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Tagesschau

1 mei 201821 Mins Read
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+++ Andy Palmer zählt in der Autobranche zu jenen Managern, die sich nicht hinter schwülstigem Marketing Kauderwelsch verstecken. Der Mann redet Klartext. Palmer ist Chef von ASTON MARTIN und sichtlich stolz auf die 104 Jahre alte Marke aus Großbritannien. Kann er auch. Denn der Laden läuft wie geschmiert, verdiente 2017 wieder Geld und erreichte einen Rekordumsatz. 2015 hatte Palmer seinen sogenannten ‘Second Century Plan’ präsentiert, gab sich und seinen Leuten 2 Jahre Zeit zur “Stabilisation” der Firma. “Den Patienten im Krankenhaus wieder fit machen”, nennt Palmer diesen ersten Teil seiner Strategie. Er setzt flachere Strukturen durch, bezahlt Schulden ab, lässt Plattformen entwickeln und hat keine Probleme damit, in künftige Modelle deutsche Motoren einzubauen. “Der V8 von Mercedes-AMG ist das Beste, was es in diesem Segment auf dem Markt zu kaufen gibt”, so Palmer. Daimler ist mit 5 Prozent an Aston Martin beteiligt, der Rest ist in Privathand, gehört Equity Investoren aus Kuwait und Italien. Mit dem DB11 begann Ende 2016 der Auftakt zu einer Serie von neuen Modellen. Dem schicken Gran Turismo sollen nicht weniger als 6 Baureihen folgen, nicht mitgerechnet sind Derivate wie Roadster oder spezielle Motorisierungen. Kurz vor seiner Markteinführung steht der Vantage. Er tritt das Erbe des Bestsellermodells von Aston Martin an und ist vor allem gegen den Porsche 911 und den Mercedes-AMG GT positioniert. Während sich in der Vergangenheit einige Baureihen recht ähnlich, viele sagen zu ähnlich sahen, soll dies zukünftig nicht mehr passieren, verspricht zumindest Chefdesigner Marek Reichman, der 2005 bei Aston Martin die Nachfolge von Henrik Fisker antrat. “Die Zeit der russischen Puppen ist vorbei”, sagt Reichman. Damit dürfte besonders der Auftritt des nächsten Vanquish spannend werden, der noch in diesem Jahr vorgestellt wird. Ausschließlich mit einem V12 Motor bestückt, bildet er das Topmodell der GT Fahrzeuge und soll hauptsächlich Interessenten locken, die sonst mit einem Ferrari 812 Superfast liebäugeln. Dass es zur weiteren Gesundung aber einer größeren Diversifizierung im Modellportfolio bedarf, deutete Aston Martin schon 2015 auf dem Genfer Autosalon mit der Crossover Studie DBX an. Ende 2019 soll das erste SUV der Marke in Serie gehen. Der Allradantrieb, Debüt bei Aston Martin, kommt wie Motor und Elektronik von Mercedes. Für den DBX bauen die Briten derzeit eine neue Fertigungsstätte in St. Athan in Wales. Die Planungen sehen ein Produktionsvolumen von anfänglich jährlich 5.000 Fahrzeugen vor, fast so viele, wie Aston Martin im vergangenen Jahr überhaupt verkauft hat. “Bei Bedarf lässt sich St. Athan noch um 2.000 Einheiten erweitern, sagt Palmer. Zusammen mit dem Stammwerk in Gaydon wäre man dann bei 14.000 Fahrzeugen. Enthalten sind in dieser Zahl auch die Modelle 5, 6 und 7. Nummer 5 lebt ab 2020, trägt die interne Bezeichnung AM9 und ist ein sogenanntes ‘mid-engine car’. Das fehlte bislang. In Design und Konzeption ähnelt das Modell den Kontrahenten Ferrari 488 GTB und McLaren 720S. Welchen Namen die Serienversion tragen wird, mag Palmer noch nicht verraten. Wohl aber, dass man die Hausmarke Lagonda wiederbeleben will. In Genf stand hierzu bereits eine Studie. 