Tagesschau

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+++ Die US Umweltbehörden EPA und Carb stimmten laut einer Mitteilung vom Dienstag Reparaturen bei rund 24.000 AUDI Modellen der Typen A6, A7, A8 und Q5 mit 3,0 Liter TDI Motoren zu. Die Autos zählen zu den Fahrzeugen, die in der Dieselgate Affäre mit einer speziellen Software zur Manipulation von Stickoxidwerten ausgerüstet wurden. Die Genehmigung dürfte dem Konzern viel Geld sparen. Denn ohne eine Lösung zur Beseitigung der Betrugsprogramme hätte Volkswagen gemäß eines Vergleichs mit US Sammelklägern teure Rückkäufe für die Audi Luxuswagen der Modelljahre 2014 bis 2016 anbieten müssen. Das war schon bei Hunderttausenden kleineren Dieselwagen der Fall und verursachte dem Wolfsburger Autokonzern Kosten in Milliardenhöhe. Volkswagen zeigte sich in einem Statement denn auch erleichtert über die Entscheidung der Behörden. Zuvor war bereits die Umrüstung von über 38.000 der insgesamt knapp 80.000 Dieselwagen mit 3,0 Liter Motoren genehmigt worden. Bei 20.000 dieser Fahrzeuge hatte sich der Konzern von Anfang an zu Rückkaufsangeboten verpflichtet. Nach Vorwürfen der US Umweltbehörden hatte Volkswagen im September 2015 gestanden, in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Mittlerweile hat der Konzern wegen der Dieselgate Affäre über 25 Milliarden Euro an Kosten für Strafen und Entschädigungen verbucht. In den USA umfasste der Skandal insgesamt fast 600.000 Dieselwagen, die meisten davon waren kleinere Fahrzeuge mit 2,0 Liter Motoren. +++

+++ Während Gerichte erste Fahrverbote verhängen, streitet die deutsche Autoindustrie weiter um die Frage, ob die steuerlichen Vorteile für den Diesel erhalten bleiben sollen. In einem Interview hatte Volkswagen Chef Matthias Müller angeregt, Kraftstoff an der Tankstelle gleichzustellen. Das zusätzliche Geld solle genutzt werden, um elektrische Mobilität zu fördern. Eine Idee, die bei BMW Chef Harald Krüger wenig Anklang findet. “Ich halte die Abschaffung der Dieselsubventionen für falsch. Aus Sicht der Kunden, die einen Diesel gekauft haben, ist das nicht vertretbar”, erklärt Krüger. 2 von 3 BMWs, die aktuell in Deutschland verkauft werden, sind mit einem Diesel unterwegs. Denn die Münchener verkaufen vor allem SUVs und große Limousinen, die mit dem Selbstzünder deutlich sparsamer zu betreiben sind als mit einem Benziner. Volkswagen Konzernchef Matthias Müller hatte in einem Interview ein Ende der Dieselsubventionen angeregt. “Mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten. Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden. Schrittweise sollte eine Umschichtung der Steuererleichterungen erfolgen, das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden”, hatte Müller in der vergangenen Woche gesagt. Volkswagen hatte damit eine bundesweite Diskussion über Sinn und Zweck der Dieselsubventionen ausgelöst. In Politik und Wirtschaft gibt es keine einheitliche Meinung dazu, wie es mit der Förderung des Dieselantriebs weitergehen soll. Schon seit mehreren Jahrzehnten ist der Steuersatz beim Dieselkraftstoff niedriger