Tagesschau

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+++ Volkswagen hat angeblich versucht, das auf Robotaxis und AUTONOMES Fahren spezialisierte US-Unternehmen Aurora Innovation zu kaufen. Die Silicon Valley Firma möchte aber unabhängig bleiben. Der Autobauer Volkswagen schaut sich offenbar nach Übernahmen bei selbstfahrenden Autos um. Die Wolfsburger hätten versucht, das auf Robotaxis und autonomes Fahren spezialisierte US-Unternehmen Aurora Innovation zu kaufen. Es habe entsprechende Gespräche gegeben. Die Silicon-Valley-Firma habe aber unabhängig bleiben und mit mehr als nur einem Autobauer zusammenarbeiten wollen. Volkswagen und Aurora kooperieren bereits. Die Partnerschaft war Anfang des Jahres bekannt gegeben worden. Der Kopf hinter dem US-Startup ist der ehemalige Google-Experte für selbstfahrende Autos, Chris Urmson. Volkswagen hatte damals mitgeteilt, man wolle “Mobilität für alle auf Knopfdruck” anbieten. Die Partnerschaft sei dafür ein “riesiger Sprung nach vorn”. +++

+++ Kaum ein BMW muss die Kernwerte der Marke so sehr hochhalten wie der 3er. Das meistverkaufte Modell der Marke ist agil, sicher, komfortabel und funktionell. Die nächste Generation (G20) geht im September 2018 in Serie. Vom 3er, und dem technisch identischen Coupé 4er, wird es folgende Karosserievarianten geben: Limousine (2018, Langversion nur für China), Touring (2019), 4er Coupé (2020), 4er Cabrio (wieder mit Soft statt Hard top, 2020) und dann noch einen gemeinsamen Nachfolger für 3er GT und 4er Gran Coupé (mit E-Antrieb, 2021). BMW hält dem Verbrennungsmotor die Treue, setzt aber verstärkt auf 4 zylinder. Erstmals wird im 3er ein Selbstzünder das M-Label tragen. Der M340d xDrive M Performance wird von einem 320 PS starken Sechszylinderdiesel mit 680 Nm Drehmoment angetrieben. Der 6 zylinderbenziner M340i M Performance mit 360 PS ist unterhalb des M3 positioniert und tritt gegen Konkurrenten wie den Mercedes-AMG C 43 4Matic und den Audi S4 Quattro an. Beide Motorisierungen verfügen über Allradantrieb. Der neue M3 tritt ab 2020 mit mindestens 462 PS und 570 Nm an. Für hohe Stückzahlen sind mehr denn je die 2,0 liter 4 zylinder mit Partikel­filter (Benziner) und AdBlue-Zugabe (Diesel) zuständig, die eine Leistungsspanne von 150 PS bis 258 PS abdecken. Den einzigen 3 zylinder erwarte ich im 318i, der mit 140 PS und 220 Nm antreten dürfte. Ersatzlos gestrichen ist nach Aussagen von Händlern dagegen der schlappe 316d. Echte Innovationen sind das 48 Volt System und der damit verbundene Mildhybrid, der bis zu 15 kW und 20 Nm Zusatzkraft bringt. Mithilfe einer Speicherbatterie können Nebenaggregate und der elektrische Lader betrieben werden. Der zusätzliche Drehmomentkick kommt vor allem bei Ampelstarts und Überholvorgängen zur Geltung. Erst im September 2019 rechnen wir dagegen mit dem ersten und zunächst einzigen Plug-in-Hybriden des G20. Im 325e iPerformance mobilisieren ein 150 PS starker Benziner und ein E-­Motor mit 110 PS eine Sys­temleistung von 230 PS. Der 330e mit 282 PS ist dagegen noch nicht bestätigt. Komplett neu im Programm ist der 3er BEV: Der reine E-Antrieb kommt im gemeinsamen Nachfolger für 3er GT und 4er Gran Coupé. Zum System gehören 2 E-Motoren, 2 angetriebene Achsen, 2 Kühlkreisläufe und 1 auch induktiv aufladbarer Lithium/Ionen Akku. Ich rechne 2021 mit einer Kapazität von 65 kWh und einer Leistung von 350 PS. +++

