Tagesschau: Elektrische Maserati krijgt 800 Volt systeem

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+++ AUDI nimmt sich für die kommenden 5 Jahre bis 2024 eine Gesamtsumme von rund €37 Milliarden für Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Sachinvestitionen vor. Rund €12 Milliarden plant der Hersteller davon als Vorleistungen für Elektromobilität ein. Die Ingolstädter hatten im letzten Fünfjahresplan 2019 bis 2023 noch €40 Milliarden veranschlagt. Derzeit fährt Audi die Kapazitäten in den schlecht ausgelasteten deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm deutlich herunter. 9.500 Stellen sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen wegfallen, im Gegenzug will Audi 2.000 neue Stellen in anderen Bereichen schaffen. Zum Bereich, in den das Unternehmen mehr Geld investieren will, zählt die Elektromobilität. Ein großer Teil der geplanten Investitionen bis 2024 soll laut dpa in elektrische Antriebe und Modelle fließen. “Mit rund €12 Milliarden geben wir bis 2024 mehr als je zuvor für Elektromobilität aus”, sagte Audi Finanzchef Alexander Seitz, der in gleicher Funktion zum 1. März nach Wolfsburg zur Kernmarke Volkswagen wechseln wird. Die Investitionspläne sind Teil der bereits vor 2 Wochen vorgestellten 5-jährigen Budgetrunde des VW Konzerns. Die Wolfsburger wollen über alle Marken konzernweit bis 2024 rund €150 Milliarden in Anlagen, Forschung und Entwicklung stecken. Davon sollen rund €33 Milliarden allein für die Elektromobilität zur Verfügung stehen. Bis 2025 will der Audi Konzern mehr als 30 elektrifizierte Modelle im Angebot haben; davon 20 voll-elektrisch, hört man aus Ingolstadt. Rund 40 % seines weltweiten Absatzes will Audi bis dahin mit elektrifizierten Automobilen erzielen. Einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit von Audi leistet auch die zwischen der Unternehmensleitung und der Arbeitnehmervertretung getroffene Grundsatzvereinbarung ‘Audi.Zukunft’. Diese sieht eine marktorientierte Optimierung der strategischen Produktionskapazität an den beiden deutschen Standorten sowie die sozialverträgliche Anpassung von Arbeitsplätzen vor. +++

+++ Der RS Q8 ist das erste große Hochgeschwindigkeits-SUV der Marke AUDI SPORT : mehr als 300 Stundenkilometer schnell. 2,3 Tonnen schwer. Von einem Biturbo-Achtzylinder angetrieben. Gerade amerikanische Kunden lieber solche Donnerkeile; deswegen rechnet sich Julius Seebach, Geschäftsführer von Audi Sport, auch großes Eroberungspotenzial aus. BMW X6 M oder das Porsche Cayenne Coupé zeigen ja, was möglich ist. Deren 550 PS übertrifft der Audi um weitere 50 PS. Seebach sieht aber wie beim RS6 „vor allem in der Alltagstauglichkeit” ein starkes Verkaufsargument. Die prolligen PS-Protze waren noch nie Kernklientel, obwohl der in L.A. gezeigte RS Q8 in Giftgrün sicher auch solche Fahrer ansprechen wird. Seebach sieht seine Modelle zudem auch bei der Nachhaltigkeit „hervorragend aufgestellt”. Schließlich seien die Achtzylinder ja etwa durch Mildhybrid-Technik mit Segelfunktionen deutlich effizienter. Und im kommenden Jahr werde ja auch der vollelektrische e-tron GT seine Palette bereichern. Der Bruder des Porsche Taycan werde „die Kennzeichen von Audi Sport zeigen”, so Seebach. 48 Volt-Hauptbordnetz plus Riemen-Starter-Generator auf der einen Seite, ein rein elektrischer Renner auf der anderen, das macht Audi Sport indes nicht nachhaltig zukunftsfähig. Das ist auch Seebach klar, schließlich verlangen manche Regionen inzwischen schon zur Zulassung oder der Einfahrt in die Stadt längere emissionsfreie Strecken. Die Konkurrenten-Kollegen aus Zuffenhausen haben deshalb schon länger in Panamera oder Cayenne Plug-in-Hybride am Start. Auch Audi Sport soll hier nachlegen. Die Palette ist aber gerade erst runderneuert; so schnell wird es also nicht gehen an der Plug-in-Front. In den kommenden 5 Jahren wird es hier Angebote von Audi Sport geben. Herausforderung: Ein Elektromotor soll nicht nur Emissionen vermeiden, sondern aus der Batterie eines RS kräftig Boost ermöglichen. „Die Kunden wollen eben High Performance”, so Seebach. Die Sehnsucht könnte vielleicht gestillt werden, indem ähnlich positionierte Nachfolgemodelle der eigentlich aus dem Angebot gestrichenen TT und R8 batterieunterstützt oder gar vollelektrisch unterwegs wären. Auch bei den kommenden Modellen auf dem MEB-Baukasten von Volkswagen wie dem Q4 e-tron ist ein Hochperformer denkbar. „Es ist aber auch beim Elektroauto nicht so banal, einfach nur die Motorleistung zu steigern”, so Seebach. Gerade für die Querdynamik stellen die schweren und oft höherbauenden Stromer knifflige Aufgaben. Nachhaltigkeit bedeute zudem nicht nur Motorisierung und Verbrauch. Bei der Herstellung etwa sollen schon 2025 alle Werke CO2-neutral produzieren. Auch die Zulieferer werden inzwischen auf harte Nachhaltigkeits-Ziele eingeschworen. Dazu gehören etwa auch faire Löhne oder die Abbaubedingungen für seltene Erden. Vorgaben, die auch für Audi Sport gelten, und in einer sensibler werdenden Welt auf Dauer zusätzliche Vorteile beim Verkauf erreichen sollen. Das zentrale Argument werde aber auch in Zukunft sportliche Höchstleistung sein. Und die soll für die Kunden schneller verfügbar werden. Bisher hat es im Schnitt rund eineinhalb Jahre gedauert, bis aus einem neuen A3, Q5 oder A6 die Hochgeschwindigkeitsvariante wurde. Entsprechend kürzer war der mögliche Verkaufszeitraum. Künftig soll bereits ein halbes Jahr nach Erscheinen eines neuen Audi auch die RS Variante in die Showrooms kommen, und so mehr Kunden überzeugen. Im vergangenen Jahr hat Audi Sport 30.000 R und RS verkauft; bis 2023 will Seebach die Zahl verdoppeln. +++