als beim Benzin. Deutschland verfolgt damit eine steuerpolitische Linie wie die meisten anderen europäischen Länder. Nur in der Schweiz und in Großbritannien werden beide Kraftstoffarten ungefährlich gleich besteuert. Außer BMW hatte auch der Daimler-Konzern signalisiert, dass es bei der Steuervergünstigung für den Dieselkraftstoff bleiben sollte. Beide süddeutschen Premiumhersteller verkaufen einen vergleichsweise hohen Anteil von Dieselfahrzeugen, bei BMW sind es bis zu 70 Prozent. Innerhalb der gesamten Volkswagen Gruppe sind es noch nicht einmal 50 Prozent. Der Wolfsburger Autokonzern dürfte es deshalb viel eher verschmerzen, wenn die Dieselsubventionen gestoppt und die freiwerdenden Gelder zur Förderung von Elektroautos eingesetzt würden. Unter den 3 deutschen Autoherstellern bereitet der Volkswagen Konzern zudem die größte Elektrooffensive vor. In knapp 2 Jahre beginnt die Produktion der neuen ID Elektrobaureihe, innerhalb von 5 Jahren will Volkswagen mehr als 1 Millionen E-Autos produzieren. Mit seinem Vorschlag zum Ende der Dieselsubventionen hat sich der Volkswagen Konzern in der deutschen Automobilbranche ein Stück weit isoliert. Wegen der Dieselaffäre ist Volkswagen sowieso schon seit 2 Jahren innerhalb der Industrie weniger gut gelitten. “Dann macht es auch nichts, wenn wir jetzt noch einmal außerhalb des Mainstreams liegen”, sagte ein Wolfsburger Topmanager zu den jüngsten Auseinandersetzungen um die Dieselsubventionen. BMW Chef Krüger wehrt sich im Interview auch massiv gegen Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe, die nach Fahrtests den Verdacht geäußert hatte, dass auch BMW seine Modelle mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestattet haben könnte. “Wir schummeln nicht. Ich habe das immer wieder gesagt, und es gilt weiterhin”, so Krüger. “Die durch die Umwelthilfe bemängelten Abgaswerte kamen nach unserer Einschätzung in erzwungenen Fahrsituationen zustande, die nur einen Bruchteil des typischen Fahrverhaltens unserer Kunden ausmachen”. Im konkreten Fall hatte die Umweltorganisation einen 320d getestet. Doch gänzlich auf den Diesel will auch BMW nicht setzen, und den Anteil elektrischer Fahrzeuge deutlich erhöhen. Bis Ende 2019 werde man die Zahl der bislang von BMW verkauften Fahrzeuge mit Elektro-und Hybridmotor bis Ende 2019 mehr als verdoppeln, erklärte Krüger im Gespräch. “Bis Ende 2019 werden wir 500.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße haben”, sagte Krüger im Interview. Erst vor wenigen Tagen hatte BMW das selbstgesteckte Ziel von 100.000 verkauften Elektroautos gefeiert. Neben dem reinen Elektroauto i3 sind in diesen Zahlen allerdings auch halbelektrische Fahrzeuge wie Plug-in-Hybride eingeschlossen. Dennoch erwartet Krüger, dass die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen weiter zulegen wird. “Wir wollen ein anständiges, 2-stelliges Wachstum”, sagte der BMW Chef. “Allein im Jahr 2018 werden wir den Absatz gegenüber 2017 sogar im mittleren 2-stelligen Prozentbereich steigern”, so Krüger. Doch ganz auf den Diesel werde BMW nicht verzichten.