+++ Die nächste Volkswagen BULLI Generation (T7) kommt mit Pkw Technik, und optional mit Hybridantrieb. etwas unförmig ausgestellt. Der T6 ist im Prinzip nur ein facegelifteter T5, und für gewerbliche Nutzer bleibt es nach einem Facelift 2019 wohl bis 2025 dabei. Doch die in die Jahre gekommene Basis entzieht sich der Verblockung mit moderner Technik. Das soll beim Personen Transporter Multivan mit dem T7 ändern. Schon 2019 soll er durch den New Bulli ersetzt werden. Und der taucht tief in die Pkw-Technik ein: Der Wechsel zur Großserienplattform MQB macht den Weg frei für anspruchsvollere Inhalte, schafft mehr Freiheit bei der Modellplanung, und erhöht die Variantenvielfalt.  Der damit verbundene Zugang zum modularen Infotainmentbaukasten, dem 48 Volt Bordnetz und der updatefähigen Elektronikarchitektur verwandelt den neuen Multivan auf Wunsch in einen Hightech Van. Mithilfe dieser Systemintegration soll aus dem VW Bus eine komplette Bulli Familie entwickelt werden, die auch für die Nachfolger von Caddy und Sharan eine neue Basis bietet. Wie eine solche Staffelung mit unterschiedlichen Radständen und Aufbauten aussehen könnte, hat Ford mit den Tourneo-Derivaten Courier, Connect und Custom vorgemacht. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass der T7 modern, funktionell und wertig aussehen muss. Zweifarbigkeit ist gewiss wieder ein Thema, die Leuchtengrafik dient gleichermaßen der Abgrenzung zum Wettbewerb und zwischen den Baureihen. Um später auch als Nutzfahrzeug die Anforderungen des Lastenhefts zu erfüllen, müssten für den Transporter allerdings eine neue Hinterachse mit erhöhter Traglast, verstärkte Getriebe sowie eine robustere Karosseriestruktur eingeführt werden. Der für 2020 avisierte Elektro-Bulli eignet sich zum einen als flüsterleiser Stadtlieferwagen mit 24 kWh Batterie und 75 kW sowie 270 Nm Leistung, zum anderen existiert in gleicher Hülle aber auch schon ein Leuchtturmprojekt mit 275 kW Systemleistung, 600 km Reichweite und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 5 Sekunden. Ansonsten bleibt es für T7 beim bewährten Mix aus Diesel und Verbrenner, Vorderradantrieb und 4Motion, Schalter und DSG, Mildhybrid und Plug-in-Hybrid. +++

+++ BYD drängt mit Macht in eine Führungsrolle als Batterieproduzent: Wie der chinesische OEM in einer Mitteilung an die Börse bekannt machte, investiert BYD über €1 Milliarde in eine neue Batteriefabrik in Chongqing. Laut der Mitteilung an die Börse Hongkong wurde ein entsprechende Vertrag zum Bau der Batteriefabrik mit der Provinzregierung von Chongqing unterzeichnet. Das Investitionsvolumen wird auf umgerechnet rund €1,2 Milliarden beziffert. Mit dieser Summe soll ein Werk mit einer jährlichen Kapazität von 20 Gigawattstunden (GWh) errichtet werden. Erst kürzlich hatte BYD in der Provinz Qinghai die nach eigenen Angaben größte Batteriefabrik der Welt mit einer Kapazität von 24 GWh eröffnet. Nun schiebt der Autokonzern, in China im Bereich E-Mobilität wichtiger Partner von Daimler, das nächste Großprojekt hinterher. In der neuen Fabrik sollen laut BYD sowohl Zellen wie auch komplette Batterien gefertigt werden. In dem Werk sollen auch Entwicklungsdienstleistungen für andere Unternehmen angeboten werden. Keine Angaben macht der Autokonzern zum Bau- und Produktionsstart. BYD ist der größte Elektroautohersteller in China und nimmt dadurch rechnerisch auch eine global führende Rolle ein. Eine solche strebt der Konzern auch im Batteriegeschäft an. Bis 2020 will man mit eigenen Fabriken  auf eine jährliche Leistung 60 GWh kommen. Dazu investiert der Autobauer insgesamt rund $3,8 Milliarden US-Dollar. +++

+++ Mit der lautlosen E-AUTOS Fahrt ist ab 2019 Schluss, zum Schutz der Fußgänger müssen Elektroautos bis zu einem Tempo von 20 km/h eine Warngeräusch von sich geben. Grund ist die Verordnung des Europäischen Parlaments. Denn bis zum 1. Juli 2019 muss in neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting Systems, kurz AVAS) zum Schutz von Fußgängern installiert sein. Genau 2 Jahre später gilt die Regel für alle neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Was wiederum nicht heißt, dass es erst dann erfolgen muss. Warum nur bis Tempo 20? Weil ab höheren Geschwindigkeiten die Abrollgeräusche der Reifen selbst bei modernen Verbrennerfahrzeugen den eigentlichen Motorenklang übertönen. Das Geräusch selbst muss mit dem eines mit einem Verbrennungsmotor ausgestatteten Fahrzeugs der gleichen Klasse vergleichbar sein, heißt es Genauso klingen wie ein Benziner oder Diesel soll es