+++ Die fetten Jahre sind vorbei, die Autoindustrie muss den Gürtel deutlich enger schnallen. Das bekommen vor allem die Mitarbeiter zu spüren. Nur einen Tag nach Audi hat jetzt auch BMW einen rigorosen Sparkurs angekündigt. Anders als der Konkurrent aus Ingolstadt kommen die Münchner eigenen Angaben zufolge ohne weitreichenden Stellenabbau aus. Stattdessen soll die Erfolgsprämie für die Mitarbeiter um knapp 20 % sinken, wie das Unternehmen im Anschluss an eine Betriebsversammlung mitteilte. “Wir haben mit dem Betriebsrat eine solidarische Lösung erzielt. Damit können wir auf drastische Maßnahmen verzichten, die andere gerade ergreifen, um ihre Kosten zu senken”, sagt BMW Chef Oliver Zipse. Der BMW Gesamtbetriebsratvorsitzende Manfred Schoch betonte, dass es gelungen sei, die Erfolgsbeteiligung langfristig abzusichern. Da künftig die Dividende als eine von mehreren Bezugsgrößen bei der Berechnung herausgenommen wird, sinkt die Prämie jedoch insgesamt. Nach der neuen Formel hätte ein typischer Bandarbeiter der Tarifstufe ERA 5 laut BMW für 2018 nicht mehr 9.100 Euro, sondern nur 7.600 Euro bekommen. Zudem müssen Mitarbeiter, die freiwillig 40 statt 35 Stunden arbeiten, finanzielle Einbußen hinnehmen, heißt es. Ihr Weihnachtsgeld und die Erfolgsbeteiligung werden nicht mehr auf Basis ihres 40-Stunden Einkommens, sondern einer normalen 35-Stunden Woche berechnet. Die Kürzungen sind Teil des sogenannten Sparpakets “Next”, mit dem BMW die Kosten bis 2022 um mehr als €12 Milliarden senken und die Ertragskraft stabilisieren will, um die Investitionen in neue Elektroautos zu stemmen. Der Sparkurs sieht auch eine Verringerung der Zahl der Zeitarbeitskräfte und einen Personalabbau in der Verwaltung vor. Die Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2020. Sie betreffen rund 90.000 Mitarbeiter. +++