+++ Audi muss in Deutschland 330.000 Autos wegen BRANDGEFAHR in die Werkstatt zurückrufen. Bei den Fahrzeugen der Modellreihen A4, A5, A5 Cabrio und Q5, die zwischen April 2011 und Mai 2015 produziert worden seien, könne der Zusatzheizer überhitzen und ein Schmorbrand entstehen, sagte ein Audi Sprecher in Ingolstadt. Schon im Oktober hatte Audi in den USA 250.000 Autos mit dem gleichen Problem zurückgerufen. Es gebe bisher zwar nur ein paar Dutzend Zwischenfälle, und niemand sei verletzt worden. Aber die Kunden sollten den Zusatzheizer abschalten und das Auto bei Schmorgeruch sofort abstellen, sagte der Audi Sprecher. Die betroffenen Fahrzeuge könnten bis zur Reparatur allerdings grundsätzlich weiterbenutzt werden. Der Zusatzheizer erwärmt das Fahrzeug im Winter schneller, als es die Motorwärme allein könnte. Wie sich jetzt herausstellte, können die Drähte jedoch überhitzen. In der Werkstatt würden die in der Mittelkonsole verbauten Zusatzheizer aller betroffenen Fahrzeuge ausgetauscht und eine bessere Software aufgespielt. Das dauere etliche Stunden. Die Information der betroffenen Kunden sei angelaufen. Zu den Kosten des Rückrufs äußerte sich Audi nicht. +++

+++ FDP Generalsekretärin Nicola Beer hat Volkswagen Chef Matthias Müller nach dessen Vorstoß zur Zukunft des DIESEL attackiert und ihn als ‘Diesel-Judas’ bezeichnet. Müller hatte die bestehenden Steuervorteile für Dieselsprit in Zweifel gezogen. Beer schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf Müller: “Frage an den Diesel-Judas: Was tragen Sie denn dazu bei, damit neue Technologien und emissionsfreie Kraftstoffe schneller kommen? Oder nur Abgreifen von noch mehr Subventionen?” In dem Tweet war ein Artikel zu den Aussagen Müllers verlinkt. Der VW-Chef hatte gesagt: “Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden”. Konkret schlug Müller eine schrittweise Umschichtung der Steuererleichterungen vor. “Das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden. Abstriche bei den Diesel-Subventionen, dafür Anreize für Elektroautos, wären das richtige Signal. Das würden wir aushalten, ohne gleich Existenzängste haben zu müssen”. Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister hatte sich ebenfalls irritiert über den Vorstoß gezeigt. “Dass die Automobilindustrie Fahrverbote fordert, verwundert sehr”, sagte der CSU Politiker. Die blaue Plakette bedeute “nichts anderes als die kalte Enteignung von Millionen von Diesel Besitzern”. Die Autoindustrie stehe “sehr deutlich in der Verantwortung”, mehr Mobilität bei weniger Emissionen zu schaffen. Eine Sprecherin des Umweltministeriums erinnerte dagegen an die Aussage von Ministerin Barbara Hendricks (SPD), dass der Diesel eine steuerliche Bevorzugung nur dann verdient hätte, wenn er auch einen Umweltvorteil habe. “Das sieht im Moment aber nicht danach aus”, sagte sie mit Blick auf die gesundheitsgefährdenden Stickoxid-Emissionen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Bundesregierung habe “gegenwärtig keine Pläne, an der Dieselbesteuerung etwas zu ändern”. Der Bundesrechnungshof wies in einem Bericht daraufhin, dem Fiskus seien durch die im Verhältnis zu Benzin geringere Besteuerung 2015 Einnahmen in Höhe von 8,0 Milliarden Euro bei der Energiesteuer sowie 1,5 Milliarden Euro bei der Umsatzsteuer entgangen. Dabei haben die Rechnungsprüfer allerdings die höheren Sätze für Diesel-Pkw bei der Kraftfahrzeugsteuer nicht gegengerechnet. Unter “finanzwirtschaftlichen, steuersystematischen, ökologischen und gesundheitspolitischen Gesichtspunkten” sei zu überlegen, ob die Besteuerung auf den Prüfstand gehöre, schrieben sie. +++