aber auch nicht. Womit auch der Traum eines jeden Fiat 500-Fahrers von einem Cityflitzer mit sattem V8 Sound zerplatzt. Musikstücke dürfen es ebenfalls nicht sein. Wie schon die Designs der Karosserien sollen sich auch die Designs der AVAS Klänge von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. “Schließlich klingt im Moment ein BMW auch anders als ein Mercedes oder ein Porsche; das soll bei den E-Autos ebenfalls so sein”, erklärt Hugo Fastl, Professor am Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation an der Technischen Universität München (TUM). In Zukunft wird es demnach wieder einfacher, ein Fahrzeug an seinem Klang zu erkennen. Vor allem Sportwagenbesitzer werden sich über einen weiteren Punkt stundenlang unterhalten können: die Rauigkeit eines Sounds. Das AVAS Thema betrifft natürlich nicht nur Europa, sondern sorgt zum Beispiel auch in den USA für Aufsehen. “Wenn künftig mehr leise Elektro- und Hybridautos auf den Straßen unterwegs sind, wird es wichtig sein, dass Fußgänger diese Fahrzeuge nicht nur sehen, sondern auch zuverlässig hören können”, sagt US-Verkehrsminister Anthony Foxx. Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ließen sich pro Jahr 2.400 Fußgängerunfälle mithilfe der AVAS-Technologie verhindern. Schätzungen der NHTSA nach entstehen den Autoherstellern pro Jahr rund 39 Millionen Dollar Mehrkosten. Werden der Sicherheitseffekt und die eingesparten Unfallkosten dagegen gerechnet, soll AVAS wiederum bis zu 300 Millionen Dollar pro Jahr Nutzen bringen. In den USA soll, anders als in Europa, das AVAS anstatt bis 20, bis 30 km/h aktiviert sein. +++

+++ Die Welt in Wolfsburg könnte eigentlich in Ordnung sein. Mit 5,5 Millionen verkauften Fahrzeugen war Volkswagen zusammen met Renault, Nissan und Mitsubishi auch im ersten Halbjahr der größte Autohersteller der Welt. Auch der Gewinn fiel mit 8,16 Milliarden Euro üppig aus. Doch der globale Vergleich in der Industrie zeigt, dass der deutsche Autoriese Nachholbedarf bei der EFFIZIENS hat. Denn bei der Profitabilität fahren die japanischen Hersteller vorne weg, belegt eine neue Studie der Unternehmensberatung EY. Allein der große VW Konkurrent Toyota konnte den Gewinn im ersten Halbjahr um satte 30 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Auch die anderen Automobil Unternehmen aus Japan (Mitsubishi und Suzuki) kommen auf ein sattes Gewinnplus von 26, beziehungsweise 25 %. Bei der operativen Rendite lassen Suzuki und Toyota mittlerweile sogar Daimler hinter sich. Während die Japaner mit jedem verkauften Auto 1.919 Euro Gewinn machen, kommt man in Wolfsburg auf etwa 1.563 Euro. Allerdings sind in den VW Zahlen auch die Nobelmarken Audi und Porsche enthalten. Insgesamt fällt die Bilanz der deutschen Herstellen BMW, Daimler und VW im ersten Halbjahr durchwachsen aus. Dieselkrise und Handelskonflikte zwischen den USA, China und Europa belasten den operativen Gewinn der drei Konzerne, im ersten Halbjahr um 12 %. Weltweit scheint das Vertrauen in den Diesel zu schwinden, die Absätze gehen damit in einer deutschen Schlüsseltechnologie zurück. Darüber hinaus kosten Rückrufe und Umrüstung viel Geld. Und auch die Unsicherheiten im internationalen Handel sind gewachsen. Auch wenn die deutsche Industrie US-Strafzölle auf europäische Autos gerade noch abwenden konnte, wird Trumps Handelspolitik für die Unternehmen zum Geschäftsrisiko. Immerhin produzieren alle drei Konzerne in den USA Autos für den Weltmarkt. Insbesondere der Handelskonflikt zwischen den USA und China kommt die Konzerne daher teuer zu stehen. Die Japaner haben ihr Produktionsnetzwerk dagegen anders organisiert und können sich den Risiken bislang daher entziehen. Und auch eine weitere Autonation gehörte laut der EY Studie im ersten Halbjahr zu den großen Gewinnern. Die französischen Autokonzerne Renault und PSA konnten ihren Gewinn um 19 beziehungsweise 11 % steigern. Die einst europafixierten Franzosen dringen mit ihren Modellen mehr und mehr