+++ Volkswagen bringt 2021 die nächste Generation des CADDY an den Start. Die Neuauflage nutzt den Modularen Querbaukasten (MQB). Der Caddy ist bereits seit 2003 auf den Markt. Er wurde zwar 2010 und 2015 mit größeren Facelifts modernisiert, baut aber immer noch auf einem Mix aus Golf V und dem ersten Touran auf. Die nächste Caddy Generation, die für 2021 erwartet wird, darf dann aber endlich (wie fast alle Konzern Schwestermodelle) ebenfalls den Modularen Querbaukasten (MQB) nutzen. Auf der Baukastentechnik sitzt dann auch eine neu proportionierte Karosserie. Die Haube wird flacher, die Frontscheibe liegt flacher, der Hinterbau wird dafür breiter. Insgesamt wirkt der neue Caddy dadurch moderner und erwachsener. Und weil der Caddy der Nutzfahrzeugsparte zugerechnet wird, teilt er sich beim Frontdesign Elemente wie Scheinwerfer und Grill mit dem kommenden VW T7 Bus. Auch der neue Caddy wird wieder in verschiedenen Varianten kommen. Es wird lange und kurze Radstände geben, 1 oder 2 Schiebetüren, verglaste Pkw-Varianten und geschlossene Transporter. Mit dem Wechsel auf den MQB stehen dem Caddy auf der Antriebsseite natürlich diverse Motoren aus dem Golf Programm offen. Darunter auch Hybridversionen mit 48 Volt Teilbordnetz und sogar eine reine Elektroversion. Um die für den Transporter geforderten höheren Nutzlasten zu bewältigen, erhält der Caddy hinten eine neue Verbundlenkerachse mit Tonnenfedern, welche die alte Starrachse mit Blattfederung ablöst. Mit dem MQB wird der Caddy aber auch in Sachen Assistenzsysteme und Infotainment-Optionen einen gewaltigen Sprung machen. +++

+++ Der nächste DACIA Sandero könnte in einer elektrifizierten Version kommen. Demnach wird das Motorenprogramm des Kompakten um einen Mildhybrid mit 1,6 Liter Benziner und 140 PS erweitert. Doch auch konventionelle Benziner, wahrscheinlich mit 75 und 100 PS, sowie ein 85 PS Diesel bietet Dacia weiterhin an. Die dritte Generation des Sandero dürfte 2020 vorgestellt werden, immerhin wird das aktuelle Modell bereits seit 2012 gebaut. Mindestens der Grill und die Leuchten dürften bei der neuen Generation anders ausfallen. Gerüchteweise wird der Sandero dann auf der Plattform des neuen Renault Clio stehen, allerdings wird die leicht verändert und stellt nicht dieselben technischen Voraussetzungen, denn der Dacia soll dem Clio keine Kunden abjagen. Und natürlich könnte man bei Dacia die Bodengruppe dann für andere Modelle nutzen. +++

+++ DAIMLER wird in den kommenden 3 Jahren weltweit mindestens 10.000 Stellen streichen. Es gehe um eine niedrige fünfstellige Zahl, sagte Personalvorstand Wilfried Porth. Vor allem will Daimler freiwerdende Stellen nicht nachbesetzen, dazu sollen die Altersteilzeit ausgeweitet und Mitarbeitern in der Verwaltung in Deutschland Abfindungen angeboten werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Standorten bis Ende 2029 ausgeschlossen. Dabei bleibt es. Vorstandschef Ola Källenius hatte Mitte des Monats schon angekündigt, konzernweit rund €1,4 Milliarden Personalkosten einsparen und jede zehnte Management-Stelle streichen zu wollen, aber keine Details genannt. „Mit den jetzt gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossenen Eckpunkten zur Verschlankung des Unternehmens können wir dieses Ziel bis Ende 2022 erreichen“, betonte Porth in der Mitteilung. „Wir werden die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich gestalten“. Wie genau die Eckpunkte umgesetzt werden sollen, werde in den kommenden Wochen ausgearbeitet. Daimler kündigte auch an, auslaufende Verträge von Zeitarbeitern in der Verwaltung nur noch sehr restriktiv zu verlängern. Ähnlich sparsam will der Konzern künftig mit 40 Stunden Verträgen umgehen und damit Kosten sparen. Zudem will der Autobauer die Beschäftigten mit Anreizen dazu bringen, ihre Arbeitszeit selbst zu reduzieren. Das Vorhaben, mögliche Tarifsteigerungen in der Metall und Elektroindustrie im kommenden Jahr nicht bei Daimler zu übernehmen, ist dagegen laut Betriebsrat vom Tisch. „Den Beschäftigten darf nicht in die Tasche gegriffen werden“, betonte der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ergun Lümali. „Wir wollen keine reine Debatte über Köpfe führen. Der Fokus der Personalkostenreduzierung muss auf der Verbesserung von Prozessen und Abläufen liegen.“ Der Abbau von Kapazitäten dürfe nicht zu einer Leistungsverdichtung führen. Daimler hat mit einer Fülle von Problemen zu kämpfen, die dem Autobauer 2018 (noch zu Zeiten von Dieter Zetsche) erst einen herben Gewinneinbruch beschert und ihn dann Mitte dieses Jahres gar zeitweilig in die roten Zahlen gedrückt haben. So muss der Konzern Milliarden für seine Diesel-Altlasten zurückstellen, während zugleich der Hochlauf der Elektroauto-Produktion und die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren gewaltige Summen verschlingen. Dazu kamen Produktionsprobleme und ein schwächelnder Absatz, der erst vor wenigen Monaten langsam wieder auf Touren kam. +++