+++ Volkswagen hat seinen rund 380 Mitarbeitern in der GLASERNEN MANUFAKTUR in Dresden eine Beschäftigungszusage bis 2025 gemacht. Entlassungen soll es auch für jene Kollegen nicht geben, die früher in Dresden arbeiteten, wie das Unternehmen mitteilte. Zu besten Zeiten waren das etwa 500 Beschäftigte. Sie arbeiten seit dem Stopp der Produktion des Luxuswagens Phaeton im Frühjahr 2016 an anderen Volkswagen Standorten. Zugleich teilte Volkswagen mit, die Produktion des E-Golf in Dresden von derzeit 35 Autos pro Tag von März 2018 an schrittweise auf 70 zu erhöhen. “Es waren schwierige Verhandlungen mit dem Unternehmen in den letzten Wochen”, sagte Betriebsratschef Thomas Aehlig. “Dass nicht alle Dresdner Beschäftigten an den Standort zurückkehren können, schmerzt uns. Wichtig ist: Für sie gibt es Möglichkeiten und Unterstützung zum Wechsel an andere Volkswagen Standorte in Sachsen”. +++

+++ NISSAN startet im Januar in Japan ein Car Sharing Programm. Beim ‘e-share mobi’ genannten Projekt kommen ausschließlich elektrifizierte Autos zum Einsatz. Die Flotte wird aus dem elektrischen Nissan Leaf und dem Note e-Power mit Hybridantrieb bestehen. Auch die europäischen Car Sharing Programme DriveNow und Car2Go setzen vermehrt auf Elektromobilität. Die oft nur kurzen Strecken und der hohe Anteil an innerstädtischer Nutzung von geteilten Autos bietet den Einsatz der Stromer natürlich an. Von 3.370 in Deutschland eingesetzten DriveNow Fahrzeugen sind immerhin 420 elektrische BMW i3, europaweit entfallen 970 von 6.250 DriveNow Autos auf das Elektromodell. Ansonsten bevölkern vor allem diverse Mini Modelle, BMW 1er und X1 die Flotte. Beim Konkurrenten Car2Go sind ca. 10% der weltweit 14.000 eingesetzten Autos mit einer Batterie als Energiequelle unterwegs. Dabei konzentrieren sich die Car2Go Stromer vor allem auf die Städte Amsterdam und Madrid (350 bzw. 500 Elektro-Smart) sowie die Daimler-Heimat Stuttgart, wo 500 E-Smart und 50 elektrische Mercedes B Klassen bereitstehen. Beide deutschen Car Sharing Systeme funktionieren nach dem sogenannten ‘Free Floating’ Prinzip. Die Autos können also innerhalb definierter Geschäftsgebiete angemietet und auch wieder abgestellt werden. Nissan setzt bei seinem Projekt auf ein stationsgebundenes System mit 30 Standorten im Land. Wie BMW und Daimler kooperiert auch Nissan beim Car Sharing mit einem Autovermieter. Während die deutschen Autobauer auf die Expertise von Sixt (DriveNow) bzw. Europcar (Car2Go) setzen, ist bei Nissan die firmeneigene Vermietungs-Tochter an Bord. Schon im März 2018 gehen die Japaner einen Schritt weiter. Zusammen mit dem japanischen IT Unternehmen DeNA startet Nissan dann einen Feldversuch mit autonom fahrenden Autos. Für den Test in Yokohama werden Nissan Leaf entsprechend umgerüstet. Die neue Generation des Elektroautos hat bereits Assistenzsystem an Bord, die eine Aufrüstung zum vollständig automatisieren Fahren relativ einfach machen. Das Kompaktmodell kann einspurigen Stopp-And-Go Verkehr selbständig den Abstand zum Vordermann halten, anhalten und wieder anfahren. Der Parkassistent übernimmt nicht nur die Lenkarbeit, sondern den kompletten Rangiervorgang. Car Sharing ist auch im verkehrsreichen Japan bereits etabliert. Behördenangaben zufolge nutzen (Stand März 2017) über 1 Million Menschen 24.458 geteilte Autos im ganzen Land. Die Fahrzeuge stehen an fast 13.000 Stationen zur Miete bereit. Warum setzen die Japaner nicht auf das Free-Floating System? Der Grund liegt in den oftmals schlicht nicht vorhandenen Parkmöglichkeiten. +++