in lukrative Schwellenländer wie Russland und Indien vor. Noch schlechter sieht es für Riesen der US Autoindustrie aus. General Motors, Ford und Fiat Chrysler stecken mitten in der Transformation. Mit einer Marge von mageren 2,2 % landet Ford im globalen Vergleich der Autokonzerne auf dem letzten Platz. Der Gewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert. Und auch für den größten US Hersteller General Motors lief das ersten Jahr schlecht. Die einstige Opel Mutter machte ebenfalls halb so viel Gewinn wie im Jahr zuvor. Vor allem im lukrativen chinesischen Markt haben die US-Amerikaner an Boden verloren. In Europa ist GM gar nicht mehr vertreten, Ford hat dagegen mit massiven Problem zu kämpfen. Trotz der wenigen Gewinner im ersten Halbjahr kann die Autoindustrie auf sehr erfolgreiche Jahre zurückblicken. Das zeigt ein Vergleich mit dem zweiten Quartal 2009: Im damaligen Krisenjahr betrug der globale Umsatz der Branche noch €224,2 Milliarden, bei einem Verlust von €7,1 Milliarden. Im zweiten Quartal diesen Jahres erwirtschaftete die Branche einen Umsatz auf rund €410,8 Milliarden, rund 83 % mehr als 2009. Und auch die Gewinne stiegen global auf €26,1 Milliarden. +++

+++ Nach dem erfolgreichen Start von Lynk & Co weitet Mutterkonzern GEELY die Produktionskapazitäten für die junge Marke aus, und geht dabei den nächsten Schritt, indem man die größere SPA Plattform von Volvo einbezieht. Der Start von Lynk & Co gilt als glatter Erfolg. Im ersten Halbjahr wurden vom Premierenmodell (dem Lynk & Co 01) 46.252 Einheiten verkauft. Mit den in der Pipeline steckenden weiteren Modellen dürfte die junge Marke im Premierenjahr auf über 100.000 verkaufte Fahrzeuge kommen. Nicht minder von Bedeutung: aus dem Stand hat Lynk laut Unternehmensangaben rund $43 Millionen zum Halbjahresgewinn von Geely beigetragen ($978 Millionen; +54 %). Beflügelt von dem Erfolg geht der derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmende chinesische Autobauer den nächsten Schritt. Wie Geely im Zusammenhang mit Vorlage der Halbjahreszahlen sagte, werde man für Lynk & Co weitere Produktionskapazitäten im Werk Meishan, Ningbo, aufbauen. Verbunden damit, bereitet die Marke damit den Schritt in ein neues Segment vor. Denn: werden die ersten 3 Lynk & Co Modelle auf den von Volvo und Geely gemeinsam entwickelten CMA-Plattform gebaut, will man mit der Produktionserweiterung die SPA Plattform von Volvo einbeziehen und auf dieser das erste Lynk Modell für das E Segment anbieten. Volvo baut auf der SPA-Plattform die 60er und 90er Modellreihen. Die Produktion für das erste “große” Modell der Geely Tochter soll 2019 oder 2020 erfolgen. IHS Markit prognostiziert für die B und C Segment-Autos der Marke für das Jahr 2019 einen Absatz von mehr als 150.000. 2019 soll auch die Fertigung von Lynk & Co im belgischen Gent an der Seite des Schwestermodells Volvo XC40 gestartet werden. +++

+++ MAZDA geht bei der Motorenentwicklung weiterhin eigene Wege. Neben dem Skyactiv-X und einem neuen Verbenner, der zusammen mit einem speziellen Kraftstoff entwickelt wird, kommt auch der Wankelmotor zurück: als Range-Extender im Elektroauto. Saudi Aramco, die weltweit größte Gesellschaft zur Förderung von Erdöl, der japanische Autohersteller Mazda und AIST (National Institute of Advanced Industrial Science and Technology) aus Japan haben eine Zusammenarbeit zur Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren gestartet. Das Ziel ist die Entwicklung eines wohl ölbasierten CO2-armen Kraftstoffes zum Antrieb von Autos. Während die Ölfirma am Treibstoff arbeitet, soll in Japan der neue Motor entwickelt werden. Mazda ist einer der wenigen Autohersteller, der im aktuellen Modellprogramm nicht auf Downsizing bei Benzinmotoren setzt. Die Modelle der Japaner fahren mit Saugmotoren, im 6 und CX-5 mit bis zu 2,5 Litern Hubraum. Die gesamte Benziner-Palette erfüllt, wie die Turbodiesel mit SCR-Katalysator und