+++ Das knuffig-sympathische Aussehen ist ihm geblieben. Aber unterm Blech hat sich beim JEEP Renegade des Jahrgangs 2020 einiges getan. Speziell im Bereich Konnektivität soll der kleine Kraxler jetzt eine Vorreiterposition einnehmen. Das liegt an der Ausstattung mit der neuen Uconnect Box. Mit der ist laut Fiat Chrysler Automobiles (FCA) der direkte Zugriff auf die diversen und je nach Ausstattungsstufe gestaffelten Serviceleistungen von Uconnect und auf die Smartphone-App My Uconnect möglich. Jeep kündigt zwar schon mal den Renegade mit Plug-in-Hybrid an, doch diese Variante wird noch bis Mitte 2020 auf sich warten lassen. Zunächst rollt das Modell 2020 mit Benzinern und Dieseln in einem Leistungsspektrum von 120 bis 180 PS an, als Handschalter und mit 9-gang Automatik, als Fronttriebler und mit Allradantrieb. Individualität wird bei der Konfiguration breiter Raum eingeräumt. So gibt es zusätzlich zu den kürzlich vorgestellten Lackierungen Sting Grey und Bikini auch den Farbton Blue Shade. Insgesamt sind zusammen mit Alpin White, Solid Black, Colorado Red, Omaha Orange, Glacier, Carbon Black, Granite Crystal Metallic, JetSet Blue und Matt Green, die zum Teil auch noch mit einem schwarz lackierten Dach kombinierbar sind, zwölf Varianten verfügbar. “Die limitierten Modellversionen S, Upland und Night Eagle ergänzen die vier serienmäßigen Ausstattungsvarianten Sport, Longitude, Limited und Trailhawk”, heißt es bei FCA. +++