+++ Erlkönigjäger haben den Audi Q3 auf Testfahrten im Schnee erwischt. An der Front fällt der deutlich niedriger angesetzte Kühlergrill auf. Auch die Scheinwerfer sind schärfer gezeichnet. Der Erlkönig ist mit Halogen-Scheinwerfern unterwegs, was darauf schließen lässt, dass es sich hier um ein weniger gut ausgestattetes Exemplar handelt. Die Lufteinlässe in der Stoßstange stehen weniger hervor als noch beim Vormodell. Passend zu anderen aktuellen Audi-Modellen sind auch die Heckleuchten mit mehr Ecken versehen. Der Dachkantenspoiler macht auf den Erlkönigbildern auch einen spitzeren Eindruck. In 2011 wurde der aktuelle Audi Q3 vorgestellt, so langsam kommt er also in die Jahre. Was ihm fehlt, ist der Zugang zur neuen digitalen Welt in Form von Assistenzsystemen, der nächsten Infotainment Generation und einem zeitgemäßen Bedienkonzept. Kurzum: Es gibt viel Spielraum für Verbesserungen. Den will Audi auch nutzen. Schließlich muss der Q3 nicht nur BMW X1 und Mercedes GLA Paroli bieten. Er hat mit Volkswagen Tiguan, Seat Ateca und Skoda Kodiaq (mit denen er sich die DNA teilt) auch konzernintern starke Gegner. Außerdem muss er ein gutes Stück wachsen, immerhin hat sich unterhalb der Q2 breitgemacht. Der modulare Querbaukasten (MQB) schafft mehr Platz im Innenraum, bringt die Elektronik auf den neuesten Stand, ist viel flexibler in Bezug auf Länge, Breite und Radstand. Das Konzept richtet sich zwar am Tiguan II aus, doch auch der Q3 profitiert von der steiferen und leichteren Bauweise sowie vom noch effizienteren Gleichteilekonzept. Die Länge dürfte von 4,39 auf 4,45 Meter wachsen, der Radstand von 2,60 auf 2,65 Meter. Weil der Q3 außerdem rund 5 Zentimeter breiter, aber keinen Deut höher wird, liegt der Wagen optisch viel satter auf der Straße. Zu diesem Effekt tragen auch die dezent ausgestellten Radhäuser bei. Eine Langversion, wie sie Skoda und Volkswagen planen, kommt für Audi nicht infrage. Der Vertrieb fände ein Q3 Coupé zwar spannend, hadert aber mit zu geringen Stückzahlen, wenn es ein betont dynamischer 2-türer sein soll. Für den Fall, dass Porsche einen Macan Junior baut, müsste das Projekt natürlich neu gerechnet werden. Interieur und Cockpit des Q3 orientieren sich am größeren Q5 und am neuen Tiguan. Eine aktuelle Infotainment Generation und ein zeitgemäßes Bedienkonzept halten Einzug. Für Gestensteuerung, automatisches Parken und autonomes Fahren ist es in dieser Preisklasse noch zu früh. Die Instrumentierung kann gegen Aufpreis jedoch stufenweise erweitert werden. Analoge Skalen sind Serie, die Digitalanzeigen mit großer Kartendarstellung und das Head-up Display kosten extra. Die Gepäckraumklappe gibt eine breitere Öffnung frei, die Ladekante wird abgesenkt, die Fondsitze lassen sich vielfach verstellen. Der Kofferraum nimmt dem Vernehmen nach von 356 auf 400 Liter zu. Während die 3-zylindermotoren außen vor bleiben, plant Audi 2 sportliche 5-zylinder: Erstmals den 340 PS starken SQ3 und eine RS-Version mit 400 PS. Der kräftigste 2,0 Liter Benziner bringt es künftig auf beachtliche 252 PS, die Leistung des Top-Diesels klettert von 184 auf 204 PS. Ebenfalls als gesetzt gilt der Plug-in Hybrid: knapp ein Jahr nach Marktstart mit dem optimierten Hybridantrieb aus dem Konzernbaukasten. Die Basistechnik stammt zwar von Volkswagen, doch die höhere Systemleistung von 220 PS bleibt den 4 Ringen vorbehalten. Zusätzlich zum Plug-in soll es auch einen Mildhybrid geben. In Verbindung mit dem 12V Bordnetz und einer zweiten Batterie reicht