AdBlue-Tank, die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Für die Entwicklungsarbeit am neuen Motor und dem Kraftstoff stützen sich die beteiligten Unternehmen an einem Ausblick der internationalen Energieagentur (IEA), wonach im Jahr 2035 noch 84 aller Autos weltweit noch mit einem Verbrennungsmotor unterwegs sein werden. Darin enthalten sind aber auch noch viele ältere Bestandsfahrzeuge. Mit dem Nachfolger des 3 feiert in Kürze mit dem Skyactiv-X ein weiterer neuer Motor Premiere. Hinter dieser Marketingbezeichnung verbirgt sich ein Benziner, der in Teilbereichen dem Arbeitsprinzip eines Dieselmotors folgt. Eine sehr hohe Verdichtung sorgt dabei für eine zündfunkengesteuerte Kompressionszündung. Der Motor mit 2,0 Litern Hubraum wird ungefähr 190 PS leisten und soll sich mit 6 Litern Super auf 100 Kilometer zufriedengeben. Neben der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren verschließt sich Mazda aber auch den alternativen Antriebsarten nicht. Plug-in Hybride werden aktuell für einen Marktstart im Jahr 2020 entwickelt. Schon vorher, nämlich Ende 2019, feiert das erste Elektroauto der japanischen Marke Premiere. Die Besonderheit daran ist der Range Extender. Hier setzt Mazda auf einen neu entwickelten Kreiskolbenmotor. Mit dem letzten RX-8 ist das einst von Felix Wankel entwickelte Motorenkonzept im Jahr 2012 vom Markt verschwunden. +++

+++ Die USA und MEXIKO haben sich auf ein neues Handelsabkommen geeinigt. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Deal. Nach monatelangem Ringen haben sich die USA und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen verständigt. Es soll das bisherige Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) ablösen, an dem auch Kanada beteiligt ist, und das US Präsident Donald Trump wiederholt als sehr nachteilig für sein Land kritisiert hat. Unklar bleibt bisher allerdings, wie die neuen Abmachungen umgesetzt werden könnten. Wann tritt das neue Abkommen in Kraft? Das bisherige Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) schloss die USA, Mexiko und Kanada mit ein. Eine Reform dieses Abkommens können dementsprechend nicht nur 2 Länder beschließen. Nach der Vereinbarung mit Mexiko wächst der Druck auf Kanada, ebenfalls die neuen Regeln zu akzeptieren. Trump drohte Kanada bereits bei einer Absage die Zölle auf Fahrzeuge aus Kanada zu erheben. Das Außenministerium in Ottawa zeigte sich bisher zwar ermutigt durch die US-mexikanische Einigung, pochte aber auf eigene Interessen. Trump und Mexikos scheidender Präsident Enrique Pena Nieto erklärten, Gespräche mit Kanada würden schon in Kürze beginnen. Ein US Regierungsvertreter sagte, es gebe die Chance, dass es mit Kanada bis Freitag eine Einigung gebe. Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland wird einem US-Handelsvertreter zufolge in Kürze zu Gesprächen in Washington erwartet. Besteht die Möglichkeit für ein bilaterales Abkommen? US-Präsident Trump ließ es nach den Gesprächen mit Mexiko so aussehen, als habe er ein bilaterales Abkommen erreicht. Doch so einfach ist es nicht, warnen Experten. Um ein neues bilaterales Abkommen abschließen zu können, bräuchte Trump zunächst überhaupt ein Mandat für bilaterale Gespräche. Anschließend müsste er sich die Ergebnisse vom US-Kongress genehmigen lassen. Das gilt als langwieriger Prozess. “Präsident Trump kann mit dem derzeitigen Mandat kein bilaterales Abkommen abschließen”, stellte die ehemalige US-Handelsbeauftragte Carla Hills klar. “Die Hoffnung ist also, dass er nachsichtig mit unseren kanadischen Nachbarn verhandelt”. Auch Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer ließ durchblicken, dass er von einer Vereinbarung zwischen allen 3 Ländern ausgeht. Was bedeutet die Einigung für die Autoindustrie? Das vorgesehene Abkommen beinhaltet einen kritischen Passus für die Branche: Demnach müssen 40 bis 45 % der Teile eines Autos, das in das andere Land ausgeführt wird, zu Löhnen von mindestens $16 pro Stunde gefertigt werden. De facto