2021 soll es mit einem Crossover losgehen, kurz danach ist dann eine Luxuslimousine in der Größe einer Mercedes S-Klasse dran. Beide Modelle fahren ausschließlich elektrisch. Stromautos sind für Aston Martin fester Bestandteile der Zukunftsstrategie. Schon nächstes Jahr will man mit dem RapidE den Schalter umlegen. Die sportlich geschnittene Limousine wird es in einer Auflage von nur 155 Einheiten geben. Die Zahl wurde in Anlehnung an die Höchstgeschwindigkeit (250) des RapidE gewählt. Alle Verbrenner erhalten bis 2025 optional ein 48Volt Mildhybrid System. Den Plug-in Hybrid schließt Palmer aus. “Viel zu schwer”. Ebenso geht sein Daumen für Diesel, 4 und 6 Zylinder sowie für die Brennstoffzelle nach unten. Lagonda soll dort starten, wo Tesla aufhört. Palmer nennt die Kalifornier “Premium”, nicht “Luxus” und schiebt den Lagonda preislich in Richtung 300.000 Euro. Sorgen um potenzielle Kunden macht sich der 54-jährige Manager nicht. “Weltweit gibt es über 16 Millionen ‘High Net Worth Individuals’. Sie haben mehr als 1 Million Dollar in bar zur Verfügung, um sich dafür etwas Nettes zu kaufen”. Für den Valkyrie, den Aston Martin bis Ende 2019 in einer Auflage von 150 Stück gebaut haben will, reicht selbst diese Summe nicht. Der 12 Zylinder Supersportwagen kostet mindestens 2,5 Millionen britische Pfund und ist ausverkauft. Gleiches gilt für den ebenfalls limitierten (25 Exemplare) und 1.000 PS starken Boliden Valkyrie AMR Pro. Das Hypercar entsteht in Zusammenarbeit mit dem Red Bull Formel-1 Team, wird ab 2020 ausgeliefert und soll rund 3 Millionen Pfund kosten. +++

+++ Für BMW war 2017 ein neues Rekordjahr, 2018 soll das nächste werden. Neben 20 neuen Modellen soll auch ein neues Infotainment kommen. Der Nachfolger des iDrive? BMW, Mini und Rolls-Royce haben 2017 über 2,4 Millionen Autos verkauft. Für BMW Chef Harald Krüger ist das ein neuer Rekord. BMW hat 2,1 Millionen Autos gebaut. Darunter waren 33.676 elektrische i Modelle. Mini hat 378.486 Autos gebaut und Rolls-Royce 3.308. Das Jahr 2018 soll das nächste Rekordjahr werden. Unter anderem will BMW 140.000 Elektroautos und Plug-in Hybride verkaufen. Bis 2025 werde der Konzern 12 Elektroautos im Programm haben, kündigte Krüger an. Das absatzstärkste Land für BMW ist China: 595.000 Fahrzeuge verkauft der Konzern dort. Nirgendwo verkauft BMW jedoch mehr Autos als in Europa: 1,1 Millionen BMW, Mini und Rolls-Royce waren es 2017. Die meisten Autos hat BMW 2017 in Dingolfing gebaut, dort liefen 376.580 BMW vom Band. Im Jahr davor hatte Spartanburg mit 411.171 Autos noch die Nase vorn. Doch während 2016 in Dingolfing der 5er einen Generationenwechsel hatte, ist 2017 in Spartanburg die Produktion des neuen X3 angelaufen. Wertmäßig sei BMW mit Spartanburg der größte Autoexporteur der USA, erklärte Krüger. Allein in diesem Jahr sollen 600 Millionen Euro in das Werk investiert werden. Krüger hat 20 neue und überarbeitete Modelle angekündigt. Noch in diesem Jahr bringt BMW außerdem eine neue Generation von Infotainment / Kommunikation / Fahrerassistenz systemen auf den Markt. Außerdem wird BMW in diesem Jahr 3 Elektroauto Studien zeigen: Der erste voll elektrische BMW wird 2020 der iX3, dann kommen i4 und iNext. Den i4 und den iNext will BMW in Deutschland bauen. Beide Modelle sollen 550 bis 700 Kilometer elektrische Reichweite bekommen. Im vergangenen Jahr habe BMW 1 Milliarde Euro mehr investiert als im Jahr davor, erklärte Krüger. Insgesamt investierte BMW 4,69 Milliarden Euro. Für Forschung und Entwicklung hat der Konzern 6,1 Milliarden Euro ausgegeben; auch das ist 1 Milliarde mehr als im Jahr