die Leistung von 15 kW aus, um kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Denkbar wäre auch noch ein rein elektrisch betriebener Q3, der die Technik des E-Golf nutzt. Mit dem neuen Q3 dürfte die 30.000 Euro Schallmauer selbst für die Grundmodelle fallen. Obwohl auch der nächste Q5 preislich eine halbe Stufe nach oben wandert, bleibt zwischen Q3 und Q5 bei einigen Motorisierungen nicht viel Freiraum. Für Ausstattungspakete müssen die Q3 Kunden künftig ebenfalls mehr Geld in die Hand nehmen; ‘Vorsprung durch Technik’ will bezahlt werden. Der neue Audi Q3 könnte im Juni 2018 vorgestellt werden. Bei den Händlern würde das SUV dann bereits Ende des Jahres stehen. +++

+++ TOYOTA hat sich für das kommende Jahr einen Rekordabsatz von weltweit 10,5 Millionen Autos vorgenommen. Das wäre ein leichter Zuwachs im Vergleich zu diesem Jahr mit geschätzt 10,4 Millionen Autos, wie der japanische Branchenprimus bekanntgab. Die Marke Toyota allein strebt demnach ein globales Absatzplus von 2 Prozent auf 9,5 Millionen Fahrzeuge an. Die Produktion der Unternehmensgruppe, zu der auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzwagenbauer Hino gehören, dürfte dagegen um 1 Prozent unter dem voraussichtlichen Fertigungsergebnis für 2017 liegen. Der Konkurrent Volkswagen äußert sich nicht zu Absatzzielen für 2018. Allerdings verkaufte Deutschlands größter Industriekonzern im laufenden Jahr bis einschließlich November bereits gut 9,74 Millionen Autos; allein im Monat November waren es 995.900 Fahrzeuge. Vergleichbare Ergebnisse im Dezember vorausgesetzt, dürfte Volkswagen die geplanten Toyota-Verkaufszahlen schon in diesem Jahr mindestens erreichen. +++

+++ In New York oder London gehören sie schon fest zum Straßenbild: Dunkle Vans mit Schiebetür, per App bestellt und gefüllt mit Touristen und Geschäftsleuten, die sich die Fahrt in der U-Bahn ersparen wollen. Ein praktischer Service, organisiert von schnell wachsenden Unternehmen wie UBER , Lyft oder Via. Was Taxifahrer ärgert, wird von immer mehr Kunden geschätzt. In Deutschland tun sich diese Dienste noch schwer. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert noch weitgehend und die Taxigilde ist gut geschützt. Dennoch wollen Volkswagen und Daimler das Geschäft mit den Sammelfahrten auch hierzulande etablieren. Nachdem die Volkswagen Tochter Moia in Hamburg ihr Konzept vorgestellt hat, präsentierte Daimler mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) seine Pläne in Berlin. Der Tag scheint geschickt gewählt, während Uber für sein Geschäftsmodell gerade vom Europäischen Gerichtshof einhegt wird, zeigen die Deutschen legale Alternativen auf. Ab dem Frühjahr werden zunächst 50 Mercedes Sammeltaxis auf Bestellung zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg auf die Straße gehen. Zum Einsatz kommen Vans der Modelle Vito und V-Klasse sowie die kleinere B-Klassen mit Sitzen im BVG-Design. Die Fahrgäste werden per App gesammelt, ein Algorithmus berechnet die Route, die Fahrten starten und enden an regulären Bushaltestellen oder an so genannten virtuellen Haltepunkten wie Verkehrskreuzungen. Die Fahrgäste teilen sich die Fahrt mit anderen, der Algorithmus steuert Zustiege und Routen. Daimler hat für das Angebot ein Joint Venture dem US-Dienst Via gegründet. Die Stuttgarter stellen die Autos, Via die Technologie. Abgerechnet wird über die App, der Preis besteht aus einem Grundtarif und einem entfernungsbasierten Zuschlag. “Das Angebot liegt preislich zwischen einem Bus und einem Taxi”, erklärt Volker Mornhinweg, Leiter von