+++ Die strengen CO2 Grenzwerte führen bei immer mehr Herstellern zu einer Elektrifizierung der Modellpalette. Nun wird auch MASERATI zunächst mit einem Plug-in Hybrid in die E-Mobilität starten. Legendäre Modellnamen, unzählige Rennsiege, prominente Käufer, aufregendes Design, italienisches Flair, wenige Marken können auf so eine glanzvolle Historie zurückblicken wie Maserati. Wie gut sich darauf aufbauen lässt, zeigte der Sportwagenbauer aus Modena vor 16 Jahren mit dem Quattroporte. Es folgten GranTurismo, GranCabrio und 2013 der Ghibli. Die Business Limousine wurde bis heute über 100.000 Mal verkauft. Rekord in der Firmengeschichte. Man ist in über 70 Märkten vertreten. Auch das ein Bestwert. 2016 schließlich der logische Schritt zum SUV. Der Levante ist mittlerweile für nahezu die Hälfte der Verkäufe verantwortlich. Doch in jüngster Zeit bröckelt die Nachfrage insgesamt. 2018 verkaufte Maserati nur noch knapp 36.000 Fahrzeuge, weit entfernt von dem All-Time-High 2017, als noch über 50.000 Kunden sich für einen Maserati entschieden. Das hält den neuen und ehemaligen Chef Harald Wester aber nicht davon ab, neue Rekorde in Aussicht zu stellen. Gelingen soll dies in erster Linie durch eine Erweiterung der Modellpalette. Schon lange auf der Agenda steht ein SUV unterhalb des Levante, um sich entsprechend gegen BMW X3, Mercedes GLC, Porsche Macan und Audi Q5 positionieren zu können. Intern spricht man von einem D-UV, einem Utility Vehicle im D-Segment. Technisch dürfte sich Maserati dafür vermutlich beim Alfa Romeo Stelvio bedienen, inklusive dessen 510 PS starken V6 Bi-Turbos. Gut möglich, dass die Italiener das Mittelklasse SUV noch 2020 zeigen, die ersten Vorserienexemplare allerdings rollen erst 2021 vom Band. Doch auch im nächsten Jahr wird es einen großen Aufschlag geben. Maserati spricht von einem „mit großer Spannung erwarteten Sportwagen“. In aller Munde ist da natürlich der Name Alfieri. Unter dieser Bezeichnung präsentierte man anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums 2014 eine hinreißende Sportwagen-Studie. Die Serienversion allerdings soll anders heißen auch konzeptionell anders aufgebaut sein. Besagten Sportwagen soll es als Coupé und als Cabrio geben. Wurde zunächst angenommen, dass diese beiden Modelle GranTurismo und GranCabrio ersetzen, heißt es jetzt aus Modena: „Nach vielen Jahren des Erfolgs bleiben GranTurismo und GranCabrio Teil der Wurzeln der Marke“. Neben Investitionen in neue Modelle steckt Maserati auch mehrere Milliarden Euro in den Umbau der Produktion, in die Elektrifizierung der Antriebe sowie ins autonome Fahren (Level 3). Wester sagte: „Jedes neue Modell wird über eine signifikante Elektrifizierung verfügen“. Liest man zwischen den Zeilen der jüngsten Pressemitteilung, dürften die Nachfolgemodelle von GranTurismo, GranCabrio, Quattroporte und Levante auch als vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt kommen. Ob sie als Stromer tatsächlich unter der Submarke ‘Maserati Blue’ laufen werden, ist ungewiss. Angedacht war es zumindest. Sicher dagegen ist, dass bis zu 3 E-Motoren für den Antrieb zuständig sind. Und um einen hohen Ladekomfort zu gewährleisten, plant auch Maserati, auf ein 800 Volt System zu setzen, wie Porsche beim Taycan und Audi beim e-Tron GT machen. Starten will man sein Engagement in Sachen Elektrifizierung bereits 2020. Der Ghibli erhält im Zuge einer Modellüberarbeitung einen Plug-in Hybrid, der nach und nach auch in anderen Baureihen zum Einsatz kommt. Der avisierte Sportwagen beginnt seine Karriere mit einem Plug-in Hybrid. Ebenso das D-UV Modell, mit Aussicht auf eine vollelektrische Variante. Schließlich setzt auch Porsche beim nächsten Macan (ab 2023) auf den batterieelektrischen Antrieb. +++

+++ Auch ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt des neuen Vorstandschefs Ola Källenius ist ein zügiger Abschluss der Dieselaffäre für den Daimler Konzern nicht abzusehen. Kürzlich hat der Autohersteller dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2 weitere sogenannte Abschalteinrichtungen in der Abgassteuerung seiner Dieselfahrzeuge gemeldet. Betroffen sind diesmal kleinere Dieselmotoren, die Daimler von Renault erworben und in Modellen wie der MERCEDES-BENZ A und B Klasse verbaut haben soll. Das KBA untersucht derzeit die auffällige Software, ein amtlicher Rückruf Tausender Autos droht. Und das, obwohl nach Schätzungen aus Regierungskreisen schon rund 4,5 Millionen Daimler Modelle in Europa von Ruckrufen und Software Updates betroffen sind, davon rund 1,3 Millionen auf Anordnung der Behörden. Das entspricht praktisch der gesamten Dieselflotte mit den Schadstoffklassen Euro 5 und 6. Daimler bestreitet, gegen Gesetze verstoßen zu haben. Gegen die bisherigen KBA Bescheide hat der Konzern Rechtsmittel eingelegt. Der Klärungsprozess mit dem KBA sei noch nicht abgeschlossen, teilte Daimler mit. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Behörde weitere Ruckrufanordnungen erlässt, sagte ein Sprecher. Im Zusammenhang mit der Dieselaffäre steht Daimler schon seit Jahren im Austausch mit dem KBA. Im Sommer 2017 kündigte der Autohersteller sogenannte freiwillige Service-Maßnahmen für mehr als 3 Millionen Fahrzeuge in Europa an. Später ordnete das KBA jedoch auch verpflichtende Rückrufe an, zuletzt für 260.000 Fahrzeuge des Modells Sprinter. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), dessen Ministerium das KBA untersteht, warf Daimler “Salamitaktik” und “Trickserei” vor, weil immer wieder neue Verdachtsfälle auftauchten. Das Verhältnis zwischen Autohersteller und Verkehrsministerium ist seit vielen Monaten angespannt. Im September verhängte außerdem die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Bußgeld in Höhe von €870 Millionen Euro gegen Daimler wegen Verletzung der Aufsichtspflicht. +++