davor. Finanzvorstand Nicolas Peter setzte einen Seitenhieb gegen Tesla: Vielleicht beteiligen wir uns nicht am Wettlauf im All. Aber wir liefern, was wir uns vorgenommen haben. Im vergangenen Jahr erzielte der Autokonzern eine Ebit-Marge von 8,9 %. Die Rendite vor Steuern liegt für 2017 bei 10,8 %. Der Umsatz stieg auf 98,68 Milliarden Euro. Vor Steuern hat der Konzern mit 10,7 Milliarden Euro zum ersten Mal mehr als 10 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Aktionäre sollen 30,2 % des Jahresüberschusses erhalten; der Vorstand schlug eine Dividende von 4 Euro je Aktie vor. Die folgenden Elektromodelle machen den Anfang. 2019 gibt es den neuen Elektro-Mini, es folgen 2020 der BMW X3 und 2021 der iNext. Darüber hinaus werden alle elektrischen BMW künftig als i Modelle auf den Markt kommen. Dazu haben sich die Bayern die Rechte an i1 bis i9 gesichert, sowie für die Crossover Modelle iX1 bis iX9. Für das Jahr 2017 wird nach derzeitigem Stand die BMW Group 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen, um dann insgesamt 200.000 E-Fahrzeuge auf den Straßen zu haben. Für 2025 erwartet BMW für den Gesamtkonzern einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 %. Allerdings spielen bei dieser Prognose Faktoren wie Gesetzesanforderungen, Anreizsysteme und die Ladeinfrastruktur entscheidende Rollen. Anfang 2019 wird BMW in München ein Kompetenzzentrum für Batteriezellen eröffnen. Dort werden alle Forschungen zu Batteriezellen gebündelt. Derzeit entwickelt BMW für 2021 die bereits fünfte Generation ihres E-Antriebs, in der das Zusammenspiel aus E-Motor, Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie weiter optimiert wird. Diese neuen Akkus sollen nur noch mit einem Minimum an seltenen Erden auskommen. Erst in der 2. Hälfte 2020 wird das Thema Feststoff Batterie bei BMW auf der Agenda stehen. Vor allem dank der Weiterentwicklung der Batterien steigert sich mit dem neuen E-Antrieb die Reichweite von rein batterieelektrischen Fahrzeugen auf bis zu 700 km. Bei Plug-in Hybrid-Modellen sind bis zu 100 Kilometer möglich. Aber nicht nur in Sachen Elektromobilität richtet sich BMW neu aus. Auch eine Luxus-Strategie wurde ausgerollt, die sich in einem schwarz/weißen Logo und dem Schriftzug ‘Bayerische Motoren Werke’ manifestiert. Die Modelle BMW X7, 7er, 8er und i8 gehören fortan dazu. Im Rahmen dieser Luxus Reihe sorgen spezielle Services wie Leihautos, Hol & Bringdienste oder Einladungen zu Galadinners dazu. +++

+++ Gute Stimmung, gute Zahlen: alles bestens also für die DEUTSCHEN Unternehmen? Nein. Ganz und gar nicht. “Sturmtief voraus”, warnt eine noch unveröffentlichte Studie von Roland Berger. “Die gute Konjunktur führt leicht zu Trägheit”, sagt Falco Weidemeyer, Senior Partner der Unternehmensberatung. Gerade in guten Zeiten sollten Firmen ihre Geschäftsmodelle hinterfragen: “Business as usual ist gerade jetzt gefährlich”. Roland Berger hat für die Studie Restrukturierungs-Experten befragt, ihr Befund klingt ziemlich ernst. Ausgerechnet die deutschen Schlüsselbranchen Automobil und Anlagenbau stehen demnächst vor dem größten Anpassungsbedarf, lautet das alarmierende Fazit der Studie. Die gravierendsten Herausforderungen sehen die Befragten dabei in Managementfehlern (90 Prozent), neuen Wettbewerbern (78 Prozent) sowie alles umwälzenden Technologien (74 Prozent). Für den Handel warnen die Roland Berger Experten vor einem Verlust der Kundschaft an Online Shops. “Bis zum Jahr 2022 werden die E-Commerce Umsätze weltweit um 65 Prozent wachsen, auf rund 2,6 Billionen Dollar”. Für die Automobilindustrie spricht die Studie von einem “Jahrhundertwandel”: “Die Branche muss sich umfassend für eine neue Generation von Mobilitätsnutzern öffnen und passende Daten getriebene Geschäftsmodelle entwickeln”, heißt es in der Berger-Studie. +++