Mercedes-Benz Vans. “Eine Ausweitung auf weitere Stadteile in Berlin ist geplant”. Dass die Stuttgarter auf die Algorithmen von Via zugreifen können, sieht er als Vorteil. Der Daimler-Partner hat viel Erfahrung damit, wie man Wartezeiten, Umwege oder Abrechnungspannen vermeidet. Berlin will Daimler auf jeden Fall als Sprungbrett nutzen. “Wir sind mit mehreren Städten im Gespräch, in London warten wir nur noch auf die finale Genehmigung”, sagt Mornhinweg. Der Konzern fährt mit seinen Mobilitätsdiensten damit zweigleisig. Vor wenigen Wochen hatte die Daimler Tochter Moovel in Stuttgart in Kooperation mit dem örtlichen ÖPNV Anbieter SBB den Dienst Flexpilot gestartet, der auf die hauseigene Moovel Technologie, und nicht auf Via zurückgreift, aber ein exakt gleiches Geschäftsmodell verfolgt. Auch hier sollen Kleinbusse des Konzerns flexible Mitfahrten garantieren. Derzeit wird noch getestet. Anfang 2018 soll der Dienst starten. Ride-Sharing, wie diese Angebote Neudeutsch heißen, sollen ein profitables Geschäftsmodell des Autobauers werden. Zudem sichert sich Daimler einen guten Absatzkanal für seine Vans. Das Potential hat auch der Volkswagen Konzern erkannt, der gemeinsam mit der Hamburger Hochbahn im kommenden Jahr ein ähnliches Projekt plant. Die Wolfsburger wollen mit ihrer Mobilitätstochter Moia im kommenden Jahr einen Shuttle-on Demand Service in der Hansestadt aufbauen. In einem ersten Schritt sollen 200 Kleinbusse voll elektrisch in Hamburg unterwegs sein und wie in Berlin das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ergänzen. Moia wolle “die Flexiblität des Privatwagens mit der Umweltfreundlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs verbinden”, verspricht Robert Heinrich von Moia. Daimler und Volkswagen wollen mit ihren Angeboten auch verhindern, dass große Mobilitätsplattformen wie Uber oder Lyft in Europa Fuß fassen und die Autohersteller zu Hardware-Lieferanten degradieren. Vor allem in Deutschland hat der Markt aber noch enge Grenzen: Hierzulande gilt das Personenbeförderungsgesetz, das jenseits vom öffentlichen Nahverkehr nur Taxen das Recht zur spontanen Personenbeförderung gewährt. Um das Projekt in Berlin möglich zu machen, hat die BVG eine “Experimentierklausel” im Rahmen des Gesetzes genutzt. Dass die Branche die Ausnahme zur Regel machen will, davon kann die nächste Bundesregierung ausgehen. +++

+++ Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) aufgefordert, gegen VOLKSWAGEN wegen unzulässiger Abgastechnik beim Touareg eine Geldbuße von 288 Millionen Euro zu verhängen. Der Autobauer betonte seinerseits, dass “aus Sicht der Volkswagen AG weder Rechtsgrund noch Anlass für die Verhängung eines Bußgelds besteht. Dies wurde gerichtlich bereits mehrfach bestätigt”. Im Zuge des Diesel Skandals waren bei den Touareg Modellen der Baujahre 2014 bis 2017 zwei unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung festgestellt worden. Die DUH argumentierte in einer Mitteilung, bei derartigen Verstößen könne das KBA Geldbußen in Höhe von bis zu 5.000 Euro pro betroffenem Fahrzeug verhängen. Da weltweit insgesamt 57.600 Touareg Modelle betroffen sind, davon 25.800 in Deutschland, kommt die Umwelthilfe auf die Summe von 288 Millionen Euro. Das KBA hatte vor knapp 2 Wochen einen Rückruf beim Touareg angeordnet. Der Diesel Abgasskandal belastet den gesamten Volkswagen Konzern seit mehr als 2 Jahren. Die weitaus meisten Autos mit einer illegalen Abgas Software sind laut Volkswagen inzwischen nachgerüstet. +++

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