trifft das nur Exporte aus mexikanischen Fabriken in die USA, denn in den USA liegt der durchschnittliche Stundenlohn in der Autoindustrie bei $22,47. In Mexiko hingegen verdienen Industriearbeiter laut dem nationalen Statistikamt Inegi durchschnittlich umgerechnet nur etwa $2,30. Die Branche muss also genügend Komponenten für die Endproduktion in Mexiko in Ländern mit höheren Löhnen fertigen, auf Fertigung in den USA oder anderen Ländern umschwenken oder extreme Lohnsteigerungen in Mexiko durchsetzen. Außerdem soll der regionale Wertschöpfungsanteil im Automobilbau von derzeit 62,5 auf 75 % angehoben werden, heißt es aus Verhandlungskreisen. “Das ist schon sehr ambitioniert”, sagte Johannes Hauser, Geschäftsführer der Deutsch-Mexikanischen Handelskammer (Camexa). Wie sind deutsche Hersteller betroffen? Von den deutschen Konzernen müssen sich vor allem Volkswagen und BMW Gedanken machen. Die Volkswagen Marke Audi fertigt seit Herbst 2016 in Mexiko den Audi Q5 für den Weltmarkt und hat seit Jahresbeginn 2018 bereits 35.000 Stück des Fahrzeugtyps in den USA verkauft. Für das Audi Werk werden rund 65 % der Teile vor Ort gefertigt. Die Marke VW baut in Puebla jährlich bis zu 420.000 Fahrzeuge verschiedener Modelle. VW fertigt in einem weiteren Werk in Mexiko auch Motoren, kommt also auf eine hohe Wertschöpfung im Land. Nicht alle in Mexiko gebauten Fahrzeuge des Konzerns gehen aber in die USA, zumal VW auch über eine Fabrik im US-Bundesstaat Tennessee verfügt. BMW will im kommenden Jahr ein Werk in Mexiko in Betrieb nehmen, in dem dann das 3er-Modell für den nordamerikanischen Markt gefertigt werden soll. +++

+++ Nach der Entscheidung des Elektroautoherstellers TESLA , an der Börse verbleiben zu wollen, stand die Aktie des Unternehmens abermals unter Druck. Im Handelsverlauf fiel der Kurs um fast 3 % auf rund 315 Dollar. Das liegt deutlich unter dem Preis der Aktie, bevor die Episode um einen möglichen Börsenrückzug begann. Als der Vorstandsvorsitzende Elon Musk die Idee am 7. August mit einem Eintrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter publik machte, kostete die Tesla Aktie rund 342 Dollar. Musk brachte damals einen Betrag von 420 Dollar je Aktie für die Transaktion ins Spiel, womit er zunächst einen gewaltigen Kursschub auslöste. Nachdem sich die Zweifel an einer Realisierung des Plans mehrten, verlor die Aktie aber wieder deutlich an Wert. Am späten Freitagabend hatte Musk einen abrupten Rückzieher gemacht und angekündigt, Tesla nun doch nicht mehr von der Börse nehmen zu wollen. Er begründete die Entscheidung im Wesentlichen mit Widerstand aus dem Aktionärskreis und gab außerdem zu, dass das Vorhaben zeitaufwendiger und auch eine größere Ablenkung wäre als zunächst gedacht. Er sagte aber, er glaube noch immer, dass “mehr als genug Finanzierungsmittel” für eine solche Transaktion zur Verfügung stünden. Genau daran hatte es erhebliche Zweifel gegeben. Musk hatte bei seiner ursprünglichen Ankündigung gesagt, die Finanzierung eines Börsenrückzugs sei “gesichert”, musste dann aber bald zugeben, keine festen Zusagen gehabt zu haben. Er konnte lediglich auf vielversprechende Gespräche mit dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF verweisen. Er arbeitete dann nach eigenen Angaben mit den Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake zusammen, um Optionen für die Realisierung eines Börsenrückzugs auszuloten. Diese Banken haben auch tatsächlich potentielle Investoren aufgetrieben, die zugestimmt hätten, bis zu $30 Milliarden bereitzustellen. Unter diesen möglichen Geldgebern soll auch der deutsche Volkswagen-Konzern gewesen sein. Allerdings sei ein Einstieg rivalisierender Autohersteller nicht im Sinne von Musk gewesen. Zudem hätten die potentiellen Investoren erhebliche Mitspracherechte gefordert. VW wollte den Bericht nicht kommentieren. Der Analyst Ben Kallo vom Vermögensverwalter Robert W. Baird erwartet, dass die Tesla-Aktie wegen der Turbulenzen um einen