+++ Die Bunders Amt Für Wirtschaft und Ausfuhrcontrolle hat zum 30. April eine weitere Zwischenbilanz zur ELEKTRO Autoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung nur 60.412 mal beantragt. Der große Run auf die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybrid Modelle ist ausgeblieben. Das ist die nüchterne Bilanz nach über einem Jahr. Seit Beginn des Förderprogramms am 2. Juli 2016 sind nach 22 Monaten erst 60.412 Anträge für den Umweltbonus bei der Bafa eingegangen. Die Branche rechnet auch für das Jahr 2018 nicht mehr im einem echten Boom bei Elektroautos. Als Gründe für die Zurückhaltung der Kunden werden zu hohe Kosten, eine unzureichende Ladestruktur und zu geringe Reichweiten genannt. Das im Vorfeld der Prämie befürchtete ‘Elektromobilitätschaos’ hat es bei der Bafa nicht geben, so Präsident Arnold Wallraff. Für reine Elektroautos, die mit 4.000 Euro gefördert werden, wurden nach 22 Monaten 35.053 Anträge gestellt. Auf Plug-in Hybrid-Modelle, für die es 3.000 Euro Prämie gibt, entfallen 25.342 Anträge. Für die besonders exotischen Modelle mit Brennstoffzellenantrieb sind bei der Behörde bislang nur 17 Anträge eingegangen. Bei der Verteilung der Fördergelder haben mittlerweile die Unternehmen die Nase vorn. Während nach 22 Monaten Elektroauto Prämie nur 27.969 Förderprämien an Privatpersonen vergeben wurden, so entfallen auf Unternehmen 31.318 Anträge auf Förderprämien. Die restlichen 1.225 Anträge auf Förderprämien entfallen auf Vereine, Körperschaften, Stiftungen, Kommunalbetriebe und kommunale Zweckverbände. Betrachtet nach Herstellern liegt in den Top10 derzeit BMW (11.702), vor Volkswagen (9.930) und Smart (7.472). Auf den weiteren Rängen folgen Renault (7.273), Audi (5.301), Mitsubishi (2.864), Mercedes (2.788), Kia (2.406), Nissan (2.195) und Hyundai (2.182). Die meisten Anträge für die Prämie wurden für den Smart Fortwo gestellt. 7.472 Kunden wollten den kleinen Stromer gefördert haben. Auf den Plätzen folgen der und der Renault Zoe mit 6.825 Anträgen sowie der BMW i3, für den von 5.398 Kunden ein Förderungsantrag gestellt wurde. +++

+++ Der Automarkt in Deutschland legt im April deutlich zu. Insgesamt 314.055 Personenkraftwagen wurden im Berichtsmonat neu zugelassen: 8,0 % mehr als im April 2017. Im Jahresverlauf bedeuten 1.192.666 NEUZULASSUNGEN bei den Pkw ein stabiles Plus von 5,0 %. Ähnlich sieht es auch bei den Neuzulassungen aller Kfz aus. 1.386.054 Kraftfahrzeuge erhielten im April 2018 erstmals ein Kennzeichen in Deutschland, ein Plus von 5,0 % zu Vorjahreszeitraum. Der Berichtsmonat liegt mit plus 9,8 % sogar noch über der Pkw Quote und bringt in Summe 314.055 neuzugelassenen Kfz. Der Rückgang zum Vormonat beträgt dann doch 8,7 %. Bei diesem guten Pkw Marktdaten, gibt es tatsächlich noch Verlierer bei den einzelnen Marken. Tesla kommt auf -36,7 %, gefolgt von der Ssangyong mit minus 20,7 %. Lexus muss im Jahresverlauf nunmehr einen Rückgang der Neuzulassungen von 19,9 % ertragen. Die Gewinnermarken vom Januar bis April 2016 bei den Neuzulassungen sind Peugeot mit einem Plus von 26,0 % und Smart mit Plus 23,4 %. Platz 3 geht an Seat mit einer Steigerung der Neuzulassungen in Höhe von 20,3 %. Die deutschen Autobauer schnitten alle positiv ab: Ford (+ 8,1 %), Mercedes (+ 2,5 %), Porsche (+ 6,3 %). Einzige Ausnahmen: Audi (- 5,5%) und BMW (-0,4%). Die wichtigsten Fakten zur Neuzulassungsstatistik April: 1) Zulassung Benziner: +19,1 %. 