+++ Die Autohersteller BMW und Great Wall treiben ihren Plan zur Produktion von Elektroautos in China voran. Langfristig sollen in einer gemeinsamen Fabrik jährlich rund 160.000 elektrische Fahrzeuge der BMW Marke MINI und von Great Wall vom Band rollen, wie BMW am Freitag zum Baubeginn in der Stadt Zhangjiagang bei Shanghai mitteilte. Das Werk selbst soll bis 2022 errichtet werden. Anschließend folgt üblicherweise ein mehrjähriger Zeitraum für Anlagenaufbau, Vorserienproduktion und Anlaufphase. Das 2018 vereinbarte Vorhaben war zunächst auf Hindernisse im Genehmigungsverfahren gestoßen. Mit dem Werk stärkt BMW seine Präsenz in China, wo die Regierung die Branche zum Bau von Elektroautos drängt. Für elektrische Minis wird Zhangjiagang neben Oxford die zweite Produktionsstätte. Der deutsche Konzern hält in China schon eine Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autobauer Brilliance, das Fahrzeuge der Marke BMW produziert. An dem mit Great Wall gegründeten Joint Venture namens Spotlight Automotive Limited sind die beiden Partner jeweils zur Hälfte beteiligt. Sie wollen umgerechnet €650 Millionen in das Werk investieren, das 3.000 Mitarbeiter beschäftigen soll. +++