Börsenrückzug kurzfristig unter Druck bleiben wird. Auf mittlere Sicht rechnet er aber mit einem Kursanstieg, wenn sich das Augenmerk der Finanzmärkte wieder stärker auf das eigentliche Geschäft von Tesla richte, das nach seiner Auffassung unterbewertet sein könnte. Kallo hat ein Kursziel von 411 Dollar für die Aktie. Nicht jeder ist so optimistisch. Die Analysten der Bank JP Morgan Chase haben ihr Kursziel für Tesla in der vergangenen Woche, als ihnen ein Börsenrückzug immer weniger wahrscheinlich erschien, von 308 auf 195 Dollar nach unten korrigiert. Auch nach der Entscheidung, nun doch an der Börse zu bleiben, wird der Vorstoß von Musk das Unternehmen wohl noch weiter beschäftigen. Die Börsenaufsicht SEC hat Medienberichten zufolge Untersuchungen eingeleitet, in denen sie die Aussage des Tesla-Chefs zu der angeblich gesicherten Finanzierung überprüft. Daneben haben Investoren Klage gegen Tesla eingereicht. Das Unternehmen kämpft zudem auch in seinem Geschäft mit großen Herausforderungen. Es muss die Produktion für sein Model 3 hochfahren, das bislang billigste Modell aus dem Portfolio, mit dem sich Tesla als Massenhersteller etablieren will. Dieses Auto soll dem Unternehmen auch zu Gewinnen verhelfen. Tesla war bislang chronisch defizitär und hat noch für das zweite Quartal einen Nettoverlust von $743 Millionen ausgewiesen. Musk hat aber versprochen, vom laufenden Quartal an werde es Gewinne geben. +++

+++ Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals einberufene Aufseher Larry Thompson legte eine Zwischenergebnis vor. Dabei führt er 2 Verstöße von VOLKSWAGEN an, betonte aber auch, dass die Audit-Arbeit noch am Anfang stehe. Mehr Transparenz gefordert, Verstöße festgestellt: Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen aufgefordert, sämtliche Informationen zeitnah zur Verfügung zu stellen. Vereinzelt sei er mit der Zurückhaltung bei der Übermittlung bestimmter Informationen nicht einverstanden, hieß es im veröffentlichten ersten Zwischenbericht Thompsons nach Dieselgate. Dort wurden auch 2 Verstöße gegen die Auflagen festgestellt. Volkswagen Rechtsvorstand Hiltrud Werner erklärte, es gebe große Fortschritte, aber auch immer noch Schwächen. Thompson beklagte in seinem Bericht, das Unternehmen habe unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis und den Datenschutz Schwärzungen in Dokumenten vorgenommen. Volkswagen habe Nachbesserungen zugesagt. Werner betonte: “Wir haben noch ganz schön viel Arbeit vor uns”. Aufgabe des früheren US-Staatssekretärs Thompson und seines rund 60-köpfigen Teams ist es, Volkswagen 3 Jahre lang auf die Finger zu schauen, damit sich kriminelles Verhalten wie im Abgasskandal nicht wiederholt. Im Detail: Der Kontrolleur überwacht, ob der Autohersteller den mit den US-Behörden geschlossenen Milliardenvergleich einhält. Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, in den USA die Abgasreinigung von Autos mit Dieselmotor manipuliert und so Kunden und Behörden betrogen zu haben. Kürzlich hatte Thompson fehlende personelle Folgen nach dem millionenfachen Betrug mit manipulierter Abgasreinigung kritisiert. Allerdings kündigte VW inzwischen an, sich von Mitarbeitern trennen zu wollen, die in die Abgasaffäre verwickelt waren. Der neue VW Personalvorstand Gunnar Kilian sagte generell ahnde des Unternehmen Regelverstöße “konsequent und der jeweiligen Verantwortlichkeit oder Pflichtverletzung angemessen”. Der Zwischenbericht von Larry Thompson legte 2 Verstöße bei Volkswagen offen: nach Werners Angaben wurde eine Liste von 5 Fragen im Zusammenhang mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung “aus Versehen” nicht in die Manager Handbücher aufgenommen. Zudem sei übersehen worden, 10 Tage vor Beginn von Emissionstests für das Modelljahr 2017 die Umweltbehörde CARB schriftlich zu informieren. Thompson sagte aber, Volkswagen selbst habe diese Verstöße gemeldet. Der VW Aufseher erklärte, es sei verfrüht, zu