2) Zulassung Diesel: -12,5 %. 3) Anteil Diesel/Benziner: 33,4 % / 61,6 %. 4) Neuzulassungen Hybrid Fahrzeuge: 10.858 (+69,8 %), davon 2.632 Plug-in Hybrid (+21,1 %). 5) Neuzulassungen E-Autos: 3.171Modelle (+124,4 %). 6) Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 130,4 g/km (+1,6 %). +++

+++ Der letzte PORSCHE 991 wird ein Speedster. Nach aktuellem Stand setzt Porsche bei der Neuauflage auf GT3 Teile. Die Baureihe 991 geht zu Ende, natürlich mit einem limitierten 911. Als krönenden Abschluss bringt Porsche den 911 Speedster. Auffällig sind die breiten Kotflügel und der Buckel! Die Front wird vom GT3 übernommen, genau wie die Zentralverschlussfelgen. Das könnte bedeuten, dass Porsche auch den Saugmotor aus dem Sportgerät GT3 in den Speedster verpflanzt. Damit wäre der 911 Speedster quasi ein GT3 Touring mit Stoffverdeck. Bereits zuvor haben die Erlkönigjäger den 911 Speedster auf Testfahrt erwischt. Auf wie viele Exemplare der letzte 911 der Baureihe 991 limitiert ist, ist noch nicht sicher. Zuletzt gab es vom 997 eine Speedster Version die auf nur 356 Stück limitiert war und neu über 200.000 Euro gekostet hat. Inzwischen ist der letzte Speedster ein extrem gesuchtes Sammlerstück und auch die Neuauflage dürfte bei über 200.000 Euro starten, vorausgesetzt man bekommt überhaupt einen ab. +++

+++ 2 Jahre nach dem Start in den USA gründet TOYOTA auch in Europa eine Niederlassung des konzerninternen Start-up ‘Toyota Connected’. In London werden dafür bis zu 50 Mitarbeiter gesucht. Vor 2 Jahren hat der japanische Autohersteller Toyota in den USA das Tochterunternehmen Toyota Connected gegründet. In einer Start-up Atmosphäre sollen dort neue Mobilitätslösungen erdacht, entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Dazu zählen Car Sharing und das Management großer Firmenflotten. Jetzt wurde ein europäischer Ableger aus der Taufe gehoben. Die neue Firma mit dem Namen Toyota Connected Europe sitzt nicht wie die Europazentrale des Autokonzerns in Belgien, sondern in der britischen Hauptstadt und Finanzmetropole London. 5,15 Millionen Euro investiert Toyota in das Unternehmen. Bis zu 50 neue Mitarbeiter, hier vor allem Datenwissenschaftler, Ingenieure und natürlich Softwareentwickler werden gesucht. “Mit der Einführung von Toyota Connected Europe wollen wir die Art und Weise verändern, wie Kunden weltweit Mobilität erfahren”, erklärt Zack Hicks, der Toyota Connected North America vorsteht und die Rolle des Chairman bei der europäischen Schwestergesellschaft bekleidet. Die operative Leitung wird mit Agustin Martin intern besetzt. Er leitete bisher bei Toyota Europe den Bereich Connected Car & Mobility. Ein cloudbasiertes digitales Ökosystem soll nicht nur die Daten für Car Sharing oder Ride Hailing beherbergen, sondern auch Over-the-air-Wartungen von Autos und ganzen Flotten möglich machen. +++

