+++ Auf der AUDI Homepage lassen sich derzeit keine S und RS Modelle konfigurieren. Grund: Verzögerungen bei der Umstellung auf die neuen, strengeren Abgas und Verbrauchsmesszyklen WLTP und RDE. Audi S, RS Modelle und große Benziner mit DSG können aktuell auf der Audi Homepage nicht konfiguriert werden. Bei S und RS Modellen taucht der folgende, aus dem Konfigurator des RS 3 Sportback beispielhaft entnommene Hinweis auf: “Im aktuellen Modelljahr (2018) ist der Audi RS 3 Sportback bereits ausverkauft und daher ab sofort nicht mehr individuell konfigurierbar. Jedoch stehen für Sie fertige, bereits produzierte Fahrzeuge zur Verfügung. Sprechen Sie einfach mit Ihrem Audi Partner oder besuchen Sie online die Audi Neu- oder Gebrauchtwagenbörse”. Dahinter steckt, dass es bei der Umstellung auf die Anforderungen der Abgas und Verbrauchsmesszyklen WLTP und RDE zu Verzögerungen kommt. Grund dafür ist, dass “praktisch alle Modell und Motor varianten neu homologiert werden müssen”, so ein Audi-Sprecher. Das beschäftigt die Hersteller genau wie die Behörden, die sämtliche neue Homologationen zertifizieren müssen. Nach NEFZ homologierte Neuwagen sind bei Audi nach wie vor zu haben, können aber nur noch bis Ende August 2018 zugelassen werden. Weil die Auslieferung bestimmter Fahrzeuge in diesem Zeitraum nicht garantiert werden kann, nimmt Audi für sie momentan keine Bestellungen an. Die Neuhomologation findet rund um den Modelljahreswechsel im Sommer 2018 statt und wird nach Priorität der Modellreihen abgearbeitet. +++
+++ Das legendäre CSL Kürzel kehrt zurück und ein deutlich stärkerer X2 M ist denkbar. Volle Power bei BMW M! In den kommenden Jahren plant die M GmbH einige Sondermodelle und komplett neue Modellreihen. Dabei bricht die BMW Spezialabteilung sogar mit Traditionen: Der Allradantrieb wird ab sofort nicht nur in den SUVs mit M Genen, sondern mit dem neuen, über 600 PS starken M5 erstmals auch in einer Limousine angeboten. Das M4 Cabrio kommt, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des M3 Cabrios, als Sondermodell ‘Edition 30 Jahre’. Vor allem Mercedes-AMG fährt eine extreme Modelloffensive und hat mit allen Ablegern bereits über 60 Modellvarianten im Angebot. Auch wenn man die M Performance Ableger mitrechnet, kann die M GmbH da aktuell nicht mithalten. Damit sich das wieder ändert, arbeiten die Ingenieure in München am neuen BMW 8er. Anders als beim Original soll es dieses Mal auch eine Serienversion des M8 geben. +++
+++ Der Autohersteller DAIMLER hat die Auslieferung mehrerer Diesel Modelle gestoppt. “Nach einer ersten Einschätzung beträgt die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland einige hundert Fahrzeuge”, sagte ein Daimler Sprecher. Fahrzeuge der A-, B- und C-Klasse mit Vier Zylinder Motoren sind betroffen, die bis Ende Mai produziert wurden. Daimler hat an alle Mercedes-Benz Händler eine Mitteilung verschickt, in der der Stopp angeordnet wurde: “Wir untersagen Ihnen, die betroffenen Fahrzeuge zuzulassen oder an Kunden auszuliefern, bis eine entsprechende Abhilfe in den Servicebetrieben verfügbar und an den Fahrzeugen umgesetzt ist”. Grund für den Stopp ist nach Angaben von Daimler der angekündigte Rückruf für Fahrzeuge, die einen Diesel Motor nach der Norm 6b enthalten. Der Autobauer möchte erst die Software aktualisieren bevor die Fahrzeuge an die Kunden gehen. Daimler muss wegen des Vorwurfs einer unzulässigen Abgastechnik europaweit 774.000 Fahrzeuge zurückrufen, darunter 238.000 in Deutschland. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Konzernchef Dieter Zetsche hatten sich darauf vor knapp 2 Wochen geeinigt. Zetsche sagte damals, man werde sich «unverzüglich» um die Software der betroffenen Fahrzeuge kümmern. Ein genaues Datum, ab wann die Updates verfügbar sind, ist nicht bekannt. Konkret betrifft der Auslieferungsstopp ein Modell der C-Klasse, in das ein Vier Zylinder Diesel mit 1,6 Liter Hubraum eingebaut ist. Ebenfalls betroffen ist ein Motor mit der Bezeichnung OM651. Er ist in den Modellen CLA, GLA, GLE sowie der A- und B-Klasse verbaut. Außerdem geht es um einen Sechs Zylinder Diesel, der in den Geländewagen der G-Klasse steckt. “Wir werden unsere Kunden umgehend informieren”, sagte der Daimler-Sprecher. +++