sagen, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen gekommen sei: “Wir sind eher am Anfang unserer Audit Arbeit”. Volkswagen solle ein “besseres Unternehmen” werden. “Das ist unser gemeinsames Ziel”, betonte er. Dazu legte er auch Handlungsempfehlungen vor; diese betreffen Analysen, ob die umgesetzten Maßnahmen wirklich greifen, aber auch Dokumentationspflichten. Auch schlug er vor, Ungenauigkeiten in Schulungsstatistiken abzustellen. Volkswagen habe zudem eine Reihe von Gremien und Prozessen eingerichtet, um Abgas und CO2 Ziele für einzelne Fahrzeuge festzulegen, um damit die Einhaltung in der gesamten Flotte sicherzustellen. Thompson überprüft neben der Marke Volkswagen und den sogenannten Konzernfunktionen auch die Tochter Audi, Volkswagen Chattanooga und die Volkswagen Group of America. Werner betonte, Volkswagen wolle auch in Sachen Integrität ein Vorbild sein; dies sei gleichrangig mit finanziellen Kennzahlen und Qualität der Fahrzeuge. Zu den Verstößen sagte sie: “Es ging um Dinge, die wir hätten umsetzen können, wenn wir achtsamer gewesen wären”. Ziel sei, das im April beschlossene Integritäts Programm ‘Together4Integrity’ bis 2020 auf die anderen Marken des VW-Konzerns auszurollen. Damit sollten 70 % der Belegschaft erreicht werden: “Wir haben hier einen Marathon vor uns, dessen Umsetzung Jahre in Anspruch nehmen wird”. Bis 2025 wolle Volkswagen alle Tochtergesellschaften weltweit und sämtliche rund 650.000 Mitarbeiter erreicht haben. Werner machte auch klar, dass die vielbeschworene Verbesserung der Unternehmenskultur für den Konzernvorstand “oberste Priorität” habe. “Für den weiteren Kulturwandel rechne ich mit einem Dekaden-Horizont”, sagte sie. Auch der Schulungsaufwand sei hoch: allein im vergangenen November seien rund 7.300 Manager mit Themen rund um Integrität und Unternehmenskultur vertraut gemacht worden. Dies sei auch für andere Marken und Regionen vorgesehen. +++

+++ Eine Studie der Marktforschung Puls zeigt: Die WLTP Umstellung hat Auswirkungen auf mehr als jeden zweiten Autointeressenten. Besonders Volkswagen und Audi Kunden bekommen aktuell häufig nicht ihr Wunschfahrzeug. Autohändler müssen in der Kundenansprache wegen der Umstellung auf den WLTP Zyklus und damit verbundenen Lieferengpässen zunehmend kreativ agieren. Wie eine Umfrage und 1.005 Endverbrauchern der Marktforschung Puls zeigt, haben die Schwierigkeiten der Hersteller mit dem neuen Prüfverfahren bei mehr als der Hälfte der Befragten (56 %) Auswirkungen auf den Autokauf. Mit 13 % gab mehr als jeder Zehnte Studienteilnehmer an, die geplante Fahrzeuganschaffung komplett auf Eis gelegt zu haben. Wer sich dennoch für den Kauf entschied, griff fast in jedem zweiten Fall zu einem Gebrauchtwagen statt zum eigentlich angedachten Neuwagen (48 %). Auch deshalb haben die Besitzumschreibungen in Deutschland im Juli etwas an Fahrt gewonnen. Offenbar hatte sich aber längst nicht jeder Händler eine passende Strategie für die Ausnahmesituation zurechtgelegt. Denn nur 64 % der von WLTP betroffenen befragten Autointeressenten gaben an, ein Alternativangebot für einen Neu- oder Gebrauchtwagen erhalten zu haben. Laut Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner könnte der Handel aber gerade auf diese Weise punkten. “Um die toxische Wirkung von WLTP und der drohenden Innenstadt-Fahrverbote abzumildern, sind vor allem die Automobilhändler gefordert, aktiv über die Themen aufzuklären und Vertrauen aufzubauen”, so der Forscher. Aus Markensicht beeinflusst die Umstellung der Studie zufolge die Arbeit von VW und Audi Händlern am stärksten. Fast zwei Drittel (62 %) der Befragten, die einen Audi kaufen wollen, gaben an, dass der neue Prüfzyklus Auswirkungen auf ihren Autokauf habe. Bei VW waren es 61 %. In den vergangenen Wochen war bereits zu lesen, dass der Volkswagen-Konzern besonders mit WLTP zu kämpfen habe. Die wenigsten Problemfälle gibt es laut der Umfrage bei Opel. +++

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