+++ Für Herbert Diess ist es eine Premiere: Er tritt auf der Hauptversammlung in Berlin zum ersten Mal als Vorstandsvorsitzender vor die Aktionäre von VOLKSWAGEN . Diess muss sich darauf vorbereiten, dass die Anteilseigner kritische Fragen stellen werden, denn an einigen grundsätzlichen Problemen hat sich durch den Wechsel von Matthias Müller auf Diess überhaupt nichts geändert. An erster Stelle steht natürlich immer noch die Dieselaffäre, die noch lange nicht erledigt ist, auch wenn Volkswagen die größten Belastungen vermutlich bereits durchgestanden hat. Die rechtliche Aufarbeitung des Manipulationsskandals wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Gut 25 Milliarden Euro an Rückstellungen hat der VW Konzern dafür bereits verbucht. Mit diesem Betrag hat der Autohersteller bislang vor allem die Risiken in den USA abgedeckt. Völlig offen ist bis heute, wie die rechtliche Aufarbeitung in Europa weitergehen wird. Im Fokus stehen dabei besonders die Justizbehörden in Deutschland. Die Staatsanwaltschaften in Braunschweig, München und Stuttgart ermitteln gegen Mitarbeiter von Volkswagen sowie der beiden Konzerntöchter Audi und Porsche. Bisher haben sich die Staatsanwaltschaften sehr viel Zeit mit ihren Ermittlungen gelassen. Niemand kann ausschließen, dass es zu Anklagen kommen wird. Die Aktionäre werden von Diess erwarten, dass er sich zu den verbliebenen rechtlichen Risiken äußert. Bedrohlich sind für den Volkswagen Konzern mögliche Schadensersatzfahren von Aktionären und geschädigten Autofahrern. Diese Verfahren könnten für VW noch einmal sehr unangenehm werden: durch weitere Milliardenlasten. Dann würden die bislang zurückgelegten 25 Milliarden Euro nicht reichen: die 30 Milliarden Schwelle würde sehr wahrscheinlich überschritten werden. Eng verbunden mit der Dieselaffäre ist der Kulturwandel, den Volkswagen nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals versprochen hatte. Der Konzern muss dafür sorgen, dass sich eine solche Affäre künftig nicht wiederholt und dass das Unternehmen durchgängig gesetzeskonform agiert. Darüber wacht seit einem Jahr der Larry Thompson, der Volkswagen im Auftrag des US-Justizministeriums kontrolliert. Thompsons zu Ostern vorgelegte erste Zwischenbilanz war für Volkswagen ziemlich ernüchternd. Der US Monitor hat Zweifel daran, dass das Topmanagement es mit dem versprochenen Kulturwandel wirklich ernst meint. Die VW Aktionäre werden den neuen Vorstandsvorsitzenden Diess danach fragen, wie der Wandel der Unternehmenskultur unter seiner Führung gelingen soll. Die Anteilseigner werden solche Fragen aus purem Eigennutz stellen: Denn wenn Thompson auch in 2 Jahren zum Ende seiner Amtszeit unverändert meint, dass sich in Wolfsburg nicht viel getan hat, dann wird es für den VW Konzern noch einmal teuer. Dann drohen milliardenschwere Nachforderungen der US Justiz, weil sich Volkswagen nicht an vereinbarte Auflagen gehalten hat. Diess hat diesen gesamten Themenblock von seinen Vorgängern geerbt. Als das Unheil in Wolfsburg seinen Lauf nahm, das war er noch BMW Vorstand in München. Erst vor knapp 3 Jahren ist der heute 59-jährige Automanager nach Wolfsburg zu Volkswagen gewechselt, zunächst als Chef der Marke VW. Dass er für vieles von dem, was in den vergangenen Jahren bei Volkswagen passiert ist, persönlich nicht die Verantwortung trägt, wird ihm in seiner neuen Position nicht helfen. Diess ist jetzt der neue Konzernchef, und damit per se für alles verantwortlich. Wenig problematisch aus Sicht von Diess ist die Entwicklung des operativen Geschäfts. Denn trotz der Nachwirkungen der Dieselaffäre entwickeln sich die Verkaufszahlen bei Volkswagen und seinen Töchtern prächtig. Im vergangenen Jahr hat der Wolfsburger Konzern neue Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und operativem Ertrag erreicht. Die Dividende steigt auf