neuen virtuellen Store eröffnet. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona Pandemie in vielen europäischen Märkten startet der schwedische Premium Automobilhersteller ein neues Online Angebot, das als “Stay Home Store” zunächst in 7 europäischen Ländern verfügbar ist. Während die meisten Autohäuser in Deutschland aktuell wieder öffnen dürfen, gibt es in vielen anderen Ländern immer noch Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Der Erwerb eines neuen Volvo beim Partnerbetrieb vor Ort ist dadurch nicht oder nur eingeschränkt möglich. Im Zuge der sozialen Distanzierung verzichten Kunden zudem vermehrt auf den Besuch im Autohaus: Dort, wo ein Besuch wieder möglich ist, herrscht oftmals noch große Unsicherheit. Deshalb bietet Volvo die neue komfortable und sichere Alternative. Auf Wunsch werde das Fahrzeug auch direkt vor die Haustür geliefert, teilt Volvo mit. “Wir wollen den Kunden die Möglichkeit geben, einen neuen, zu ihnen passenden Volvo zu finden, ohne auf das Ende der Pandemie warten zu müssen”, erklärt Lex Kerssemakers, Global Head of Commercial Operations bei Volvo Cars in Göteborg. Außer in Deutschland wird das Online-Angebot im ersten Schritt in Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden eingeführt. Weitere Länder sollen folgen. +++

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