+++ Schöne NEUE AUTOWELT : E-Mobile schaffen Hunderte Kilometer, CO2-neutrale Sammeltaxis drängen den Individualverkehr zurück, vernetzte Wagen warnen sich gegenseitig vor Unfallgefahren. Noch mag dieses Szenario zu schön klingen, um wahr zu sein. Der Strukturbruch der Branche zu E-Modellen, Digitalisierung und automatisiertem Fahren ist aber in vollem Gange, und hat nicht nur Gewinner. Gerade erst kündigte auch Audi einen Stellenabbau an. Auf viele weitere Beschäftigte dürften unruhige Zeiten zukommen. Ohne deutlich weniger Verbrenner und deutlich mehr Elektroautos kein wirksamer Klimaschutz: daran zweifelt kaum jemand mehr, zumindest wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Zuletzt zogen die Neuzulassungen reiner E-Fahrzeuge in Deutschland auch merklich an. Ihr Marktanteil bleibt aber einstweilen gering. Um das E-Auto massentauglich zu machen, beschloss die Bundesregierung höhere und längere Kaufprämien. Peter Fuß, Branchenexperte der Beratungsfirma EY, hält diese Förderung für entscheidend: „Zahlreiche Modelle auch in niedrigeren Preisregionen werden Elektromobilität für neue Käufergruppen attraktiv machen“. Aber auch die oft geringe Reichweite spielt eine Rolle. VW etwa versucht, mit dem ID.3 gegenzusteuern. Das Modell ist relativ günstig und fährt mit vollem Akku einige Hundert Kilometer. Problem Nummer drei: das dünne Ladenetz. In den kommenden 2 Jahren sollen 50.000 neue öffentliche Ladepunkte entstehen. Damit das E-Auto alltagskompatibel wird und in Parkhäusern, Tiefgaragen sowie am Arbeitsplatz geladen werden kann, sind rechtliche Änderungen nötig. Insgesamt scheinen die Hersteller die Dringlichkeit des Umbaus erkannt zu haben. Bei VW fließen bis 2024 rund €33 Milliarden in die E-Mobilität. Ein eigenes Batteriezellwerk wird geplant, die Konkurrenz kauft zunächst weiter zu; BMW etwa vom chinesischen CATL-Konzern. Die Bayern, mit dem i3 einst Pionier bei E-Kleinwagen, halten sich die Entscheidung für eine dominante Antriebsform noch offen. Daimler setzt auf die Elektro-Reihe EQ mit dem EQ C und dem EQ V. Derweil macht sich US-Erzrivale Tesla am Berliner Stadtrand breit: In Grünheide soll eine Gigafactory mit bis zu 7.000 Jobs entstehen. Ab Ende 2021 sollen hier der Kompakt-SUV Model Y, Batterien und Antriebe gefertigt werden. Die deutschen Autochefs bemühen sich, die Kampfansage sportlich zu sehen: Der Innovationsschub nutze allen. Digitalisierung heißt weitere Automatisierung der Fertigung, besonders aber steigende Vernetzung von Funktionen im Auto selbst. Dieses wird zum rollenden Smartphone. Aus eigener Kraft können die Hersteller all dies kaum stemmen. Eine Idee ist zudem, künftig ganze Flotten zu steuern, samt Schnittstellen zu Abrechnungs-Software für Elektroautos. Es geht um ein umfassendes Online-Ökosystem. Die Autos der Zukunft kommunizieren außerdem untereinander sowie mit der Verkehrsinfrastruktur. Zulieferer wie Continental sind hier gut im Geschäft, doch die Konkurrenz aus den USA und China schläft nicht. Weitgehend offen ist noch, welche Datenschutz Standards für die erwarteten riesigen Informationsmengen gelten sollen. Ein allzu rascher Umstieg auf die E-Mobilität bereitet den Gewerkschaften Kopfzerbrechen. E-Antriebe haben nur einen Bruchteil der Komponenten, aus denen Verbrennungsmotoren bestehen: es fällt weniger, dafür aber hoch spezialisierte Arbeit an. Eine Analyse des Center of Automotive Research kam zu der Einschätzung, dass bis 2030 fast 234.000 Stellen bei Herstellern und Zulieferern in Deutschland wegfallen könnten. Um die Mitarbeiter von der alten in die neue Welt mitzunehmen, legen die Firmen Qualifikationsprogramme auf. Parallel dazu landen Tausende Jobs der klassischen Verbrennerproduktion auf der Streichliste. Audi baut bis 2025 in Deutschland 9.500 Stellen ab, im Gegenzug sollen nur 2.000 Jobs in Bereichen wie E-Mobilität und Digitalisierung neu entstehen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben. Bosch kappt ebenfalls viele Stellen. Bei Continental protestieren Beschäftigte gegen das mögliche Aus für Kollegen, die den Wandel von Hydraulik zu Elektronik nicht mitmachen können. Bis 2023 könnten die Umstrukturierungen hier 15.000 Jobs betreffen, 5.000 in Deutschland. Eng mit der allgemeinen Vernetzung hängt die Entwicklung hochautomatisierter, und eines Tages autonom fahrender, Autos zusammen. Jedoch hinken die Deutschen US Firmen wie der Google Schwester Waymo weit hinterher. Das führt zu Bündnissen, die früher unrealistisch gewesen wären: Daimler und BMW kooperieren beim Robo-Car ebenso wie VW und Ford. Aber auch hier stellt sich die Frage: Wollen hinreichend viele Kunden solche Systeme? Und: Fährt der Roboter wirklich sicherer? Die Debatten unter Autoversicherern und Ethikern, die das Dilemma von Entscheidungen bei Unfällen analysieren, haben gerade erst begonnen. Die Hersteller suchen ihr Heil in Geschäftsmodellen, die sie an der Ökonomie des Teilens mitverdienen lassen, etwa beim Carsharing. Daimler und BMW fanden mit ihren inzwischen zusammengelegten Angeboten Car2Go und DriveNow in den Zentren viele Nutzer. Volkswagen stellte seine Erstvariante Quicar in Hannover wieder ein und versucht, mit seinem WeShare-Ansatz entschlossener ins Carsharing mit E-Autos zu gehen. Andere Dienste sollen die Autobauer ebenfalls zu Mobilitätskonzernen umformen. Beim Ridesharing nutzen mehrere Kunden dasselbe Fahrzeug. Auch Verkehrsunternehmen beteiligen sich daran, etwa beim Berlkönig der Berliner Verkehrsbetriebe oder Clevershuttle der Deutschen Bahn. +++

+++ Im Fußball heißt es Hattrick. In der Automobilwirtschaft gibt es für 3 Treffer hintereinander in 3 Monaten (noch) keine passende Bezeichnung. OPEL Chef Michael Lohscheller hat aber dennoch im übertragenen Sinn 3 Tore erzielt. Man könnte auch sagen: Er hat aktuell einen besonders guten Lauf, analog zu Opel. Nach den Auszeichnungen “Eurostar 2019” und “Manbest 2019” wurde der Opel-CEO jetzt mit dem Titel “Manager des Jahres 2019” ausgezeichnet. Damit würdigt die Auto Zeitung Lohschellers erfolgreiche Arbeit für und die positive Entwicklung bei Opel. Der Geehrte erklärte, die Auszeichnung stehe für den Erfolg des gesamten Teams, aller Opel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. “Mit unserem Pace! Plan haben wir das Ziel ausgegeben, Opel elektrisch, global und nachhaltig profitabel zu machen. Dies funktioniert dank der tatkräftigen Unterstützung aller im Unternehmen”, so Lohscheller. +++