fast 4 Euro und erreicht damit fast Normalniveau wie aus der Zeit vor der Dieselaffäre. Allzu lautes Wehklagen der Aktionäre ist deshalb nicht zu erwarten. Erwartbar ist allenfalls nur, dass sie sich mit 4 Euro nicht zufrieden geben und noch mehr verlangen. Die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht, auch im ersten Quartal dieses Jahres hat Volkswagen wieder recht ordentlich verkauft. Die Auswirkungen der Dieselaffäre sind allenfalls noch in Europa und vor allem unter deutschen Kunden spürbar. Im Rest der Welt haben die Autofahrer offenbar schneller vergessen und reagieren mit neuen Bestellungen bei VW und den Tochtermarken. Trotzdem sind gewisse Abstriche bei der weiteren Entwicklung von Rendite und Dividende erwartbar. Denn das operative Geschäft steht bei Volkswagen und in der gesamten Automobilindustrie vor einem Umbruch. Die Bedeutung der Verbrennungsmotoren lässt nach, allen voran beim Diesel. Stattdessen gehen die rein batteriegetriebenen Pkw an den Start, wie die neue ID Elektrobaureihe Ende kommenden Jahres bei Volkswagen. Damit steigen allerdings wieder die Risiken. Nehmen die Kunden die neuen E-Autos an? Kann die unverzichtbare Ladeinfrastruktur rechtzeitig aufgebaut werden? Volkswagen hat schon jetzt angedeutet, dass die Rendite der neuen E-Modelle niedriger ausfallen wird. Niedriger als das, was Anleger bislang bei Volkswagen gewohnt sind. Konkrete Zahlen hat VW bislang zwar noch nicht genannt. Eine operative Rendite von 2 bis 3 Prozent dürfte bei den neuen Elektrofahrzeugen realistisch sein. Aktuell liegt der VW Konzern bei gut 6 Prozent. Diess wird Antworten dazu liefern müssen, wie er sich den weiteren Einstieg in das VW Elektrozeitalter vorstellt. Die Anteilseigner dürften sich zu zeitlich befristeten Einbußen bei der Dividende bereiterklären, wenn die Pause höherer Ausschüttungen nicht allzu lange währt und die Dividenden später wieder ordentlich fließen. Die Aktionäre dürften Diess allerdings erst einmal mit offenen Armen empfanden: der Chefwechsel verspricht eine neue Aufbruchstimmung im Konzern. +++

+++ Der neue Verbrauchs-Zyklus WLTP wirft seine Schatten voraus: Weil Verbrauchswerte künftig für alle Modellvarianten mit großem Aufwand zertifiziert werden müssen, lichtet sich der Angebotsdschungel. Ein genauer Blick zeigt, dass vor allem die großen Benziner aus den Konfiguratoren fliegen. Fans der Marke BMW müssen in diesen Tagen besonders stark sein. Denn hier fliegen die V8 Modelle sang und klanglos aus dem Angebot. Natürlich nicht für immer. Aber zumindest bis Juli, denn bis dahin soll jeder Benziner über einen Partikelfilter verfügen und die Nachrüstung dauert. Interessanterweise sind auf der Homepage von BMW noch Fahrzeuge wie der aktuelle M3 oder das 6er Cabrio sowie das 6er Gran Coupé zu finden. Aber der Konfiguration Versuch führt in eine Sackgasse. Bekanntermaßen laufen M3 sowie 6er inklusive Gran Coupé und Cabrio etwas früher als geplant aus. Sie werden demnächst als 8er wiedergeboren. Der erst im November als Nachfolger des 5er GT eingeführte 6er GT bleibt im Programm. Ein BMW Sprecher verrät: “Sowohl der M3 sowie das 640i Coupé nähern sich dem Ende ihres Lebenszyklus, eine Umrüstung auf Ottopartikelfilter ist daher nicht mehr vorgesehen; entsprechend wird der Auslauf dieser Modelle etwas vorgezogen, beide werden ab Juni nicht mehr für die EU28+-Märkte produziert”. Nicht nur BMW Kunden treibt aktuell verständlicherweise die Frage um ‘Welche Baureihe verabschiedet sich eigentlich von welcher Motorisierung?’ Die Antwort fällt nicht leicht. Denn was heute nicht bestellt werden kann, wird morgen vielleicht schon wieder im Programm sein. So zum Beispiel steht es um den X5, X6 und den 7er. Benzin-Anhänger schauen hier gerade ins Leere. Da sich der 7er der Modellpflege nähert, ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis bei ihm die Ottomotoren wieder ins Sortiment aufgenommen werden. Ein paar Etagen tiefer verlässt der 430i xDrive die Bühne und beim 5er steht wie erwähnt der M550i nicht mehr zur Wahl. Im Hause Volkswagen schaut es auf den ersten Blick ähnlich aus. Nur, dass hier selbstverständlich nicht die großen V8 aus dem Programm genommen werden können: die gibt es ja schließlich nicht. Vielmehr trennen sich die Wolfsburger von den am geringsten nachgefragten Motor/Getriebe Varianten. Alles, was unter 2 Prozent Bestellvolumen aufweist, wird mit dem Ende des Modelljahres 2018 im Sommer nicht in die WLTP Homologation überführt und läuft aus. Ein VW Sprecher erklärt: “In vielen Fällen bleiben ähnliche Varianten im Angebot. Beispielsweise entfallen Handschalter Version, während dieselbe Motorisierung mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG weiterläuft. Weil im neuen Prüfverfahren erstmals auch Ausstattungseinflüsse für die Ermittlung der Verbräuche im WLTP Zyklus einbezogen werden, ist der Aufwand enorm: Allein beim Golf gibt es etwa 2 Millionen verschiedene Varianten, für die wir individuelle Verbrauchswerte ermitteln und im Konfigurator ausweisen”. Konkret heißt dies am Beispiel des Up: Beim Einstiegsbenziner 1.0 MPI 60 PS gibt es heute 3 Varianten: Schaltgetriebe mit Start/Stopp, Schaltgetriebe ohne Start/Stopp und ein automatisiertes Schaltgetriebe (ASG). Aufgrund der Kundennachfrage wird hier künftig nur noch die Variante mit Schaltgetriebe und Start/Stopp angeboten. Beim Golf (Variant) wird der 1.4 TSI 125 PS von seinem 5 PS stärkeren und zugleich 10 Gramm weniger CO2 ausstoßenden Motoren-Bruder 1.5 TSI mit aktivem Zylindermanagement aus dem Konfigurator verdrängt. GTI Fans aufgepasst: Künftig bietet VW den Golf GTI ausschließlich mit 245 PS, sprich in der Performance Variante an. Der Grund ist denkbar einfach: Er wird von den Kunden favorisiert. Ähnliches gilt für den Tiguan. “Den 2.0 TDI 150 PS mit Allradantrieb 4Motion gibt es momentan mit Schaltgetriebe oder dem Doppelkupplungsgetriebe DSG. Aufgrund der hohen Kundennachfrage wird hier zukünftig ausschließlich die Variante mit DSG angeboten. Die Varianten ohne Allradantrieb in dieser Leistungsklasse bleiben weiterhin mit Schaltgetriebe oder DSG verfügbar”, heißt es seitens Volkswagen. Beim Passat entfällt das optionale Angebot des 1.6 Einstiegs-TDI (120 PS ohne SCR). Nach seiner Modellüberarbeitung hat der Passat auch in dieser Leistungsklasse serienmäßig ein SCR System. Wichtig für alle Kunden ist bei all der Diskussion um dem Wegfall einzelner Modelle vor allem ein VW Versprechen: “Grundsätzlich gilt: Bestätigte Bestellungen werden auch gefertigt und ausgeliefert”. Was ab wann genau entfällt hängt an dieser Stelle schlicht von der Zahl der Bestelleingänge ab. Ist die jeweilige Variante ausverkauft, werden keine Bestellungen mehr entgegengenommen und ist zugleich auch nicht mehr im Konfigurator zu finden. Andersherum gilt aber auch, dass freigegebene Motor/Getriebe Varianten des Modelljahres 2019 im Konfigurator schon einige Wochen vor Fertigungsbeginn auftauchen. +++

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