+++ KIA bietet den Kleinwagen Rio und den Crossover Stonic bereits jetzt mit Motoren der Abgasnorm Euro 6d-Temp an. Beide Modelle werden zudem mit neuen DCT und Automatik Getrieben angeboten. Und der 1,6 Liter Diesel des Stonic, der über einen SCR Katalysator verfügt, ist in 2 Leistungsvarianten erhältlich. Erweitert wurde darüber hinaus das Angebot an Fahrerassistenz Systemen. Der Modelljahrgang 2019 des Rio und Stonic kann ab sofort bestellt werden. Der 120 PS starke 1,0 Liter Turbobenziner erhält einen Ottopartikelfilter (OPF) und kann bei beiden Modellen jetzt mit einem 7-stufigen Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden, teilt Kia mit. Die für den Rio erhältliche 100 PS Version des 1.0 T-GDI hat jetzt ebenfalls einen OPF. Die Leistung des Stonic 1.6 CRDi erhöht sich im Zuge der Überarbeitung von 110 PS auf 115 PS. Die neue Variante des 1,6-Liter-Turbodiesels leistet 136 PS. +++
+++ MERCEDES-AMG plant den neuen C 53, einen rund 800 PS starken V8 Hybrid und ein sportliches Einstiegsmodell. Die Modelloffensive bei Mercedes-AMG geht weiter. Von der A-Klasse bis zum exklusiven Sportwagen AMG GT sind fast alle Mercedes Baureihen auch als AMG zu haben; die einzigen Ausnahmen sind B- und V-Klasse. Neben den V8 und V12 Topmodellen hat Mercedes-AMG inzwischen auch die Sechszylinder-Ableger am Start. Die 43er-Modelle dienen als Einstieg in die AMG Welt und positionieren sich über den serienmäßigen Mercedes Modellen mit AMG Line sowie unter den 63er-/65er-Modellen. Um die Lücke zwischen diesen beiden Leistungsstufen zu schließen, erweitert AMG sein Portfolio um die neuen 53er-Varianten. Erste Ableger dieser Reihe sind CLS 53, E 53 Coupé und E 53 Cabrio; jeweils mit einem modifizierten Reihensechszylinder unter der Haube. Als Nächstes könnte auch ein C 53 folgen. Mit dem AMG GT hat die Performance-Marke sogar ihren in Eigenregie entwickelten Sportwagen im Angebot. Da kann die M GmbH von BMW nicht mithalten. Auch für die Zukunft hat Mercedes-AMG große Pläne. 2017 feierte AMG 50-jähriges Jubiläum. Zur Feier kündigten die Affalterbacher das über 2 Millionen Euro teure Hypercar Project One an, das 2019 in Serie gehen soll. +++
+++ “Null Chancen” gibt Carlos Ghosn einer Übernahme der RENAULT Partner Nissan und Mitsubishi durch den französischen Autobauer. Mit seiner Aussage schaffte Ghosn mehr Klarheit über die künftige Richtung der seit 19 Jahren währenden Allianz, die sich auf eine Zukunft ohne ihren Chefarchitekten vorbereitet. Ghosn, CEO von Renault und Chairman sowohl von Nissan als auch von Mitsubishi, sagte auf der Hauptversammlung von Mitsubishi: “Jeder, der Nissan und Mitsubishi Motors bittet, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Renault zu werden, hat keine Chance, ein Ergebnis zu bekommen”. Nissans CEO Hiroto Saikawa hat sich gegen eine Fusion ausgesprochen. Er will, dass die Unternehmen unabhängig bleiben. Die Allianz verdankt ihren Erfolg zu einem großen Teil Ghosn, der voraussichtlich 2022 sein Amt bei Renault aufgeben wird. Bis dahin will er die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi “unumkehrbar” machen. Die Unternehmen wollten nicht sagen, was nötig wäre, um dies zu erreichen. Aber es wird immer klarer, was sie nicht tun werden. Mit den Bemerkungen schloss Ghosn eine einfache Übernahme der japanischen Partner durch Renault aus. Unterdessen ist eine Fusion aufgrund der ablehnenden Haltung Saikawas schwierig. Er stützt sich auf Befürchtungen innerhalb von Nissan, dass eine Fusion von Arbeitnehmern abgelehnt würde. Renault hält aktuell mehr als 43 Prozent an Nissan. Nissan ist ihrerseits mit 15 Prozent an Renault beteiligt, ein Ungleichgewicht, das die Tatsache widerspiegelt, dass Nissan bei der Gründung der Überkreuzbeteiligung vor dem Bankrott stand. Heute ist Nissan das profitablere Unternehmen der beiden. Mitsubishi trat der Allianz bei, nachdem Nissan sich 2016 mit 34 Prozent an dem Unternehmen beteiligt hatte. Das Renault-Nissan-Beteiligungsmuster “stellt sicher, dass beide Partner ein gegenseitiges Eigeninteresse haben und ermutigt jeden dazu, ‘Win-Win’ Strategien zu verfolgen, von denen beide profitieren”, sagte ein Sprecher der Allianz und ergänzte, dass “alle Optionen für die Zukunft der Allianz noch auf dem Tisch liegen”. +++