+++ Im tschechischen SKODA Werk Mladá Boleslav ist der erste Octavia der vierten Generation fertiggestellt worden. Die Produktion erfolgt in der Fertigungshalle M13 des Stammwerks. Dafür hat das Unternehmen die Produktionsanlagen auf die Einführung innovativer Prozesse und Technologien vorbereitet. So wurden etwa die Arbeitsplätze ergonomischer gestaltet und Robotern zahlreiche komplexe und körperlich anstrengende Fertigungsschritte übertragen. Michael Oeljeklaus, Skoda Vorstand für Produktion und Logistik, erachtet den Umbau der Fertigungslinien als wichtigen Schritt: „Mit dem Produktionsstart des neuen Octavia in unserem Stammwerk Mladá Boleslav beginnen wir das nächste Kapitel in der eindrucksvollen Erfolgsgeschichte unserer Markenikone“. Die Anlage zählt nach Angaben des Autobauers zu den modernsten und umweltfreundlichsten in Europa und soll täglich 1.150 Einheiten der vierten Octavia Generation produzieren. Insgesamt produzierte Skoda bislang mehr als 6,5 Millionen Einheiten seines Bestsellers. +++

+++ Der schwache Markt in China könnte Volkswagen die Position als größter Automobilhersteller der Welt kosten. Nach 8 Monaten liegt TOYOTA mit mehr als 7 Millionen produzierten Fahrzeugen einige Zehntausend Einheiten vor den Niedersachsen. Auf Rang 3 landet Renault-Nissan mit rund 6,5 Millionen Fahrzeugen. Im Gesamtjahr 2018 sah das Bild noch anders aus: An der Spitze thronte Volkswagen (11,14 Millionen Einheiten), gefolgt von Renault-Nissan (10,5 Millionen) und Toyota (10,3 Millionen). Die Schwäche von Volkswagen geht vor allem auf die nachlassende Autonachfrage auf ihrem wichtigsten Auslandsmarkt China zurück, wo der Markt im laufenden Jahr um knapp 12 % eingebrochen ist. Hersteller mit geringerer Präsenz im Reich der Mitte, wie etwa Toyota, sind davon nicht so stark betroffen. Das Abrutschen von Renault-Nissan führen die Marktbeobachter unter anderem auf einen zu späten Generationswechsel beim Juke, die Wachsende Konkurrenz für das Erfolgsmodell Qashqai und das Fehlen eines klassischen Kompaktautos zurück. +++

+++ VOLKSWAGEN hat in Südafrika eine Radiowerbung zurückgezogen, die Frauen mit wilden Tieren vergleicht. Das Advertising Regulatory Board (ARB), ein Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft, vertrat die Auffassung, dass sich die Werbung Stereotypen für Frauen bediene. Es forderte den Autokonzern auf, den Werbespot zurückzuziehen, was VW auch tat. In der Werbung für den Pritschenwagen Amarok geht ein Mann mit seiner Partnerin einkaufen. Sie ist nur an Schuhen interessiert. Eine Stimme sagt in dem Spot: „Es ist Dämmerung und du bist in einem unbekannten Territorium, ringsum sind Raubtiere, die frische Beute jagen. Und sie haben sie gefunden. 50 % Rabatt auf alle Schuhe. Sie greifen an, stürzen sich gnadenlos darauf“, zitierte das ARB die Werbung. Dem Partner wird wie allen anderen Männer empfohlen, sich lieber in seinem „Lebensraum“ aufzuhalten und zum VW Händler zu gehen, der „großartige Angebote“ für den Amarok habe. Eine Frau reichte eine Beschwerde mit der Begründung ein, die Werbung sei extrem „sexistisch“. In einem Umfeld wie in Südafrika, in dem übertriebene Männlichkeit Gewalt gegen Frauen fördere, sei dies schädlich. In Südafrika ist die Gewalt gegen Frauen extrem hoch. Dort wurden von Mitte 2017 bis Mitte 2018 nach Angaben der Polizei rund 50 100 Sexualdelikte gemeldet. „Die Werbung war als Parodie oder Überspitzung gedacht“, teilte VW Südafrika mit. Man habe keinen „negativen Geschlechter-Stereotyp“ kreieren wollen. Das Unternehmen habe die Entscheidung des ARB anerkannt und die Werbung zurückgezogen. +++

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