+++ Der VOLKSWAGEN Konzern konkretisiert die unter dem neuen Chef Herbert Diess angekündigte Konzernstruktur: Die Verantwortung für verschiedene Märkte wird auf die Marken verteilt. Nur China bleibt beim Konzern. “Wir verteilen die Verantwortung auf mehrere Schultern. Damit können Entscheidungen künftig deutlich dezentraler getroffen werden, und der Konzernvorstand kann sich auf die übergeordneten strategischen Themen konzentrieren. Damit machen wir Volkswagen schneller, schlanker und effizienter”, so Konzernchef Herbert Diess. In einer Pressemitteilung heißt es: “Die Regionenverantwortung im Volkswagen Konzern verteilt sich künftig wie folgt: Die Marke Volkswagen übernimmt die Steuerung für Nordamerika, Südamerika und die Sub-Sahara Region. Seat ist für den wachsenden Markt in Nordafrika verantwortlich. Audi steuert den Mittleren Osten und die Region Asien-Pazifik ohne China. China bleibt in der Verantwortung des Konzerns. Skoda trägt künftig die Verantwortung für die Märkte Russland und Indien und soll mit dem Projekt ‘India 2.0’ sowie der damit verbundenen Modelloffensive der Marken Volkswagen und Skoda die Marktposition des Konzerns im Wachstumsmarkt Indien nachhaltig stärken. Die Vorbereitungen für die lokale Entwicklung und Fertigung der neuen, technisch zukunftsweisenden Volumenmodelle sind bereits in vollem Gange”. Der indische Markt ist besonders preissensibel. Damit steht das immer wieder gescheiterte Projekt ‘Billigauto’ oder Budget Car offenbar vor der Realisierung, unter Führung der Marke Skoda. 2009 hatte Volkswagen durch Kooperation mit und Beteiligung an Suzuki versucht, auf dem indischen Markt Fuß zu fassen. Aber schon 2011 hatte Suzuki die Lust an der offenbar erdrückenden Umarmung durch die Deutschen verloren. Erst 2015 verpflichtete sich VW auch, seinen rund 20 prozentigen Anteil an Suzuki wieder zu verkaufen. Die Japaner haben mit ihrer Tochter Maruti eine beherrschende Stellung am indischen Markt; 2017 lag ihr Marktanteil bei satten 49 Prozent. Mit den “technisch zukunftsweisenden Volumenmodellen” müssen Skoda und VW jetzt also gegen einen übermächtigen Gegner antreten. Gelingen soll das offenbar mit einer starken Regionalisierung von Entwicklung und Produktion. In der Pressemitteilung zur neuen Konzernstruktur heißt es: “Ziel der klaren Zuordnung der Regionenverantwortung ist es, das Modellangebot auf Grundlage örtlicher Kenntnisse und Kompetenzen sowie durch intensive Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort schnell und passgenau auf die jeweiligen Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse zuzuschneiden. Die regionale Leitmarke hat dabei die Aufgabe, die Konzernstrategie für die ihr zugeordnete Region in Abstimmung mit den Marken vor Ort zu synchronisieren und Markenaktivitäten, Partnerschaften und das Heben von Synergien zu koordinieren”. Genug zu tun also für Skoda; die ursprünglich für 2017 geplante Entscheidung, ob und wann die tschechische auf dem US Markt startet, hat Skoda aufgrund des Engagements für das Billigauto verschoben. Eine Kooperation mit dem indischen Hersteller Tata (Eigner von Jaguar-Land-Rover) blies Skoda allerdings bereits im August 2017 ab. Daher ist auch noch nicht vom Tisch, ob das Budget Car nicht womöglich in Kooperation mit chinesischen Landesgesellschaften bzw. Produktionspartnern entsteht. Das könnte passen, denn auf dem indischen Automarkt, schon jetzt der drittgrößte der Welt nach China und den USA, greifen ab 2020 erheblich strengere Abgas und Crash Gesetze. Denkbar ist auch, dass VWs und Skodas “technisch zukunftsweise Volumenmodelle” für Indien zumindest zum Teil Elektroautos werden sollen und dafür wäre die China Connection besonders wertvoll; das Elektro SUV Sol E20X etwa dürfte eines der günstigsten E-Autos auf dem chinesischen Markt werden, während die Technik des Modularen Elektrobaukastens (MEB) viel zu teuer wäre. +++
